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Zum Ende der Seite springen TCM - The Beginning 3 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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McHolsten McHolsten ist männlich
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Im Heimkino kommt der Sound auch gut... großes Grinsen
Bisweilen war ich aber kurz davor LEISER zu drehen, weil die dutzenden möchtegernspannungserzeugenden Soundeffekte einem bisweilen schon ZU ausgedehnt waren.

Zum Film an sich: Da vertrete ich - entgegen seiner Aussage gestern am Fon großes Grinsen - zu weiten Teilen Rajkos Meinung; mir hat er nämlich nicht wirklich gefallen. Gore alleine macht noch keinen (guten) Horrorfilm aus. Ich habe zu keinster Minute mit wem mitgefiebert, bisweilen waren mir die aalglatten Teens ohne Profil echt scheissegal.

Insgesamt mehr oder minder eine Enttäuschung; allenfalls ein mäßiger Film der außer grausamen Sadismen ohne Schockwirkung nicht viel bietet.
16.01.2007 21:28 McHolsten ist offline E-Mail an McHolsten senden Beiträge von McHolsten suchen Nehmen Sie McHolsten in Ihre Freundesliste auf
Toxie Toxie ist männlich
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Meine DVD ist heute eingetroffen - ein review folgt! bin echt gespannt, ob rajko und ich diesmal einer meinung sind smile

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NO REST FOR THE WICKED

Schlauer als Gestern, ohne Scheiß! Das Beste von Damals, nur ein bisschen gereift.
Hab kein Interesse zu erfahren, was Andere hinter meinem Rücken sagen...
Klatsch braucht ein Ventil und schreibt Geschichten. Pseudologie um dich zu vernichten.
Nach all den Jahren Blut und Scherben, noch am Leben und zu alt um jung zu sterben!

16.01.2007 21:34 Toxie ist offline E-Mail an Toxie senden Homepage von Toxie Beiträge von Toxie suchen Nehmen Sie Toxie in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Toxie in Ihre Kontaktliste ein
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Hmm.. ist der Erlebnisbericht von meiner Lieblingsseite gar nicht verlinkt worden? ... Filmvorstellung, klicken, sofort!! großes Grinsen
16.01.2007 22:58 Slayer666 ist offline E-Mail an Slayer666 senden Homepage von Slayer666 Beiträge von Slayer666 suchen Nehmen Sie Slayer666 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Slayer666 in Ihre Kontaktliste ein AIM-Name von Slayer666: slayer666ataim
Toxie Toxie ist männlich
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Nun, dann darf ich jetzt mal.

Zu aller erst: "TCM-The Beginning" ist alles nur nicht wirklich gut. Das Blut suppt, die Teenager kreischen und der Rest ist eine belanglose Kopie des Remakes. Zudem kommt die eigentliche Entstehung von Leatherface viel zu kurz - ich meine 5 Minuten im Vorspann und dann noch schön Oberflächlich? Ich glaube vielmehr, man suchte nach dem Ende des letzten TCM-Flicks einen plausiblen Grund zu finden Leatherface wieder auf sein Publikum los zulassen.

Der Härtegrad ist zumindest für eine Mainstream Produktion sehr hoch ausgefallen, obgleich ich die Diskussionen über die "extreme" Gewalt im Film nicht ganz nachvollziehen kann.

Früher hätten die meisten sich einen von der Palme gewedelt, wenn man in einem der älteren TCMs gesehen hätte, wie Leatherface jemanden mit der Kettensäge aufspießt und dann durch die Luft schleudert und das zerteilen eines Körpers haben wir auch schon expliziter gesichtet.

Jetzt heißt das wahrlich wieder: Der Toxie ist abgestumpft, doch das glaube ich kaum, denn bei der OP-Sequenz von SAW 3 wurde mir doch schon mulmig, bei TCM hingegen tut einfach nichts weh. Er baut keine Spannung auf und plätschert so vor sich hin. Gebraucht hat man ihn nicht, aber das haben wir schon bei so vielen Filmen gesagt.
17.01.2007 00:25 Toxie ist offline E-Mail an Toxie senden Homepage von Toxie Beiträge von Toxie suchen Nehmen Sie Toxie in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Toxie in Ihre Kontaktliste ein
melbone melbone ist weiblich
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So hab die Unrated nun auch endlich gesehen
und muss sagen war sehr positiv überrascht fröhlich
alles in allem finde ich "The Beginning" sogar noch etwas besser als Niespels Remake
Zwar ähnelt dieses Prequel dem Remake sehr aber darüber kann man hinwegsehen,hauptsache man ist gut unterhalten.
"The Beginning" bietet diesmal viel
mehr Terror,mehr Blut,mehr Leatherface,mehr Sheriff Hoyt und die Teenie Darsteller Brewster und Co.haben mir auch viel besser gefallen als im Remake.
Einziger Kritikpunkt:Man hätte noch etwas mehr auf die Hintergründe von Leatherface eingehen können aber naja.

Die Unrated ist aber auf jeden Fall 1000 mal besser als die R-Rated
da auf der Unrated nicht nur mehr Gore sondern auch wesentlich längere Handlungs(Dialog)Szenen vorhanden sind Freude

Für mich ein sehr gelungenes Prequel

10/10 Punkten
für die Unrated
17.01.2007 00:52 melbone ist offline E-Mail an melbone senden Beiträge von melbone suchen Nehmen Sie melbone in Ihre Freundesliste auf
Tatze of Kiwu
Spassel of Kassel


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Zitat:
Original von Slayer666
Hmm.. ist der Erlebnisbericht von meiner Lieblingsseite gar nicht verlinkt worden? ... Filmvorstellung, klicken, sofort!!

großes Grinsen


Die andere Lieblingsseite sagt sowas auch! Stimmt ja auch! Scheisendreck is des hoch Länge mal Breite vom Paule-Pimmelmann.

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Von führenden Kiwuisten empfohlen: Die beste Site des Internets
17.01.2007 11:40 Tatze of Kiwu ist offline E-Mail an Tatze of Kiwu senden Homepage von Tatze of Kiwu Beiträge von Tatze of Kiwu suchen Nehmen Sie Tatze of Kiwu in Ihre Freundesliste auf
Peoples
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Also ich habe auch die Unrated gesehen (US DVD) und finde den Film absolut krank und kann jetzt verstehen das dieser Film nur gekürzt bei uns läuft, bin mal gespannt ob Saw 3 oder The Hill Have Eyes 2 den von dieser Art und Weise noch überbieten kann Augen rollen
und ob dieser Film beschlagnahmt wird in Deutschland.

9/10 Punkte (relativ kurz der Film, sonst Top für das Horror-Genre!!)




MFG

Peoples
20.01.2007 04:03 Peoples ist offline E-Mail an Peoples senden Beiträge von Peoples suchen Nehmen Sie Peoples in Ihre Freundesliste auf
Schmand
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durfte ihn jetzt auch mal sehen
maja find ihn auch nit so das gelbe vom ei. hatte irgendwie erwartet das man etwas von leatherfaces jugend oder so mitkriegt und nicht im fleischhaus rausgeplumpst und dann ne handvoll einblendungen wie alt er grad ist gepaart mit einigen kurzen einstellungen was unser kleiner schelm den gerade treibt.
und ja....dann gings so weiter wie es hier schon einige gesagt haben...ein remake des remakes. der einzige charakter der wirklich noch ganz cool war, ist meiner meinung nach der sheriff. der hatte was, aba der rest.....

ich hab den film bei nem bekannten gesehen und habe mich während des films sehr oft seiner computerspielesammlung gewidmet, weil einfach irgendwas gefehlt hat was mich vor dem bildschirm hielt. ok der sheriff, der is wie gesagt recht knuffig. aba selbst die gewaltakte waren nicht besonders fesselnd will sagen nichts was man nicht schon mal irgendwo besser gesehen hat.

was ich aba positiv hervorheben muss ist die schäbige optik. klar es ist mit filtern gemacht aber was solls. es sieht gut aus und das ist die hauptsache. das original war ja auf 16mm gedreht...klar das das dem film direkt mal ne andere optik verleiht.

alles in allem muss ich aba sagen das der film irgendwie unnötig ist. bin da auch eher ein freund des originals (schließlich war das auch meine erste dvd die ich mir gekauft habe, gepriesen seien die niederlande oller Hüpfer )

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"Sag ja zur Zukunft, sag ja zum Leben. ..... Aber warum sollte ich das machen? Ich hab zum ja-sagen nein gesagt. Ich hab zu etwas anderen ja gesagt. Und der Grund dafür? Es gibt kein Grund dafür. Wer braucht Gründe wenn er Heroin hat?" (TRAINSPOTTING)


"und noch etwas dude, chinamann ist nicht der politisch korrekte terminus, amerikaner asiatischer abstammung." (the big lebowski)





22.01.2007 05:06 Schmand ist offline E-Mail an Schmand senden Homepage von Schmand Beiträge von Schmand suchen Nehmen Sie Schmand in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Schmand in Ihre Kontaktliste ein
Lobo-mau
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Zitat:
Original von Toxie
Nun, dann darf ich jetzt mal.

Zu aller erst: "TCM-The Beginning" ist alles nur nicht wirklich gut. Das Blut suppt, die Teenager kreischen und der Rest ist eine belanglose Kopie des Remakes. Zudem kommt die eigentliche Entstehung von Leatherface viel zu kurz - ich meine 5 Minuten im Vorspann und dann noch schön Oberflächlich? Ich glaube vielmehr, man suchte nach dem Ende des letzten TCM-Flicks einen plausiblen Grund zu finden Leatherface wieder auf sein Publikum los zulassen.


Ich habe den Film jetzt auch gesehen und war eigentlich sehr positiv überrascht.

Die "Entstehung", wie du sie so schön nennst, erstreckt sich aber keineswegs nur über die -zugegeben sehr kurzen- Minuten am Anfang.

Und gerade einige der beschnittenen TCM-The Beginning Szenen sind es doch, die eigentlich sehr tolle Szenen darstellen. Da nehme man die Szene, in der Leatherface die Liebe zur Ketensäge entdeckt (eine ganz hervorragende Szene und für eine Geschichte über den Anfang nicht nur nötig, sondern auch sehr würdig), die Szene in der L. sich sein erstes Gesicht zusammenschneidert. Sicherlich war diese Szene auch in der Kinofassung ansatzweise vorhanden, in der Unrated-Version wirkt sie aber absolut fabulös. Die Szene in der Grandpa seine Beine verliert, findet man ebenfalls nicht in den ersten 5 Minuten des Films -nachdem der Anfang angeblich kein Anfang mehr sein soll-.


Zitat:
Früher hätten die meisten sich einen von der Palme gewedelt, wenn man in einem der älteren TCMs gesehen hätte, wie Leatherface jemanden mit der Kettensäge aufspießt und dann durch die Luft schleudert und das zerteilen eines Körpers haben wir auch schon expliziter gesichtet.


Nichtsdestotrotz ist es gerade hier nicht unbedingt die Explizität der Szene, sondern ausnahmsweise mal die Intensität, die diese Szene ausmacht.

Dass genau aber auch diese Szene an sich immens wichtig für das Funktionieren des Films ist, scheinst du dabei ausser Acht zu lassen. Hier ist nicht die Frage nach dem "Wie", sondern nach dem "Warum".

Eine absolut grandiose Szene, wie L. die Liebe zu seiner favorisierten Mordwaffe entdeckt.

Zitat:
Jetzt heißt das wahrlich wieder: Der Toxie ist abgestumpft, doch das glaube ich kaum, denn bei der OP-Sequenz von SAW 3 wurde mir doch schon mulmig, bei TCM hingegen tut einfach nichts weh. Er baut keine Spannung auf und plätschert so vor sich hin. Gebraucht hat man ihn nicht, aber das haben wir schon bei so vielen Filmen gesagt.


Kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Ich fand den Film durchaus sehr spannend. Mag sicherlich ein sehr subjektives Empfinden sein, aber für einen Film, dessen Ende man schon von vornherein kennt, ist es sicherlich stets schwierig, den Zuschauer zu überraschen.
22.01.2007 19:55 Lobo-mau ist offline Homepage von Lobo-mau Beiträge von Lobo-mau suchen Nehmen Sie Lobo-mau in Ihre Freundesliste auf
Toxie Toxie ist männlich
Sandor Schreck


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Genau - ich habe die unrated gesehen. Die DVD-Kritik inkl. langer Filmkritik ist seit einiger Zeit online.

Wie es Rajko sagte: Egal wie man es dreht und wendet - für mich ist TCM kein guter Film.


@Lobo

Das der Opa die Beine verliert hat nix mit der Entstehung von Leatherface zu tun. Die meisten die dies wohl kritisieren, wollten einfach den kleinen Thomas sehe, wie er groß wird, hin und wieder ne Katze quält etc. großes Grinsen


Aber wie gesagt, meine komplette Meinung zum Film findest bei den DVD-Reviews, mein Posting war der erste Eindruck, fünf Min. nach dem ich den Film gesehen habe.
22.01.2007 20:30 Toxie ist offline E-Mail an Toxie senden Homepage von Toxie Beiträge von Toxie suchen Nehmen Sie Toxie in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Toxie in Ihre Kontaktliste ein
Lobo-mau
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Zitat:
@Lobo

Das der Opa die Beine verliert hat nix mit der Entstehung von Leatherface zu tun. Die meisten die dies wohl kritisieren, wollten einfach den kleinen Thomas sehe, wie er groß wird, hin und wieder ne Katze quält etc. großes Grinsen


Danke für die Aufklärung!

Allerdings heisst der Film ja auch nicht "Leatherface-The Beginning", sondern "Texas Chainsaw Massacre-The Beginning". Von daher finde ich die Szene mit dem Opa schon recht interessant.
22.01.2007 21:46 Lobo-mau ist offline Homepage von Lobo-mau Beiträge von Lobo-mau suchen Nehmen Sie Lobo-mau in Ihre Freundesliste auf
melbone melbone ist weiblich
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Zitat:
Original von Lobo-mau
Ich habe den Film jetzt auch gesehen und war eigentlich sehr positiv überrascht.


Bin froh das ich damit nicht allein bin. Augenzwinkern
Fand den Film auch super und sehr spannend gemacht.
Kann diese ganzen negativen Meinungen überhaupt nicht nachvollziehen.
In der Unrated Version ist "The Beginning" definitiv besser
da dort auch mehr Handlungstränge zu sehen sind. smile
23.01.2007 00:31 melbone ist offline E-Mail an melbone senden Beiträge von melbone suchen Nehmen Sie melbone in Ihre Freundesliste auf
S:CAPE S:CAPE ist männlich
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Guten Abend, vielmehr guten Morgen, liebe Wicked Community! smile

Hab mich gestern Abend kurz mal mit eurem Master of Disaster Daniel unterhalten, und - wie versprochen - hier auch mal ein paar Kommentare zu seinem Review und dem Film selbst natürlich auch.

Zunächst mal sei gesagt, dass das Review - und Daniel erwähnt es etwas weiter oben selbst - in summe recht "frisch" wirkt, sprich: man merkt insgesamt, dass es unmittelbar nach Sichtung des Films entstanden ist.
Es liest sich an manchen Stellen etwas "rough", und auch bleibt einem der Eindruck nicht verborgen, dass der Autor hier an gewissen Stellen deutlich "emotionaler" zur Sache geht, als man es von ihm vielleicht gemeinhin gewohnt ist.
Was nicht einmal primär damit zusammenhängen muss, dass er den Film verrissen hat... ich denke, dass die Hauptgründe dafür eher in einer gewissen ästhetischen Prägung und Sozialisation wurzeln, die es ihm zwingend notwendig machten, anstelle der sachlich-formellen Argumentation sich deutlich polemischer Stilmittel zu bedienen, um seinem Empfinden an gewissen Schlüsselstellen Ausdruck zu verleihen.
Das sich das natürlich nicht durchgehend auf einer möglichst objektiv-diskursiven Basis diskutieren lässt, das ist natürlich ganz klar.

Ich halte das Review trotzdem für der Materie angemessen, auch wurden in meinen Augen alle nennenswerten Aspekte adäquat herausgearbeitet, wenn auch an gewissen Stellen - wie gesagt - mit ungewöhnlich auffälligen subjektiv-emotionalen Elementen versetzt.
Zufälligerweise ist es nun aber so, dass ich seine Sicht der "Dinge" bzgl. TCM nicht nur strikt teile, sondern sogar uneingeschränkt unterstütze, auch wenn das etwas ist, was sich berechtigterweise den Vorwurf des Konservativen gefallen lassen muss.

Ich möchte - bevor ich mir jetzt hier die Mühe mache, verschiedene Dinge zu wiederholen - in diesem Zusammenhang ergänzend aus einem sehr kontroversen Gespräch zwischen mir und meinem ex-Kollegen Corey_Sic aus dem - vielleicht dem ein oder anderen bekannten - DTM Shop Forum aus Österreich zitieren, und ich denke, das untermauert den ablehnenden Standpunkt recht bezeichnend:


Zitat:
Corey_sic: "Hab ich ja auch nicht gesagt, dass du den Anspruch erhebst, allerdings würde mich dennoch interessieren an welchen fakten du es ausmachst, dass dieser film glattpoliert ist, denn ich konnte das beim besten willen nicht ausmachen, weder bei der optik noch bei dem inhalt oder der darstellung, also ein paar beispiele wären nett"


Zitat:
S:CAPE: "Sehr gern.
Was mich in erster Linie stört, ist die künstlich aufbereitete Retroästhetik, die bereits im Remake nicht funktioniert hat.
Ich mag es von Haus aus nicht, wenn bestimmte Franchises aus ihrem unmittelbar zeitbezogenem Zusammenhang zu einer anderen Zeit "aufgepeppt" werden, eine Tatsache, die leider dem allgemein wahrnehmbaren Mangel an wirklich frischen, neuen Ideen Rechnung trägt.
Ich würde sagen, ohne dass ich den potentiellen Fans und Zuschauern hier etwas vorweg nehmen möchte, dass hier - unter den gegebenen Umständen - wirklich talentierte Leute am Werk waren, nur funktioniert es für mich nicht im TCM Zusammenhang, es ist (mal wieder) ein Film um des Films, um des Franchises und der potentiellen Kohle wegen.

Das geht sicherlich prinzipiell ok, denn es ist ja heutzutage business as usual, für mich wäre es nicht nötig gewesen, das Geld und die Energie hätte man (wenn auch sicherlich nicht so absatzträchtig im Endprodukt, die Leute fressen ja lieber das, was sie bereits kennen und gewohnt sind) auch in Schaffung neuer Kunstwerke inverstieren können, als unbedingt im Jahr 2006 die TCM "Historie" nun vollends aufzukrempeln.

Anmerkungen zu "glattpoliert": Der Film ist mit einigen gory scenes ausgestattet.
Er will schockieren - das wollten das Remake, wie die Sequels ebenso.
Hoopers TCM schockierte nicht mit vordergründigen FX und explizit zur Schau gestelltem, kalkuliertem Gore, sondern mittels seiner subtilen und minimalen, in erster Linie durch den perfekten Einsatz einer nahezu durchweg atonalen Klangkulisse getragenen Drastik.
Dies in Verbindung mit einer - vor allen Dingen für einen Low-Budget Film - handwerklich und darstellerisch nahezu perfekten Inszenierung/Darstellung machte TCM neben Raimis The Evil Dead zum vielleicht besten Horrorfilm aller Zeiten.
Die sich nach und nach verdichtende Intensität des Originals - in erster Linie - ist in dieser Form nicht nur derart authentisch und schnörkellos unkalkuliert-wirkend nie wieder erreicht worden, ganz gleich, wie man das topic auch durch den Wolf gesequelt, geprequelt und neuaufgelegt hat.
TCM ist raw - er ist nervenzerrend und schafft dies nahezu ohne überzogene, bzw. unangemessene FX.
Was nicht bedeuten soll, dass ich etwas gegen Gore etwa hätte, aber es ist faszinierend imho, wie Hooper subtil, intelligent und reduzierend hier vorgegangen ist.

Fazit: Es ist wichtig und richtig, Filme wie diesen an seinen Referenzen zu messen, ganz besonders, wenn es sich um solch gewaltige Kunstwerke wie TCM handelt, die ganze Generationen von Fans und Filmemachern geprägt haben, und ohne die unser Genre möglicherweise um einiges ärmer wäre.
Ob es notwendig ist, jedes Franchise, das irgendwie und irgendwann mal ein Kassenschlager war und ist, in allen nur erdenklichen Formen aufzuwärmen und neuzuvermarkten... das sei mal dahingestellt.
Ich für meinen Teil behaupte, dass TCM zu keiner Zeit einer Fortsetzung, eines Prequels, Remakes whatever bedurfte, und gerade durch das open ending des Originals wäre sehr viel von seiner Ursprünglichkeit, von seinem Mythos erhalten geblieben.

So, nun hab ich mich doch noch hinreißen lassen zu einer kleinen TCM Abhandlung.. was solls.
Lasst euch die gute Stimmung nicht vermiesen, think for yourself."


greetz.

__________________


23.01.2007 02:55 S:CAPE ist offline E-Mail an S:CAPE senden Homepage von S:CAPE Beiträge von S:CAPE suchen Nehmen Sie S:CAPE in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von S:CAPE
Guten Abend, vielmehr guten Morgen, liebe Wicked Community! smile

Hab mich gestern Abend kurz mal mit eurem Master of Disaster Daniel unterhalten, und - wie versprochen - hier auch mal ein paar Kommentare zu seinem Review und dem Film selbst natürlich auch.

Zunächst mal sei gesagt, dass das Review - und Daniel erwähnt es etwas weiter oben selbst - in summe recht "frisch" wirkt, sprich: man merkt insgesamt, dass es unmittelbar nach Sichtung des Films entstanden ist.
Es liest sich an manchen Stellen etwas "rough", und auch bleibt einem der Eindruck nicht verborgen, dass der Autor hier an gewissen Stellen deutlich "emotionaler" zur Sache geht, als man es von ihm vielleicht gemeinhin gewohnt ist.
Was nicht einmal primär damit zusammenhängen muss, dass er den Film verrissen hat... ich denke, dass die Hauptgründe dafür eher in einer gewissen ästhetischen Prägung und Sozialisation wurzeln, die es ihm zwingend notwendig machten, anstelle der sachlich-formellen Argumentation sich deutlich polemischer Stilmittel zu bedienen, um seinem Empfinden an gewissen Schlüsselstellen Ausdruck zu verleihen.
Das sich das natürlich nicht durchgehend auf einer möglichst objektiv-diskursiven Basis diskutieren lässt, das ist natürlich ganz klar.

Ich halte das Review trotzdem für der Materie angemessen, auch wurden in meinen Augen alle nennenswerten Aspekte adäquat herausgearbeitet, wenn auch an gewissen Stellen - wie gesagt - mit ungewöhnlich auffälligen subjektiv-emotionalen Elementen versetzt.
Zufälligerweise ist es nun aber so, dass ich seine Sicht der "Dinge" bzgl. TCM nicht nur strikt teile, sondern sogar uneingeschränkt unterstütze, auch wenn das etwas ist, was sich berechtigterweise den Vorwurf des Konservativen gefallen lassen muss.

Was mich in erster Linie stört, ist die künstlich aufbereitete Retroästhetik, die bereits im Remake nicht funktioniert hat.
Ich mag es von Haus aus nicht, wenn bestimmte Franchises aus ihrem unmittelbar zeitbezogenem Zusammenhang zu einer anderen Zeit "aufgepeppt" werden, eine Tatsache, die leider dem allgemein wahrnehmbaren Mangel an wirklich frischen, neuen Ideen Rechnung trägt.
Ich würde sagen, ohne dass ich den potentiellen Fans und Zuschauern hier etwas vorweg nehmen möchte, dass hier - unter den gegebenen Umständen - wirklich talentierte Leute am Werk waren, nur funktioniert es für mich nicht im TCM Zusammenhang, es ist (mal wieder) ein Film um des Films, um des Franchises und der potentiellen Kohle wegen.

Das geht sicherlich prinzipiell ok, denn es ist ja heutzutage business as usual, für mich wäre es nicht nötig gewesen, das Geld und die Energie hätte man (wenn auch sicherlich nicht so absatzträchtig im Endprodukt, die Leute fressen ja lieber das, was sie bereits kennen und gewohnt sind) auch in Schaffung neuer Kunstwerke inverstieren können, als unbedingt im Jahr 2006 die TCM "Historie" nun vollends aufzukrempeln.

Anmerkungen zu "glattpoliert": Der Film ist mit einigen gory scenes ausgestattet.
Er will schockieren - das wollten das Remake, wie die Sequels ebenso.
Hoopers TCM schockierte nicht mit vordergründigen FX und explizit zur Schau gestelltem, kalkuliertem Gore, sondern mittels seiner subtilen und minimalen, in erster Linie durch den perfekten Einsatz einer nahezu durchweg atonalen Klangkulisse getragenen Drastik.
Dies in Verbindung mit einer - vor allen Dingen für einen Low-Budget Film - handwerklich und darstellerisch nahezu perfekten Inszenierung/Darstellung machte TCM neben Raimis The Evil Dead zum vielleicht besten Horrorfilm aller Zeiten.
Die sich nach und nach verdichtende Intensität des Originals - in erster Linie - ist in dieser Form nicht nur derart authentisch und schnörkellos unkalkuliert-wirkend nie wieder erreicht worden, ganz gleich, wie man das topic auch durch den Wolf gesequelt, geprequelt und neuaufgelegt hat.
TCM ist raw - er ist nervenzerrend und schafft dies nahezu ohne überzogene, bzw. unangemessene FX.
Was nicht bedeuten soll, dass ich etwas gegen Gore etwa hätte, aber es ist faszinierend imho, wie Hooper subtil, intelligent und reduzierend hier vorgegangen ist.

Fazit: Es ist wichtig und richtig, Filme wie diesen an seinen Referenzen zu messen, ganz besonders, wenn es sich um solch gewaltige Kunstwerke wie TCM handelt, die ganze Generationen von Fans und Filmemachern geprägt haben, und ohne die unser Genre möglicherweise um einiges ärmer wäre.
Ob es notwendig ist, jedes Franchise, das irgendwie und irgendwann mal ein Kassenschlager war und ist, in allen nur erdenklichen Formen aufzuwärmen und neuzuvermarkten... das sei mal dahingestellt.
Ich für meinen Teil behaupte, dass TCM zu keiner Zeit einer Fortsetzung, eines Prequels, Remakes whatever bedurfte, und gerade durch das open ending des Originals wäre sehr viel von seiner Ursprünglichkeit, von seinem Mythos erhalten geblieben.

So, nun hab ich mich doch noch hinreißen lassen zu einer kleinen TCM Abhandlung.. was solls.
Lasst euch die gute Stimmung nicht vermiesen, think for yourself."


greetz.[/quote]

Ich hätte mich natürlich gefreut, wenn sich der "Master of Disaster" selbst einmal zu Wort gemeldet hätte, aber der hat sich ja recht fix wieder ausgeklinkt.
Hätte er das Review selbst verfasst, hätte er in dieser Diskussion sicherlich auch mehr dazu beitragen können.

Aber was soll's.
Ao finde ich es eigentlich auch besser smile

Deiner Argumentation in Sachen Retroästhetik und Vorwurf des Glattpolierten kann ich durchaus beipflichten.
Dass sich der Film an seinem Original messen lassen muss, kann ich auch voll und ganz nachvollziehen. Andererseits bedeutet die Tatsache, dass "The Beginning" das 74er Original nicht vom Thron zu stossen vermag für mich keineswegs, dass es sich hierbei um einen schlechten Film handelt.

Das Review "Toxie's" zielt in seiner Argumentation ganz eindeutig auf die Komponenten Dramaturgie und Spannung ab.
Dramaturgisch ist das Werk mE zwar kein Desaster, hätte aber wesentlich besser inszeniert werden können. Neben der im Review aufgezählten "fehlenden" Entwicklung Leatherface' (ich konstatiere aus dem Text des Reviews einfach mal, dass sich der Autor hier auch die Geschichte des Aufwachsens gewünscht hätte), fehlt mir persönlich vielmehr die Herausarbeitung der Bedeutung des Vietnam-Konflikts für die Enstehung Leatherface' und der mordlüsternen Sippschaft Hoyt. Gerade in Bezug darauf, dass es sich bei den Opfern um zukünftige Soldaten im Vietnamkrieg handelt und auch "Sheriff" Hoyt eine zumindest vorgetäuschte Vergangenheit im Koreakrieg geniesst, wäre eine bessere Ausarbeitung des Themas wert gewesen.
Dass sich die Entstehung nur über die ersten 10 Minuten (in obigem Posting waren es sogar nur acht) erstreckt ist allerdings (wie oben auch schonmal geschrieben) nicht richtig.
Gerade Szenen, in denen Leatherface die Liebe zu seinem Mordutensil Kettensäge und dem Zersägen von Leibern entdeckt, finde ich nahezu brillant inszeniert. Auch dass er eigentlich erst widerwillig sein Mordutensil betätigt und erst durch Zuruf seines "Vaters" zum endgültigen Kettensägenschlächter wird, empfinde ich als einen sehr guten Einfall.
Darüber hinaus finden sich noch einige Szenen und Momente mehr, die nicht nur die Entstehung des filmgeschichtlich weit vorgedrungenen Mörders Leatherface dokumentieren, sondern auch toll in Szene gesetzt wurden und einige schöne Momente des Films liefern. Beispielhaft sei die Szene gewählt, in der sich Thomas das Gesicht des Opfers zu einer Maske zusammennäht, um seine eigenen Entstellungen zu verdecken. Auch hier wäre aber eine Kritik an fehlendem dramaturgischem Tiefgang durchaus angebracht.

Die Argumentation über die fehlenden Spannung kann ich auch stellenweise nachvollziehen. Es ist schwer Spannung aufzubauen, zumal dann, wenn das Ende schon festgeschrieben und zumindest alten Hasen durchaus bekannt ist. Nichtsdestotrotz ist die Spannung ein Punkt von dem "The Beginning" (vielleicht auch "leider") nicht lebt.
"The Beginning" lebt von seinen harten und gorelastigen Momenten, von der Inszenesetzung der Entstehung Leatherface nachdem er bereits zum Killer wurde und einem Gespür für Blutästhetik.

Dass der Film in seiner Vergangenheit fest in die 70er Jahre verankert ist und eine neue Verfilmung des Grundstoffes nur zu deiner so schön beschriebenen "Retroästhetik" führen kann, empfinde ich zwar als einen Nachteil, allerdings nicht in einem so hohen Grad wie du es tust.
Damit will ich keinesfalls andeuten, dass du falsch liegst. Ich persönlich lege aber nicht allzu viel wert darauf, dass eine gleiche Konzipierung -wie im Original- zu finden ist.
Man wird sich sicherlich auch schwer daran tun, einen Film zu finden, der eine gleiche Filmästhetik aufweist, wie es ein 70er Jahre Slasher, Trasher oder was auch immer tut. Hooper's Meisterwerk lagen ja wesentlich mehr Einflüsse zu Grunde als lediglich inszenatorisches Geschick.
Selbst ein -meiner Meinung nach- so grandioser Film wie "The Devil's Rejects" kann sich dem Vorwurf einer Retroästhetik (ist er doch zum großen Teil eine Homage an alte Horrorklassiker) und auch dem Vorwurf des Glattpolierten nicht entziehen. Hier mag man allerdings auch wieder Rob Zombie's inszenatorisches Geschick anführen, welches "Reject's" zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Mein Fazit:
Ein dem Original keinesfalls gewachsener Film, der dramaturgisch viel zu oberflächlich inszeniert ist und die Gewalt in vielen Momenten sehr plakativ einsetzt. (Beispielhaft: Die Szene, in der dem armen Kerl die Beine abgesäbelt werden)
Nichtsdestotrotz bietet "The Beginning" viele schöne Szenen, die ihn im Endeffekt zwar nicht besser als das Original (nichtmal ansatzweise), aber dennoch zu einem großen Teil ausmachen.
Der Film macht Spass, so wie er ist, hätte besser sein können, muss sich aber deswegen keinesfalls den Vorwurf eines "schlechten" Films machen lassen.

Dass man darüber zweigeteilter Meinung sein darf, versteht sich allerdins von selbst Augenzwinkern

Übrigends:
Sehr schöne Diskussion. Bitte mehr davon smile
23.01.2007 18:15 Lobo-mau ist offline Homepage von Lobo-mau Beiträge von Lobo-mau suchen Nehmen Sie Lobo-mau in Ihre Freundesliste auf
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@ S:CAPE

Danke für dein Feedback, wir hatten ja gestern bereits ein wenig darüber gesprochen.

Das mit den 5 Min. nach Sichtung, war auf meinen Beitrag weiter oben bezogen und nicht auf meine DVD-Kritik. Als ich den Film das erste Mal sah, war ich einfach nur angenervt vom ganzen Look, Story what ever...
Beim zweiten Mal schauen, um unter anderem Bild und Ton zu bewerten, habe ich dann auch einige positive Aspekte für mich gefunden, wie du ja sicherlich in meinem Review gelesen hast.

Ich würde selbst jetzt nicht sagen, dass ich da "emotional" dran gegangen bin, aber vielleicht fehlt mir als Autor auch einfach nur die Distanz - mal sehen was ich in ein paar Wochen dazu sagen werde. smile

------------------------------------------------S:CAPE
Was nicht einmal primär damit zusammenhängen muss, dass er den Film verrissen hat... ich denke, dass die Hauptgründe dafür eher in einer gewissen ästhetischen Prägung und Sozialisation wurzeln, die es ihm zwingend notwendig machten, anstelle der sachlich-formellen Argumentation sich deutlich polemischer Stilmittel zu bedienen, um seinem Empfinden an gewissen Schlüsselstellen Ausdruck zu verleihen.
--------------------------------------------------
Das kann natürlich sein, wobei ich dies auch wieder etwas anders sehe, vor allem da mir dieser Rotten-Look und die ganze MTV-Ästhetik im Grunde sogar gefällt, ich aber vielleicht einfach total übersättigt bin von dieser Art Filme zu inszenieren.
Ich mag Eye-Chatcher wie z.B. "The Marine" und "Crank", wirklich sehr, welche die Videoclip Ästhetik ja bis zum erbrechen zelebrieren, aber der Look von TCM hat mich einfach nur noch gelangweilt, weil jeder zweite Horrorfilm mittlerweile so ausschaut.
Mir fehlte einfach die "härte" im Film. Dabei meine ich nicht das zeigen klaffender Wunden, sondern einen "rough"-Touch, der in Verbindung mit den Goresequenzen wahrscheinlich wirklich an die Nerven gegangen wäre.
So baut sich für mich keine Spannung auf und es wirkte in diesem Fall für mich einfach uninteressant. Die wenigen wirklich guten Sequenzen, wie z.B. die Kündigung Leatherface, das erlangen der Kettensäge, oder aber die Schlusssequenz, konnte für mich den Film schlussendlich einfach nicht besser machen. Es waren gute Szenen in einem "schlechten" Film.
----------------------------------------------------S:CAPE

Was mich in erster Linie stört, ist die künstlich aufbereitete Retroästhetik, die bereits im Remake nicht funktioniert hat. Ich mag es von Haus aus nicht, wenn bestimmte Franchises aus ihrem unmittelbar zeitbezogenem Zusammenhang zu einer anderen Zeit "aufgepeppt" werden, eine Tatsache, die leider dem allgemein wahrnehmbaren Mangel an wirklich frischen, neuen Ideen Rechnung trägt.
Ich würde sagen, ohne dass ich den potentiellen Fans und Zuschauern hier etwas vorweg nehmen möchte, dass hier - unter den gegebenen Umständen - wirklich talentierte Leute am Werk waren, nur funktioniert es für mich nicht im TCM Zusammenhang, es ist (mal wieder) ein Film um des Films, um des Franchises und der potentiellen Kohle wegen.

---------------------------------------------------
Das sehe ich genauso, wobei ich aber auch sagen würde, dass hätte man den Film optisch einen andere Richtung gegeben, er uns vielleicht deutlich besser gefallen hätte (siehe oben.) Dies wäre jedoch zu lasten der MTV-Generation gegangen, auf welche TCM sichtlich zugeschnitten ist. Es ist ja auch toll eine "Legende" am Leben zu erhalten und die meisten Leute in meinem Bekanntenkreis würden nach der Sichtung des Originals und der Remakes letzteres den Vorzug geben. Sie wachsen mit MTV auf und kennen nichts anderes mehr als diese nicht unbedingt schlechte, aber leider viel zu oft angewandte Technik.
-------------------------------------------------------S:CAPE
Das geht sicherlich prinzipiell ok, denn es ist ja heutzutage business as usual, für mich wäre es nicht nötig gewesen, das Geld und die Energie hätte man (wenn auch sicherlich nicht so absatzträchtig im Endprodukt, die Leute fressen ja lieber das, was sie bereits kennen und gewohnt sind) auch in Schaffung neuer Kunstwerke inverstieren können, als unbedingt im Jahr 2006 die TCM "Historie" nun vollends aufzukrempeln.
----------------------------------------------------------
Naja, schlussendlich geht es allen nur um das Kohle verdienen. Sie hätte etwas anderes mit dem Geld drehen können, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit etwas anderem mehr Kohle gemacht hätten war gering smile
---------------------------------------------------------S:CAPE
Anmerkungen zu "glattpoliert": Der Film ist mit einigen gory scenes ausgestattet. Er will schockieren - das wollten das Remake, wie die Sequels ebenso. Hoopers TCM schockierte nicht mit vordergründigen FX und explizit zur Schau gestelltem, kalkuliertem Gore, sondern mittels seiner subtilen und minimalen, in erster Linie durch den perfekten Einsatz einer nahezu durchweg atonalen Klangkulisse getragenen Drastik.
Dies in Verbindung mit einer - vor allen Dingen für einen Low-Budget Film - handwerklich und darstellerisch nahezu perfekten Inszenierung/Darstellung machte TCM neben Raimis The Evil Dead zum vielleicht besten Horrorfilm aller Zeiten. Die sich nach und nach verdichtende Intensität des Originals - in erster Linie - ist in dieser Form nicht nur derart authentisch und schnörkellos unkalkuliert-wirkend nie wieder erreicht worden, ganz gleich, wie man das topic auch durch den Wolf gesequelt, geprequelt und neuaufgelegt hat. TCM ist raw - er ist nervenzerrend und schafft dies nahezu ohne überzogene, bzw. unangemessene FX. Was nicht bedeuten soll, dass ich etwas gegen Gore etwa hätte, aber es ist faszinierend imho, wie Hooper subtil, intelligent und reduzierend hier vorgegangen ist.

------------------------------------------------------
Das unterschreibe ich jetzt mal kommentarlos... smile
-----------------------------------------------------------------
23.01.2007 20:43 Toxie ist offline E-Mail an Toxie senden Homepage von Toxie Beiträge von Toxie suchen Nehmen Sie Toxie in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Toxie in Ihre Kontaktliste ein
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BEVOR JEMAND ETWAS SAGT, JA ES WURDEN EINIGE PASSAGEN UND ZEILEN IN DIESEM THREAD GELÖSCHT.
HIER SOLL ÜBER DEN FILM TCM - THE BEGINNING GEREDET WERDEN!

NICHT JEDER HAT DEN SELBEN GESCHMACK UND DAHER SOLL AUCH JEDER SEINE EIGENE SUBJEKTIVE MEINUNG HABEN.

ICH BITTE DAVON ABZUSEHEN DIESEN THREAD MIT UNNÖTIGEN POSTINGS VOLL ZU SPAMMEN.

MEINUNGSVERSCHIEDENHEITEN DIE AUF EINE PERSÖNLICHE EBENE GEHEN UND ANDERE DISKREMINIEREN ODER UNNÖTIG BESCHULDIGEN WERDEN UMGEHEND GELÖSCHT.

SOLLTE NOCH EINE BESCHWERDE EINGEHEN WERDEN DIE USER PERSÖNLICH UND DIREKT ANGESPROCHEN UND GGF. VON DER WICKED PLATFORM GESPERRT.

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Zitat:
Flame: BEVOR JEMAND ETWAS SAGT, JA ES WURDEN EINIGE PASSAGEN UND ZEILEN IN DIESEM THREAD GELÖSCHT.
SOLLTE NOCH EINE BESCHWERDE EINGEHEN WERDEN DIE USER PERSÖNLICH UND DIREKT ANGESPROCHEN UND GGF. VON DER WICKED PLATFORM GESPERRT.


Na, wenn das so ist, dann wollen wir uns doch mal strictly on topic bewegen, hm? smile

Zitat:
Toxie: Das kann natürlich sein, wobei ich dies auch wieder etwas anders sehe, vor allem da mir dieser Rotten-Look und die ganze MTV-Ästhetik im Grunde sogar gefällt, ich aber vielleicht einfach total übersättigt bin von dieser Art Filme zu inszenieren.


Ich denke, dass es einem Fan, der mit der "typischen" 80s-Ästhetik sozialisiert ist, exakt SO gehen MUSS, und das liegt wohl daran, dass "damals" der Output insgesamt selbstverständlich nicht vergleichbar mit dem heutigen war, als auch daran, dass man in dieser Phase eben in einer Art "Pionierzeit" gelebt hat, wohingegen man heute die "Früchte" erleben muss, und das in einer Zeit, in der die technischen Möglichkeiten nahezu grenzenlos sind.
Das hängt sicherlich auch entscheidend mit dem allgemeinen Mangel an originären Ideen und Werken zusammen.


Zitat:
Dass der Film in seiner Vergangenheit fest in die 70er Jahre verankert ist und eine neue Verfilmung des Grundstoffes nur zu deiner so schön beschriebenen "Retroästhetik" führen kann, empfinde ich zwar als einen Nachteil, allerdings nicht in einem so hohen Grad wie du es tust.
Damit will ich keinesfalls andeuten, dass du falsch liegst. Ich persönlich lege aber nicht allzu viel wert darauf, dass eine gleiche Konzipierung -wie im Original- zu finden ist.
Man wird sich sicherlich auch schwer daran tun, einen Film zu finden, der eine gleiche Filmästhetik aufweist, wie es ein 70er Jahre Slasher, Trasher oder was auch immer tut. Hooper's Meisterwerk lagen ja wesentlich mehr Einflüsse zu Grunde als lediglich inszenatorisches Geschick.


Das Problem des jüngst in Mode gekommenden Prinzips "Prequel" birgt immer eine gewisses Risiko, das ist klar.
Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es bei diesem Prinzip nicht darum geht, neue Ideen dem Publikum zuzumuten, sondern primär darum, dem Publikum etwas "Altes", "Gewohntes" quasi "für neu" zu verkaufen.
Und hier hat man nach der ewigen Sequel-Falle eben ein gnadenlos-funktionelles und eloquentes Mittel gefunden: "Wenn die Leute es nervt, zu erfahren, wie es wohl weitergeht, zeigen wir ihnen eben, was "vorher" war!".
Ein Prinzip, das sich auf so ziemlich alles anwenden lässt, was jemals an den Kinokassen das Haus gerockt hat, und selbstverständlich als direkte Antithese zum gemeinhin schon als "verpönt" innerhalb der Szene geltendem "Sequel" - ein optimaler Kompromiss, gleichzeitig über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass "neue Ideen nunmal momentan nicht so der Bringer sind" und dennoch unter einem Deckmäntelchen "frisch" und "zeitgemäß" daherzukommen.

Es ist, was es ist: a lack of originary content, a lack of substance.

Aber DAS immerhin in Präzision, ausgestattet mit einer Unsumme an Budget, mit der man sicherlich "The Evil Dead" 10 mal neu hätte drehen können... und selbstverständlich bis ins Detail durchkalkuliert.

Corey_sic hat einmal in diesem Zusammehang die Frage aufgeworfen:

Zitat:
Die Frage ist ja auch "muss das Rad neu erfunden werden?". Meiner Meinung nach lautet die Antwort "Nein"


Meine Antwort dazu lautet in diesem Zusammenhang: Ja! Das MUSS es definitiv!
Auch Horror-Unterhaltung hat heute per se nichts anderes verdient, als sich der schonungslosen Kritik zu unterziehen, auch wenn einige Herrschaften, die des Denkens müde geworden sind, oder es vielleicht sogar nie durch die Pulla eingeflößt bekommen haben das anders sehen mögen.
Horror ist mehr als nur bloße Unterhaltung!
Das war er schon immer.

Formal kein schlechter Film, in der Tat.
Nur weil er aber die traditionelleren Franchises führt, sehe ich keinen Grund, auf ihn näher einzugehen, als auf einen x-beliebiges Splatter-Rip-Off von der Stange.
Und solange das nicht aufhört, werde ich es weiter tun.

greetz.

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24.01.2007 05:49 S:CAPE ist offline E-Mail an S:CAPE senden Homepage von S:CAPE Beiträge von S:CAPE suchen Nehmen Sie S:CAPE in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Das Problem des jüngst in Mode gekommenden Prinzips "Prequel" birgt immer eine gewisses Risiko, das ist klar.
Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es bei diesem Prinzip nicht darum geht, neue Ideen dem Publikum zuzumuten, sondern primär darum, dem Publikum etwas "Altes", "Gewohntes" quasi "für neu" zu verkaufen.
Und hier hat man nach der ewigen Sequel-Falle eben ein gnadenlos-funktionelles und eloquentes Mittel gefunden: "Wenn die Leute es nervt, zu erfahren, wie es wohl weitergeht, zeigen wir ihnen eben, was "vorher" war!".
Ein Prinzip, das sich auf so ziemlich alles anwenden lässt, was jemals an den Kinokassen das Haus gerockt hat, und selbstverständlich als direkte Antithese zum gemeinhin schon als "verpönt" innerhalb der Szene geltendem "Sequel" - ein optimaler Kompromiss, gleichzeitig über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass "neue Ideen nunmal momentan nicht so der Bringer sind" und dennoch unter einem Deckmäntelchen "frisch" und "zeitgemäß" daherzukommen.


Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Zwar bieten das Sequel, wie auch das Prequel ein wenig mehr Originalität als das Remake, sind aber nichtsdestotrotz eine Verfilmung ein und desselben Prinzips.

Dennoch freue ich mich auch heute noch über ein Sequel oder ein Prequel, selbst wenn es wenig Neues bietet, allerdings gut inszeniert ist, wie ich es bei "The Beginning" durchaus empfand.

Beide Varianten ziehe ich einem Remake um Längen vor.
Damit möchte ich nicht ausdrücken, ein Remake sei immer enttäuschend. Zumindest dann nicht, wenn man es als eigenständigen Film betrachtet. Dies fällt allerdings sehr schwer, da es sich aufgrund eben seines Status selbst in eine direkte Konkurrenz mit dem Original setzt.
Hier ist ein Vergleich mit dem Original vielleicht noch viel angebrachter und auch notwendig, als dies bei einem Sequel oder Prequel der Fall wäre.

Zitat:
Es ist, was es ist: a lack of originary content, a lack of substance.


Bei beidem gebe ich dir uneingeschränkt Recht.
Die Originalität wünsche ich mir sogar selber hin und wieder herbei.
Die Substanz an sich halte ich bei allen drei Formen der Wiederverfilmung des gleichen Prinzips aber für weniger ausschlaggebend. Ich erwarte vielleicht sogar die selben Schematas und wäre unter Umständen vielleicht enttäuscht und würde den Filmemachern gar die Vergewaltigung des Grundthemas vorwärfen, würden sie hier stark von der Norm abweichen.

Zitat:
Aber DAS immerhin in Präzision, ausgestattet mit einer Unsumme an Budget, mit der man sicherlich "The Evil Dead" 10 mal neu hätte drehen können... und selbstverständlich bis ins Detail durchkalkuliert.


Auch hier kann ich dir nur Recht geben.
Ich habe nun schon einige Remakes der neueren Generation gesehen. Ob "The Hills have Eyes", "The Texas Chainsaw Massacre", "2001 Maniacs" oder "Dawn of the Dead". Stets stellt sich mir die Frage, warum die Filmemacher bei solchen Ambitionen und vorhandenem handwerklichen Geschick keine eigenständigen Werke abdrehen.
Den eigenen Film in den Schatten eines nahezu untopbaren Klassikers zu stellen, erachte ich weder als klugen Zug, noch als eine große Meisterleistung.
Wie auch immer die Voraussetzungen hierzu sein mögen. Ob die Investoren nur so ihre Geldbörsen öffnen oder man sich mehr Einnahmen durch die Neuverfilmung erfolgreicher Grundthematas erhofft. Es bleibt immer der fade Beigeschmack, eines ideenlosen und ambitionslosen Films, der nicht sich selbst, sondern vielmehr andere Werke zitiert und sich bereits erfolgreiche Prinzipien einverleibt, dem Genre selbst dafür aber nichts zurückgibt.

Zitat:
Meine Antwort dazu lautet in diesem Zusammenhang: Ja! Das MUSS es definitiv!
Auch Horror-Unterhaltung hat heute per se nichts anderes verdient, als sich der schonungslosen Kritik zu unterziehen, auch wenn einige Herrschaften, die des Denkens müde geworden sind, oder es vielleicht sogar nie durch die Pulla eingeflößt bekommen haben das anders sehen mögen.
Horror ist mehr als nur bloße Unterhaltung!
Das war er schon immer.


Ich befürworte durchaus auch das Sequel oder Prequel, denn hier gibt es durchaus die Möglichkeit, zwar nicht das Grundthema, aber dennoch das Drumherum zu modifizieren. Die Originalität ist für mich das Schlüsselwort, was vielen der Filme aber meist fehlt.

Zitat:
Formal kein schlechter Film, in der Tat.
Nur weil er aber die traditionelleren Franchises führt, sehe ich keinen Grund, auf ihn näher einzugehen, als auf einen x-beliebiges Splatter-Rip-Off von der Stange.
Und solange das nicht aufhört, werde ich es weiter tun.


Auch da gebe ich dir Recht. Aber ist es nicht schon doch so, dass viele negative Kritiken erst dadurch entstanden sind, dass ein Vergleich zum Original gezogen wurde?
Würden die Kritiken nicht wesentlich positiver ausfallen, würde man ihn wirklich losgelöst betrachten?
Natürlich muss -und das betone ich gerne nochmal- ein Vergleich zum Original her. Schließlich ist es das Grundwerk, auf welches sich alles bezieht. Auch halte ich das Aufzeigen negativer Abweichungen vom Original in Intensität oder Inszenierung durchaus für sinnvoll.
Das sollte aber doch nicht den Blick auf das Werk als eigenständigen Film verzerren. Als eigenständige Filme halte ich "The Hills have Eyes", "House of Wax" und auch "The Texas Chainsaw Massacre" für nicht grandiose, aber immerhin bodenständige und gut inszenierte Werke. Verglichen mit dem Original wiederum vesrchwinden sie alle in der Senke der Bedeutungslosigkeit.

Solch' negative Kritiken halte ich insofern für unfair, da sie den Film verreissen, obwohl er anderen Genre-Ripoffs in keinster Weise nachsteht. Dass man sich hier bereits existentem Stoff bediente, macht die Intention des oder der Filmemacher vielleicht fragwürdig, verschlechtert den Film aber objektiv gesehen doch in keinster Weise.
24.01.2007 17:32 Lobo-mau ist offline Homepage von Lobo-mau Beiträge von Lobo-mau suchen Nehmen Sie Lobo-mau in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Natürlich muss -und das betone ich gerne nochmal- ein Vergleich zum Original her. Schließlich ist es das Grundwerk, auf welches sich alles bezieht. Auch halte ich das Aufzeigen negativer Abweichungen vom Original in Intensität oder Inszenierung durchaus für sinnvoll.
Das sollte aber doch nicht den Blick auf das Werk als eigenständigen Film verzerren.


Genau hier liegt das Problem: bei aller aufgeputzten und hoch budgetierten Cleverness und zeitgemäßer Perfektion in der Inszenierung handelt es sich um kein eigenständiges Werk.
Es wäre ungenau, würde man das Prinzip des Ideenausschlachtens per se als ein typisches Phänomen der heutigen Zeit betrachten, das mag sein.
Remakes insbesondere hat es lange, lange vorher bereits gegeben, auch ist insbesondere Hollywood bereits vor langer, langer Zeit auf die Idee gekommen, dem Publikum das, was es mag, neu aufzulegen, bzw. thematisch fortzusetzen.
Man mag sich - und soll sich natürlich auch - drüber streiten.. unterm Strich geht es natürlich auch um Unterhaltung, denn Unterhaltung ist selbstverständlich auch ein wichtiger Aspekt der Kunst.

Was ich mir nur wünschen würde, wäre, dass Filmemacher ein wenig mutiger und forschender mit der Verarbeitung ihrer Ideen vorgehen - und das Publikum allgemein kritischer im Umgang mit dem wird, was es präsentiert bekommt.
Wir leben wahrlich nicht in einer Zeit, bzw. unter Bedingungen, wo man froh und dankbar sein muss, einen Tropfen dargestellen Blutes schon allein deshalb dankbar zu bejubeln, weil er dargestellt wird und vielleicht sogar noch ein big shot ihn präsentiert.

Zitat:
Als eigenständige Filme halte ich "The Hills have Eyes", "House of Wax" und auch "The Texas Chainsaw Massacre" für nicht grandiose, aber immerhin bodenständige und gut inszenierte Werke. Verglichen mit dem Original wiederum vesrchwinden sie alle in der Senke der Bedeutungslosigkeit..


The Hills have Eyes ist in meinen Augen ein großartiges Remake, u.a. deshalb, dal der von mir sehr geschätzte Alexandre Aja hier strikt referentiell vorgegangen ist, d.h., sein Werk ist eher Hommage, weil er intelligent genug ist, zu verstehen, was "etwas eigenes" ist, und was "mir nicht gehört".
Hier kommt es ausnahmsweise wirklich einmal darauf an imho, WER sich an WELCHE Materie heranwagt, und ein Meister wie Aja weiß, worauf es ankommt, was zu tun ist, und was zu unterlassen ist.

Sicherlich hängt das auch damit zusammen, dass mir Cravens Original immer schon ein wenig schwach auf der Brust erschien, ein Film, der absolut verbesserungswürdig war, und Aja hat ihn nicht nur brilliant interpretiert, sondern verbessert.
Das unterscheidet diese Situation imho ganz deutlich von einem Monument wie etwa TCM.

De Toths House of Wax hätte ganz sicher keines Remakes bedurft imho, dieser Film war rund und btw. .. wer einen Klassiker mit Vincent Price in der Hauptrolle meint, remaken zu müssen, der ist selbst schuld.
Es gibt Dinge, die macht man einfach nicht -- man isst auch keinen Kaviar mit Mayonese.

greetz.

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Ich bin wahrlich kein Fan von Remakes, finde sogar, dass das HILLS HAVE EYES Remake ein weig überbewertet wird - oder zumindest in Relation zu den anderen Remakes jüngeren Datums überbewertet wird. Und den Grund lieferst du sogar mit, denn das Original ist vielleicht etwas zu sperrig für viele, weshalb man hier den "Frevel" einer Neuinterpretation wie bei TCM nicht dauernd im Kopf hat und somit ganz anders an den Film herangeht. Auch das finde ich letztlich inkonsequent, aber...

Zitat:
Original von S:CAPE
Genau hier liegt das Problem: bei aller aufgeputzten und hoch budgetierten Cleverness und zeitgemäßer Perfektion in der Inszenierung handelt es sich um kein eigenständiges Werk.


DAS ist für mich Inkonsequenz in Perfektion. Ein Remake ist kein eigenständiges Werk? Ein Film, der auf einer Romanvorlage beruht, auch nicht? Und ein Ölgemälde, das nicht der Phantasie des Malers entspringt, sondern für das jemand oder etwas Portrait gestanden hat, auch nicht? geschockt

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