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Thema: „Gott ist im Regen.“ – Diametrale Gottesbilder in V WIE VENDETTA
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07.01.2012 09:01 Forum: Film allgemein


ok, mach ich!
Thema: „Gott ist im Regen.“ – Diametrale Gottesbilder in V WIE VENDETTA
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„Gott ist im Regen.“ – Diametrale Gottesbilder in V WIE VENDETTA 02.01.2012 10:35 Forum: Film allgemein


Nach dem Matrix-Desaster (MATRIX – 1999, MATRIX RELOADED – 2003, MATRIX REVOLUTIONS – 2003) schrieben die Wachowski-Brüder1 das Drehbuch zu V WIE VENDETTA (2005) und produzierten den Film. V WIE VENDETTA ist die Verfilmung des gleichnamigen Comics von Alan Moore2 und David Lloyd3, Regie führte James McTeigue4. In einem dystopischen, futuristischen und totalitär beherrschten Großbritannien ist die Unterdrückung von politisch Andersdenkenden, Muslimen und Homosexuellen an der Tagesordnung. Es herrschen faschistisches Gedankengut, Zensur und eine vollkommene Medienkontrolle der Regierung (vor allem des Fernsehens), die sich einer religiös anmutenden Inszenierung bedient, die an nationalsozialistische Propaganda erinnert. Autokratischer Führer der Regierung ist der Großkanzler und „Nordfeuer“-Parteichef Adam Sutler. Der Faschismus konnte sich in England durchsetzen, weil es einen nuklearen Konflikt in Europa und Asien gab, in den Vereinigten Staaten ein schrecklicher Bürgerkrieg herrscht und verschiedene Epidemien auftraten. Sutler versprach seinen Landsleuten, diese Zustände in England nicht zuzulassen und wurde dafür gewählt.

Ein eine Guy-Fawkes-Maske5 tragender Mann namens V widersetzt sich allerdings dem barbarischen System, indem er führende Mitglieder des Regimes und der Partei tötet. Wie sich erst später im Film herausstellt, ist V der letzte Überlebende eines früheren Experiments an „abweichenden“ Teilen der Bevölkerung (also z.B. Homosexuellen) zur Erforschung einer Viruskultur, die zur Machtübernahme der Führungsriege gegen die Bevölkerung eingesetzt worden ist. Vs Mordopfer sind in erster Linie prominente Parteimitglieder und die damaligen Leiter der Gefangenenanstalt, in der die inhumanen Experimente durchgeführt wurden und aus der V durch Brandstiftung entfliehen konnte. Bei einer seiner Sprengstoff-Attentate rettet der maskierte Unbekannte der jungen Evey das Leben. Er nimmt sie mit in sein Versteck, wo sie eine Sammlung von Kulturgütern (Bilder, Artefakte, Bücher, Filme und eine Music Box), die von der Zensurbehörde verboten wurden, bestaunt. V hat durch zeitweilige Übernahme der Fernsehanstalt am 5. November des Vorjahres die durch Fernsehpropaganda verblendete Bevölkerung zu einem Aufstand am 5. November des aktuellen Jahres aufgerufen. Mit seinen Aktionen möchte er die Bevölkerung über die wahren Hintergründe der Regierung und darüber, wie sie an die Macht kam, aufklären. Am Ende des Films kommt es tatsächlich zum Aufstand der Bevölkerung gegen die Machthaber des Regimes, die V gegeneinander ausspielt.

Neben den eindeutigen und auf den ersten Blick ersichtlichen Konflikten in V WIE VENDETTA, also dem Kampf zwischen Freiheit und Unterdrückung, zwischen Individualrechten und Faschismus sowie zwischen einer werte-konservativen und einer struktur-konservativen Auffassung, gärt unterschwellig noch ein weiteres Krisenpotenzial: das der diametralen Gottesbilder.
Diesen Konflikt in den Film mit einzubauen und entsprechend darzustellen scheint den Wachowski-Brüdern ein Bedürfnis gewesen zu sein. So gibt es im V wie Vendetta-Comic6 selbst keinerlei Hinweise auf diesen Streit der Gottesbilder. Die Roman-Adaption7 von Steve Moore, basierend auf dem Filmdrehbuch der Wachowski-Brüder, wartet demnach aber mit weiteren tiefer gehenden Beschreibungen dieses Konfliktes auf. Im Folgenden sollen nun die zwei sich diametral gegenüber stehenden Gottesvorstellungen kurz erläutert werden.

Auf der einen Seite, der Seite des Regimes, steht ein stets für die Propaganda instrumentalisierter Gott – ein Gott, der die Taten und Entscheidungen der Regierungsführer, allen voran die des Großkanzlers, gegenüber dem Volk legitimieren soll. Durch Hinzunahme des Absoluten werden die Entscheidungen des Großkanzlers und seines jeden Tag im Fernsehen auftretenden Propagandachefs („Die Stimme Londons“) absolut gesetzt. Es ist ein typisch für totalitär-dogmatische Gesellschaftsformen institutionalisierter Gott, zu dem die Menschen nur über die Mittlerposten innerhalb der Regierung, wozu die Priester ebenfalls gehören, Kontakt aufnehmen können. Der Wahlspruch der faschistischen Nordfeuer-Partei drückt eindrucksvoll die propagandistische Funktion dieses Gottesbildes aus: „Stärke durch Einigkeit, Einigkeit durch Glauben“. Einigkeit kann nach Vorstellung der Regierung nur erreicht werden, wenn alle Menschen gleich gemacht sind, gleich denken, gleich glauben, d.h. Andersdenkende und Andersgläubige aus der Gesellschaft verbannt werden. Denn nur Gott, im Wahlspruch mit Glauben übersetzt, kann Einigkeit erzielen. Kurz gesagt, nur wer an den Gott des Regimes glaubt, ist überhaupt Teil der Gemeinschaft und hat das Recht, weiterhin zu leben. Im Film werden natürlich Parallelen zur Realität ersichtlich, so ähnelt die Nordfeuer-Partei der NSDAP, steht die Gottesvorstellung des Regimes für ein dogmatisches Christentum, die faschistische TV-Propaganda für die unkontrollierte Macht der Medien unserer Zeit, das Gefangensein der vor den Fernsehschirmen sitzenden Engländer für die Konsumsklaverei des Kapitalismus und der Bischof von London auf Sex mit Kindern.

Auf der anderen Seite, die Seite der Identifikationspersonen, ist die Gottesvorstellung ganz anders gelagert. Hier wird ein persönlicher, individuell verschiedener und immanenter Gott vorgezogen. Die individuelle Auslegung von Religion und Glauben wird in der Szene ersichtlich, in der Evey – übrigens großartig dargestellt von Natalie Portman8 – im Hause ihres Chefs, eines homosexuellen Showmasters, einen Koran findet, dessen Besitz ausreichen würde, den Showmaster zum Tode zu verurteilen. Doch Eveys Chef besitzt den Koran nicht, weil er Moslem ist, sondern weil er lediglich die Kaligraphien und die Lyrik des Buches zu bewundern weiß. Diese persönliche, eher ästhetische, Einstellung zur Religion ist in einem System wie dem der Nordfeuer-Partei jedoch nicht möglich, und so dauert es auch nicht lange, bis Eveys Chef auffliegt und interniert wird.
Am eindrucksvollsten wird jedoch das Gottesbild der „Helden“ erkennbar in der Szene, als Evey, nachdem sie durch V durch tagelange Folter und Haft quasi erlöst, frei gemacht wurde, fast unbekleidet im Regen steht und zu einer tiefen Erkenntnis in Bezug auf die Transzendenz gelangt – so wie es Jahre zuvor V selbst erging als dieser in den Flammen der brennenden Gefangenenanstalt frei kam. Wo es bei V Feuer war, wird Evey nun durch das Element Wasser „erleuchtet“. Diese Befruchtung eines in mystischer Erfahrung erlebbaren Gottes bringt Evey mit „Gott ist im Regen!“ auf den Punkt. Die entsprechende Passage im Filmroman8 geht sogar noch weiter und erklärt in großartiger Weise Eveys Gotteserkenntnis, welche als panentheistisch, universell-theosophisch, zutiefst persönlich und als diametral zum dogmatischen und institutionalisierten Gottesbegriff der christlich-faschistischen Regierung angesehen werden kann: „„Gott ist im Regen“, sagte Evey bedächtig in Erinnerung an Valeries Worte. Sie atmete tief durch und füllte ihre Lungen, als seien sie noch nie zuvor benutzt worden. Und sie wusste, dass Valerie Recht gehabt hatte. Gott, ganz gleich, was man von Ihm oder Ihr hielt, war ohne jeden Zweifel im Regen … in den Wolken, den Bäumen, den Gebäuden, den Menschen … in der Ratte … in allem. Und umgekehrt war alles auch Gott. Und Gott war kein Engländer, war nicht Sutlers Gott, war nicht einmal „christlich“. Gott war jedermanns Gott, jedermanns Götter oder Göttinnen. Und „die Gottheit“ gab es nur im selben Sinne, wie es „den Menschen“ gab. Ob man „Gott“ nun Jehova oder Allah, Zeus oder Odin, Brahma oder den Jadekaiser nannte. Ebenso wie man Mann oder Frau oder Kind genannt wurde, ob man nun Angelsachse, Afrikaner, Araber, Jude oder Chinese war. Denn so wie Shylock sagt: „Wenn ihr uns stecht, bluten wir dann nicht?“, so würde die Gottheit, vom gekreuzigten Christus bis hin zu einem Götzenbild aus Erdreich, fragen: „Wenn du mich verehrst, bin ich dann nicht Gott?“ Und Evey wusste, dass es so war, und genau darum war es so für sie.“ (V wie Vendetta, Seite 244)
Eveys Gottesbild ist panentheistisch, weil Gott von ihr im Regen, also in einem Teil der immanenten Umgebung – der Natur – verortet wird. Dabei bleibt Gott aber immer noch zum Teil wenigstens transzendent (und somit beständig), denn sie sagt ja nicht einer pantheistischen Vorstellung folgend „Gott ist Regen“ (im Sinne von „Gott ist Natur“), sondern sieht den Regen als Teil des „Wesens“ Gottes. So löst sie bzw. die Wachowski-Brüder das transzendente Göttliche nicht in einer pantheistischen Sicht auf, indem das einstmals Geistige, Numinose mit der Natur, also der Materie, gleichgesetzt wird, sondern erhält eine absolute Transzendenz im philosophischen Sinne.

Das universelle und theosophisch anmutende Gottesbild der Hauptprotagonistin zeigt sich in der Erkenntnis, dass es letztendlich egal ist, wie man das Göttliche bebildert und benennt. So sind die menschlichen Religionen und ihre Geschichten, Sagen und Mythen, ihre heiligen Bücher und ihre Riten letztendlich nur ein spezifischer und mannigfaltiger Ausdruck des einen großen urgründigen, numinosen Geheimnisses, welches den Menschen seit Jahrtausenden beschäftigt und auf diese Weise zur Schaffung vielfältiger Kulturen antreibt. Es gibt so viele Götter (im Sinne von Gottesvorstellungen) wie es Menschen gibt – dies bringt Eveys sehr individualistische Vorstellung des Göttlichen auf den Punkt. Nach Eveys Glauben gibt es „die Gottheit“ im Sinne eines dogmatischen und von autokratischen Instanzen festgelegten Gottesbildes genauso wenig, wie es „die Menschheit“ gibt, im Sinne eines kulturell und religiös nivellierten, entfremdeten oder internationalisierten Menschens, wie ihn sich die faschistoiden Systeme von Nationalsozialismus über Kommunismus bis hin zum Kapitalismus wünschen. Dass diese drei Eigenschaften von Eveys Gottesvorstellung (panentheistisch, universell und individuell) diametral zum Gottesbild der Nordfeuer-Partei verlaufen, liegt auf der Hand: hat nicht die faschistische Regierung in V WIE VENDETTA, wie ihr reales Vorbild: die christlichen Kirchen, ein reges Interesse daran, Gott nach weit draußen in für „normale“ Menschen nicht erreichbare Bereiche zu verlegen, um so dem Machterhalt wegen die alleinige Kontaktmöglichkeit und Deutungshoheit des Göttlichen zu besitzen. Würde weitergehend nicht eine universelle Vorstellung Gottes den Führern der Nordfeuer-Partei zutiefst widerstreben, da eine „Verbrüderung“ der Religionen durch das Anerkennen eines gemeinsamen Kerns ihre Sündenböcke und Feindbilder (z.B. Schwule und Moslems) wegbrechen lassen würde. Und da ein individuelles und undogmatisches Gottesbild in der Regel einhergeht mit einem individuellen und toleranten Welt- und Menschenbild, ist es klar, dass dies ebenfalls nicht im Sinne der Partei sein kann.

Ich hoffe, dass ich zeigen konnte, dass der Film V WIE VENDETTA einiges mehr zu bieten hat, als man vielleicht beim erstmaligen Betrachten erkennt. Die Wachowski-Brüder hatten sich mit der Matrix-Triologie bereits an ein philosophisch-religiöses Thema (Gnosis) gewagt, verloren sich leider aber ab dem 2. Teil der Reihe in dumpfen Actionszenen und verstümmelten so das durchaus interessante Thema bis zur Unkenntlichkeit. Mit V WIE VENDETTA machten sie m.E., was Glauben und Religion als Thema in ihren Filmen betrifft, einiges wieder gut. Man sollte zwar nicht soweit gehen, V WIE VENDETTA als religiösen Film zu bezeichnen, jedoch enthält er, wie ich gezeigt habe, neben dem gesellschaftskritischen Hauptthema ein immenses Potential zur religiös-philosophischen Interpretation.


1 Laurence und Andrew Wachowski; US-amerikanische Drehbuchautoren und Filmregisseure (www.wikipedia.de)

2 britischer Autor und Co-Autor von Comics (The League of Extraordinary Gentlemen, From Hell, Swamp Thing, Batman-Folgen) (www.wikipedia.de)

3 britischer Comiczeichner (Kickback) (www.wikipedia.de)

4 US-amerikanischer Regisseur (www.wikipedia.de)

5 Guy Fawkes war ein englisch-katholischer Offizier, der am 5. November 1605 ein Attentat auf den englischen König Jakob I. versuchte (www.wikipedia.de).

6 Alan Moore, David Lloyd: V wie Vendetta (Graphic Novel), Nettetal, 2007

7 Steve Moore: V wie Vendetta (Roman zum Film), Nettetal, 2005

8 israelisch-US-amerikanische Schauspielerin (www.wikipedia.de)
Thema: 2012!
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01.01.2012 11:14 Forum: Offtopic


Ebenfalls, ebenfalls...!
Thema: Filme preiswert zu verkaufen!
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Filme preiswert zu verkaufen! 31.12.2011 08:53 Forum: Flohmarkt – An-/und Verkauf


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Thema: „When hell is full, the dead will walk the earth“ - Der Zombiefilm als Kapitalismuskritik
S_E_B_A_S_T_I_A_N

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16.12.2011 08:58 Forum: Film allgemein


Danke für die Blumen! :-)

Tja, ich brauch Geld und Platz im Regal für neue Filme. :-)
(die wirklich guten Filme hebe ich natürlich auf!)
Thema: „When hell is full, the dead will walk the earth“ - Der Zombiefilm als Kapitalismuskritik
S_E_B_A_S_T_I_A_N

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14.12.2011 09:08 Forum: Film allgemein


Bin nicht so der Könner in Englisch... unglücklich
Thema: „When hell is full, the dead will walk the earth“ - Der Zombiefilm als Kapitalismuskritik
S_E_B_A_S_T_I_A_N

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13.12.2011 08:24 Forum: Film allgemein


Super, danke! Bin gespannt!
Thema: „When hell is full, the dead will walk the earth“ - Der Zombiefilm als Kapitalismuskritik
S_E_B_A_S_T_I_A_N

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„When hell is full, the dead will walk the earth“ - Der Zombiefilm als Kapitalismuskritik 10.12.2011 09:14 Forum: Film allgemein


Seit der Mitbegründer des modernen Horrorfilms George A. Romero1 NIGHT OF THE LIVING DEAD (196cool herausbrachte, scheint das Zombiefilm-Subgenre fest mit einem kritischen Blick auf die Gesellschaft des westlichen Kapitalismus verbunden zu sein. So betonte der Regisseur an verschiedenen Stellen, wo die Intention seiner Dead-Filme (NIGHT OF THE LIVING DEAD, DAWN OF THE DEAD, DAY OF THE DEAD, LAND OF THE DEAD, DIARY OF THE DEAD und in Planung ISLAND OF THE DEAD) zu suchen ist: "Meine Filme haben eher sozialpolitische Bedeutung." (Gaschler & Vollmar, 186 nach Splatting Image #47) Bis dahin stand der Untote bzw. Zombie in Filmen wie z.B. WHITE ZOMBIE (1932), REVOLT OF THE ZOMBIES (1936), HERR DER ZOMBIES (1941), ICH FOLGTE EINEM ZOMBIE (1943) und THE PLAQUE OF THE ZOMBIES (1966) eher als Symbol für den versklavten oder somnambulen Menschen, welcher von machtgierigen Bösewichtern ausgebeutet wird.

Obwohl auch hier schon der leise Anklang einer Kritik am Massenmenschen der Industrialisierung ersichtlich wird. Der Zombiefilm – immer ein Spiegel der Gesellschaft – erfuhr aber erst mit George A. Romeros Meisterwerk die genreweisenden Elemente und thematischen Richtungen.
Der klassische Zombie, wie er in seinen Eigenschaften in erster Linie von Romero geprägt und von Genre-Größen wie z.B. Lucio Fulci2, Bruno Mattei3, Umberto Lenzi4, Jess Franco5, Amando de Ossorio6 und von Regisseuren wie Paul W. S. Anderson7, Danny Boyle8, Zack Snyder9, Brian Yuzna10 und Robert Rodriguez11 übernommen und modifiziert wurde, ist von seinem Wesen her durchaus mit dem Klischeebild eines konsumistisch geprägten und entfremdeten Menschen der (Post-)Moderne zu vergleichen.
Zombies sind tot, träge, nur in der Masse stark und immer hungrig, wie auch der nivellierte und uniformierte Massenmensch, welcher, innerlich tot, leer und von seinem Menschsein entfremdet, sich nur über die Masse und ihre Moden identifizierend, stets zu Kauf und Konsum strebt.
Zombies sind Kapitalisten – und ansteckend, denn sie fressen im Kollektiv Individuen auf, ähnlich wie die so genannten westlichen, von der Raubkultur Amerikas geprägten Länder dieser Erde auf Kosten der Verlierer des Kapitalismus leben, und machen sie durch ihren Biss selbst zum Zombie, wie einst Europas Länder zum „amerikanischen Zombie" wurden. Pier Paolo Pasolini12 nannte das „Die Zerstörung der Kultur des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft".

So ist heute der Irak das neuste Opfer des kapitalistischen Bisses, welcher dieses Land mit US-amerikanischen Wertmaßstäben zu infizieren versucht. Hierzu gibt es auch gleich einen entsprechenden Film zu nennen: HOMECOMING (2005) von Joe Dante13. In dem Film kommen die gefallenen Soldaten eines unnötigen amerikanischen Krieges (gemeint ist der Irakkrieg) als Zombies zurück, um sich an der Regierung und den Verantwortlichen zu rächen.
Wie auch bereits in DEAD OF NIGHT (1972) dreißig Jahre zuvor (hier war der Vietnamkrieg gemeint) ist der Zombie ein Symbol für den aufgrund von wirtschaftlichen Interessen Amerikas unnötig gefallenen Soldaten. In Romeros LAND OF THE DEAD (2005) belagern die Zombiehorden eine amerikanische Stadt, und ein Protagonist des Films sagt in diesem Zusammenhang: "Wir verhandeln nicht mit Terroristen".
Die Bezüge auf die aktuelle Bedrohung durch den islamistischen Terror sind in diesem Film überdeutlich, auch wenn es Romero „vielmehr um das Ignorieren von Problemen", „um Armut, Aids und Obdachlosigkeit" geht (Interview mit George A. Romero auf Spiegel Online Kultur am 05.08.2005). Hier zeigt er wieder einmal eindrucksvoll die Verlierer des amerikanischen Kapitalismus.Immer wieder sind die Schauplätze in Zombiefilmen von kapitalistischer Gigantomanie und industriellem Machtstreben geprägt.

Romero lässt in seinem zweiten Zombiefilm DAWN OF THE DEAD (197cool die Handlung in einem riesigen Kaufhaus spielen, welches als letzte Enklave der zivilisierten Welt dem Ansturm der Untoten standhalten muss. Hier treffen die rationalen Bedürfnisse nach Versorgung und Sicherheit der letzten Überlebenden auf die irrationalen, kannibalistischen Wünsche der Angreifer, die ins Kaufhaus gehen, weil „sie sich daran erinnern, dass diese Orte in ihrem früheren Leben eine wichtige Rolle gespielt haben", erklärt einer der Protagonisten des Films. Romero sagt damit aus, dass der US-amerikanische Mensch, also der konsumistische Mensch, sich dermaßen von den falschen Verlockungen und künstlichen Zusatzbedürfnissen der Wirtschaft hat abhängig machen lassen, dass nicht einmal der Tod ausreicht, um seinen unsäglichen Konsumzwang zu stoppen. Und auch sonst lässt Romero in seinen Zombiefilmen kein heiles Haar an der amerikanischen Gesellschaft.

So kann NIGHT OF THE LIVING DEAD mit seinem schwarzen Helden tatsächlich als politische Metapher des krisengeschüttelten Amerikas der späten sechziger Jahre angesehen werden (Rassen- und Studentenunruhen, Vietnam usw.) und DAY OF THE DEAD (1985), der dritte Film der Reihe, durchaus als Kritik am Militär und dem Auftreten Amerikas im Kalten Krieg begriffen werden.Andere beliebte Drehorte, die in einigen Filmen vorkommen, sind das Industriegelände, die Fabrik und das Labor. Hier spielen bei den billigeren Produktionen, wie z.B. JUNK – RESIDENT ZOMBIE (1999) oder DAY X – OUTBREAK OF THE ZOMBIES (2005) wohl auch finanzielle Beweggründe der Produktion eine Rolle. Nichtsdestotrotz symbolisiert die Fabrik wie kein anderer Ort den Ursprung kapitalistischer Ausbeutung und das Labor den verantwortungslosen Umgang mit der Natur und Umwelt.
So sind Filme wie z.B. GROSSANGRIFF DER ZOMBIES (1980), ZOMBIE 3 – EIN NEUER ANFANG (198cool oder INSEL DER ZOMBIES (1980) im Kern gesellschaftskritisch in Bezug auf eine der Hauptthemen der achtziger Jahre – den Umweltschutz. Immer ist es eine Forschungsanstalt, aus der Viren oder Bakterien ausbrechen, oder ein geheimes Nuklearexperiment der Regierung, welches für die Umwandlung von Menschen in Zombies die Schuld trägt. 28 DAYS LATER (2002) und der Nachfolger 28 WEEKS LATER (2007) sind prädestinierte Beispiele für großartige Zombiefilme, die das ganze Ausmaß einer „Zombie-Apokalypse" zeigen, welche durch einen Killervirus ausgelöst wird. Hier zeigt sich, wie alle zivilisatorischen Errungenschaften der westlichen Welt innerhalb von nur wenigen Tagen vernichtet werden können. Am besten äußert sich dies mit der Zerstörung der Heimat des entfremdeten, konsumistischen Menschen – der Stadt. Auch wenn einige Zombiefilme auf Inseln oder auch auf dem Lande spielen – z.B. DIE HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN (1980), ZOMBIEHOLOCAUST (1979) oder THE VILLAGE OF THE LIVING DEAD (1977) -, so besteht oft das pessimistische Ende eines Films darin, dass die Zombies die Stadt erreichen. Als wäre das ganze Ausmaß des Zombieangriffs bisher noch gar nicht so schlimm gewesen und würde jetzt erst richtig ausarten. Lucio Fulcis WOODOO – SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES (1979) spielt ebenfalls auf einer Insel, als aber die Protagonisten nach bestandenem Abenteuer zurück nach New York kommen, hat hier die Epidemie der Zombies bereits zugeschlagen.

In Filmen wie z.B. LAND OF THE DEAD (2005), der Neufassung von DAWN OF THE DEAD (2004), SARS WARS – TOD ALLEN ZOMBIES (2004), CITY OF THE DEAD (2006), WAR OF THE LIVING DEAD (2006), PLANET TERROR (2007) oder DEADHUNTER – SEVILLIAN ZOMBIES (2003) spielt die Stadt eine m.E. tragende Rolle, was zugegebenen vielleicht nicht jedem Regisseur bewusst war, für die Darstellungen des typischen Horrors im Zombiefilm, also des Gefühls, von allen Seiten bedrängt zu werden und des nackten Überlebens in einer zerfallenden Zivilisation (des so genannten Survival-Horrors), allerdings entscheidend ist. Ein recht unbekannter Film namens SHADOWS OF THE DEAD (2004) thematisiert gar eine Randerscheinung der Stadt und des entfremdeten Menschens, die Drogenabhängigkeit, und transferiert diese in das Bild des Zombies. In dem Film geht es um ein Pärchen, welches mit dem „Zombie-Virus" infiziert wird und sich von nun an vor dem eigenen Blutdurst in Acht nehmen muss.
Nicht nur die körperliche Veränderung der Protagonisten ist dem der Drogenabhängigkeit ähnlich dargestellt, gerade das innere Zerwürfnis der beiden zwischen Moral und Blutdurst erinnert stark an das Leben von Junkies.In vielen Filmen des Genres lässt sich der Wink in Richtung Kapitalismuskritik gut erkennen: nämlich dann, wenn in der Resident Evil-Reihe der Gegner der coolen Hauptprotagonistin stets ein machtversessener und inhuman handelnder Großkonzern ist, welcher ungeniert an biologischen Kampfstoffen forscht. Wo dieser Konzern im ersten Teil der Reihe – RESIDENT EVIL (2002) – noch lediglich die Macht eines weltweit agierenden Unternehmens hat (die Bilder des Firmensatelliten in einer Erdenumlaufbahn symbolisieren seine globale Macht hervorragend), scheint sein Einfluss in RESIDENT EVIL – APOCALYPSE (2004), dem zweiten Teil, um einiges gewachsen zu sein, so nimmt der Megakonzern Züge einer faschistischen Staatsmacht an, wenn er mit Hilfe seiner Firmensoldaten eine ganze Stadt zu verriegeln vermag.

In Bruno Matteis Trash-Vermächtnis ZOMBIES: THE BEGINNING 2007 (2007) gehen die wirtschaftlichen Interessen eines Konzerns gar soweit, dass einige Konzernwissenschaftler die auf einer Insel entdeckten Zombies als eigene Spezies bezeichnen und diese für mögliche Vermarktungen als Proben sicherstellen wollen. In Filmen wie z.B. RETURN OF THE LIVING DEAD 4 – NECROPOLIS (2005) oder eben der Resident Evil-Reihe ist immer eine irgendwie geartete wirtschaftliche Intention für den Ausbruch der Zombie-Epidemie verantwortlich - sei es nun die machtgierige Regierung eines kapitalistischen Landes, der profitorientierte Megakonzern oder aber auch der einzelne Mensch (vgl. das Motiv des Mad Scientist) wie in CORPSES (2004).Seit das Zombiefilm-Genre durch Filme wie RE-ANIMATOR (1985) und BRAINDEAD (1991) um Comedy-Elemente - vor allem im Bereich der Splatterszenen – erweitert wurde, sind eine ganze Reihe von Zombiefilmen gedreht worden, die man als Horror-Komödien-Hybriden bezeichnen könnte.
Diese persiflieren in der Regel das Genre und kommen dabei an der Gesellschaftskritik des Zombiefilms nicht vorbei. So spricht die englische Zombiekomödie FIDO – GUTE TOTE SIND SCHWER ZU FINDEN (2006), bei der der Zombie-Protagonist nun zum Sympathieträger wird, ein auf Reichtum und Wohlstand basierendes Spießertum an, welches auf Kosten anderer Menschen – in diesem Fall sind das die Zombies – aufgebaut ist, und überspitzt dies bis ins Absurde.

Eine großartige Zombiefilmpersiflage ist SHAUN OF THE DEAD (2004) mit dem englischen Komiker Simon Pegg14. Der Film enthält alle wichtigen Elemente eines guten Zombiefilms, wie z.B. die Enklave (in diesem Fall ein Pub), die Stadt als Schauplatz, den Survival-Horror, die Splatterszenen oder das Verlieren eines Freundes, der zum Zombie wird, allerdings bis ins Lächerliche übertrieben.
Die Kritik am sich treiben lassenden postmodernen Massenmenschen ist die Kernaussage des Films. Noch bevor die Zombie-Epidemie ausgebrochen ist, gibt es eine Kameraeinstellung, die Shaun, den Hauptprotagonisten, und einige andere Passanten während einer Busfahrt zeigen. Die Gesichter der Menschen sind leer, ausdruckslos, freudlos und verbittert und mit denen von Zombies zum Verwechseln ähnlich. Hier kommt die volle Breitseite der Kritik zur Geltung.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass, obwohl es auch Zombiefilme gibt, die sich primär um die Darstellung von Splatter- und Sexszenen bemühen – vor allem die italienischen und spanischen Klassiker wie z.B. INSEL DER ZOMBIES (1980) oder OASE DER ZOMBIES (1983) – oder die eher eine okkult-religiöse Thematik vorweisen, wie z.B. EIN KADAVER HING AM GLOCKENSEIL (1980) oder die großartige Reitende Leichen-Reihe von Amando de Ossorio (DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN (1971), DIE RÜCKKEHR DER REITENDEN LEICHEN (1972), DAS GEISTERSCHIFF DER SCHWIMMENDEN LEICHEN (1973), DAS BLUTGERICHT DER REITENDEN LEICHEN (1975)), die Gesellschaftskritik und vor allem die Kapitalismuskritik einen thematischen Schwerpunkt in den Aussagen des Zombiefilms darstellt.

Angesichts eines aktuellen Leidensdrucks der Völker dieser Erde bzgl. der Ausuferung des Kapitalismus ist das große Revival des Zombiefilms der letzten Jahre nur verständlich. Ich hoffe, dass ich dem Leser Lust darauf machen konnte, den einen oder anderen Zombiefilm, vielleicht jetzt mit anderer Wahrnehmung als vorher, zu betrachten, denn nicht alles, was als Trash gilt, ist auch Müll! So möchte ich diesen Artikel mit dem Klappentext des Zombie-Comics „The Walking Dead 1" von Robert Kirkman15 und Tony Moore16 enden lassen, der in großartiger Weise das auf den Punkt bringt, wobei es bei der Zombie-Thematik im Kern geht: „Wie viele Stunden hat ein Tag, wenn man nicht die Hälfte davon vor dem Fernseher verbringt? Wie lange ist es her, dass wir uns wirklich anstrengen mussten, um etwas zu bekommen, das wir wollten? Wie lange es her, dass wir etwas wollten, das wir wirklich brauchten?
Die Welt, die wir kannten, ist Vergangenheit. Die Welt des Kommerzes und der Dekadenz ist einer Welt der Verantwortung und des Überlebens gewichen. Eine Epidemie apokalyptischen Ausmaßes lässt rund um den Globus die Toten auferstehen, um sich an den Lebenden schadlos zu halten. Nach ein paar Wochen ist die Gesellschaft am Ende. Es gibt keine Regierung mehr. Keinen Supermarkt. Kein Internet. Kein Kabelfernsehen. In einer Welt, die von Toten regiert wird, sind wir gezwungen, endlich unser Leben selbst in die Hand zu nehmen."

von Sebastian Gräff

Quellen:

Bücher:

- H. Walter Bähr (Hrsg.): „Wo stehen wir heute?", Gütersloh, 1962

- Robert Kirkman u. Tony Moore: „The Walking Dead 1: Gute alte Zeit", Asperg, 2006

- Louis Paul: „Inferno Italia – der italienische Horrorfilm", München, 1998

- Pier Paolo Pasolini: „Freibeuterschriften", Berlin, 2006

- Andreas Port: „Splatter – Der blutige Film, Band 1: Zombies", Norderstedt, 2006

- André Sonnet: „Menschen ohne Mitte", Heidenheim, 1961

- Ursula Vossen (Hrsg.): „Filmgenres Horrorfilm", Stuttgart, 2004

Zeitschriften:

- Matthias Bogner: „Bruno Matteis Zombie Erbe" in: Xrated #47

- Stefan Höltgen: „Eine Phänomenologie des Zombiefilms" in: Splatting Image #47

Internet:

- Philipp Kohlhöfer: "Zombies sind wie wir – Interview mit George A. Romero" auf: Spiegel Online Kultur (www.spiegel.de), 05.08 2005



Fussnoten:

1 Amerikanischer Regisseur (*1940) 2 Italienischer Regisseur (1927 – 1996) 3 Italienischer Regisseur (1931 – 2007) 4 Italienischer Regisseur (*1931) 5 Spanischer Regisseur (*1930) 6 Spanischer Regisseur (1918 – 2001) 7 Englischer Regisseur (*1965) 8 Englischer Regisseur (*1956) 9 Amerikanischer Regisseur (*1966) 10 Amerikanischer Regisseur (*1951) 11 Amerikanischer Regisseur (*196cool 12 Italienischer Regisseur und Schriftsteller (1922 – 1975) 13 Amerikanischer Regisseur (*1946) 14 Englischer Schauspieler (*1970) 15 Amerikanischer Comicbuch-Schreiber (Geburtstag unbekannt) 16 Amerikanischer Comicbuch-Zeichner (*197cool ÿ
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09.12.2011 09:52 Forum: Literatur


Augenzwinkern
Thema: [Magazin] Virus Magazin
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07.12.2011 10:38 Forum: Literatur


Ganz deiner Meinung, das Verhältnis Film/Buch/Comic/Spiel/Musik ist ok; diese Gothic-Fotographie jedesmal bräuchte ich nicht und ein Lektor wäre mal schön. Was die Rezensionen angeht, so ist das ja prinzipiell eine subjektive Sache!
Thema: Monster X vs. G8 Gipfel
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05.12.2011 17:19 Forum: DVDs aus aller Welt


Mir hat der Film auch sehr gut gefallen! Trash mit Hirn, das mag ich! Und ja, Angelika Merkel ist zum Totlachen!
Thema: [Magazin] Virus Magazin
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Virus Magazin 05.12.2011 17:15 Forum: Literatur


Liest jemand die Virus? Was haltet ihr von dem Magazin? Ist es mit der Zeit besser geworden oder schlechter?
Thema: Wo bleibt Stacy?
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05.12.2011 14:18 Forum: Film allgemein


Stacy?
Eine philosophische Message und surreal anmutende Szenen, von nachdenklicher Musik untermalt, sowie lustige Anspielungen an Genre-Klassiker wie Tanz der Teufel oder Romeros Dead-Reihe verbinden sich hier mit der apokalyptischen und mehr als blutigen Vision von Schulmädchen, die zu Zombies mutieren und die Weltbevölkerung halbieren. Und nebenbei thematisiert der Film nicht nur diverse Versatzstücke der zeitgenössischen japanischen Kultur, wie z.B. Menschenpuppen und Schulmädchenbegleitservice, sondern vor allem den Clash des traditionellen (im Film dargestellt durch Glockenspiele und Puppentheater) mit dem postmodernen (im Film dargestellt durch sexualisierte Schulmädchen und die Zombiejäger) Japan und versöhnt beides. Ein philosophischer Zombiefilm! Großartig!
Thema: Eure Meinung zu : Nekromantik 2
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05.12.2011 14:13 Forum: Ästhetische Grenzgänge - 5 Jahre Wicked - Das Event


Der Film mag künstlerisch gesehen durchaus hochwertig sein, ich fand ihn jedoch ziemlich langweilig...
Thema: Galaxie
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05.12.2011 14:06 Forum: Literatur


Ganz deiner Meinung, die Reihe ist mein Absolutes Lieblingsbuch!
Thema: [Musik] Black Metal Szene Film !
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05.12.2011 14:04 Forum: Musik (Vinyl, CD, DVD etc.)


Ich fand den Film sehr gut gemacht, differenziert und künstlerisch. Meine Rezi dazu:

http://www.amazon.de/review/R1Y6F7PE2TAB...=cm_cr_rdp_perm
Thema: The Thing (Remake!)
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05.12.2011 11:40 Forum: Jetzt im Kino


Ich fand den Film sehr gelungen! Hat Lust darauf gemacht, mal wieder das alte Original zu schauen! :-)
Thema: Beste Comicverfilmug
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05.12.2011 11:26 Forum: Umfrage


- V wie Vendetta
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- 300
- The Crow
- Hellboy
Thema: Zombieworld - sinnvolles Marketing?
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05.12.2011 11:01 Forum: Film allgemein


Aus dem Kopf würden mir gut ein halbes Dutzend Zombie-Komödien einfallen, deren DVD-Cover mit einem Werbeslogan bedruckt sind, in dem "Shaun of the Dead" vorkommt. Der Film war ein Meilenstein, und daher versucht das Marketing vieler Zombie-Komödien, sich als Epigonen zu plazieren. Ich habe aber noch keine Zombie-Komödie danach gesehen, die nur im Entferntesten an "Shaun of the Dead" herankommt. Einige dieser Filme sind durchaus eigenständig und auch nett anzusehen, um so weniger ist es verständlich, warum das Marketing diesen Vergleich, den oft ein Film nur verlieren kann, anstellt.
Thema: Der Goldene Nazivampir von Absam 2
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05.12.2011 10:26 Forum: Europloitation


Ich mag den Film auch sehr!
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