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Geschrieben von Harald Blixen am 03.12.2012 um 20:37:

  Drei-Groschen-Opa

Liebe Freunde des GEHEIMNISVOLLEn FILMCLUBS BUIO OMEGA,


wir sind schon ganz aufgeregt, denn das große Fest steht vor der Tür. Nein, es geht hier nicht um Weihnachten oder Sylvester, es geht um die BUIO-Weihnachts-Gala, die am Samstag, den 15.12.2012 im SCHAUBURG FILMPALAST (Horster Straße 6, 45897 Gelsenkirchen-Buer, www.schauburg-gelsenkirchen.de) steigen wird. Wir wollen es Euch auch in diesem Jahr wieder so richtig nett und gemütlich machen. Mit zwei BUIO-Zelluloid-Perlen und einem anschließenden BUIO-Schmaus mit Musik und Show im Museumscafé. Das kennt Ihr, das mögt Ihr hoffentlich auch. Auf der Leinwand erwartet Euch – passend zum Fest – ein diesmal sehr anspruchsvolles Programm. Ein kleiner Gruß an die musikalische Theater-Vergangenheit unseres lieben Steinbecks, der in jungen Jahren als Brecht-Interpret die Bühnen des Ruhrgebiets zum Strahlen brachte. Denn unser DREIGROSCHENOPA ist die Wiederkehr der ganz großen Kultur nach Gelsenkirchen. Oder wie sagte Oma Mega damals immer: „Ob Brecht, ob Weill, dat is immer geil.“ Sie hatte Recht.


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Zu Beginn tauchen wir ab in eine Welt, in der die meisten wohl lieber nicht zu Besuch sein möchten. ABER: weil bald Weihnachten ist, muss auch mal ein Trip ins Unbekannte sein. Keine Angst, es wird Euch nichts geschehen…vielleicht. Das vorliegende Opus entsprang den Hirnen der Gebrüder Richard und Danny Elfman (Ja, genau. Das ist der Tim-Burton-Danny). Die beiden waren Anfang der 70er Gründungs-Mitglieder der Avantgarde-Musikgruppe THE MYSTIC KNIGHTS OF THE OINGO BOINGO. Ihre Bühnenshows waren berühmt und berüchtigt, Geld konnte man mit dem Unternehmen nicht verdienen, aber es machte Spaß. Anfang der 80er überlegten sich die zwei beiden, wie man den Geist der Bühnendarbietungen in einen Film übertragen könne. Das Ergebnis wurde ein kapitaler Kinoflop und verschwand direkt wieder in der Versenkung. Wer wollte schon ein schwarzweißes Musical sehen, in dem geile Zwergenkönige, lebensgroße Frösche und schmierige Unterhosen tragende Debilos herumsprangen, das alles in Pappkulissen und umrahmt von wilden Zeichentricksequenzen? Und in der Tat, die ganze Kiste ist schon harte Kost, aber, hey, was soll’s? Die Besetzung ist einsame Spitze: die wahnsinnige Susan Tyrell gibt die wahnsinnige Königin Doris, Bond- und Fantasy Island–Superzwerg Hervé Villechaize macht den König Fausto, Danny Elfman tritt als Satan persönlich auf und alle singen und tanzen! Im Getümmel findet man Gaststars wie Warhol-Superstar Viva und unseren vielgeliebten Joe Spinell. Regie führte Bruder Richard, Musik schrieben die MYSTIC KNIGHTS OF THE OINGO BOINGO. In Deutschland versuchte man zu retten, was zu retten war und verpasste dem Film eine harte Synchro aus Berlin. Ob man ihm damit einen Gefallen tat? Es ist nicht mehr zu ändern. Alles zusammen ergibt das einen heißen 73 Minuten-Cocktail, der schmeckt, Übelkeit erregt und noch lange nachbrennt. Ein ab 18-Musical, das auch den Feinden von Andrew Lloyd Webber Freude machen könnte. Könnte!


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Wenn das Singen verklungen ist, kommt der Opa. Super-Opa Charlie Bronson, der Mann, der auch im Rentenalter noch der unbestrittene König des Actionfilms war. Er machte schon vor 30 Jahren, was Stallone und Co heute versuchen: allerdings waren seine Rollen nicht ironisch gebrochen, wie die der neuen Rentner. Bei Charlie ging es hart zu, Selbstjustiz war sein Markenzeichen. Dafür liebte ihn ein Millionenpublikum. Bis heute. Seine schönsten Filme drehte er für die Kanonen-Jungs Menachem und Yoram aus Tel Aviv. Entweder unter der Regie von Michael Winner oder seinem alten Kumpel J. Lee Thompson. Diesmal war es J. und der jagte Charlie durch eine wilde Geschichte um nervige Gören, miese Gangster, fanatische Bullen und, quasi als Sahnehäubchen, eine geisteskranke Serienkillerin, die Charlie ihre Verbrechen anhängen möchte. Ein richtig guter, altmodischer Bronson-Film. Einer seiner besten. Dieser Mann würde auch den Expendables eine harte Zeit bereiten! Heute noch!


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Besinnlich geht es zu bei unserem DREIGROSCHENOPA. Singen, Tanzen, Lachen, Killen, mehr braucht man nicht im Advent. Und wenn die Augen bedient sind, gibt es noch was für Euren Gaumen.


Wir freuen uns auf Euren Besuch!


Das Komitee des GEHEIMNISVOLLEn FILMCLUBs BUIO OMEGA



Geschrieben von ingojira am 05.12.2012 um 18:14:

 

Hi,
Musik und graue Haare liegen in der Luft, durchsetzt von herbem Glühweinduft. Die Weihnachtszeit kann soooo schön sein. Laola

Gruß, Ingojira



Geschrieben von kruemelmonster am 07.12.2012 um 15:42:

 

Dann konnte der Klett seinen Traum, mal ein Musical bei Buios zu zeigen, wahr machen? Und dann auch noch ein Musical von, wie mir scheint, absolut buiologischer Größe?

Auf dieses Stückchen Neuland freue ich mich wie aufs Christkind!

Und der Weihnachtsengel auf dem Tannenbaum ist natürlich der Bronson!

Top!



Geschrieben von molotto am 08.12.2012 um 14:05:

 

Das ist ein tolles Doppel! Wenn alles klappt, bin ich da gerne mit dabei. oller Hüpfer An Film No. 1 habe ich nur noch blasse Erinnerungen, die letzte Sichtung liegt locker 25 Jahre zurück, an Film Nr. 2 keine, da außer dem Schaukasten-Aushang todes- und pleitemutiger Kinobetreiber nie gesehen.



Geschrieben von Erwin Köster am 11.12.2012 um 18:32:

 

Bezüglich der angezweifelten ironischen Brechung des zweiten Films kömmt mir die Erinnerung, wonach der deutsche Synchronisator doch den ein oder anderen Spruch reingedrückt hat, demzufolge der Seniorenfilm sogar zumindest etwas lustiger wirken könnte als selbst moderne Screwballhits wie z.B. Rambo IV. Ein feiner Film ists auf jeden Fall, wenn Cannon in gewohnter Manier auf Spatzen schießt.

Dafür ist der erste Film hoffentlich todernst gemeint und mit nix zum Lachen. Den kenn ich nämlich auch noch nicht. Österreichische Musicals hatten wir ja schon im Club, möchte ich Frau Krümelmonster korrigieren, nämlich die zwei schönen Besuche des Herrn Billian. Ich bin mal gespannt, ob die Amis da mithalten können. Ein langgehegter Traum meinerseits wäre übrigens, endlich mal "Xanadu" in der Schauburg zu sehen. Der wäre dann sogar in Farbe. Ganz viel Farbe sogar.



Geschrieben von ingojira am 11.12.2012 um 18:53:

 

Hi,
da haben wir´s wieder mit der perversen Phantasie des Herrn Köster.

Gruß, Ingojira



Geschrieben von Carsten am 12.12.2012 um 11:00:

 

Für Film 1 könnte ich noch die Soundtrack-CD zur Einstimmung mitbringen! smile



Geschrieben von ingojira am 12.12.2012 um 14:45:

 

Zitat:
Original von Carsten
Für Film 1 könnte ich noch die Soundtrack-CD zur Einstimmung mitbringen! smile


Ich auch!Ich auch!! oller Hüpfer



Geschrieben von Erwin Köster am 12.12.2012 um 18:24:

 

Zitat:
Original von ingojira
Zitat:
Original von Carsten
Für Film 1 könnte ich noch die Soundtrack-CD zur Einstimmung mitbringen! smile


Ich auch!Ich auch!! oller Hüpfer


D.h. wenn wir alle CDs zusammenlegen gibt's diesmal sogar Dolby Surround Sound? Jucheidei! Gitarre oller Hüpfer Gitarre



Geschrieben von Ghoststory am 16.12.2012 um 11:32:

Daumen hoch!

Der erste Film war wirklich ein Film, der mir ohne die unermüdliche Arbeit des Buio-Omega-Teams durchgerutscht wär. Gut, daß man diese Lücke schließen konnte!

Damit habt Ihr Euern Bildungsauftrag wieder einmal erfüllt!

Herzlichen Dank für einen gelungenen vorweihnachtlichen Tag und lecker Currywurst & Co.

Ghoststory

Säufer



Geschrieben von ingojira am 16.12.2012 um 18:18:

 

Hi,
immer wieder gerne. Danke auch für´s Erscheinen, will ich meinen.

Gruß,
Ingojira



Geschrieben von heinz klett am 17.12.2012 um 00:19:

 

Wieder war's ein schönes Fest. Beim ersten Film haben nur 5 Leute aufgegeben, das war errfreulich. Alle anderen waren tapfer und am Ende konnte ich doch in viele zufriedene Gesichter blicken. Das Experiment hat sich also gelohnt! Ihr seid ein tolles Publikum.
Die Leistungen bei der Film-Scharade haben mich dann absolut begeistert. BUIOs können wirklich was.

Ein BUIO-Samstag fürs Erinnerungsalbum. Herrlich.

Klett



Geschrieben von molotto am 19.12.2012 um 07:35:

 

Ohne die durchaus stellenweise feine Synchro ("Haste mal 'n Zahnstocher? Isch hab' Aquaplaning unter meiner Brücke.") wäre ich beim ersten Film wohl auch abgehauen, obwohl der mich, ich muss es leider zugeben, irgendwie durchaus fasziniert hat.
Bei Film zwei war auszumachen, dass die Trulla - Heinze merkte es ja auch in seiner Eröffnungsrede an - immer noch enorm nervt. Keine wirklich lustigen Sprüche - gelacht wurde eher aus schierer Verzweifelung. Auch Charly war bedeutend weniger ruppig unterwegs. Jeder Streifen aus der Trailerrolle vorab wäre willkommener gewesen, muss ich leider sagen, vor allem natürlich der immer noch superbe Melonenfarmer-Reißer!


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