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Thema: Kaiju Classics
Logge1002

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20.05.2016 13:51 Forum: Anolis Film Entertainment


Ach Godzilla und sein Leben in den 70ern ist schon ein ganz besonderes Kapitel. Weg ging es von dem Ungetüm, das die Menschheit bedrohte und hin zum Beschützer der Erde, sowie Freund aller Kinder. Doch bei Dämonen aus dem Weltall spielt Godzilla eigentlich gar nicht die Hauptrolle, sondern stattdessen ein Roboter mit dem Namen Jet Jaguar oder wie er im japanischen Original heißt Jetto Jagâ. Aber was genau erwartet den geneigten Kaijufan hier? Ein kleines Highlight in der Godzilla Reihe oder eher ein Totalausfall?

Nachdem die Menschheit mit Atombombenversuchen die Bewohner der Unterwasserstadt Seatopia in Angst und Schrecken versetzt haben, entscheiden sich diese zum Gegenschlag auszuholen. Zunächst entführen sie die neuste Kreation des Wissenschaftlers Goro Ibuki, in Form des Roboters Jet Jaguar, um damit ihr eigenes Monster, der Riesenkäfer Megalon, zu leiten und die Menschheit zu vernichten. Doch schnell kommen die Menschen dahinter und vereiteln zunächst die Pläne der Seatopianer und Jet Jaguar wird aus den Fesseln der Schurken befreit. Auch Godzilla stellt seine Macht auch der Menschheit zur Verfügung. Aber die Seatopianer haben noch ein Ass im Ärmel und rufen Gigan. Ein Monsterkampf der Extraklasse beginnt!

Ach was haben sich die Japaner denn da ausgedacht. Es ist schon auf den ersten Blick klar, dass dieser Film die Kaiju Gemeinde spalten wird. Ein wilder Mix aus Spy-Genre, samt außerordentlicher Verfolgungsjagden, die so dermaßen over the top präsentiert werden, dass man eigentlich nur lachen kann, gepaart mit klassischen Kaiju Elementen. Das wirkt alles schon irgendwie so unpassend, dass es glatt unterhalten kann. Wer aber natürlich einen klassischen Godzilla Film sehen will, der wird hier gnadenlos enttäuscht und vielleicht sogar entsetzt sein.

Der Genuss wird zudem von allerlei recycelten Szenen aus anderen Godzilla Werken geschmälert. So passt Megalons Attacke erfreulich zu den Strahlen von Ghidorah, sodass fast die komplette Zerstörungsorgie von Megalon clever mit alten Ghidorah Szenen zusammengeschnitten wurde. Auch im Kampf mit Godzilla fällt auf, dass einige Szenen einfach mehrfach hintereinander geschnitten wurden, um so Geld und Zeit zu sparen. Dennoch muss hier einfach die grandiose Wrestlingeinlage, samt ganz besonderem Dropkick von Godzilla, erwähnt werden. Allein schon deswegen hat der Film eine Daseinsberechtigung, auch wenn das Ganze eher albern wirkt, aber hey Godzilla ist ja schließlich auch schon geflogen!

Musikalisch zeigt sich das Werk von seiner schlechtesten Seite, denn die Untermalung passt zu keinem Zeitpunkt zu dem Gezeigten. Als Fan vermisst man aufs Schmerzlichste die Klänge von Ifukube. Die Darsteller machen dafür einen ordentlichen Job, wenngleich der kleine Junge erneut „gewöhnungsbedürftig“ ist.

Fazit: Godzilla gegen Megalon aka King Kong – Dämonen aus dem Weltall, ist ein bunter Mix geworden, der sicherlich einigen auf Grund seiner unfreiwillig Komik gefallen könnte, aber echte Kaijufans nicht wirklich hinterm Ofen hervorholen wird. Besonders schade sind die vielen recycelten Szenen, sowie die unpassende Musik. Wer allerdings ein Kaiju Wrestling Match sehen will, der muss zuschlagen!

Zur Veröffentlichung: Wie von Anolis nicht anders gewohnt, wird auch diese Kaiju Perle in einem tadellosen Deluxe Set veröffentlicht. Das Bild der japanischen Fassung ist grandios, der Ton sauber und gut verständlich abgemischt und die deutschen Untertitel erlauben sich keine Fehler. Neben der japanischen Originalfassung, befindet sich auf der ersten DVD noch ein sehr informatives und unterhaltsames Audiokommentar von Bodo Traber und Jörg Buttgereit. Zudem gibt es auf der ersten Scheibe noch zwei Trailern, den spanischen Werberatschlag, sowie eine Bildergalerie zu finden. Auf der zweiten Disc findet man die deutsche Kinofassung, sowie die alte Super 8 Fassung, sowie den deutschen Trailer, eine weitere Bildergalerie und das Filmprogramm zum Film.

Abgerundet wird das Set erneut von einem tollen 20-seitigen Booklet aus der Feder von Ingo Strecker, der auch hier einige Hintergrundinfos zur Entstehung verrät, sowie auf die Feinheiten der Story und der Umsetzung eingeht. Genau so muss eine würdige Veröffentlichung aussehen! Nur weiter so Anolis!!!!
Thema: Die Rache der Galerie des Grauens
Logge1002

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29.04.2016 10:06 Forum: Anolis Film Entertainment


Meine Review zum Planet der toten Seelen:

Kurz nach dem ersten Streich, legt Anolis in ihrer Rache der Galerie des Grauens direkt mit dem nächsten Film nach. Planet der toten Seelen aka War of the Satellites, aus der Feder von B-Movie King Roger Corman, unterschiedet sich dabei nicht nur anhand seiner thematischen Ausrichtung von der ersten Auskopplung der Reihe, auch die Umsetzung kommt deutlich anders daher. Doch kann der Film selbst dennoch überzeugen, oder erwartet einen hier eine trashige B-Movie Gurke?

Ein kleines Team voller Wissenschaftler hat sich vorgenommen, den Weltraum zu erforschen. Doch immer wieder kommen Sie an einen Punkt, der sie an ihre Grenzen bringt. Ein merkwürdiges Licht taucht inmitten der Sterne auf und scheint die Raumschiffe zu verschlingen. Es muss eine letzte Reise geben, um die Lösung dieses Mysteriums zu finden. Doch kurz davor wird einer der Wissenschaftler von einer außerirdischen Lebensform entführt und durch einen der ihren ausgetauscht. Undercover versucht er nun das Projekt unter seine Führung zu bringen! Das Grauen im Weltall beginnt!

Die Story von Planet der toten Seelen kommt als typische Bodysnatcher Geschichte daher, welche es in abgewandelter Form bereits 1956 im Film „Die Dämonischen“ gegeben hat. Gleichzeitig vermischt Corman das Ganze mit dem aufkeimenden Interesse am Weltall und der Raumfahrt. In wenigen Wochen wurde der Film umgesetzt und erfreulicher Weise merkt ihm dies nicht an. Dennoch schafft es das Werk nicht, einen wirklich mitzureißen. Die Story plätschert vor sich hin und wartet nicht wirklich mit großen Überraschungen auf. Die kurze Laufzeit von gerade einmal 63 Minuten hilft immerhin dabei, dass sich die Langeweile nicht breit macht.

Die Schauspieler agieren ordentlich, allerdings kommt es immer mal wieder vor, dass man sich dem Overacting einiger Akteure gegenüber sieht und damit auskommen muss. Die Musik bleibt unspektakulär, stört aber auch nicht. Die Kulissen hingegen sind wirklich toll geraten und man merkt, dass das Team genau wusste was es tat. Besonders die Raumschiff Atmosphäre wurde hervorragend eingefangen.

Fazit: Planet der toten Seelen ist ein typischer 50er Jahre Sci-Fi B-Movie, den man nicht zwangsläufig in die Sammlung aufnehmen muss. Handwerklich ganz ordentlich aber leider zu unspektakulär für heutige Maßstäbe (und eventuell auch schon für damalige Verhältnisse).

Zur Veröffentlichung:
Anolis Entertainment spendiert dem Werk nun endlich seine DVD-Premiere. Dies als #2 der Rache der Galerie des Grauens. Die Bildqualität wirkt sehr gut, allerdings muss man altersbedingt ein paar Abstriche machen. Das ist auch der Grund warum sich Anolis dazu entschlossen hat, dem Werk „nur“ eine DVD und keine BD zu spendieren. Das Bildformat ist 1:33 und bietet auf modernen Geräten links und rechts schwarze Balken. Der Ton ist tadellos und weiß, wahlweise im englischen Original oder in der deutschen Synchronisation, zu gefallen. Deutsche Untertitel sind vorhanden und zeigen sich fehlerfrei.

Beim Bonusmaterial hat man sich erneut nicht lumpen lassen. Das Highlight ist sicherlich die Möglichkeit zwischen der amerikanischen Kinofassung und der (längeren) deutschen Kinofassung zu wählen. Diese wurde damals professionell erstellt und extra dafür wurden mit deutschen Schauspielern neue Szenen gedreht. Darüber hinaus gibt es ein kurzes Intro mit Horst Naumann, welcher für die deutsche Fassung verantwortlich war. Des Weiteren findet man ein tolles Audiokommentar von den Filmexperten Ingo Strecker und Robert Zion auf der Scheibe. Abgerundet wird das Set dann von zwei Trailern, einem Werberatschlag, dem Filmprogramm und einer Bildergalerie. Zudem gibt es noch ein Easter Egg zu finden.

Der Edition liegt darüber hinaus noch ein 12-seitiges Booklet, geschrieben von Ingo Strecker bei, welcher auf die Entstehung des Films eingeht und auch die deutsche Kinofassung thematisiert. Bereits vor Filmgenuss sollte man sich den Text durchlesen, um ein wenig mehr Hintergrundwissen mitzubringen und den Film eventuell mit einem anderen Auge zu sehen. Definitiv wieder eine schöne Sammlerauflage, wenngleich man über die Qualität des Films sicherlich streiten kann. Toller Job Anolis! Wir freuen uns auf #3 der Rache der Galerie des Grauens!
Thema: Kaiju Classics
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12.02.2016 15:52 Forum: Anolis Film Entertainment


Die Monster stapfen auch im neuen Jahr wieder fröhlich durch die Gegend und zerstören dabei die Häuser armer Menschen. Das Jahr ist noch nicht einmal einen Monat alt, da beschenkt uns Anolis Entertainment, schon mit dem nunmehr 12 Kaiju Classic und dabei handelt es sich um einen ganz besonderes Schmankerl. Frankensteins Höllenbrut, wie der sehr kreative deutsche Titel lautet, wird oftmals als einer der trashigsten Ableger der Godzilla Reihe betitelt. Aber stimmt das, oder versteckt sich hier eine wahre Perle an Kaiju Kost?

Aliens haben sich der Körper zweier Männer bemächtigt und planen nun mit Hilfe von Ghidorah und Gigan die Weltherrschaft an sich zu reißen. Bloß gut, dass Godzilla und Anguirus rechtzeitig gewarnt werden. Godzilla befiehlt Anguirus auf dem Festland nachzusehen, was dort vor sich geht und schnell wird klar, dass auch der König der Monster einschreiten muss. Gleichzeitig versuchen die Menschen die Machenschaften der bösen Aliens zu vereiteln. Alles gipfelt im brutalen Kampf der vier Monster. Let’s get ready to rumble!

Die Story ist zugegebenermaßen ein wahres Konglomerat an wilden Ideen. Da wären zum einen die Aliens, die eigentlich Schaben sind. Dann hätten wir den erfolglosen Zeichner, der urplötzlich zum Geheimagenten wird und sich die Rettung der Erde zur Aufgabe gemacht hat. Gleichzeitig darf Godzilla einen tollen Dialog mit Anguirus führen. Warum Monster miteinander reden müssen? Wer weiß das schon. In der japanischen Fassung tun sie dies lediglich in Form von Sprechblasen, in der englischen hingegen wurden diese Gespräche sogar noch synchronisiert. Was haben die Jungs denn da geraucht? Doch das war noch nicht das Schlimmste, kurz vor Schluss ertönt Godzillas Schrei, im erneuten Gespräch mit Anguirus und dabei hört sich der König der Monster so an, als hätte jemand auf einer Schallplatte seinen Schrei aufgezeichnet und ihn dann verfremdet. Was ist nur aus Godzilla geworden?

Dennoch ist Godzilla vs Gigan aka Frankensteins Höllenbrut ein sehr unterhaltsamer, abgedrehter Kaiju Film geworden. Er braucht zwar seine Zeit um in Fahrt zu kommen, doch wenn die Monster dann auftauchen geht es wild zur Sache. Leider muss man gleichzeitig auch erwähnen, dass einige der Szenen aus anderen Filmen recycelt wurden, was schon sehr schade ist. Im informativen Booklet der Anolis Edition erfährt man dazu allerdings die Hintergründe und wie so oft, war es das liebe Geld, was einen besseren Film verhinderte. Interessant ist auch das Auftreten des Films selbst, so weiß man eigentlich nie genau, auf welche Zielgruppe das Werk zugeschnitten ist. Da wären zum einen die Agentenszenen, die sehr verspielt und fast schon lächerlich wirken. Auf der anderen Seite gibt es besonders zum Schluss sehr brutale Kampfszenen zwischen Gigan, Godzilla und Anguirus, in welchen Godzilla und Anguirus sogar bluten. Auch dauern die Kämpfe sehr lange, was dem einen sicherlich gefallen wird, könnte für die anderen etwas zu langatmig sein.

Bei der Musik wurde fleißig recycelt und so bediente man sich an alten Tracks von Ifukube. Diese haben nichts von ihrem Charme und ihrer Kraft verloren, dennoch ist der Einsatz an manchen Stellen ein wenig unpassend. Die menschlichen Akteure geben ihr Bestes, die außergewöhnliche Story voran zu bringen. Die Aufnahmen der Miniatursoldaten sorgen beim geneigten Kaijufan für Freudentränen wie eh und je.

Fazit: Frankensteins Höllenbrut ist ein sehr trashiges Monsterspektakel geworden. Die Story ist reichlich wirr und absurd, die Monsterkämpfe sind klasse, wenngleich zum Teil nur recycelt und die Musik von Ifukube weiß auch nach all den Jahren immer noch zu gefallen. Für Kaijufans ein absolutes Muss!!

Zur Veröffentlichung: Anolis Entertainment spendiert einem weiteren Kaiju Klassiker eine bombastische Veröffentlichung! Die Bildqualität ist grandios, der Ton knallt und die Untertitel sind fehlerfrei. Gleichzeitig hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Fassungen in Form der japanischen ungeschnittenen Fassung , der deutschen Kinofassung und der 30 minütigen Super-8 Fassung. Doch das ist noch lang nicht alles. Neben den drei Filmversionen gibt es auch drei tolle Audiokommentare, allen voran der grandiose AK von Jörg Buttgereit, Alexander Iffländer und Bodo Traber. Die Monsterexperten wissen einfach wovon sie reden und es ist eine Freude ihnen bei philosophieren zuzuhören. Aber auch Thorsten Rosemann und Florian Bahr erfreuen mit tollen Informationen und interessanten Geschichten den Zuschauer, sodass ein mehrmaliger Genuss des Werks fast schon Pflicht ist. Darüber hinaus gibt es Trailer, Bildergalerien und einen Werberatschlag. Abgerundet wird das Paket von dem tollen Booklet aus der Feder von Ingo Strecker, das erneut mit lesenswerten Infos zur Entstehung des Films aufwarten kann. Absolut grandiose Veröffentlichung die Lust auf mehr macht. Und der nächste Titel steht mit King Kong – Dämonen aus dem Weltall schon in den Startlöchern. 2016 kann nur grandios werden! Danke Anolis!
Thema: DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK - Exklusive Vorbesteller Aktion inkl. Postkarten-Set
Logge1002

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21.12.2015 13:12 Forum: Wicked-Vision Media


Kurze Geschichten verpackt in einer Rahmenhandlung sind derzeit wieder schwer in Mode. Doch wer jetzt denkt, dass dies eine Erfindung der Neuzeit wäre, der täuscht sich. Bereits vor über 50 Jahren gab es erste Filme, die eben jene Idee umgesetzt haben. Eines dieser Werke bekam vor kurzem durch das Junge Filmlabel Wicked-Vision Media seine HD Premiere spendiert. Die Rede ist von „Die Todeskarten des Dr. Schreck“, doch kann der Film selbst nach 55 Jahre auch noch überzeugen?

Eine Zugfahrt ist bekanntlich lustig, doch diese 5 Reisenden hätten nicht erwartet, welch illustrer Gast sich zu ihnen ins Abteil gesellt. Der mysteriöse Mann zückt sogleich seine Karten und beginnt den anderen Mitfahrern ihre Zukunft voraus zu sagen. Doch die Schicksale, die sie erwarten sind grauenvoller, als jeder einzelne es erwartet hätte. Die Todeskarten haben gesprochen und Dr. Schreck ist der Bote des Todes!

Die Zugfahrt selbst stellt damit nur das Bindeglied zwischen 5 kurzweiligen Geschichten dar, welche in der kurzen Spieldauer von gerade einmal gut 90 Minuten verpackt werden. Dabei wird dem geneigten Horrorfan all das geboten, was im 1x1 des klassischen Horrorfilms zu finden ist. Werwölfe, mordende Killerpflanzen, Voodoogötter, eine Killerhand und Vampire. Die Laufzeit der einzelnen Episoden beträgt jeweils ca. 15-20 Minuten und man merkt auch, dass die Qualität der einzelnen Erzählungen sehr schwankt. Besonders die Story um den Werwolf ist dabei als positives Highlight zu nennen. Andere Geschichten, wie beispielsweise die Killerpflanze wirken nicht ganz so spritzig. Das ist sehr schade, aber auf Grund der kurzen Laufzeit kommt trotzdem keine Langeweile auf. Dennoch bemerkt man die Schwankungen in den Geschichten.

Schauspielerisch wird hier einiges abgefeuert. Allein Christopher Lee als skeptischer Kunstkritiker und Peter Cushing als kartenlegender Dr. Schreck wären es schon wert gewesen, sich diesen Film anzuschauen. Aber auch die restliche Cast weiß zu überzeugen. Darunter auch ein junger Donald Sutherland. Die Atmosphäre ist ein weiteres Highlight. Besonders die einzelnen Zwischenstücke im Zug wissen zu gefallen und das äußerst atmosphärische Ende ist ein weiterer Garant für Gänsehaut.

Fazit: Man merkt dem Film seine gut 50 Jahre alter stetig an, was keineswegs ein negativer Punkt sein muss. Man muss allerdings wissen, worauf man sich einlässt. Hier wird kein Effektfeuerwerk abgeliefert und auch das Erzähltempo ist stets behäbig und ruhig. Die Schwankungen innerhalb der einzelnen Geschichten sorgen dennoch für Abzüge in der B-Note, was die tollen Schauspieler aber geschickt zu kaschieren wissen. Zudem bekommt man tolle Setpieces, wie den Urwald, samt Voodooritual spendiert, oder ein altes Landhaus, inklusive tollem Keller, vorgesetzt. Kamera und Musik unterstreichen den angenehmen Oldschool Charme. Wer dafür offen ist, der wird seine wahre Freude mit „Die Todeskarten des Dr. Schreck“ haben.

Zur Veröffentlichung:
Wicked-Vision Media liefert mit „Die Todeskarten des Dr. Schreck“ ein superbe Bluray Veröffentlichung ab. Das Bild selbst wurde in 4K abgetastet und das merkt man dem Streifen auch wirklich an. Satte Farben, sowie ein scharfes Bild, lassen das Herz eines jeden Filmfans höher schlagen. Auch beim Ton bekommt man tolle Klänge geboten. Wahlweise in Deutsch oder Englisch kann man diesen Klassiker genießen. Beim deutschen Ton konnte man sogar die Kino- und Fernsehsynchro restaurieren. Zudem gibt es deutsche und englische Untertitel.

Doch das ist noch nicht alles, denn die Jungs und Mädels haben sich nicht lumpen lassen und spendieren dem Film gut 6 Stunden Bonusmaterial. Zwei tolle Audiokommentare sind dabei nur der Anfang. Zudem gibt es die originale Kinofassung des Films zu entdecken, welche separat neu abgetastet wurde. Vor dem eigentlichen Film kann man wahlweise eine sehr interessante Einleitung von Dr. Rolf Giesen, welcher auch bei einem der Audiokommentare zu hören ist, genießen. Des Weiteren gibt es eine Brandneue Dokumentation zum Film, von Regisseur Jake West. Verschiedene Anfangs- und Endsequenzen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden kann man auch bestaunen, sowie verschiedene Trailer. Selbst ablaufende Bildergalerien über Aushangfotos, Artworks, Presseinformationen, Filmprogramme, sowie dem Originaldrehbuch bilden den Abschluss dieses grandiosen Pakets. Für findige Fans gibt es außerdem noch Hidden Features zu entdecken, diese möchte ich aber nicht vorwegnehmen und jeder kann selbst sein Glück, beim Finden dieser Extras, versuchen.

Da der Film auch in zwei verschiedenen Mediabooks erschienen ist, sollte man auch kurz noch einige Worte zu dem Booklet verlieren. Wo man ansonsten oft nur ein paar Bilder, sowie einen Text vorgesetzt bekommt, da wartet Wicked-Vision Media mit einem ganz besonderen Schmankerl auf. Das gesamte Booklet ist in einer Art Steckbrief gestaltet und passt wie die Faust aufs Auge zu der Aufmachung des eigentlichen Films. Gespickt mit vielen Informationen zu den einzelnen Geschichten, sowie den Hauptdarstellern haut Wicked-Vision Media hier wahrlich eine grandiose Veröffentlichung raus. Man darf schon gespannt sein, was sich die Jungs und Mädels für das nächste Release ausdenken!
Thema: Scharf, schärfer, Hammer!
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07.12.2015 15:21 Forum: Anolis Film Entertainment


Meine Meinung zu den Bräuten:

Es gibt Filme, die gelten in Fankreisen als Meisterwerke. Natürlich ist dies auch bei den Hammerfilmen so. Als Dracula und seine Bräute von Anolis Entertainment in HD angekündigt wurde, drehten die Hammerenthusiasten durch, gilt doch gerade jenes Werk als Must-Have in der Reihe und als einer der Eckpfeiler in einer jeden Hammer Sammlung. Doch kann der Film auch ohne die Begeisterung und auf neutralem Boden überzeugen?

Die junge Lehrerin Marianne ist auf dem Weg in ein Mädcheninternat, in welchem Sie unterrichten soll. Der Weg führt sie durch Wälder und in ein altes Dorf. Doch als ihr Kutscher Hals über Kopf aus dem Dorf verschwindet, ist guter Rat teuer. Nur wenige Augenblicke später erhält sie von der geheimnisvollen Baroness Meinster das Angebot auf ihrem Schloss die Nacht zu verbringen und bald wird sie Zeuge, wie der Sohn der Baroness gefangen gehalten wird. Als gutes Mädchen entschließt sie sich zu helfen, doch damit beginnt das Grauen erneut, welches die Baroness für immer weggesperrt glaubte. Der Horror nimmt seinen Lauf und das Blut wird aus dem Halse der Jungfrauen fließen!

Was sofort ins Auge fällt ist die ungemein dichte Atmosphäre des Streifens. Die dunkle Landschaften, die tollen Kulissen und das Gefühl einer permanenten Bedrohung bringen den Zuschauer dazu, stets ein bedrohliches Gefühl zu verspüren. Jederzeit könnte etwas passieren und man weiß doch nie so recht, wovor man da eigentlich Angst hat. Der subtile Score tut dabei sein Übriges und rundet den Gesamteindruck ab.

In dem erneut tadellosen Booklet, was den Käufern der limitierten Mediabook Version vorbehalten bleibt, gehen die Schreiber besonders auf einen sehr interessanten Aspekt der Entstehung ein: Die Story. Diese wurde während der Produktion einige Male überarbeitet und umgeworfen und im Moment der ersten Sichtung fällt einem dies gar nicht weiter auf. Erst bei nochmaligen Genuss des Films, wird plötzlich deutlich wie wirr das ganze Geschehen von statten geht und welche teils großen Logiklöcher sich dabei auftun. Toll ist dabei gleichzeitig, dass es dem Film selber nicht zu schaden scheint. Die Fans lieben ihn und auch als Neuankömmling im Hammerbereich kann man nicht umhin, den Charme und die Qualitäten des Films zu entdecken. Rein sachlich betrachtet zählt Dracula und seine Bräute also keineswegs zu den Meilensteinen der Filmkunst, aber dennoch ist er ein absolut grandioser Hammerfilm geworden, was zweifelsohne auch an den tollen Schauspielern liegt. Allen voran Peter Cushing in der Rolle des Van Helsing dürfte für Fans von klassischen Horrorfilmen schon Grund genug sein, dieses Werk immer und immer wieder zu konsumieren. Aber auch die liebreizende Yvonne Monlaur, als Lehrerin Marianne oder Martita Hunt, als Baroness, bleiben einem in Erinnerung. Die Ausstrahlung des Antagonisten, verkörpert von David Peel, ist zudem ein weiterer Grund, der diesen Film so gelungen macht. Man merkt Peel an, dass er sich seine Sporen als Theaterdarsteller verdiente und kann nicht umhin, sein Präsenz zu spüren.

Abgerundet wird das Ganze noch von ein paar netten Effekten und einem fulminanten Ende, für welches Cushing selbst mitverantwortlich war. Wie bereits angesprochen sind auch die Kulissen eine wahre Augenweide und dank der tollen Cinematography von Jack Asher, wird all das auch noch toll verpackt!

Fazit: Dracula und seine Bräute gilt nicht zu Unrecht als eines der wahren Glanzstücke aus dem Hause Hammer. Die Story ist spannend und weiß über ihre Fehler hinwegzutäuschen. Die Schauspieler liefern wahrhaftig großes ab und die Atmosphäre ist so dick, dass man sie fast mit dem Messer zu schneiden vermag. Jeder der auch nur einen kleinen Platz für klassische Horrorfilme in seinem Herzen hat, muss diesen Film besitzen oder wenigstens einmal gesehen haben!

Zur Veröffentlichung: Anolis Film Entertainment spendiert dem Film erneut eine meisterliche Veröffentlichung. Man hat erneut die Wahl zwischen einem unlimitierten Keepcase, oder zwei verschiedenen Mediabook Edition, welche sich vom Cover unterschreiben, inhaltlich aber gleich sind. Die Bluray selbst wartet dabei mit einem gestochen scharfem HD Bild auf. Beim Ton hat man wieder die Wahl zwischen dem englischen Originalton, welcher solide abgemischt wurde, und der deutschen Synchro, welche einen sehr guten Klang besitzt. Wahlweise kann man deutsche Untertitel dazu schalten.

Bei den Extras hat sich Anolis, wie bereits gewohnt, nicht lumpen lassen und wartet mit einer Vielzahl von sehens- und hörenswertem Bonusmaterial auf. So findet man auf der Scheibe zum einen, einen sehr informativen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad, welche beide auch für das Booklet mit verantwortlich waren. Des Weiteren gibt es ein Interview mit der Darstellerin der Marianne, Yvonne Monlaur, aus dem Jahre 2004, zu entdecken. Ein 30-minütiges, sehr interessantes Making-Of, drei Trailer, die deutsche Titelsequenz, eine selbstablaufende Bildergalerie, eine Featurette über die Comic Adaption und der deutsche Werberatschlag sind auf der Scheibe zu finden. Den Abschluss bilden das deutsche und französische Filmprogramm zum Film.

Käufer der Mediabook Variante dürfen sich zudem über ein dickes, 36-seitiges Booklet aus den Federn von Dr. Rolf Giesen, Uwe Sommerlad und Uwe Huber freuen. In diesem wird, wie bereits erwähnt auf die mehrmals veränderte Story eingegangen und auch einige Hintergrundinformationen zum Film selber werden genauer beleuchtet. Alles in allem, lohnt sich auch hier wieder der Griff zur etwas teureren Ausfertigung, wenngleich diese erneut beim Label bereits ausverkauft ist, sodass Interessierte schnell sein sollten, um nicht allzu viel dafür zu bezahlen. Abschließend kann man sich mal wieder nur freuen, was für eine wunderschöne Veröffentlichung Anolis Entertainment diesem wahrhaftigen Klassiker spendiert hat. Große Klasse Anolis, bitte mehr davon!
Thema: [Neu auf Blu-ray] Der Mann mit den Röntgenaugen
Logge1002

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Der Mann mit den Röntgenaugen 06.11.2015 16:09 Forum: High Definition Medien (Blu-ray)




Alternativer Titel: Man with the X-Ray Eyes
Produktionsland: USA
Produktion: Roger Corman
Erscheinungsjahr: 1963
Regie: Roger Corman
Drehbuch: Robert Dillon
Kamera: Floyd Crosby
Schnitt: Anthony Carras
Spezialeffekte: John Howard
Musik: Les Baxter
Länge: ca. 79 Minuten
Freigabe: FSK 12
Darsteller: Ray Milland, Diana Van der Vlis, Harold J. Stone, John Hoyt, Don Rickles, Morris Ankrum, Lorrie Summers, Dick Miller, John Dierkes, Kathryn Hart, Jonathan Haze, Vicki Lee

Inhalt:

Prof. Xavier hat nur einen Wunsch, er will das menschliche Auge ans Maximum treiben. Nach dem ersten geglückten Versuch an einem Affen, der allerdings auf Grund der neuen Eindrücke glatt umgekommen ist, bleibt nur ein sinnvoller Schritt: Ein Versuch an Menschen. Da die Forschung aber niemanden gefährden will, beißt Xavier selbst in den sauren Apfel und lässt sich die Zaubertropfen verabreichen. Die Wirkung ist atemberaubend, doch leider hält sie nur kurz an. Er will mehr! Mehr von diesen neuen Eindrücken, doch dabei verfällt er immer mehr seiner Gier nach der absoluten Macht. Das Grauen nimmt seinen Lauf!

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=E-38qQBofak


Review:

Roger Corman, der Meister der filmischen Gimmicks, erschuf mit „Der Mann mit den Röntgenaugen“ einen außergewöhnlichen Film, im schicken 60er Jahre Sci-Fi Gewand. Anolis spendiert diesem Kleinod nun eine nagelneue HD Veröffentlichung, doch kann das Werk auch über 50 Jahre nach seiner Erstaufführung noch überzeugen oder sollte man stattdessen lieber sein eigenes Röntgenbild für 90 Minuten anstarren?

Prof. Xavier hat nur einen Wunsch, er will das menschliche Auge ans Maximum treiben. Nach dem ersten geglückten Versuch an einem Affen, der allerdings auf Grund der neuen Eindrücke glatt umgekommen ist, bleibt nur ein sinnvoller Schritt: Ein Versuch an Menschen. Da die Forschung aber niemanden gefährden will, beißt Xavier selbst in den sauren Apfel und lässt sich die Zaubertropfen verabreichen. Die Wirkung ist atemberaubend, doch leider hält sie nur kurz an. Er will mehr! Mehr von diesen neuen Eindrücken, doch dabei verfällt er immer mehr seiner Gier nach der absoluten Macht. Das Grauen nimmt seinen Lauf!

Die Story von „Der Mann mit den Röntgenaugen“ ist zunächst sehr spannend und faszinierend. Auch der Charakter Xavier selbst wird wunderbar dargestellt, doch leider verblasst diese anfängliche Euphorie und der Film verliert immer mehr an Fahrt. Mit fortschreitender Laufzeit wird zwar die Auswirkung der Augentropfen immer deutlicher und auch der Wahnsinn, dem Xavier erliegt, wird immer offensichtlicher, doch scheitert der Film daran, dem ganzen auch weiterhin spannende Akzente zu verleihen. Stattdessen verkommt Xavier ein wenig zu einem Opfer seines eigenen Machthungers. Das Ende hingegen punktet mit einem richtigen Schocker, der damals sicherlich für verstörte Zuschauer sorgen konnte.

Bei der Umsetzung wartet der Film mit einer tollen Spielerei auf. Man erlebt das Geschehen immer wieder durch die Sicht von Xavier selbst und dessen übermächtigen Augen. Selbst das innere eines Körpers bekommt man so zu Gesicht. Allerdings wird die Umsetzung zum Ende hin immer billiger. Vielleicht ein Indiz dafür, das Xavier immer mehr die Kontrolle über seine Macht verliert. Die Schauspieler selbst geben ihr Bestes, wenn man sich die Ära vor Augen hält, in welcher der Film entstanden ist. Ebenso verhält es sich bei der musiaklischen Untermalung, welche die damalige Zeit hervorragend einfängt.

Fazit: Der Mann mit den Röntgenaugen ist ein netter Sonntagnachmittag Film für Fans von 60er Jahre Sci-Fi Perlen. Das Gimmick mit den Röntgenaugen, hebt den Film wohlig von anderen Werken der Ära ab. Leider gelingt es dem Werk nicht, über die komplette Spielzeit zu fesseln. Alle die, die auf diese Art Filme stehen, sollten dem Film dennoch auf jeden Fall eine Chance geben!

Zur Veröffentlichung: Anolis Entertainment spendiert dem Film, nach seiner ursprünglichen DVD, Veröffentlichung aus dem Jahre 2013, nun eine nagelneue Blu-Ray, welche das Werk in grandiosem HD-Gewand zeigt. Die Bildqualität ist herausragend und auch der Ton weiß, wahlweise in der deutschen Synchronisation oder dem englischen Originalton, zu gefallen. Abschaltbare deutsche Untertitel sind auch mit an Board. Ansonsten bekommt man lediglich zwei Trailer, eine Bildgalerie und den Orion Werbeflyer spendiert. Allerdings bekommt man die Scheibe auch schon zu preisgünstigen 15,-€ im Shop seines Vertrauens. Limitiert ist das Ganze auf 1000 Stück.
Thema: Scharf, schärfer, Hammer!
Logge1002

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25.09.2015 12:32 Forum: Anolis Film Entertainment


Meine Meinung zum schwarzen Reptil:

Es ist mal wieder soweit. Es wird draußen düster, das Wetter schlägt so langsam um und es wird kälter. Genau der richtige Moment, um sich mit einem Hammer Film die Zeit zu vertreiben. Was passt da besser, als die neuste Auskopplung, der von Anolis Entertainment veröffentlichten, Hammer Reihe. Mit dieser Auskopplung, präsentieren die Jungs und Mädels von Anolis ein recht unbekanntes Werk der englischen Filmschmiede: Das Schwarze Reptil. Doch kann der Film überzeugen, oder ist es besser so, dass bisher nur die eingefleischten Fans davon gehört haben?

Cornwall. Ein junger Mann bekommt einen mysteriösen Brief. Den Anweisungen folgend, begibt er sich zu dem nahegelegenen Haus. Doch was er nicht weiß ist, dass sich dort das Grauen versteckt. Bei seiner Ankunft stellt er schnell fest, dass es keine gute Idee war, den Anweisungen zu folgen. In letzter Sekunde erreicht ihn ein Warnruf, doch es ist zu spät. Als sein Bruder das Haus des Toten erbt, merkt er schnell, das an dieser Gegend irgendwas komisch ist und schon bald lernt auch er den Besitzer des alten Nachbarhauses kennen. So beginnt eine unheimliche Reise, an deren Ende ein schauriges Geheimnis wartet.

Die Story wirkt zu Beginn sehr simpel und einfach gestrickt, doch je weiter der Film voran schreitet, desto mehr Facetten erschließen sich dem Zuschauer. Aus der anfänglichen Bedrohung durch die unbekannte Macht im Nachbarhaus, wird mit der Zeit ein wahrhaftiges Charakterdrama mit Horrorcharme. Das ist es auch, was diesen Film so ungemein spannend macht. Man will immer mehr von den Hintergründen erfahren und mit jeder Szene entdeckt man ein weiteres Puzzlestück.

Gleichzeitig kreiert das Werk eine ungemein dichte Atmosphäre, wie es ja Hammer typisch ist. Die alten englischen Landschaften, entführen den Zuschauer in eine längst vergessene Zeit. Die Charaktere sind verschroben und undurchsichtig. Wem kann man trauen? All das führt dazu, dass der Rezipient sich immer mehr in dem Film verliert und das auf eine äußerst angenehme Art und Weise. Allerdings darf man dabei nie vergessen, dass man hier kein Effektspektakel erwarten kann. Der Film profitiert viel mehr davon, dass man oft nicht weiß, was die Bedrohung nun eigentlich ausmacht. Stattdessen erwartet man gespannt darauf, dass jeden Moment etwas passieren muss, nur um dann weiter auf die Folter gespannt zu werden.

Bei Fans von anderen Hammer Werken, dürfte sich recht schnell ein wohliges Déjà-Vu Gefühl einschleichen. Das kommt daher, dass dieser Film, die gleichen Kulissen wie „Nächte des Grauens“ benutzt. Zur damaligen Zeit entschied sich Hammer, jeweils zwei Filme Back-to-back zu drehen, um so Produktionskosten zu sparen. Dennoch merkt man, dass beide Werke für sich gesehen funktionieren und man nie das Gefühl hat, dass hier Sachen recycelt worden sind.

Fazit: Das Schwarze Reptil, ist ein ungemein spannender und faszinierender Film geworden, der sich auf alte Tugenden der Hammer Werke besinnt und gleichzeitig eine wohlige Gruselatmosphäre erschafft. Sehr gute Schauspieler und das grandiose Finale sind es absolut wert, diesen Film auch in der heutigen Zeit zu entdecken. Ganz klare Empfehlung für Hammerfans und all diejenigen, die es werden wollen!

Zur Veröffentlichung: Anolis Entertainment spendiert diesem Kleinod erneut eine tolle Veröffentlichung. Wie bei den anderen Hammerwerken, hat man als Konsument die Wahl zwischen zwei Mediabooks und einer Keep-Case Bluray Amaray. Das Bild der Blu-Ray ist verdammt scharf und leistet sich absolut keine Aussetzer. Auch der Ton weiß, wahlweise in der deutschen Synchro, oder im englischen Originalton, zu gefallen. Die deutschen Untertitel erlauben sich keine Fehler und unterstützen den Genuss des englischen Originals.

Bei den Extras bekommt man Anolis Entertainment typisch, das perfekte Paket. Neben einem sehr informativen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen, welcher auch für das Mediabook mitverantwortlich war, sowie Volker Kronz, gibt es noch ein wunderbares Making of Featurette, welches in 30 Minuten einen tollen Einblick in die Entstehung des Films gibt. Abgerundet wird das Ganze von einem Kinotrailer, sowie zwei TV-Spots, einem Werberatschlag und einer Bildergalerie.

Doch das wahre Highlight ist erneut das Booklet, welches auf 32 Seiten einen grandiosen Einblick in die Entstehung dieses Werkes, sowie einige tolle Hintergrundinformation liefert. Geschrieben wurde das Ganze von den Hammerexperten Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad. Der geringe Aufpreis vom Keep-Case zum Mediabook wird allein durch diesen tollen Text rechtfertigt! So und nicht anders, müssen Klassiker präsentiert werden.
Thema: British Splatter Classics 03 – Turm der lebenden Leichen
Logge1002

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Review 06.07.2015 12:12 Forum: Anolis Film Entertainment


Das Grauen geht um auf einer kleinen Insel. Mysteriöse Geschehnisse ereignen sich und die ansässigen Bewohner trauen sich nicht, der Insel samt Leuchtturm zu nahe zu kommen. Doch das hält einige Jugendliche natürlich nicht davon ab, sich an eben jenem Ort die Zeit zu vertreiben. Aber ist es ratsam auf den Rat eines Unbekannten zu hören und auf eine komplett verlassene Insel zu gehen? Bald schon werden sie sich wünschen, niemals auf diese Idee gekommen zu sein. Und damit beginnt das Grauen im Teufels Turm.

Mit Turm der lebenden Leichen, ja dabei handelt es sich wirklich um den sehr unpassenden deutschen Titel zu Devils Tower, erschufen die Briten Anfang der 70er ein zunächst außerordentlich atmosphärisches Werk, welches nach einigen wenigen Minuten allerdings einem wahren Blutfest weichen musste. Bereits zu Beginn wirft der Film dem Zuschauer eine Leiche nach der anderen vor die Füße. Interessant an dieser Stelle ist, dass die Herangehensweise dabei sehr intelligent ist, denn wo man zunächst erwartet, dass der Film uns nun in 90 Minuten erzählt, wie es zu dem Tod der Jugendlichen kam, bekommt man stattdessen etwas gänzlich anderes vorgesetzt.

Als die Leichen der Toten auf der Insel gefunden wurden, stellt man fest, dass ein Mord mit einer alten Lanze erfolgte. Diese ist für ein Team von Archäologen und Schatzsucher eine Spur auf etwas viel Größeres. Also macht sich das Team auf, die Insel genauer zu erforschen. Hätten Sie nur geahnt, dass auch sie bald dem Grauen gegenüber stehen, welches schon die Jugendlichen erleiden mussten.

Gleichzeitig präsentiert das Werk dem Zuschauer immer wieder einige sehr abgedrehte Rückblicke des Mädchens, welche als Einzige überlebt,. Diese sind für damalige Zeit verdammt mutig geraten und wirken auch heute noch sehr außergewöhnlich und führen regelrecht zu einer Reizüberflutung beim Filmfan. Immer und immer wieder erleben wir so den Tod ihrer Freunde mit, wodurch natürlich auch der Blutzoll deutlich nach oben getrieben wird, wenngleich man nicht unweigerlich mehr Tote zu Gesicht bekommt. Daher ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass der Film bis heute bei uns keinen leichten Stand hat und immer noch indiziert ist.

Musikalisch bekommt man einen netten Score geboten, der mit bedrohlich wirkenden Akzenten die unheimliche Stimmung in den passenden Momenten gut unterstützt. Allgemein kann man sagen, dass die Atmosphäre sehr gut geraten ist und sich auch heute noch sehen lassen kann. Die Akteure geben ihr Bestes, wenngleich einer den fatalen Fehler begeht und einmal direkt in die Kamera schaut, was dann schon wieder eher witzig wirkt, aber so eigentlich nicht passieren sollte. Die Charaktere an sich sind erfreulich vielseitig gestaltet worden, obwohl man auf die üblichen Stereotypen zurückgreift. Dennoch wissen die Verbindungen unter den einzelnen Figuren zu gefallen und zu überzeugen. Die bereits beschriebene Story kann auf ganzer Linie punkten und weiß auch über 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung noch zu begeistern. Ein wahres Kleinod an interessanten britischen Horror.

Warum sich der deutsche Verleih diesen sinnbefreiten deutschen Titel ausgedacht hat, kann man nur ahnen. Vor dem Film bietet die neue Veröffentlichung von Anolis ein sehr interessantes Intro von Marcus Stiglegger, welcher auch auf eben jene Prämisse eingeht und diese erklärt. Man sollte aber definitiv nicht mit der Erwartung an den Film gehen, einen waschechten Zombiefilm sehen zu werden. Denn das würde dem Film an sich auch keinesfalls gerecht werden.

Fazit: Turm der lebenden Leichen ist ein wahrer Geheimtipp. Mit einem hervorragenden Anfang, der einen förmlich in das Geschehen zieht, wird eine dichte Atmosphäre aufgebaut, die auch heute noch begeistern kann. Gepaart mit den interessanten Charakteren und den guten Effekten kann man dieses Werk nur allen Fans von Oldschool Horror wärmstens ans Herz legen!

Zur Veröffentlichung: Anolis Entertainment spendiert diesem Kleinod an britischem Splatterfilm eine wunderschöne Veröffentlichung. Das Set enthält den ungekürzten Film sowohl auf DVD, als auch auf BD. Die Bluray bietet dabei ein hervorragendes Bild, welches zwar mit einigen Schwächen wie Rissen zu kämpfen hat, aber ansonsten ein tadellos und gestochen scharf daher kommt. Der englische Originalton ist klar und sauber abgemischt. Für Fans der deutschen Synchro gibt es die Wahl zwischen dem Ton der deutschen Erstaufführung, welcher etwas verrauscht daher kommt und dem deutschen Re-Release, welcher etwas besser klingt. Zudem kann man auf deutsche Untertitel zurückgreifen.

Schon vor Filmbeginn kann man das erste Bonusmaterial in Form einer Einleitung vom Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger bewundern. Dieser erzählt ein wenig über die Hintergründe des Films und dessen Stärken. Zudem spricht er auch über den idiotischen deutschen Verleihtitel. Darüber hinaus gibt es ein 58 minütiges Featurette mit dem Titel „Die Rückkehr des Robin Askwith“ auf der Scheibe zu finden, welches man sich unbedingt mal zur Gemüte führen sollte, da es viele interessante Infos zu bieten hat. Abgerundet wird das Bonusmaterial von einigen Trailern, der deutschen und Französischen Titelsequenz, zwei Werberatschlägen und einer Bildergalerie. Das 28-seitige Booklet von Ingo Stecker ist dann das Tüpfelchen auf dem i und rundet das Paket hervorragend ab. Tolle Veröffentlichung für einen sehr interessanten und tollen Film aus England. Absolute Empfehlung!
Thema: Scharf, schärfer, Hammer!
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Review: Frankensteins Ungeheuer 03.06.2015 16:07 Forum: Anolis Film Entertainment


Frankenstein, nein nicht das Monster, wie man es früher oft gehört, sondern der verrückte Professor, welcher für die Erschaffung eben jenen Ungetüms verantwortlich war, zählt neben Dracula sicherlich zu dem Aushängeschild des Horror Genres. Wer in Verbindung mit Frankenstein gleichzeitig auch noch an Hammer denkt, dem dürfte ein Name sofort einfallen: Peter Cushing. Ganze 6 Mal schlüpfte er in die Rolle von Victor Frankenstein und sorgte bei den Zuschauer für Jubelstürme. Auch im hier vorliegenden Film „Frankensteins Ungeheuer“ zeigte Cushing wie herrlich exzentrisch ein Baron Frankenstein sein muss. Doch kann der Film auch 51 Jahre nach seiner Premiere noch überzeugen, oder ergeht es ihm wie so vielen Hammerfilmen, welche für heutigen Zuschauer, mit ihren langsamen Erzählstil, nicht mehr ganz den Zahn der Zeit treffen?

Nachdem er seine letzte Heimat verlassen musste, bleibt Baron Frankenstein nichts anderes übrig, als zurück zu dem Ort zu gehen, den er eigentlich nur vergessen wollte: Karlstadt. Nach seinen ungeheuerlichen Forschungen und der Erschaffung des Ungeheuers wurde er verstoßen und er schwor sich Karlstadt für immer den Rücken zu kehren. Doch nun gibt es keinen anderen Ausweg mehr. Bald schon stößt er auf das Monster, von dem er glaubte es sei Tod und der Horror von Frankenstein beginnt von neuem!

„Frankensteins Ungeheuer“ macht eine Sache von Anfang an absolut richtig, er erzählt nämlich eine ungemein fesselnde Geschichte. Dem Film gelingt es einen tief in die Story zu ziehen, handelt es sich hierbei doch eigentlich um einen kompletten Reboot der Serie. Selbst für Leute, die keinen der vorherigen Frankenstein Filme von Hammer gesehen haben, verstehen alles und können dem Verlauf folgen. Was dem Werk zudem zu Gute kommt ist, dass nicht einmal 90 Minuten sowohl die Vorgeschichte von Frankenstein erzählt wird, als auch die eigentliche Handlung. Langeweile sucht man vergebens und wo viele der älteren Hammer Filme durch ihre langsame, fast schon behäbige Erzählstruktur, die Horrorfans von heute abschrecken, da weiß Frankensteins Ungeheuer auch heute noch zu gefallen.

Peter Cushing als Baron Frankenstein spielt sich wahrhaftig die Seele aus dem Leib. Im Booklet des Mediabooks erfährt man sogar, dass Cushing darauf bestand, seine Dialoge nach eigenem Ermessen abzuändern und somit Frankenstein wirkliches Leben einzuhauchen. Das niemand etwas dagegen hatte, war verständlich immerhin war Cushing bereits einige Male zuvor in die Rolle des Wissenschaftlers geschlüpft und das merkt man auch. Die restliche Cast bleibt da eher blass und das ist auch nicht weiter schlimm, denn im Prinzip will man in einem Film um Frankenstein und sein Monster, auch nur eben jenen „Helden“ sehen. Lediglich Peter Woodthorpe in der Rolle des Zoltan muss noch genannt werden, denn dieser agiert als Gegenspieler zu dem exzentrischen, aber doch liebenswerten Frankenstein. Seine Machtbesessenheit wird mit jeder Minute deutlicher und zieht den Zuschauer immer weiter in seinen Bann.

Die Maske vom Monster wirkt passend, wenngleich man auch schon deutlich besseres gesehen hat. Der Maskenbildern musste 200 Skizzen anfertigen, von denen lediglich 1 einzige den Produzenten zusagte. Mehr dazu erfährt man erneut im Booklet des Mediabooks. Musikalisch hält der Film sich sehr bedeckt, was allerdings nicht negativ ist, sondern die Atmosphäre und das Charakterspiel noch mehr verstärkt. Zudem wurde viel Wert darauf gelegt, eine glaubhafte Welt zu erschaffen und das merkt man auch. Besonders das Labor von Frankenstein weiß zu gefallen und kommt außerordentlich hochwertig daher.

Fazit: Frankensteins Ungeheuer ist ein Hammerfilm, den man unbedingt einmal sehen sollte. Kurzweilig, unterhaltsam und mit einem tollen Cushing als Baron Frankenstein. Die spannende Geschichte sorgt dafür, dass man von Beginn vor dem Fernseher klebt und erst beim Abspann wieder davon los kommt. Eine absolute Empfehlung für Fans von Hammer und Co.

Zur Veröffentlichung: Anolis Entertainment spendiert dem Film zwei Mediabooks, sowie eine einfache Bluray Amaray. Die Bildqualität erlaubt sich keinerlei Aussetzer und weiß, bis auf eine kurze Szene auf ganzer Linie zu überzeugen. Es ist immer wieder erstaunlich wie gut ein 50 Jahre alter Film noch aussehen kann. Beim Ton bekommt man erneut die Wahl zwischen der deutschen Synchro, sowie dem englischen Originalton, samt deutscher Untertitel. Auch hier gibt es nichts zu meckern.

Beim Bonusmaterial macht Anolis erneut die Fans glücklich. Neben einem tollen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Volker Kronz, welches viele interessante Einblicke über den Film zu bieten hat, findet man ein fast 30 minütiges Making-Of zum Film auf der blauen Scheibe. Das 40-minütiges Interview zwischen Uwe Sommerlad und Caron Gardner, welche im Film die bildhübsche Frau vom Bürgermeister verkörpert, ist ein weiteres Highlight, welches man unbedingt anschauen sollte. Darüber hinaus hat Anolis zusätzliche Szenen der amerikanischen TV-Fassung als Bonus mit auf die Scheibe gepackt. Diese liege allerdings nur in einer schlechteren Qualität vor. Abgerundet wird das Bonusmaterial von dem US-Trailer, dem deutschen und amerikanischen Werberatschlag, zwei Bildergalerie und eine kurzes Featurette über die Karriere von Caron Gardner.

Abschließend muss noch ein Wort über das Booklet des Mediabooks verloren werden. Erneut beweisen Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad, dass sie die Richtigen sind, wenn es um Hammer geht. Auf 28 Seiten wird man mit einer Fülle an Informationen verwöhnt, welche man sich durchaus auch vor dem erstmaligen Filmgenuss zu Gemüte führen kann und sollte. Besonders die Einblicke welche von der Entstehung der Geschichte erlangt, sind für Fans von Frankenstein sehr lohnenswert. Wie gewohnt, bekommt man von Anolis die perfekte Veröffentlichung für diesen sehr guten Hammerbeitrag spendiert. Unbedingt zuschlagen!
Thema: Scharf, schärfer, Hammer!
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Review zu Nächte des Grauens 12.05.2015 15:09 Forum: Anolis Film Entertainment


Zombies, die lebenden Toten, welche aus dem Grabe auferstehen und nach Hirnen gieren. Egal ob Meteoriten, Chemikalien oder Voodoo, die Entstehungsgeschichte der Wesen wechselt von Film zu Film und jedes Mal auf neue freuen wir uns, wenn wir wieder die schlurfenden, modernden Leichen der Vorfahren sehen, wie sie die Lebenden quälen. Ganz ähnlich sieht es auch bei „Nächte des Grauen“ (aka Im Bann des Voodoo Priesters) aus. Diesmal durch ein Voodoo Ritual zum Leben erweckt und dank Anolis Entertainment in gestochen scharfem Full HD präsentiert. Doch kann der Film auch heute noch überzeugen? Oder hat der Zahn der (Zombie)zeit an ihm genagt?

Das Grauen geht um in einem kleinen Dörfchen Cornwalls. Der Arzt ist ratlos, die Bewohner sterben und es gibt keinen ersichtlichen Grund. Aus lauter Verzweiflung wendet er sich an seinen Mentor Sir James Forbes, welcher sofort, in Begleitung seiner Tochter Sylvia, anreist. Schnell stellt sich heraus, wie schlimm die Lage ist. Nur eine unerlaubte Exhumierung des jüngsten Toten kann Aufschluss geben, doch auch dieser Versuch bleibt erfolglos. Bald schon verschwindet die Frau des Arztes und das Grauen nimmt seinen Lauf!

Die Story über die mysteriösen Toten weiß zu Beginn zu gefallen und zieht einen unvermittelt in den Bann. Der Film beginnt mit einem Blutritual und passenden Trommelklängen. Leider war es das dann auch für lange Zeit mit der Voodoo Thematik. Hammer nimmt sich danach viel Zeit um seine Charaktere zu etablieren und dem Zuschauer vorzustellen. Dadurch verliert das Werk allerdings auch viel von seiner Faszination und der anfängliche Sog ebbt ab. Alles plätschert eher vor sich hin, ohne wirklich etwas zu vermitteln. Die beiden Ärzte versuchen die mysteriösen Todesumstände der Dorfbewohner zu ergründen und erst nach gut der Hälfte kommt ein wenig Licht in das Dunkel.

Besonders gut gefällt John Carson in der Rolle des Squire Clive Hamilton. Nach außen hin ist er der nette Lehnsherr der sich um seine Mitmenschen kümmert, doch tief in seinem Inneren will er nur eins, nämlich billige Sklaven. Wo wir auch schon bei der oftmals im Zusammenhang mit dem Film erwähnten Skalventhematik wären. Die Zombies stehen hier stellvertretend für die billigen Arbeitskräfte ohne eigenen Willen, nur leider wird dieser Punkt erst am sehr interessanten Ende wirklich angeschnitten. Hier wäre noch etwas mehr drin gewesen. Aber auch die Darbietung von André Morell sollte man nicht vergessen. In der Rolle des Arztes Sir James Forbes stellt er sowas wie den Haltepunkt des Zuschauers dar. Sein Schauspiel zieht einen in den Bann und man nimmt ihm die Rolle ohne zu fragen ab.

Leider halten sich auch die Zombies selbst eher zurück und man bekommt sie nur sporadisch zu Gesicht. Ein wahres Highlight ist die Alptraumsequenz, in welchem man das Können von Special FX Meister Roy Ashton zu Gesicht bekommt. Die Zombies sind sehr klassisch und zudem schön fies umgesetzt worden. In dem Booklet, welches den Käufern der Mediabooks vorliegt, wird sogar erklärt, wie das Zombie Make Up entstanden ist. Hammer untypisch, verhält sich der Film eher zurückhaltend, was das Blut angeht. Die Zombies dürfen auch nicht fröhlich morden, sondern werden eher, wie bereits angesprochen, als Arbeitskräfte missbraucht. Hier hätte man sich doch etwas mehr erhofft und eine etwas düstere Umsetzung gewünscht. Lediglich in der Traumszene bekommt man für einige wenige Sekunden das zu Gesicht, worauf man sich die ganze Zeit gefreut hat.

Bei der Atmosphäre hingegen kann Hammer wieder punkten. Die Aufnahmen bei Nacht, wenn die zwei Ärzte sich an den Gräbern zu schaffen machen, erzeugen eine unheilvolle Szenerie, die Hammer-typisch zeigt, wofür die Engländer bekannt sind. Der bereits erwähnte Anfang, legt da sogar noch eine Schippe drauf und man fühlt sich, als wäre man wirklich in Haiti und würde einem echten Voodoo Ritual beiwohnen. Auch die musikalische Untermalung weiß zu gefallen und unterstützt die Atmosphäre.

Fazit: Was bleibt am Ende von „Nächte des Grauens“ übrig? Eine interessante Geschichte, mit toller Voodoo Thematik, die durch ihre langsame Erzählweise und die extreme langwierige Charakterzeichnung für heutige Filmfans eher enttäuschend daher kommen dürfte. Es fällt schwer eine Empfehlung auszusprechen, da die Leute, welche den Film bereits kennen eh wissen worauf sie sich einlassen, alle anderen müssen selbst entscheiden, ob sie auf die etwas behäbige Gangart einlassen können.

Zur Veröffentlichung: Anolis Entertainment hat anlässlich des Bluray Releases keine Kosten und Mühen gescheut und spendiert dem Film sowohl zwei Mediabooks, als auch eine Single Amaray. Das Bild der Bluray weiß sofort zu gefallen und leistet sich während der gesamten Laufzeit keinerlei Aussetzer. Anolis beweist was man aus einem 50 Jahre alten Film alles herausholen kann. Hut ab! Beim Ton kann man sich zwischen dem englischen Originalton und der deutschen Synchronisation entscheiden. Beide klingen sehr gut, wenngleich der englische Ton ein leichtes Rauschen besitzt. Zudem kann man deutsche Untertitel hinzuschalten.

Bei den Extras sticht sofort das, erneut wunderbare, Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerland ins Auge, bzw. viel mehr in die Ohren. Auch die 35 minutige Doku „Raising the Dead“ kann man jedem Fan nur ans Herz legen. Darüber hinaus bietet die Bluray ein Interview mit James Bernard, welcher für den Score zuständig war. Doch Anolis typisch war das noch lange nicht alles und so findet man auf der Scheibe noch eine Super 8 Fassung des Films, die internationale Titelsequenz, eine selbstablaufende Comic Adaption des Films, welche 18 Minuten dauert. Abgerundet wird das Bonusprogramm von diversen Trailern des Films, dem Werberatschlag, das Filmprogramm zum Film, sowie eine Bildergalerie und das Presseheft.

Zum Abschluss muss man noch das 32 seitige Booklet erwähnen. Hier werden einem wieder allerlei nützliche Hintergrund Infos zum Film und dessen Entstehungsgeschichte präsentiert. Auch die enthaltene Sklaventhematik wird angesprochen. Zudem erfährt man, wie bereits erwähnt, was es mit dem Zombie Make Up auf sich hat. Unterhaltend kommen dann die Auszüge aus damaligen Reviews dazu, welche dem Film Geschmacklosigkeit auf Grund seines Themas vorwerfen. So und nicht anders sollte eine hervorragende Klassiker Veröffentlichung aussehen. Und der nächste Film der Reihe, in Form von „Frankensteins Ungeheuer“ steht ja schon in den Startlöchern. Man darf gespannt sein. Definitiv eine weitere tolle Veröffentlichung, wenngleich der Film an sich, sicherlich nicht jedem zusagen wird!
Thema: Kaiju Classics
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Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer Review 31.03.2015 13:40 Forum: Anolis Film Entertainment


1954 begann der Siegeszug der großen grünen Echse, die man auf der ganzen Welt kennt. Die Rede ist natürlich von Godzilla, dem Ungetüm aus Fernost. Nach 6 Vorgängern, welche bis auf Godzilla raids again (Godzilla kehrt zurück), alle unter der Regie von Ishiro Honda entstanden, durfte nun ein Neuling auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Doch gemeinhin gelten eben jene Filme aus der Feder von Jun Fukuda als die schwächsten der Reihe. Wie verhält es sich aber beim 1966 erschienenen Godzilla vs Ebirah, aka Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer. Versteckt sich hier vielleicht doch ein Kleinod an Kaiju Kost?

Ryôta ist der festen Überzeugung, dass sein Bruder Yata noch am Leben ist. Nach einem mysteriösen Unfall scheint die gesamte Mannschaft seines Schiffes verschollen zu sein, doch ein Medium versichert, dass Yata noch lebt. Kurzerhand klaut Ryôta ein Boot und macht sich, zusammen mit drei weiteren Passagieren auf, seinen Bruder zu finden. Nachdem auch sie Schiffbruch erleiden mussten wachen sie auf einer einsamen Insel auf. Diese beherbergt die fiesen Schergen des „Roten Bambus“, welche Übles im Schilde führen. Als dann plötzlich noch einigen Sklaven „angeliefert“ werden wird der Truppe klar, dass sie helfen müssen. Doch plötzlich kommt alles anders und sie benötigen die Hilfe des Königs aller Monster: Godzilla. Der Kampf beginnt und nichts wird ihn aufhalten!

Was musste Godzilla schon alles überstehen? King Kong, Ghidorah, Außerirdische, alles was man sich eben denken kann. Da kommt Godzilla vs Ebirah dann fast schon „normal“ daher. Und während der ersten Hälfte lässt sich das Monstrum auch überhaupt nicht blicken. Umso erstaunlicher ist, dass es Fukuda dabei gelingt, keinerlei Langeweile aufkommen zu lassen. Die Geschichte rund um das verlorene Schiff, sowie die Fieslinge vom „roten Bambus“ wissen zu unterhalten, wenngleich man eher das Gefühl hat, einen Abenteuerfilm zu schauen, anstatt eines waschechten Kaijus.

Ganz 60s like bekommt man gleich zu Beginn, ein wunderbar trashige Tanzszene zu Gesicht, die als wahres Abziehbild eben jener Zeit gesehen werden kann. Anschließend geht es auf die hohe See, wo es stürmt, wunderschön altbackenen Blitze durch die Gegend zucken und Gefahr in der Luft liegt. Auf der Insel dann, wenn der Trupp sich formiert hat und zum Gegenangriff bläst, kann ein jeder zeigen, was er drauf hat. Besonders der mysteriöse Einbrecher Yoshimura punktet mit seinen Fertigkeiten und hilft das eine oder andere Mal allen aus der Patsche.

Doch obwohl wir hier einen Godzilla Film vor uns haben, steht zunächst das titelgebende Monster Ebirah im Mittelpunkt des Geschehens. Das Kostüm ist dabei äußerst gelungen und weiß vor allem durch die riesigen Zangen, welche immer unheilverkündend aus dem Wasser ragen, zu überzeugen. Da Fukuda wenig Geld zur Verfügung hatte, wie das tolle Booklet verrät, musste er bei Godzilla und Mothra auf ältere Anzüge zurückgreifen. Doch wirklich schädlich ist das nicht, da die Monster eben schon einiges durchmachen mussten und dementsprechend mitgenommen aussehen dürfen. Nur die lange Wartezeit könnte einigen etwas übel aufstoßen. Erst nach 50 Minuten erwacht der gute, alte König der Monster zum Leben. Doch davor bekommt man immerhin Ebirah einige Mal zu Gesicht. Mothra hingegen schläft entspannt auf der benachbarten Insel und wartet bis kurz vor Schluss darauf aufzustehen. Dann darf er sich aber auch noch kurz mit Godzilla balgen.

Das Hauptaugenmerk bei den Kämpfen liegt aber bei dem Aufeinandertreffen zwischen Godzilla und Ebirah. Die erste Begegnung fällt dabei zugegebenermaßen sehr ungewöhnlich aus. Wo man einen Kampf um Leben und Tod erwartet, bekommt man stattdessen eine Partie Ball geboten, in welchem Godzilla sogar seinen Kopf einsetzen muss. Was das für einen Sinn haben soll? Das frage ich mich auch, aber ganz genauso wie der fliegende Godzilla 5 Jahre später, hat man sich eben einfach mal was einfallen lassen. Die zweite Begegnung wartet dann aber mit einen richtigen Kaiju Fight auf, welcher sogar erstmalig nach dem Original aus dem Jahre 1954, wieder einige wunderschöne Wasseraufnahmen zu bieten hat. Natürlich kann es hierbei nur einen Gewinner geben!

Was man definitiv nicht vergessen darf ist der, wie es Ingo Strecker im Booklet so schön formuliert, Surfersound, welcher das Geschehen untermalt. Diesmal zeichnet sich nicht Ifukube für die musikalische Begleitung des Spektakels verantwortlich, sondern Masaru Satô, welcher danach noch einige weitere Godzillafilme vertonen durfte. Passend zur Szenerie der einsamen Insel und dem Meeresungeheuer, passt auch der Score sehr gut ins Gesamtkonzept, wenngleich man die typischen Klänge von Ifukube doch vermisst. Dafür bekommt man aber erneut ein Zeitzeugnis spendiert, was unter diesem Aspekt auch heute noch funktioniert.

Fazit: Godzilla vs Ebirah bietet eine charmante, kurzweilige Story, welche keinerlei Langeweile aufkommen lässt. Zwar muss man 50 Minuten warten, bis Godzilla endlich in Aktion tritt, aber dafür entschädigt die Geschichte, rund um Sklavenhandel, Terroristen und Atombomben alle Male. Der kultige Surferscore und die tollen Unterwasseraufnahmen tun ihr Übriges, um aus diesem Werk, ein weiteres Schmankerl für Godzilla Fans zu machen.

Zur Veröffentlichung: Lange mussten die Fans auf eine würdige Veröffentlichung warten und dank Anolis Entertainment ist das Warten nun endlich zu Ende! Auf der ersten Scheibe bekommt man die japanische Originalfassung mit tollem Bild und wunderschön gemischtem Sound präsentiert. Dabei hat man die Wahl zwischen der deutschen Synchronisation und dem japanischen Originalton, inkl. tadelloser dt. Untertitel. Auf der zweiten DVD kann man die deutsche Kinofassung, samt Intro in Deutsch bestaunen. Ein weiteres Highlight dürfte der faszinierende Audiokommentar von Jörg Buttgereit sein, den man unbedingt gesehen/gehört haben sollte. Abgerundet wird das Paket von einer japanischen Super-8 Fassung des Films, zwei Trailern, einem Werberatschlag, sowie einer Bildergalerie.

Das Sahnehäubchen findet man im inneren der Veröffentlichung. Das Booklet von Ingo Strecker kommt extrem informativ und außerordentlich interessant daher. So erfährt man hier beispielsweise, dass der Film ursprünglich King Kong anstelle von Godzilla in der Hauptrolle zeigen sollte. Es ist definitiv nicht die falsche Entscheidung vor dem Genuss erstmal den Text zu studieren, um den Film so vielleicht noch ein wenig mehr zu schätzen und würdigen. Erneut ganze Arbeit Anolis, weiter so!
Thema: Kaiju Classics
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Review zum fliegenden Godzilla 10.02.2015 11:34 Forum: Anolis Film Entertainment


Nach 2 Jahren der Abstinenz, kehrte das japanische Filmmonster #1 1971 wieder zurück. Nach dem, von Fans als durchwachsen bis mies angesehenen, Vorgänger Godzilla Attack all Monsters, suchte man sich für den anstehenden Kaijuhit ein damals sehr aktuelles Thema aus: Die Umweltverschmutzung. Denn in Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonsters, mal wieder ein sehr kreativer deutscher Titel, muss Godzilla die Materialisierung der verschmutzten Umwelt in Form von Hedorah bekämpfen. Aber auch dieser Film gilt unter Godzilla Fans als zweischneidiges Schwert. Gibt es vielleicht dennoch hinter dem verschrienen Werk eine kleine Kaijuperle zu entdecken, oder sollte man diesen Ausflug von Godzilla lieber unter den verschmutzten Teppich kehren?

Das Wasser ist verschmutzt, die Kamine stoßen giftiges Gas aus und die Umwelt leidet. „Gebt Sie uns zurück“, singt eine junge Frau. Doch die Umwelt wehrt sich auf ihre ganze eigene Art und so entsteht ein wahrhaftig böses Wesen: Hedorah (dt. Name Hydrox). Dieses verpestet die Luft mit giftigen Gasen und macht den Menschen das Leben zur Hölle. Nur einer kann jetzt noch helfen: Godzilla. Doch auch er stößt schnell an seine Grenzen und das Ende der Menschheit scheint besiegelt. Wird es dem König der Monster gelingen, diesen Widersacher zu besiegen?

Um eines direkt festzuhalten, ja dieser Godzilla Film ist anders und ja es gibt genug Gründe diesen Film als schwarzes Schaf (neben Godzilla Attack all Monsters) zu bezeichnen. Aber dennoch kann man unter diesen ganzen Änderungen einen sehr netten Kaijufilm entdecken. Godzilla selbst erscheint beispielsweise bereits nach 11 Minuten auf der Bildfläche. Das Verhalten von Godzilla ist diesmal als sehr „ausdrucksstark“ zu bezeichnen. So wedelt er, beispielsweise dauernd mit seinen Händen und auch sonst hat er einige Gesten im Gepäck, welche sicherlich dazu da sein sollen um ihn für das junge Publikum „cooler“ erscheinen zu lassen. Bei dem kleinen Ken klappt das auf jeden Fall, immerhin imitiert er ihn in regelmäßigen Abständen. Angesichts der Tatsache, dass dies ohnehin die Zeit war, in der Godzilla eher als Freund der Menschen dargestellt, und nicht mehr als Personifizierung der Zerstörung angesehen wurde, macht dieses Verhalten durchaus Sinn.

Auch die musikalische Untermalung wurde diesmal geändert. Diesmal war nicht Ifukube für den Score verantwortlich, sondern Riichirô Manabe komponierte die einzelnen Tracks. Manabe durfte übrigens 2 Jahre später bei Godzilla vs Megalon (King Kong – Dämonen aus dem Weltall) erneut die Musik kreieren. Die klassischen Godzilla Tracks muss man hier auf Grund des neuen Komponisten leider vergeblich suchen. Stattdessen wird Godzillas Auftritt immer von einem sehr verschlafenden, ja fast schon berauschten Track untermalt. Das passt natürlich gut zur damaligen Zeit, voller freier Liebe und Co. aber zu Godzilla passt das leider nicht so ganz. Der sehr poppige Introtrack hingegen weiß zu gefallen und passt sehr gut zu dem sehr flashigen Bildern, mit welchem dieser unterstützt wird. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären. Denn Godzilla vs Hedorah hat einige sehr abgefahrene Bilder zu bieten. Besonders die abgefahrenen Disco-Szenen und die merkwürdigen Party auf dem Mt. Fuji muss man einfach gesehen haben, um sie mit einem Godzillafilm in Verbindung bringen zu können.

Bei den Effekten hält sich das Werk leider etwas bedeckt. Abgesehen von ein paar interessanten Effekten in Zusammenhang mit Elektrizität und Godzillas Multifunktionsatem, mehr dazu später, bietet der Film nämlich recht wenige Effektszenen. Es werden kaum Gebäude zerstört und auch so bekommt man, was richtige Kaijukost angeht, recht wenig geliefert. Dafür sieht man in diesem Werk allerdings einige Skelette und Leichen, wodurch der Film in der damaligen Zeit sicherlich einiges an Schockwirkung zu bieten hatte. Auch jetzt noch wirkt das Ganze ein wenig unpassend und besonders auf Grund der freundlichen Auslegung von Godzilla himself eher befremdlich.

Das wahre Highlight und der Grund warum man diesen Film einfach gesehen haben muss ist eine Szene, welche relativ spät im Verlauf des Films gezeigt wird. Denn Godzilla muss in dieser berühmt-berüchtigten Szene Hedorah verfolgen, also wird kurzerhand der Feueratem als Antrieb benutzt und Godzilla hebt ab. Ja tatsächlich, in diesem Film sieht man, wie Godzilla fliegt. Nachdem der Produzent damals im Krankenhaus war und sein Beauftragter dazu sein OK gab, wurde der Film mit ebenjener Szene in die Kinos gebracht. Als Mr. Tanaka den Film später das erste Mal sah, war er entsetzt und mit ihm sicherlich viele Fans auf der ganzen Welt. Dennoch passt diese Szene irgendwie ganz gut in den ohnehin sehr eigenwilligen Film und so stellt diese, den Höhepunkt in dem abgefahrensten Godzilla Film aller Zeiten dar.

Fazit: Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster aka. Godzilla vs. Hedorah ist sicherlich ein sehr eigenwilliger Godzilla Film geworden, der nicht ganz zu Unrecht bei vielen Fans verschrien ist und definitiv nicht zu den Highlights der Reihe zählt. Für Fans von Godzilla natürlich Pflicht auch wenn der Film ganz anders ist, als die anderen Werke rund um den König der Monster. Als Quereinstieg auf jeden Fall gänzlich ungeeignet. Von dem her: Schauen auf eigene Gefahr, denn man wird den fliegenden Godzilla niemals mehr vergessen können!

Zur Veröffentlichung: Anolis spendiert diesem Werk mal wieder die Ultra Deluxe Behandlung. Auf gleich zwei DVDs bekommt man hier Unmengen an Bonusmaterial, sowie die japanische Originalfassung als Hauptfilm präsentiert. Die japanische Originalfassung weist dabei ein grandioses Bild auf und kann zudem mit tollem Sound punkten. Die Untertitel sind ohne Fehler und sogar der Intro-Song wird hervorragend übersetzt. Auch die deutsche Synchro weiß zu gefallen. Die zweite Fassung, welche es zu entdecken gilt, ist die deutsche Kinofassung, diese schwächelt zwar bei dem deutschen Intro weißt ansonsten aber dieselbe gute Bildqualität, wie die japanische Fassung auf.

Beim Bonusmaterial scheint Anolis wieder keine Kosten und Mühen gescheut zu haben, denn sage und schreibe 3 Audiokommentar bieten die beiden Discs und diese laden definitiv zum mehrmaligen Sehen ein. Auch das 11-minütige Interview mit Regisseur Banno überzeugt, wenn gleich dieses in schriftlicher Form bereits in dem Buch „Japan – Die Monsterinsel“ von Jörg Buttgereit zu lesen war. Ein weiteres Highlight dürfte die deutsche Super-8 Fassung sein, welche zwar eine recht miese Bildqualität, dafür aber den Film in gerade einmal 36 Minuten zeigt. Darüber hinaus gibt es dann noch Trailer, Bildergalerien und einen Werberatschlag zu entdecken.

Das 20-seitige Booklet von Ingo Strecker bietet einige interessante Hintergrund Infos über die Entstehung des Films und die Verbindung zur damaligen Zeit. Besonders interessant ist dabei auch die Geschichte über Banno und wieso es für ihn leider der einzige Godzilla Film geblieben ist. An sich also wieder mal eine perfekte Veröffentlichung aus dem Hause Anolis, die zeigt wie man Klassiker präsentieren sollte, wenn gleich der Film selbst sicherlich Geschmackssache bleiben wird. Doch die Zukunft für die Kaiju Classics Reihe sieht bereits rosig aus, denn Anolis hat einige wirkliche Klassiker im Gepäck, sodass man sich definitiv auf das Jahr 2015 freuen kann.
Thema: Scharf, schärfer, Hammer!
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Review Comtesse des Grauens 13.01.2015 15:29 Forum: Anolis Film Entertainment


Wer bei dem Ursprung der Vampire direkt an den bösen Grafen Vlad epe denkt, der sollte sich vielleicht noch ein wenig mehr mit dem Mythos beschäftigen. Denn es gab für den Roman Dracula noch eine ganz andere Inspiration. Wir schreiben das Jahr 1560 und genau dort wurde nicht der blutrünstige Graf geboren, sondern eine mindestens genauso brutale Frau: Lady Elisabeth Báthory (verh. Nádasdy). Ihre Taten sind legendär und so war es kein Wunder, dass auch die englischen Hammerstudios auf ihre Geschichte aufmerksam wurden. 1971 entstand dann der Film über eben jene blutrünstige Gräfin: „Comtesse des Grauens“. Dank Anolis Entertainment kann man dieses Werk nun auch in glanzvollem HD bewundern, doch kann der Film auch 43 Jahre nach seiner Uraufführung noch überzeugen?

Das Leben hat Elisabeth Nádasdy gezeichnet. Ihr Gesicht strahlt nicht mehr die jugendliche Schönheit wie früher aus, doch dafür scheint es eine einfache Lösung zu geben: Das Blut von Jungfrauen. Durch ein Missgeschick, entdeckt die Gräfin die heilende Kraft des roten Lebenssaftes und bald ist sie wieder so hübsch wie in jungen Jahren, doch dafür bezahlt sie einen hohen Preis!

Comtesse des Grauens ist kein reiner Horrorfilm und wenn man sich das Booklet des Mediabooks durchliest wird schnell klar woran das liegt. Ursprünglich war der Film nämlich als Geschichtsdrama geplant, doch die Leute von Hammer wollten die gewohnte Kost abliefern und so fügte Regisseur Peter Sasdy im Nachhinein einige Elemente hinzu. Ob der Film nun davon profitiert oder nicht sei mal dahingestellt, denn wirkliche Horroratmosphäre stellt sich nicht ein. Während den kompletten 90 Minuten wirkt das Werk vielmehr wie ein waschechtes Liebesdrama, mit historischem Hintergrund. Wer also einen gewohnten Hammerstreifen erwartet dürfte enttäuscht werden. 1971 kam der Film bei den Fans eher schlecht weg, wurde dafür aber, wie kaum ein anderer Hammerfilm, von den Kritikern gelobt.

Doch vielleicht ist es genau dieser Mix, welcher „Comtesse des Grauens“ von der breiten Masse an Hammerfilmen abhebt. Das und sicherlich Ingrid Pitt, welche in ihrer Rolle als Lady Bathory einfach nur unglaublich ist. Leider wurde Pitt sogar im englischen Originalton nachsynchronisiert, was auch immer sich Sasdy dabei gedacht hat. Selbst Pitt wusste nichts davon, wie man im Booklet nachlesen kann. Aber auch die anderen Schauspieler können in ihren Rollen überzeugen, wenngleich man Sandor Elés eine gewisse Lustlosigkeit attestieren muss. Das macht Nigel Green in der Rolle des Dobi allerdings wieder wett. Green strahlt eine unglaubliche Präsenz aus und leider wird dieser Charakter viel zu wenig beleuchtet.

Die wunderschönen Sets aus dem Film „Königin für tausend Tage“, welche Hammer benutzen durfte, heben den Film zusätzlich noch ein paar Stufen nach oben. Die Musik hingegen gibt sich dezent und bleibt stets im Hintergrund, wodurch die historische Atmosphäre weiter unterstrichen wird. Vielleicht wäre dies eine Möglichkeit gewesen, den gewünschten Horroraspekt zusätzlich zu integrieren. Hier hätte man sicherlich noch etwas mehr raus holen können.

Fazit: Was bleibt also abschließend zu „Comtess des Grauens“ zu sagen. In gut 90 Minuten bekommt man viel mehr ein Geschichtsdrama, als einen Horrorfilm vorgesetzt. Wenn man sich die Taten der Lady Bathory vor Augen führt, dann bieten diese allerdings viel mehr Horror, als so mancher Roman. Hier wäre von Seiten Hammer sicherlich noch einiges mehr drin gewesen. Wer allerdings ein Drama erwartet, welches einige minimale Schockmomente zu bieten hat, der dürfte hier einen sehr guten Film entdecken können. Sicherlich nicht für jedermann, aber dennoch einen Blick wert.

Zur Veröffentlichung: Auch hier spendiert Anolis Entertainment dem Film gleich zwei Ausführungen. Zum einen eine Bluray im Keep Case, sowie die Sammlerauflage im Mediabook inkl. Booklet. Die Bluray selbst weißt ein sehr gutes Bild auf, welches allerdings in einigen Aufnahmen Qualitätsschwankungen zeigt. Besonders beim Intro, sowie kurz vor Schluß fallen diese auf. Der Ton ist sowohl im englischen Original, als auch in der deutschen Synchro sehr gut abgemischt worden, wenngleich im englischen Originalton ein leichtes Rauschen wahrnehmbar ist.

Bei den Extras lässt sich Anolis erneut nicht lumpen und bombardiert den Filmfan mit zahlreichen informativen Hintergrundinformationen und tollem Bonusmaterial. Besonders die beiden Audiokommentare, eines auf Deutsch von Dr. Rolf Giesen und Anolis Mitarbeiter Ivo Scheloske, sowie eines auf Englisch, gesprochen von Ingrid Pitt, Stephen Jones und Kim Newman. Bei dem englischen AK stehen zudem deutsche Untertitel zur Verfügung. Zwei Trailer, einer davon der original Doublefeature Trailer, mit welchem der Film ursprünglich in den USA beworben wurde, zwei Interviews mit Regisseur Sasdy und Pitt herself, sowie die deutsche Titelsequenz sind auf der Scheibe zu finden. Abgerundet wird das Bonusmaterial der Scheibe mit dem deutschen Werberatschlag, dem amerikanische Pressbook, einem Hammer Christmas Folder, sowie einem Rankfolder und einer Bildergalerie.

Das Booklet, welches sowohl von Dr. Rolf Giesen, als auch von Uwe Sommerlad beigesteuert wurde, wartet mit einer Vielzahl an sehr informativen Hintergrundinformationen auf. Es lohnt sich dabei, das Booklet bereits vor dem Filmgenuss zu konsumieren, um einige Aspekte des Films besser einschätzen zu können, wie beispielsweise die Intention den Film als Geschichtsdrama aufzubauen. Der geringe Aufpreis lohnt sich also erneut und Anolis zeigt, wie eine würdige Klassikerveröffentlichung auszusehen hat!
Thema: MORITURIS - UNCUT - Ab Mitte September 2014 im Mediabook
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10.12.2014 11:49 Forum: Anolis Film Entertainment


Italien, das Land der Pasta und der blutigen Filme. Zumindest war das in den 80ern so. Klassiker wie „Ein Zombie hing am Glockenseil“, „Woodoo“ oder „Suspiria“ entstanden dort, doch in letzter Zeit hörte man wenig von den italienischen Virtuosen. 2013 dann, sorgte ein Film für Aufsehen: Morituris. Mit dem Special-FX Künstler Sergio Stilvaletti (Dance of the Demons 2, Phenomena, Dellamorte Dellamore) an Bord lief den Gorehounds schon das Wasser im Munde zusammen. In Italien wurde er sogar direkt indiziert, was die Vorfreude nur noch mehr steigerte. Ende 2014 bekommt nun der deutschsprachige Fan endlich die Chance den Film ungeschnitten zu sehen, nachdem für die FSK Freigabe über 18 Minuten geschnitten werden mussten. Hat sich das Warten gelohnt?

Ein paar Jungs wollen mit ein paar Mädels zu einem Rave fahren. Die drei Jungs wirken zwar nicht besonders vertrauenserweckend, doch die Frauen stören sich nicht weiter daran und wollen nur ihren Spaß. Doch sehr schnell merken Sie, dass die Jungs Böses im Schilde führen, aber da ist es bereits zu spät. Im Wald angekommen sind es allerdings nicht nur die Männer, vor denen Sie Angst haben sollten, denn etwas viel böseres wartet dort auf die Eindringlinge.

Die Story ist an sich so dünn wie ein Blatt Papier und passt wahrscheinlich auch komplett darauf. Doch das ist bei weitem noch nicht das Schlimmste womit man sich bei diesem Film herum ärgern muss. Was viel schlimmer wiegt, als eine nicht vorhandene Story, ist etwas gänzlich anderes. Was hier fehlt ist Licht. So einfach sich das vielleicht anhören mag, so gravierend ist es im Film. Zu so gut wie keiner Minute hat man das Gefühl, dass man alles sehen kann. In jeder Szene sitzt man mit zusammengepressten Augen vor dem Schirm und fragt sich, was da gerade vor sich geht. Es ist ein Trauerspiel und man will den Filmemachern einfach ein bisschen Geld für ein paar Glühbirnen geben. Hier wäre so viel mehr drin gewesen, wenn die Beleuchtung gepasst hätte.

Aber gut gehen wir erstmal zurück zum Anfang. Der Film braucht unglaublich lang um überhaupt einmal ins Rollen zu kommen. Wenn es dann soweit ist, dann sieht man sowieso absolut nichts. Klar werden die beiden Damen von den Männern nicht gerade zimperlich behandelt, doch leider zieht sich auch das wie Kaugummi. Wenn es dann daran geht den Blutzoll zu bezahlen, ja dann bekommt der Gorehound nur ganz wenige und zudem sehr kurze Effektshots zu Gesicht. Nichts was man wirklich feiern kann. Angesichts der Prämisse das Stilvaletti seine Finger im Spiel hatte, ist dies umso enttäuschender.

Die Schauspieler machen ihre Sache ganz ordentlich, wobei besonders die männlichen Akteure mit der Zeit nur noch auf die Nerven gehen. Die beiden Damen können in ihrer Rolle überzeugen, auch wenn das den Film an sich nicht retten kann. Die Musik bleibt leider genau so wenig wie der restliche Film in Erinnerung.

Fazit: Leider kann man über Morituris nicht wirklich viel Gutes sagen. Hätte man sich bei der Beleuchtung etwas mehr Mühe gegeben, dann hätte es sicherlich einiges gerettet, so gehen aber fast alle Szenen in der Dunkelheit unter. Morituris ist wohl wirklich nur für hartgesottene Fans, und das ist nicht auf die Effekte bezogen, einen Versuch wert, aber selbst die sollten nicht zu viel erwarten.

Zur Veröffentlichung: Das noch ganz junge Label Cinestrange Austria hat dem Film nun, in Zusammenarbeit mit Anolis, dem Film gewidmet. In gleich 3 Mediabook Ausführungen kann man ihn nun endlich auch ungeschnitten sehen. Dem MB liegen, wie für diese Verpackung üblich, sowohl eine DVD, als auch eine Blu-Ray bei. Die BD hat ein sehr gutes, wenn auch viel zu dunkles Bild, was aber an dem Film an sich liegt. Tontechnisch gibt es nichts zu meckern, sowohl der O-Ton, als auch die deutsche Synchro können überzeugen.

Bei den Extras dürfte sicherlich der Kurzfilm „Versipellis“ das Highlight darstellen. Sehr interessant und blutig in Szene gesetzt, könnte dieser vielleicht sogar besser als der Hauptfilm sein. Desweiteren finden sich ein 21-minütiges Making-of, sowie ein Trailer, ein Musikvideo, eine Behind the Scenes, als auch eine normale Bildergalerie auf den Scheiben. Vom Label Cinestrange Austria bekommt man eine 9-minütige Trailershow gezeigt, welche leider keine Wahlmöglichkeit zwischen den einzelnen Trailern, besitzt.

Das 24-seitige Booklet von Nando Rohner weiß zu gefallen und beleuchtet die Intentionen des Regisseurs sehr gut und hätte er diese dann auch in die Tat umgesetzt, dann wäre der Film sicherlich deutlich besser geworden. Auch das Interview mit Désirée Giorgetti weiß zu gefallen und beschert sehr viele Einblicke in deren Rolle und die damit verbundene Vorbereitung. Leider gibt es im Booklet eine Seite, die zumindest in meinem Exemplar, etwas unscharf gedruckt wurde. Ansonsten gibt es daran aber nichts zu meckern. Die Veröffentlichung an sich ist sehr schön geworden, nur leider sorgt der Hauptfilm nicht für Jubelstürme.
Thema: Scharf, schärfer, Hammer!
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17.11.2014 14:18 Forum: Anolis Film Entertainment


Meine Meinung zu Hände voller Blut:

Jack the Ripper, wer kennt diesen Namen nicht. Ein Mörder der bis heute noch ein wahres Mysterium darstellt. Natürlich passt dieser äußerst brutal agierende Unhold hervorragend in das Repertoire von Hammer. Doch anstatt dem Ripper selbst einen Film zu widmen, entschied man sich 1971 für eine gänzlich andere Herangehensweise. Mit „Hände voller Blut“ sorgte nicht der böse Unbekannte für Angst und Schrecken, sondern seine Tochter. Dank Anolis Entertainment kann man diesen Hammerfilm nun auch in HD bewundern, doch kann er auch mehr als 40 Jahre nach seiner Uraufführung noch überzeugen?

Die dreijährige Anna muss mit ansehen wie ihre Mutter vom Ripper brutal umgebracht wird. Doch als wäre das noch nicht genüg für das arme Kind, küsst er sie auch noch und lässt sie verstört zurück. 15 Jahre später lebt Anna nun bei dem Medium Mrs. Golding. Mit Hilfe von Anna gibt sie vor, mit den Toten zu reden, um den ahnungslosen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch schon bald liegt das Medium erstochen in Annas und das Grauen geht erneut um und die Leute glauben, dass Jack wieder da ist. Das blutige Treiben in London nimmt erneut seinen Lauf.

Hammer gelingt es mit „Hände voller Blut“, eine recht spannende und psychologisch ansprechende Geschichte zu erzählen. Ohne zu viel zu spoilern wird sehr schnell klar, dass Anna die Morde begeht und man fragt sich bis zu letzt, ob Anna wirklich vom Geiste des Rippers besessen ist oder vielleicht einfach nur psychisch gestört ist. Dabei bleibt eben diese Frage bis zum Schluss ungeklärt und das fulminate Ende in St. Pauls Cathedral lässt einen geschockt zurück. Natürlich immer unter dem Aspekt, dass man es hier mit einem 43 Jahre alten Film zu tun hat. Dementsprechend agiert das Werk oftmals sehr langsam. Um den Spannungsbogen etwas höher zu halten, wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, den Mörder länger im Dunkeln zu halten und eben nicht nach wenigen Minuten zu zeigen, wer die blutigen Taten begeht.

Das ist dann aber auch schon eines der größten Mankos, wenn man es so bezeichnen will. Es ist eben schwer in der heutigen Zeit mit einer solchen Erzählweise noch etwas anfangen zu können. Fans von alten Hammerwerken, dürfte das allerdings absolut nicht stören. Es war eben eine andere Zeit und immerhin wurden die Filme von Hammer genau dadurch berühmt. Die Schauspieler geben auf jeden Fall ihr bestes und besonders Eric Porter, als Dr. Pritchard weiß zu gefallen. Angharad Rees als, vom Ripper besessene, Anna gefällt und spielt das verwirrte Mädchen hervorragend.

Atmosphärisch kommt das London des späten 19 Jahrhunderts sehr schön rüber. Die Nutten in den Straßen sind fies und lassen keine Konkurrenz zu. Der von Freud überzeugte Dr. Pritchard gibt sich zunächst als Vaterfigur aus, führt aber gänzlich anderes im Schilde. Die Straßen sind dreckig und die Kulisse ist Hammertypisch sehr gut gestaltet. Genau so und nicht anders stellt man sich diese Zeit vor. Die Musik ist erfreulich dezent und die Effekte sind auch für heutige Verhältnisse noch sehr gut. Darüber hinaus sind sie verdammt blutig geworden und man muss sich doch wundern, dass Hammer nicht mehr Probleme mit der Veröffentlichung bekommen hat. Eben jene expliziten Effekten haben sogar die Maskenbildner an ihre Grenzen gebracht, wie man im Booklet nachlesen kann.

Fazit: Hände voller Blut ist ein äußerst spannender, wenn auch sehr langsam erzählter Hammerfilm, der zwar recht schnell offenlegt, wer für die blutigen Morde verantwortlich ist, aber einen bis zum Ende mitreißt und verdammt gut unterhält. Besonders die derben grafischen Morde werden Hammerfans sicherlich sehr gut gefallen. Wer die ruhige Erzählstruktur dieser Filme mag, darf auf jeden Fall einen Blick riskieren. Filmfans von modernen Horrorschockern sollten es sich zweimal überlegen, ob sie damit etwas anfangen können.

Zur Veröffentlichung: Wie von Anolis Entertainment nicht anders gewohnt, erscheint auch Hände voller Blut wieder in zwei sehr schicken Mediabook Varianten, sowie in einer schlichten Amaray, welche natürlich ohne Booklet daher kommt. Das Bild der Bluray ist sehr schön geworden, wenngleich es in einigen Nahaufnahmen vermehrt zu einem etwas verrauschten Bild neigt, was allerdings in Anbetracht des Alters nicht allzu negativ auffällt. Alle anderen Szenen können aber durch ihre hervorragende Schärfe punkten und wissen zu gefallen. Der Ton ist sehr gut geworden, sowohl der englische Original Track, als auch die deutsche Synchro können überzeugen und die deutschen Untertitel kommen ohne einen einzigen Fehler aus.

Beim Bonus gibt es Anolis typisch das Rundumsorglospaket. Gleich zwei sehr interessante und lohnenswerte Audiokommentare gibt es zu entdecken, die zum dreimaligen Schauen einladen. Des Weiteren findet sich die Dokumentation „The devil's bloody Playground“ auf der Scheibe, welche man sich unbedingt anschauen sollte. Zudem gibt es ein 10 Minütiges Interview mit dem Regisseur Peter Sadsy, einen Clip über die amerikanische Fassung, einige Trailer, einen Werberatschlag, eine Bildergalerie, sowie das Presseheft. Natürlich kommt auch „Hände voller Blut“ mit einem sehr lesenswerten und informativen Booklet daher. Sowohl Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad geben einen sehr schönen Einblick in die Hintergründe des Films und die verschiedenen Verfilmungen der Ripper Thematik. Anolis beweist erneut, dass sie die richtigen sind, wenn es um die Veröffentlichung alter Hammerfilme geht. Man darf sich auch schon auf die nächste Auskopplung freuen, wobei es sich um Comtesse des Grauens handeln wird. Dieser wurde, genau wie Hände voller Blut, auch von Peter Sadsy gedreht. Man darf also gespannt sein, was darüberhinaus noch auf uns wartet.
Thema: 13 Eerie - UNCUT - Ab 29. August 2014 im Mediabook
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22.09.2014 10:07 Forum: Anolis Film Entertainment


Wer an Anolis Entertainment denkt, der denkt an Hammer und Universal Klassiker, doch dass die Jungs auch ganz anders können haben sie mit ihrem Händchen für neuere Filme bewiesen. 13 Eerie ist genau so ein Film. Vor gut einem Jahr erschien dieser bereits in den Kaufhäusern der Wahl, leider nur geschnitten. Nun hat Anolis dem Film gleich zwei Mediabooks spendiert und das natürlich komplett ungeschnitten. Doch kann der Film mehr, als nur durch blutige Effekte zu überzeugen?

Auf einer kleinen Insel sollen ein paar Forscher ihre letzte Prüfung hinter sich bringen. Wo früher einmal ein Gefängnis stand, liegen jetzt nur noch Leichen. Genau an diesen sollen die Forscher Untersuchungen vornehmen. Doch schnell stellt sich raus, dass hier irgendetwas nicht ganz richtig sein kann. Irgendein Stoff scheint etwas mit den Toten gemacht zu haben. Als plötzlich einer der Forscher eine unbekannte Leiche entdeckt, beginnt das Grauen seinen Lauf zu nehmen und schon bald werden die Untersuchungen nicht mehr von, sondern an den Forschern unternommen. Das Büffet ist eröffnet!!

Die Geschichte von 13 Eerie dürfte sicherlich keinen Blumentopf gewinnen, aber muss es das überhaupt? An sich geht es hier nur darum in gut 20 Minuten irgendeinen Grund für das Auftauchen der Monster zu schaffen und danach kräftig die Sau raus zu lassen und das ist es dann auch schon was man über den Film wissen muss. Was allerdings gesagt werden sollte ist, dass der Film einen besonderen Charme versprüht, bei welchem man unweigerlich an die rohen 80er zurück denken muss, in denen man noch echte handgemachte Effekte zu Gesicht bekam und wo die Geschichte auch nicht immer das Glanzstück des Ganzen war.

Bei den Charakteren erwartet einen ein ähnliches Bild. Von nervig bis supercool ist alles dabei, aber im Prinzip weiß man von vorne herein, dass die meisten davon früher oder später eh das zeitliche segnen und somit ist dies dann auch verkraftbar. Die Musik hält sich merkwürdigerweise sehr zurück und prescht nie mit fetzigen Beats nach vorne. Hier hätte man sich deutlich mehr gewünscht, besonders in den ersten 20 Minuten, welche doch ein wenig zäh und unnötig wirken. Lediglich der eine oder andere Sound, der wie aus dem 1x1 des Horrorfilms wirkt, fällt einem auf und erweckt erneut dieses wohlige Oldschool-Feeling.

Aber kommen wir endlich zu dem wichtigsten Punkt des gesamten Films, die Effekte! Hier wird wirklich alles richtig gemacht. Wenn man das erste Viertel überstanden hat, dann wird gesplattert, dass es eine wahre Pracht ist. Und die Szenen an sich wirken teilweise wie Hommagen an alte Splatterklassiker. Zum einen gibt es da die Baumszene, welche eine frappierende Ähnlichkeit zu Sam Raimis Teufelstanz aufweist. Wenngleich hier die arme Frau deutlich weniger leiden muss. Ein weiteres Glanzstück zitiert dann den dritten Teil von Romeros Zombiereihe, Day of the Dead. Ganz ähnlich Sgt. Rhodes wird einer der Forscher hier auch als Snackbar für die Zombies verwendet. Natürlich schön schmierig und blutig. Horrorherz, was willst du da denn noch mehr?

Fazit: 13 Eerie ist ein netter kleiner Splatterfilm, die wie aus einer längst vergessenen Zeit wirkt. Eine Story die keinen interessiert und lächerliche Charaktere, die keiner wirklich mag oder ernst nehmen kann. Dafür bekommt allerdings Splattereffekte vom Feinsten. Wer einen gemütlichen Abend mit ein paar Bier und ein paar Kumpels plant, der dürfte mit 13Eerie genau das richtige filmische Beiwerk gefunden haben. Wirklich anspruchsvoll ist das Ganze also nicht, aber braucht man das immer?

Zur Veröffentlichung: Nach gut einem Jahr gibt es nun also endlich die ungeschnittene Fassung von 13 Eerie. Dafür haben sich Anolis nicht lumpen lassen und dem Film gleich zwei Mediabooks spendiert. Neben der DVD, enthält diese auch eine Bluray, welche mit sattem Bild und einem sehr guten Klang punkten kann. Auch die deutsche Synchro weiß zu gefallen und steht somit dem gepflegten Filmabend nicht im Weg. Auch das Bonusmaterial kann überzeugen, denn hier gibt es neben einem Audiokommentar vom Regisseur und Producer auch noch ein sehr interessantes Making Of zu bewundern. Doch wer Anolis kennt, der weiß, dass sie sich besonders bei den Extras immer wieder was einfallen lassen. So gibt es zudem noch ein Storyboard zum Film, sowie eine Behind the Scenes Bildergalerie zu entdecken. Dazu noch die üblichen Verdächtigen, wie Trailer, auf deutsch und englisch, sowie eine selbstablaufende Bildergalerie.

Ein wahres Highlight ist dann allerdings der 15 minütige Kurzfilm „Doomed“ von Regisseur Lowell Dean, in welchem man sein Faible für Zombies förmlich hören und sehen kann. Gekonnt gemixt mit ein paar sehr sozialkritischen Einfällen. Auf jeden Fall ein kurzweiliger Spaß den man sich als Zombiefan unbedingt anschauen sollte. Das Booklet von Nando Rohner gibt einem einen sehr schönen Rundumblick über den Film, die Crew und die Cast. Hier hätte man sich vielleicht noch ein wenig mehr Infos über den Regisseur und den Film selber gewünscht, vielleicht ein Interview oder dergleichen, aber das ist schon meckern auf hohem Niveau. Definitiv wieder eine sehr gute Veröffentlichung aus dem Hause Anolis.
Thema: Scharf, schärfer, Hammer!
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01.09.2014 17:54 Forum: Anolis Film Entertainment


Wer an das britische Hammer Studio denkt, der verbindet damit Filme über Vampire, Monster und Mumien, aber das ist noch nicht alles, was das Studio im Horrorbereich hervorbrachte. Denn neben den ganzen großen Namen, gibt es auch noch ein etwas unbekannteres Monster im Repertoire der englischen Horrormeister: Den Werwolf. Ein Wesen, halb Mensch, halb Tier, welches bei Vollmond umgeht und unter den Menschen Angst und Schrecken verbreitet. Dank Anolis nun auch in wunderschönem HD, aber kann der Film auch mehr als 50 Jahre nach seiner Premiere noch überzeugen?

Eines Abends begibt sich ein armer Bettler zu der Burg des jungen Marquis Siniestro. Dort angekommen, wird er zunächst von diesem auf unmenschliche Art und Weise verspottet und anschließend eingesperrt. Über die Jahre verwandelt sich der Bettler immer mehr in ein unmenschliches Biest und als eines Tages die junge, stumme Kerkerdienerin den Zorn des Marquis auf sich zieht, wird auch sie in den Kerker zu der Bestie gesperrt. Vergewaltigt von eben jenem , nimmt sie Rache am Marquis und verlässt darauf hin die Burg. Einige Zeit später wird sie vom Arzt Alfredo gefunden und gerettet. Doch die grauenvolle Begegnung mit dem Bettler hat ihre Spuren hinterlassen, denn die junge Frau ist schwanger und gebärt am 25 Dezember den jungen Leon. Die Mutter stirbt und irgendetwas scheint mit dem Jungen nicht zu stimmen. Bald schon häufen sich merkwürdige Vorkommnisse und als die ersten Schafe tot aufgefunden werden, beginnt das Grauen bei der Bevölkerung zu steigen. Ein Monster geht um und niemand ist mehr sicher!!

Die Geschichte von Der Fluch von Siniestro oder Curse of the Werewolf, wie der Film im Original heißt, nimmt sich zunächst sehr, sehr viel Zeit um in Fahrt zu kommen. Erst nach gut der Hälfte bekommt man den eigentlichen Hauptdarsteller Oliver Reed zu Gesicht. Doch das ist gar nicht so schlimm, denn die Vorgeschichte zeigt sich als sehr interessant und außergewöhnlich. Man bekommt es mit einem äußerst fiesen Marquis zu tun, der die Menschen quält, nur damit er selber Spaß hat. Auch die Jugend von Leon weiß zu gefallen und zeigt die Probleme, welche seine „Gabe“ mit sich bringen. Hammer typisch ist das ganze wunderschön stimmig gestaltet worden und zieht einen in eine märchenhafte Szenerie, die auch in der zweiten Hälfte erhalten bleibt.

Wenn man sich einmal das wirklich gelungene Booklet der aktuellen Anolis Veröffentlichung durchliest, wird sehr schnell klar, wie problematisch der Dreh und die Entstehung des Filmes waren. Nicht zuletzt auf Grund der BBFC, der britischen Kontrollstelle für Filme, welche Hammer ohnehin nicht gut gesonnen war. Aber hier wurde wirklich fast jede Idee beanstandet und das vielleicht auch mit Recht, denn was ursprünglich geplant war, würde wohl auch in der heutigen Zeit noch für Aufsehen und Protest sorgen. Die Vergewaltigung, welche in der finalen Fassung lediglich angedeutet wird, sollte ursprünglich nicht nur komplett gezeigt, sondern auch noch mit einem voyeuristischen Hintergrund präsentiert werden. Auch einige weitere kontroversen Szenen haben es leider nicht in den finalen Film geschafft. Dennoch leidet der Film eigentlich nur unter einer Schwäche und das ist die recht langsame Erzählstruktur.

Besonders in der zweiten Hälfte, in welcher man sich wünschen würde, den Werwolf mehrfach bei seinem unheilvollen Treiben begleiten zu dürfen, wird bis auf ein paar wenige Ausnahmen, mehr Wert auf die Liebesgeschichte zwischen Leon und Christina gelegt, anstatt auf das Monster selbst. Das ist schade und dürfte mit ein Grund sein, warum der Film nie den Stellenwert von Dracula, Frankenstein und Co. erreichen konnte. Das Ende hingegen weiß auf ganzer Linie zu gefallen, immerhin bekommt man hier eine fast Frankenstein anmutende Verfolgungsjagd, mit Fackeln und einem wütenden Mob zu sehen. Eben ganz Hammer typisch, allerdings dennoch immer wieder unterhaltsam.

Die Musik und die Effekte sind dennoch wundervoll umgesetzt worden und bieten Grund zum staunen. Besonders der Mord an dem Schäfer, als Leon das Monster in sich entfesselt, sorgt regelrecht für einen kalten Schauer auf dem Rücken der Zuschauer. Wenn dann das Ende gekommen ist und man zum ersten und einzigen Mal im gesamten Film, die wunderschöne Werwolf Maske sehen darf, da weiß man, worauf man in den vorherigen 80 Minuten so sehr gefreut hat.

Fazit: Der Fluch von Siniestro ist ein recht Charakter betonter Hammerfilm geworden, der weniger Wert auf Blut und Tod legt, als viel mehr auf die Menschen, welche in dieser Welt leben müssen. Auf Grund der langsamen Erzählstruktur sicherlich nicht jedermanns Sache, sollte man dem Film aber, allein wegen des tollen Endes eine Chance geben.

Zur Veröffentlichung: Die neue Bluray aus dem Hause Anolis, kann auf ein nagelneues HD Master von Universal zurück greifen. Zudem hat Anolis dafür gesorgt, dass das korrekte Bildformat von 1:78 eingehalten wurde, da Universal seine Filme fast ausschließlich in 2:00 mastert, wodurch einiges an Bildinformation verloren geht. Der Film erstrahlt nun aber in einem wunderschön scharfen und mit nur wenigen Problemen behafteten HD-Bild. Lediglich bei einigen Tagesaufnahmen ist eine leichte Körnung des Bildes zu erkennen. Doch bei einem mehr als 50 Jahre altem Film, darf dies schon mal vorkommen. Der Ton hingegen ist wunderbar abgemischt und weiß sowohl im Original, als auch in der deutschen Synchronisation zu begeistern.

Neben der Amaray, spendiert Anolis dem Film zudem noch zwei wunderschöne Mediabook Auflagen, welche bereits vor Veröffentlichung beim Label Out of print waren, sodass diese wohl sehr bald zu wahren Sammlerobjekten avancieren dürften. Neben einem sehr informativem Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen, für welches sich ein zweite Sichtung direkt im Anschluss auf alle Fälle lohnt, befinden sich auf der Bluray noch viele weitere interessante Extras. In dem 46-minütigen Making Of, erfährt man einiges zur Entstehung des Films, darüber hinaus gibt es noch eine 3-minütige Lycantropy. Zudem findet sich auf der Scheibe eine 23-minütiger Bericht über die von Hammer erschaffenen Requisiten. Filmspezifische Extras, wie Trailer, sowohl der deutsche, als auch der englische, ein Werberatschlag, Bildergalerien, ein Comic und die deutsche Titel- und Endsequenz sind ebenso auf der Bluray zu finden.

Abgerundet wird dieses Paket dann nur noch, durch das erneut wunderbar geschrieben Booklet, welches mit außerordentlich vielen Hintergrundinformationen aufwarten kann. Wie bereits in der Review geschrieben, wird hier über die sehr interessante Zensurgeschichte hinter dem Film eingegangen, zudem erfährt man, dass die ursprüngliche Idee in der Geschichte „Der Werwolf von Paris“ von Guy Endore begründet liegt, welche noch viel expliziter und brutaler daher kam. Es lohnt sich also wirklich, wenn man nach dem Ende einmal das Booklet zur Hand nimmt und sich die sehr interessanten Texte der Schreiber zur Gemüte führt. Hut ab Anolis, für die bereits 4 grandiose Hammerveröffentlichung am Stück. Man darf gespannt sein, was als nächstes auf uns zu kommt.
Thema: Genre-Klassiker auf Blu-ray
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21.08.2014 11:34 Forum: Anolis Film Entertainment


Flug zur Hölle, ein Film der mich allein schon wegen dem Dinosaurier auf dem Cover angesprochen hat, bekam dank Anolis jetzt die komplette Bluray Behandlung spendiert. Also genau die richtige Zeit, um dem Werk aus den 50ern mal eine Chance zu geben und zu schauen, was sich hinter diesem unheilvollen Flug in die „Hölle“ versteckt.

Während einer Expedition am Südpol verschlägt es einige Forscher in einen mysteriösen Sturm. Gefangen im Grauen und der Naturgewalt hilflos ausgeliefert, heißt es beten und hoffen, dass man heil den Boden erreicht. Nach der nicht ganz planmäßigen Landung, finden sich die vier in einer ganz anderen Welt wieder. Merkwürdige Pflanzen soweit das Auge reicht, das Höhenmessgerät des Helikopters zeigt eine Höhe von 3000 Metern unter dem Meeresspiegel an und plötzlich steht eine riesige Echse hinter den Forschern. Wo sind sie nur? Was hat es mit diesem Ort, der von der Zeit vergessen zu sein scheint, auf sich? Gibt es eine Rettung aus dieser „Hölle“?

Der Flug zur Hölle, oder „The Land Unknown“ wie der Originaltitel des Films lautet, ist ein netter kleiner Abenteuerfilm geworden, der sich zunächst ein wenig Zeit lässt, um die Charaktere einzuführen. Da hätten wir zum einen den Anführer, der immer ganz klar die Richtung vorgibt. Gefolgt vom Piloten, der eigentlich außer fliegen nicht viel kann, eventuell noch gut auszusehen. Der Techniker scheint nicht immer so ganz die Meinung des Anführers zu teilen und die hübsche Frau ist da, um gerettet zu werden. Nichts neues, aber daran ist ja auch nicht unbedingt etwas auszusetzen.

Die Geschichte ist recht schnell erzählt, lässt sich aber auch gut 15-20 Minuten Zeit, bis man die „Hölle“ betritt, doch dann geht es richtig los. Die Monster, welche hier aus echten Echsen und Männern in Anzügen bestehen, können absolut überzeugen. Fast fühlt man sich unweigerlich an einen Godzilla Film erinnert, wobei die Monster hier nicht im Zentrum stehen, sondern eher der Kampf der Menschen ums Überleben und den Weg aus dieser „Hölle“.

Die Thematik der Gestrandeten birgt zudem die üblichen Klischees, die da wären, Isolation, Herrscherzwang im Sinne des „Wer hat das Sagen?“ und zudem wird eine weitere Person als Gegenspieler präsentiert. Daher wirkt das Ganze oft wie ein wilder Cocktail aus Abenteuer und Monsterfilm, gemischt mit Versatzstücken aus einem Charakterdrama. Alles im herrlichen 50er Jahre Stil, originalgetreu in Schwarz/Weiß. Die Universalmusik trällert fröhlich im Hintergrund und passt hervorragend zum etablierten Stil der restlichen Umsetzung.

Fazit: Der Flug zur Hölle ist ein netter Film für den verregneten Sonntagnachmittag. Zunächst etwas schwerfällig, gewinnt das Abenteuer schnell an Fahrt und weiß auf Grund der guten Schauspieler und der tollen Monster zu gefallen. Garniert mit einigen Elementen des Charakterdramas entsteht ein feiner Cocktail, den man sich durchaus anschauen kann, allerdings auch nicht unweigerlich muss. Für Fans von alten Abenteuerfilmen kann man aber eine ganz klare Empfehlung aussprechen.

Zur Veröffentlichung: Die brandneue Bluray von Anolis kann auf ein hervorragendes HD Master von Universal zurückgreifen und das merkt man auch sofort. Wenngleich das Bild hier und da auf Grund des Alters ein leichtes Rauschen aufweist. Besonders wenn der Himmel im Hintergrund zu sehen ist, fällt dies auf. Dennoch ist der Rest absolut grandios geworden. Auch der Ton kann überzeugen und somit ist der audiovisuelle Genuss vorprogrammiert. Bei den Extras bekommt man neben dem deutschen und amerikanischen Trailer, noch ein Filmprogramm und eine Bildergalerie spendiert. Alles in allem eine sehr gute Veröffentlichung für einen netten Abenteuer-Monster-Film der 50er.
Thema: El Dia de la Bestia – Ab 30. Juni 2014 im 3-Disc Mediabook
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Review 17.07.2014 11:02 Forum: Anolis Film Entertainment


Wer sich in der Neuzeit mit dem spanischen Kino auseinandersetzt, der kommt an einem Namen nicht vorbei: Alex de la Iglesia. Ein Name, der bei Kennern sofort für feuchte Träume sorgt. Mit seinen wilden Werken, lässt er sich nur schwer in eine Schublade stecken. Nachdem Anolis bereits 2001 die DVD Auskopplung von El Dia de la Bestia auf den Markt gebracht hat, legen die Jungs nun, 13 Jahre später, mit der weltweit erste Bluray Version noch einen drauf. Kann der Film auch heute noch überzeugen, oder hat er seinen Charme im Laufe der Zeit verloren?

Die Apokalypse ist nah. Am 25.12.1995 wird der Antichrist geboren und damit wird das Ende der Welt eingeläutet. Davon ist Angel, ein Priester, überzeugt. Er hat einen Code entschlüsselt, der genau auf dieses Datum hinweist. Die Geburt wird in Madrid stattfinden, denn hier häufen sich abscheuliche Taten und so macht er sich auf die Reise in den Sündenpfuhl, um den Kontakt zu Satan höchstpersönlich her zu stellen. Denn nur so, da ist er sich sicher, kann er den Antichristen finden und zur Strecke bringen. Ein Wettlauf mit der Zeit und in die Abgründe der Menschheit beginnt.

Was für eine Geschichte. Mehr kann man am Ende des Films und vielleicht sogar schon, nach der kurzen Inhaltsangabe nicht sagen. Selten hat man als Europäer etwas Vergleichbares erlebt. Iglesia schafft es hier gekonnt, eine total abgedrehte und einzigartige Story rund um das Ende der Welt zu stricken, welche fast ausschließlich durch die Charaktere lebt. Da hätten wir zum einen den Priester Angel, der davon überzeugt ist, dass er alleine den Untergang der Welt verhindern kann. Dabei ist ihm nichts heilig und er beginnt sogar immer mehr Freude an den bösen Taten zu finden. Sei es stehlen, Körperverletzung oder Geiselnahme, nichts kann ihn davon aufhalten für das Wohl der Welt Böses zu tun. So verrückt sich das anhört, aber man fiebert mit ihm mit und steht während dem gesamten Film zu 100% hinter ihm.

Des Weiteren lernen wir in Madrid den jungen Musiker Jose Maria kennen, gespielt vom fabelhaften Santiago Segura. Ein Satansjünger, wie er im Buche steht, so wird einem Jose vorgestellt. Er arbeitet in einem kleinen Musikladen und verkauft ausschließlich Heavy und Death Metal. Sofort ist er von der Geschichte über die Apocalypse begeistert und natürlich ist für ihn klar, dass er dem Priester auf seinem Kreuzzug helfen muss. Dabei unterstützt Jose Angel bei seinen bösen Taten und gibt ihm das Gefühl, er tue zu jeder Zeit das absolut Richtige.

Das Trio wird abgerundet von dem Mediengeilen Moderator Cavan, welcher von Armando de Razza herrlich schmierig verkörpert wird. Mit seiner Show hat er die Madrider Fernsehzuschauer in seinen Bann gezogen. Dank seiner angeblichen Fähigkeit in die Zukunft zu schauen, liegen ihm die leichtgläubigen Menschen zu Füßen. Auch Angel wird auf ihn aufmerksam und er glaubt in ihm, den Weg zu Satan gefunden zu haben. Das Buch, welches Cavan geschrieben hat, stellt für Angel eine Anleitung für die Beschwörung des dunklen Fürsten dar, aber schnell stellt sich heraus, dass Cavan wohl doch weniger von der Materie versteht, als man zunächst meint. Doch dank einer schicksalhaften Begegnung, welche wahrlich zu den Höhepunkten im Film zählt, wird er eines Besseren belehrt und greift Angel unter die Arme, um doch noch das Ende der Welt zu verhindern.

Gekonnt strickt Iglesia um diese drei Verrückte eine herrlich kurzweilige Geschichte, deren Dialoge das Highlight sind. Immer wieder fühlt man sich auf eine unfreiwillige Art und Weise an Pulp Fiction erinnert, welcher 1 Jahr vor El Dia de la Bestia erschien. Allerdings darf El Dia keinesfalls als reine Kopie angesehen werden, vielmehr spürt man, dass die beiden Regisseure sich in ihrer Art sehr ähnlich sind und Filme erschaffen, die leben, deren Charaktere echt und unverwechselbar sind. Etwas, dass wahrlich nicht vielen Regisseuren gelingt.

Natürlich darf bei einem Film über die Beschwörung von Satan und dem Antichristen die musikalische Untermalung nicht fehlen, welche hier fast ausschließlich aus hartem Metal besteht. Schon in den ersten Minuten bekommt man dermaßen was auf die Ohren, dass es einfach nur Spaß macht. Wenn dann noch gezeigt wird, wie der vermeintlich rechtschaffene Priester Obdachlose und Sterbende Menschen bestiehlt, dann weiß man sofort, dass das ein wilder Ritt werden muss.

Zudem gibt es abschließend noch einige sehr schöne Effekte zu begutachten und besonders das grandiose Finale, brennt sich dabei in die Netzhaut des Zuschauers ein. Wie verzaubert laufen die letzten Minuten vor dem Auge des Filmfans ab und man fragt sich die ganze Zeit, ob das wirklich noch real ist, was da gerade geschieht. Allerdings darf und sollte man vorher nicht wissen, wie die Geschichte rund um Angel, Cavan und Jose Maria ausgeht, denn dies nicht ohne Vorkenntnisse zu erleben, würde dem Film seiner Magie berauben und ihn sicherlich nicht so unvergesslich machen, wie er ohne Zweifel ist.

Fazit: El Dia de la Bestia ist wahrhaftig eine Bestie. Ein Monster von einem Film, den man wohl nie vergisst. Dank der unvergesslichen Charaktere und deren Erlebnisse in Madrid, schafft es Iglesia eine 100 minütige Achterbahnfahrt zu kreieren, die man nur sehr selten erlebt. Wer den Film bisher noch nicht kennt, dem kann man nur raten, dies so schnell wie möglich nachzuholen, denn dieser Film ist wohl wahrlich ein Meisterwerk.

Zur Veröffentlichung: Am 30.06.14 veröffentlichte Anolis Entertainment die weltweit erste Blu-ray von El Dia de la Bestia in gleich zwei Mediabook Ausfertigungen. Die Blu-ray ist über jeden Zweifel erhaben. Ein gestochen scharfes Bild, welches kein Grund zum Meckern bietet und der Ton ist ebenso fehlerfrei und glasklar. Genau so muss eine Blu-ray aussehen. Doch wer Anolis kennt, der weiß, dass das noch lange nicht alles war und es noch deutlich mehr Kaufgründe gibt.

An Bonusmaterial erwarten einen auf der Blu-ray ein sehr informatives und unterhaltsames Audiokommentar vom Regisseur selber, sowie einige Trailer und eine Bildergalerie. Die DVD wurde zudem auch nochmal verbessert, sodass die Bildqualität auch hier eine deutliche Steigerung zu der Erstveröffentlichung darstellt. Das Bonusmaterial ist hier dasselbe wie auf der Blu-ray. Die dritte Disc bietet dann ein wahres Hammerpaket an Zusatzmaterial. Neben drei Interviews, mit dem Regisseur, Armando de Razza und Santiago Segurra, findet sich noch ein Bericht über ein Filmfest aus dem Jahre 1996, sowie ein Making Of. Der krönende Abschluss stellt dann ein Gespräch zwischen Alex de la Iglesia und Dario Argento dar, welches man unbedingt gesehen haben muss. Allein dafür lohnt sich dieses Paket schon. Doch eine Sache fehlt noch und das ist bei einem Mediabook natürlich nicht schwer zu erraten: Das Booklet. Der sehr informative Text, geschrieben von Nando Rohner, sowie von Anolis Mitarbeiter Ivo Scheloske, ist herrlich ungezwungen und überaus informativ und sollte unbedingt gelesen werden. Anolis beweist erneut, dass sie es wirklich verstehen einem außergewöhnlichen Film eine grandiose VÖ zu spendieren!
Thema: Kaiju Classics
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Review: Rückkehr des King Kong 12.05.2014 11:45 Forum: Anolis Film Entertainment


Wenn das Wort Monsterfilm fällt, dann denkt man als Fan asiatischer Filme, sicherlich an den Herren aller Monster: Godzilla aka Gojira. Doch bereits in den 30ern gab es schon einmal ein Monster: King Kong. Was liegt da also näher einfach beide Monster in einen Film zu packen und sie gegeneinander antreten zu lassen? Das Selbe dachte sich auch Toho und so bekam der Kaiju-affine Filmfreund 1962 das große Monsterbattle spendiert. Aber kann man sich auch wirklich über diese Entscheidung freuen?

Die Geschichte zu Rückkehr des King Kong aka King Kong vs Godzilla kann man recht schnell zusammenfassen. Godzilla erwacht im Eis wieder zum Leben und gleichzeitig schickt ein mediengeiler Pharmaboss zwei seiner Schützlinge auf eine Insel, um dort das Geheimnis des Dämonengottes zu ergründen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dem Gott, um den guten alten King Kong handelt. Es gelingt den beiden Kong nach Japan zu bringen, doch kurz vor der Ankunft kommt er frei und so hat es Japan nun nicht nur mit dem großen Affen zu tun, sondern auch noch mit Godzilla, der inzwischen in Japan sein Unwesen treibt und dort Verwüstung und Zerstörung mit sich bringt.

Soweit so gut, dass ist jetzt die Geschichte, wie sie damals in Japan gedreht wurde. Jetzt könnte man natürlich denken, wieso sagt er uns das, ganz einfach, denn die westliche Welt hat einen etwas anderen Film bekommen. Der mediengeile Pharmaboss wurde ersetzt und so wurden gut 40 Minuten neues Material für die US Auswertung gedreht. Das größte Problem daran ist inzwischen aber, dass man als Filmfan nur zwei Möglichkeiten hat, den Film in seiner ursprünglichen Form zu sehen. Einmal gibt es da natürlich die Japan DVD, was ja auch Sinn macht und die andere Alternative kommt Gott sei Dank aus Deutschland. Anolis Entertainment hat nämlich ein wunderbares Set mit gleich drei Fassungen des Films veröffentlicht. Doch dazu später mehr. Es ist dennoch sehr schade, dass gerade dieser Film meist lediglich in der US Fassung erhältlich ist.

Gerade die ganze Medienthematik ist erfreulich erfrischend und man ist sofort in der Geschichte drin. Wer kennt das nicht, denn Geld regiert ja ohnehin die Welt. Zudem gelingt es dem Film in seiner ursprünglichen Fassung sehr gut, den schmalen Grad zwischen Komödie und ernsthaften Themen zu gehen, ohne dabei vom Weg abzukommen. Hier darf Godzilla noch sein, wer er ist, eine unkontrollierbare Zerstörungsmaschine, die eben nicht dazu da ist, um der Held eines jeden Kindes zu sein, wenngleich dieser Punkt auch in dem Film für eine kurze Szene aufgegriffen wird. Dies geschieht aber bei weitem nicht so, wie in späteren Teilen der Reihe zu sehen ist.

Auch King Kong darf hier ordentlich Rabatz machen und muss später dann sogar gegen den König der Kaijus antreten. Besonders schön an dem ganzen Monsterspektakel ist auch, dass erfreulich wenig Zeit vergeht, bis man das erste Mal den großen Grünen zu Gesicht bekommt. Natürlich wieder schön mit den Klängen Ifukubes untermalt. Doch auch das nur in der japanischen Originalfassung. Die westlichen Versionen haben nämlich ein Sammelsurium an anderen Universal Tracks spendiert bekommen. Für Fans von Godzilla sicherlich nicht besonders schön, wenngleich auch diese nicht enttäuschen. Aber zu Godzilla gehört eben einfach Ifukube und genau das wünscht man sich hier natürlich auch. Man muss aber bedenken, dass es zu diesem Zeitpunkt erst zwei Godzilla Filme gab und somit der Hype, um den inzwischen bekanntesten Kaiju noch nicht allzu groß war. Dazu erfährt man im Booklet der Anolis Kaiju Classics VÖ, dass King Kong vs Godzilla ein dermaßen großer Erfolg war, dass nach diesem Film fest stand, wer der Herr im Ring ist.

Bei den Effekten hat man sich zum größten Teil sehr ins Zeug gelegt. Godzilla hat einen wunderbaren Anzug spendiert bekommen und auch King Kong sieht sehr gut aus. Lediglich seine manchmal etwas zu langen Armen fallen ein wenig negativ auf und zerstören minimal die ernste Stimmung. Auch die Nahaufnahmen von Kong wissen nicht immer zu gefallen. Das sind dann auch die Momente, wo die sehr ernste Stimmung ein wenig ins lächerlich zu kippen droht. Für Fans von Stop-Motion dürfte besonders die Szene auf der Insel von King Kong sehr schön sein, als ein Kraken eine Bewohnerin durch die Luft schleudert. Da fühlt man sich wirklich an alten Ray Harryhausen Filme erinnert.

Ansonsten geht immer wieder irgendwas zu Bruch und der Endkampf der beiden Monster ist dann auch genau das Spektakel, was man sich erhofft und gewünscht hat. Hier wird keine Rücksicht auf bekannte Gebäude gemacht und auch Bäume werden hier gut und gerne einmal zweckentfremdet. Die Balance zwischen Story und Action ist wirklich sehr gut gelungen und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Streifen wohl zu den besten der Godzilla Reihe gehören dürfte.

Fazit: Die Rückkehr des King Kong ist ein wahres Fest für Kaijufans. Kurzweilig, unterhaltsam und nicht ganz so lächerlich wie spätere Filme der Reihe, gelingt Honda hier die perfekte Balance zwischen Monsterszenen und Geschichte. Ein wilder Ritt, der eigentlich alles bietet was man sich wünscht.

Zur Veröffentlichung: Anolis Entertainment veröffentlichte den Film in ihrer Kaiju Classics Reihe im März 2013. Dabei bekam der Film die wohl bestmögliche Behandlung spendiert. Neben der US Fassung und der deutschen Kinofassung, in welcher einige Szenen der US Fassung fehlen, gibt es auf der zweiten Scheibe, die wohl wichtigste Fassung zu entdecken: Die japanische Originalfassung. Denn diese bietet den Film genau so, wie er von Honda damals gedreht wurde und dürfte für alle Fans von Godzilla die einzigwahre Fassung sein. Das Bild ist leider nicht ganz so perfekt, wie das der anderen beiden Fassungen, das liegt aber auch einfach daran, dass diese Fassung so schwer zu bekommen ist und auch die Japan DVD nicht besser ist. Zudem ist sie auch nur als Bonus gedacht. Der Ton hingegen leistet sich keinerlei Patzer und weiß zu gefallen. Die deutsche Kinofassung bietet interessanterweise noch die Möglichkeit sie mit der japanischen Musik, sowie der US Musik anzuschauen. Als wären das noch nicht genug Extras bietet die Scheibe von Anolis zudem noch die deutsche Super-8 Fassung, sowie die niederländische Super-8 Fassung. Zwei Trailer, zwei Bildergalerien, den deutschen und spanischen Werberatschlag und den deutschen Trailer. Was will man mehr? Wie wäre es mit einem nagelneuen Audiokommentar von den Monsterexperten Bodo Traber und Jörg Buttgereit, denn auch dieser findet sich noch auf der ersten DVD. Der Kommentar wurde für die US Fassung aufgenommen. Den krönenden Abschluss stellt dann noch das Booklet von Ingo Stecker dar. Das Herz eines jeden Kaiju Fans kann bei dieser Veröffentlichung einfach nur vor Freude hüpfen. Grandiose Arbeit Anolis. Alternativ dazu gibt es aber noch eine etwas günstigere DVD von Dynasty Film, welche allerdings nur die US-Fassung und die deutsche Kinofassung beinhaltet, ohne den Audiokommentar. Doch wer Godzilla liebt, für den kann es nur eine Veröffentlichung geben und die nennt sich Kaiju Classics!!!!
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