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Geschrieben von Bob Bongo am 01.05.2004 um 18:46:

  Tiersnuff

Ich habe eben in einem anderen Board, welches ich natürlich hier nicht nenne, eine sehr interessante Auseinandersetzung bezüglich Tiersnuff in Kannibalenfilmen gelesen.

Mich würde daher brennend eure Meinug zu dem Thema interessieren. Ist es euch total egal oder sollte man eine BPTS (BundesprüfstellefürTiersnuff) einrichten und überhaupt, braucht man sowas?



Geschrieben von Slayer666 am 01.05.2004 um 19:10:

großes Grinsen 101 Dalmatiner for Tiersnuff

Wozu? Steht doch sowieso unter jedem Film, in dem Tier vorkamen, ein Absatz wie: "Hier kamen keinerlei Tiere zu Schaden".

Sollte man dann unter die Kannibalen-Sachen vielleicht ne Verschleißliste machen. "Für diesen Film wurden 2 Schildkröten, 3 Tiger, 4 Krabbler usw verbraucht" großes Grinsen



Geschrieben von Bob Bongo am 01.05.2004 um 19:13:

  RE: 101 Dalmatiner for Tiersnuff

Zitat:
Original von Slayer666
Sollte man dann unter die Kannibalen-Sachen vielleicht ne Verschleißliste machen. "Für diesen Film wurden 2 Schildkröten, 3 Tiger, 4 Krabbler usw verbraucht" großes Grinsen


Das ist ne geile Idee großes Grinsen



Geschrieben von bjk am 01.05.2004 um 19:56:

 

Muss ich auch zustimmen!!!



Geschrieben von Lizard am 02.05.2004 um 10:10:

 

Tiere für einen Film und somit zur Unterhaltung anderer auf qualvolle art hinzurichten find ich unter aller Sau !!!

Pfui !!



Geschrieben von Schergenbjørn am 02.05.2004 um 20:07:

 

Zitat:
Original von Lizard
Tiere für einen Film und somit zur Unterhaltung anderer auf qualvolle art hinzurichten find ich unter aller Sau !!!

Pfui !!

Zur Unterhaltung ist es pervers, aber für deinen Gaumen ist es in Ordnung? Sehr fragwürdige Moral, muß ich schon sagen!

Außerdem bezweifle ich, daß die Tiere aus reinen Unterhaltungszwecken "qualvoll hingerichtet" wurden. Die Tiere wurden geschlachtet und gegessen. Die dargestellten Szenen sind NICHTS im Vergleich zu den "Ritualen", die in Schlachthäusern vor sich gehen. Zudem kommt hinzu, daß die Tiere ein "humanes" Leben in freier Wildbahn gelebt haben. Wenn in Dokumentarfilmen Tiere bei der Schlachtung (z.B. in Sendungen über tropische Gebiete und ihren Eingeborenenstämmen) gefilmt werden, regt sich ja auch keiner auf.

Also sollte man lieber mal etwas über soclhe Dinge nachdenken, bevor man hier großspurig rumposaunt.



Geschrieben von Svetlana am 02.05.2004 um 20:29:

 

Zum Essen ja, zur Unterhaltung nein. Was ist schön daran ein Tier sterben zu sehen?



Geschrieben von Schergenbjørn am 02.05.2004 um 20:31:

 

Zitat:
Original von Svetlana
Zum Essen ja, zur Unterhaltung nein. Was ist schön daran ein Tier sterben zu sehen?

Nichts. Und wer hat behauptet, daß es schön ist?



Geschrieben von firewalkwithme am 03.05.2004 um 00:56:

 

Ich halte da gar nichts von. Ob die Tiere letztendlich nach der Schlachtung gegessen werden oder nicht ist für mich belanglos.
In einem Film will ich kein Tiersnuff sehen (da es mich anwiedert) und erst recht nicht, wenn es nichts zur Handlung beiträgt. Das die Kannibalen sich zb von Riesenschildkröten ernähren mag ja sein, aber was trägt die gefilmte Schlachtung zum Film bei?

Übrigens, auf den Teller kommt mir auch kein Fleisch (Ausnahme Geflügel) das hat aber nichts mit Tierliebe zu tun.



Geschrieben von Schergenbjørn am 03.05.2004 um 04:22:

 

Ich finde schon, daß diese Schlachtungen zur Handlung beitragen, zeigen sie doch einen Teil der Nahrungsaufnahme dieser sogenannten Wilden. Außerdem wird dadurch der Überlebenskampf im Dschungel dargestellt: Gefressen und gefressen werden. Der Film "Cannibal Holocaust" besitzt (pseudo-)dokmentarischen Charakter und deswegen geschehen die Schlachtungen nicht grundlos.

Schließlich entpuppt sich der Mensch innerhalb dieser berüchtigten Filmgattung als wilder Allesfresser, der vor seiner eigenen Grausamkeit zurückschreckt [das Publikum] und lieber den Mantel des Schweigens darüber legen will. Die Grausamkeit in einer dargestellten Schlachtung wird meiner Meinung nach immer nur verteufelt, um sich nicht selbst vor Augen zu führen, daß man selber am Ende der Nahrungskette steht. Eine typische Eigenart des Menschen, seine Verantwortlichkeit von sich zu weisen. Und ob Geflügel, Schwein oder Rind, letztendlich werden alle diese Tiere zwecks Nahrungsmittel und Genuß geschlachtet, ob mit oder ohne Kamera.



Geschrieben von Sixkiller am 03.05.2004 um 09:22:

 

Zitat:
Original von Buliwyf
Ich finde schon, daß diese Schlachtungen zur Handlung beitragen, zeigen sie doch einen Teil der Nahrungsaufnahme dieser sogenannten Wilden.


Klar, aber das könnte man dann aber auch mit Spezialeffekten darstellen. Es werden für solche Filme ja auch keine Menschen geschlachtet!
Wenn Tiere für einen Film getötet werden, zielt das immer auf die Sensationslust der Zuschauer ab ("Boah, haste den gesehen? Ich sag dir, der is richtig übel!!!") und das finde ich Pervers!
Andererseits ist heute ja sowas gang und gebe. Wenn man solch bluttriefendes Anschauungsmaterial mag, muss man nicht unbedingt auf ne Börse fahren und viel geld für ne dvd wie Cannibal Holocaust ausgeben. Da reichen schon 45 cent an jedem Kiosk in ganz Deutschland Augen rollen

Achja, ich bin zwar selber "Fleischfresser", aber ich schäme mich auch nicht dafür!



Geschrieben von firewalkwithme am 03.05.2004 um 09:24:

 

Zitat:
Original von Buliwyf
Außerdem wird dadurch der Überlebenskampf im Dschungel dargestellt: Gefressen und gefressen werden.

In dem Punkt geb ich dir recht.



Geschrieben von Slayer666 am 03.05.2004 um 10:26:

 

Um es mal etwas zu übertreiben:

Jeden Tag passieren Unfälle, Morde, in einigen Ländern auch Hinrichtungen, die man unter den wenig normalen, aber statt findenden "Überlebenskampf des Menschen" einordnen kann. Trotzdem sind doch solche abgefilmten Sachen genauso widerwärtig wie sinnlos und sollten nicht in einem Film verwertet werden. Dass nun ein Tier ebenfalls natürlichen Gefahren ausgesetzt ist (die man in diversen biologisch interessierten Dokumentationen vorfindet), steht fest, aber muss man sowas wirklich in einem "fiktiven" Film darbieten und vor allem noch hervorrufen? Stellt euch vor, der Regisseur sagt seinem Darsteller, er solle vor ein fahrendes Auto laufen, er benötige noch einen tollen Schock für seinen Film Zunge raus

Gerade ein Großteil der Mondos lebt von sinnlosen Effektorgien, die ich noch gutheißen kann, aber die "echten" Effekte brauch ich da wirklich nicht...



Geschrieben von StephanCOH am 03.05.2004 um 10:33:

 

Tiere zu Unterhaltunszwecken zu töten is ekelhaft und wiederwärtig. Find ich zum kotzen, total.

Und: Auch Tiere zu Nahrungszwecken zu töten is ekelhaft. Fleischverzehr muss echt nicht sein.



Geschrieben von Schergenbjørn am 03.05.2004 um 11:09:

 

Natürlich hätte man Spezialeffekte verwenden können, aber dadurch wäre der authentische Touch des Films ["Cannibal Holocaust"] verloren gegangen. Das Beispiel mit den Menschen ist etwas an den Haaren herbeigezogen. Die ethische Moral verbietet es Menschen umzubringen, Tiere jedoch nicht. Und die Sensationsgeilheit würde ich nicht unbedingt auf den Tiersnuff - ohnehin ein Unwort militanter Tierschützer - stützen. Weil letztlich interessiert es den Zuschauer in der Allgemeinheit herzlich wenig, wenngleich die Abscheu auf ihren Gesichtern steht. Ich würde perverse Sensationsgeilheit eher den Todesdokumentationen à la "Gesichter des Todes 2000" oder "Faces of Gore" anrechnen.
Außerdem weiß ich auch nicht, wieso über dieses Thema so oft diskutiert wird. Diese Filme sind nur eine Handvoll und schon 20 Jahre alt. Über "Nekromantik" beschwert sich auch niemand, daß eine Kanninchenschlachtung gefilmt wurde.



Geschrieben von StephanCOH am 03.05.2004 um 12:07:

 

Zitat:
Original von Buliwyf
Natürlich hätte man Spezialeffekte verwenden können, aber dadurch wäre der authentische Touch des Films ["Cannibal Holocaust"] verloren gegangen. Das Beispiel mit den Menschen ist etwas an den Haaren herbeigezogen. Die ethische Moral verbietet es Menschen umzubringen, Tiere jedoch nicht.


Das is ja ne tolle Moral.

Wer diktiert die denn? Und der muss man sich unterwerfen, auch wenn man die nicht nachvollziehen kann, oder was?

Ganz ehrlich: Die Aussage is selten armselig.



Geschrieben von Schergenbjørn am 03.05.2004 um 12:40:

 

Zitat:
Original von XDemonX
Das is ja ne tolle Moral.

Wer diktiert die denn? Und der muss man sich unterwerfen, auch wenn man die nicht nachvollziehen kann, oder was?

Ganz ehrlich: Die Aussage is selten armselig.

Nicht meine Aussage, sondern die Moral ist armselig. Und wer diese vorgibt? Na, diese Frage muß ich doch wohl nicht ernsthaft beantworten.

Menschen und Tiere umzubringen, aus welchen Gründen auch immer, sind zwei verschiedene paar Schuhe. Wer das nicht erkennt, muß blind durch die Welt laufen. Tiere werden jeden Tag geötet zwecks Nahrungsverzehr oder sonstwas. Daher ist es allgemein moralisch nicht anstößig. Wenn Menschen getötet werden - die Gründe sind dabei egal - ist es verwerflich und strafbar!

Und man muß sich keiner Moralvorstellung unterziehen. Wenn Menschen Tiere töten und verzehren ist es völlig normal, wenn ein Mensch einen anderen Menschen tötet und verzehrt ist es krank, pervers, und unmoralisch - der Täter wandert in die Anstalt, ins Gefängnis oder wird zum Tode verurteilt (je nachdem in welchem Land/Staat man gerade lebt). Serienkiller stehen außerhalb der Moral, unterwerfen sich der gängigen nicht und schaffen ihre eigene.

Ihr schafft Euch auch eigene Moral, indem ihr "Tiersnuff" verurteilt und es nicht billigt, daß Tiere getötet werden, aus welchen gründen auch immer. Und dieser Moralvorstellung müssen sich andere auch nicht unterwerfen. Deswegen ist diese Diskussion auch völlig sinnlos. Hier gibt es in der Regel nur zwei Parteien: diejenigen, die es verurteilen und diejenigen, denen es egal ist.



Geschrieben von StephanCOH am 03.05.2004 um 13:33:

 

Es is eben nich normal, dass ein Spezies andere Spezies als Nahrung züchtet, industriell organisiert tötet in einem Maß, dass es die pure Verschwendung ist.

Zeig mir ein Tier, das das macht.

Wenn jemand mit bloßen Händen in freier Wildbahn ein Tier fängt und tötet, dann soll er das ruhig essen, DENN DAS IST NATÜRLICH!!! Wenn du so gerne das Raubtier Mensch sein willst, dann verhalte dich auch so und gehe nicht bequem in den nächsten Laden und kaufe dein Essen.

Und von wem wird denn die Moral diktiert? Und wer oder was hindert dich oder mich daran sie anzuzweifeln, zu hinterfragen und meine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen? Muss ich Fleisch essen, weil es als normal angesehen wird?
Wenn das so ist, dann scheiss ich auf die Normalität.



Geschrieben von Schergenbjørn am 03.05.2004 um 13:42:

 

Zitat:
Original von XDemonX
Es is eben nich normal, dass ein Spezies andere Spezies als Nahrung züchtet, industriell organisiert tötet in einem Maß, dass es die pure Verschwendung ist.

Zeig mir ein Tier, das das macht.

Wenn jemand mit bloßen Händen in freier Wildbahn ein Tier fängt und tötet, dann soll er das ruhig essen, DENN DAS IST NATÜRLICH!!! Wenn du so gerne das Raubtier Mensch sein willst, dann verhalte dich auch so und gehe nicht bequem in den nächsten Laden und kaufe dein Essen.

Und von wem wird denn die Moral diktiert? Und wer oder was hindert dich oder mich daran sie anzuzweifeln, zu hinterfragen und meine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen? Muss ich Fleisch essen, weil es als normal angesehen wird?
Wenn das so ist, dann scheiss ich auf die Normalität.

Anscheinend verstehst du oder auch die anderen nicht, daß das, was ich schreibe nicht meine persönliche Meinung ist. Ich versuche lediglich Denkanstöße zu geben. Ich habe nie behauptet, daß ich dies und jenes befürworte oder nicht. Offensichtlich kommen gleich Emotionen mit ins Spiel, die eine ausreichende Gehirnakrobatik verhindern.

Ich will nicht das Raubtier Mensch sein. Der Mensch ist ein Raubtier in gewisser Weise, das ist seit Anbeginn seiner Evolution so gewesen, nur die Umstände und Wege und Mittel haben sich verändert. Aber egal, das gehört nicht hierher.



Geschrieben von StephanCOH am 03.05.2004 um 13:57:

 

Hm, wenn das nicht deine Meinung ist, sondern nur der allgemeine Konsens den du provokant formuliert zur Diskussion stellst, dann hättest du das mal als solches kennzeichnen sollen.


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