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Zum Ende der Seite springen Herman Yaus GONG TAU (2007)
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Gollum Gollum ist männlich
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Gong Tau: An Oriental Black Magic (2007)

Die Erwartungen waren hoch…

Ein Polizist wird wenige Tage vor seiner Pensionierung brutal ermordet. Sein Körper weist Spuren von unmenschlicher Folter auf, und bei der Obduktion tummelt sich inmitten seiner Organe ein großer Tausendfüßler. Praktisch zeitgleich mit dem Tod seines Kollegen stirbt auch der wenige Monate alte Sohn eines Polizisten namens Rockman Cheung (Mark Cheng) auf grausige Weise. Und dessen Frau klagt über schreckliche Schmerzen, obwohl man im Krankenhaus nichts findet, was diese Schmerzen verursachen könnte. Ein Verdächtiger für die bizarren Verbrechen ist bald gefunden, denn vor kurzer Zeit wurde ein Mann aus dem Gefängnis entlassen, der von Rockman damals gefasst wurde (tatsächlich hat Rockman ihm in den Rücken geschossen, wodurch sein Schmerzempfinden komplett ausgeschaltet wurde). Während die Polizei Jagd auf den Verdächtigen macht, kristallisiert sich heraus, das der unheimliche Mörder mittels Gong Tau, einer besonders fiesen Abart der Schwarzen Magie, seinen Opfern zu Leibe rückt...

Auch die Asiaten versuchen sich an kompromisslosem Retro-Horror. GONG TAU orientiert sich an den zahllosen "Black Magic"-Schockern der 1970er und 1980er Jahre, die anno dazumal in Hongkong wie Pilze aus dem Boden schossen. GONG TAU beinhaltet viele Versatzstücke dieses Subgenres. So hat die Schwarze Magie nicht in Hongkong ihren Ursprung, sondern im (geheimnisvolleren) Ausland. Das Motiv für die grausamen Taten liegt in der nicht allzu fernen Vergangenheit begraben, und natürlich trägt der Mann (Mit)Schuld an den tödlichen Ereignissen. Das Ganze ist angereichert mit einer extrem düsteren Atmosphäre, ohne auch nur einem Fünkchen Humor. Auch wenn es dem routiniert inszenierten Horrordrama leider oftmals an Spannung fehlt, die eindrucksvollen Set-Pieces machen dieses Manko zum Großteil wieder wett. In einem Film dieser Art darf natürlich das Heraufwürgen von wurmartigem Geziefer (in diesem Fall: die süßen Tausendfüßler, bekannt aus CENTIPEDE HORROR) nicht fehlen. Eine malträtierte Voodoo-Puppe findet man ebenso wie eine Autopsie und diverse groteske Rituale (ohne Sperma scheint der Zauber nicht zu funktionieren). Der Penanggalan, eine einzigartige Kreatur aus der asiatischen Folklore (der Kopf trennt sich vom Körper, mitsamt den daran hängenden Eingeweiden, fliegt durch die Gegend und saugt gerne Blut und/oder Ungeborene; siehe auch THE WITCH WITH THE FLYING HEAD und MYSTICS IN BALI), hat auch einen grandiosen Auftritt, und im hammerharten, blutrünstigen Finale (die Sequenz mit der Hand tut schon beim Zuschauen weh) sollten selbst abgehärtete Gorehounds auf ihre Kosten kommen.

Am verstörendsten ist jedoch der (blutige) On-Screen Tod des Babys und das ungemein grausige "danach"... das ist jenseits von Gut und Böse! Horror-Fan Offensichtlich wollte hier Regisseur Herman Yau sein Publikum mal wieder so richtig schocken, und das ist ihm meiner Ansicht nach auch sehr gut gelungen. Mehr als 10 Jahre nach seinem Gewaltexzess namens THE UNTOLD STORY und den die Grenze des guten Geschmacks meilenweit hinter sich lassenden THE EBOLA SYNDROME hat es Herman Yau noch immer drauf, den Zuschauer mit Bildern zu konfrontieren, die für ein unangenehmes Kribbeln im Bauch sorgen. Da GONG TAU auch (mit einer Ausnahme!) sehr gut gespielt und photographiert ist und – wie bereits erwähnt – so dermaßen humorlos in Szene gesetzt wurde dass es fast schmerzt – verfehlt er seine Wirkung nicht und erweist sich als überaus effektiv. Im direkten Vergleich zu den oben genannten CAT-III-Klassikern ist GONG TAU jedoch leichter goutierbar, da das integrierte phantastische Element für etwas Distanz sorgt. Leute mit schwachen Nerven sollten um GONG TAU trotzdem einen großen Bogen machen.

Die Erwartungen waren hoch. Sie wurden erfüllt.

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Hab ihn mir gestern auf der Börse in Neu Isenburg gekauft .... gugge ihn mir morgen an
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So, Film doch heute schon geschaut und ganz solide, aber leider nicht den Hammer, der ich erwartet habe.
Story ist eher schwach. Der Beginn ist ganz stark, dann flacht der Film ab (was nicht heisst, dass es nicht ab und zu mal eine gute Szene gibt) und gegen Ende wird der Film durch einige Szenen noch gerettet.
Darstellerisch ist der Film gut gemacht, auf Humorszenen wird verzichtet, nicht aber auf prügelnde Polizisten die Geständnisse erzwingen wollen (siehe The Untold Story).
Zu Beginn geht es echt gut ab: Ein totes Baby, Maden, Autopsie, Mann springt vom Dach etc. Doch dann geht dem Film eben die Puste aus und der Fluch "arbeitet" kaum mehr, da nur die Frau des Bullen betroffen scheint.
Und etwas schade sind auch einige CGI Effekte. Der Reiz in früheren Filmen war auch, dass die Darsteller lebende Tausenfüssler, Ratten oder Skorpione ausgespuckt haben d.h. sie mussten sie real in den Mund nehmen und in der einzigen solchen Szene in Gong Tau werden CGI Tiere gekotzt. War schade! Aber wegen dem Ende und Blut und einigen Nacktszenen hat der Film seine Freigabe verdient.
Das Bild fand ich gut, die DTS Tonspur auch, Schuber eher billig.
Wie gesagt: Kein Hammer, kein Highlight, würde so 6-7/10 Punkten geben. Aber z.B. kein Vergleich zu einem The Boxer's Omen.

Gruss MPAA
16.03.2008 10:58 MPAA ist offline E-Mail an MPAA senden Homepage von MPAA Beiträge von MPAA suchen Nehmen Sie MPAA in Ihre Freundesliste auf
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