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The Walking Dead

"Flucht bis in den Tod"

The Walking Dead

TellTale Games

veröffentlicht: 24.04.2012
Genre: 3D-Point'n'Click-Adventure
Altersfreigabe: ab 18 Jahre
gespielt auf: PC (ab Win XP SP 3) / MacOS
Multiplayer-Modus: -
Anforderung: mind. Pentium 4 2 GHz, 3 GB RAM, 2 GB HDD, 512 MB Grafik-RAM
Soundkarte: Direct X 9.0c
Grafik: Direct X 9.0c


Amazon.de
Mit erschreckend hoher Geschwindigkeit hat sich Comic-Autor Robert Kirkman in der Szene einen Namen machen können. Nach kurzer Anlaufphase bringt er gleich zwei seiner bis dato erfolgreichsten Comic-Serien heraus: "Invincible" und "The Walking Dead". Letztere Reihe, die es seit 2003 auf 24 Bände gebracht hat, beschreibt den harten Überlebenskampf der Menschheit nach einer Zombieinvasion. Nicht nur die karg anmutende, dennoch detailreiche Schwarz/Weiß-Bebilderung aus der Feder von Tony Moore bzw. Charlie Adlard scheint ein Anachronismus in einer Zeit von farbprächtigen Panels zu sein, auch dass Kirkmans Untote dem klassischen, langsamen Zombie-Typus nachempfunden sind, entspricht nicht ganz der Entstehungszeit dieses Comics. Zusätzlich beweist "The Walking Dead" Stärke auf der erzählerischen Ebene, denn nicht etwa der direkte Kampf gegen Zombies steht im Mittelpunkt der Geschichte, sondern die mehr oder minder losen Gruppierungen, die angehalten sind, sich trotz der misslichen Lage zusammenzureißen und zu organisieren. Denn für Einzelgänger ist die entvölkerte Welt von "The Walking Dead" absolut tödlich.
Nicht nur die Kritik war begeistert von Kirkmans düsteren, endzeitlichen Geschichten, auch finanziell übertraf sie die Erwartungen des Autors, der lediglich hoffte, damit seine "Rechnungen bezahlen zu können". 2010 wurde unter der Leitung von Frank Darabont (Interner Link"Die Verurteilten", Interner Link"The Green Mile") eine Interner LinkTV-Serie für den Sender AMC produziert, die mittlerweile in die vierte Staffel geht und ein ebenso großer Erfolg wie die Comics wurde. Kirkman tat vor allem gut daran, TV-Serie und Comic zwar inhaltlich sehr ähnlich zu halten, aber genügend Änderungen parat zu haben, um nicht die Spannung zu verderben.

Polizeiwagen hinter der Leitplanke und Officer tot - eigentlich müsste man sich an dieser Stelle Sorgen machen!Lee hat Clementine gefunden und flieht mir ihr.

2012 wurde das Franchise um einen Eintrag reicher gemacht, denn ein Computerspiel wurde für diverse Plattformen verfügbar gemacht.
Entwickelt wurde es vom U.S.-amerikanischen Studio TellTale Games, das sich in den letzten Jahren einen guten Namen unter Adventure-Fans machen konnte. Neben Umsetzungen von TV-Serien wie "C.S.I." und "Law & Order" oder Kinofilmen wie Interner Link"Wallace & Gromit", "Zurück in die Zukunft" und Interner Link"Jurassic Park" konnte man sich besonders auf Neuinterpretationen der alten LucasArts-Helden Sam & Max und Guybrush Threepwood ("Monkey Island"-Serie) freuen. Viele dieser Spiele waren als Point & Click-Adventures angelegt, denen kleinere Action-Momente beigemischt wurden. Außerdem basieren technisch und auch stilistisch viele der Titel auf einer modernen 3D-Engine, die es ermöglicht, die sonst eher flachen Adventure-Welten nun in alle Richtungen zu erkunden. Wie schwierig dieses Unterfangen ist, musste bereits die große Genre-Schmiede LucasArts, aus der TellTale Games hervorgeht, mit teilweise missglückten Titeln wie "Escape From Monkey Island" erfahren: Während Kameraführung und natürliche Grenzen einer 2D-Spielwelt vergleichsweise einfach umzusetzen sind, birgt die 3D-Welt Tücken in Sachen Bedienkomfort und Orientierung. TellTale Games gelang es mit ihren Titel trotzdem weitestgehend erfolgreich, den schmalen Grat zwischen moderner, technisch anspruchsvoller 3D-Optik und vermeintlich überholtem Spielprinzip des inhaltlich anspruchsvollen Point & Click-Adventures zu beschreiten.

Der Zaun auf Herschels Farm muss verstärkt werden.Der Motel-Parkplatz wimmelt nur so vor Zombies.

Glücklicherweise verfolgte TellTale Games dieses Vorgehen auch bei ihrer Anfang 2011 angekündigten Computerspieladaption "The Walking Dead". Das ist unter vielerlei Hinsicht bemerkenswert: Zu den finanziell erfolgreichsten Titeln der letzten Jahre gehören selten Adventures. Aufwendige Simulationen, 3D-Shooter oder arcadelastige Konzepte mit Budgets in Hollywood-Blockbuster-Dimensionen haben das Adventure-Genre nahezu verdrängt. Zudem sind Adventures seit der Einführung von durchgängig gesprochenen Dialogen, realistischen Grafiken, Motion Capturing und weiteren 3D-Verfahren in der Produktion teuer geworden und deswegen ein wirtschaftliches Wagnis. Im Falle von "The Walking Dead" hat es sich dennoch für beide Seiten - also die des Spielers und des Entwicklers - ausgezahlt.

TellTale Games verfolgt auch mit diesem Spiel einen bereits etablierten Release-Zyklus: Das Spiel wird in Episoden (hier: fünf Stück) unterteilt und bereits nach Fertigstellung der ersten Episode zum Kauf angeboten. Dieses Vorgehen, das vergleichbar ist mit dem von populär gewordenen Crowdfunding-Projekten, hat für das Entwicklerstudio nicht nur den Vorteil, frühzeitig die eigene Produktion zu refinanzieren, sondern auch auf Spielerwünsche eingehen zu können. Dazu ist jede Episode vergleichbar mit einer Episode einer TV-Serie aufgebaut, also in sich abgeschlossen, allerdings mit einem Cliffhanger versehen, der die Spannung auf die Folgeepisode erhöht. Im Falle von "The Walking Dead" wurde außerdem das vom TV bekannte Vorschauformat übernommen, welches bei Episodenende auf actionreiche und dramatische Folgeepisoden blicken lässt.

Lee trifft einen alten Bekannten wieder.Die Untoten rotten sich vor der Drogerie zusammen, in der Lee und andere Überlebende ausharren.

In der ersten Episode wird der Spieler, falls er die Comics, die TV-Serie oder allgemein Zombiefilme noch nicht kennt, in die Apokalypse eingeführt, die über die Welt, speziell über den U.S.-Bundesstaat Georgia hereinbricht. Der Ex-Universitätsprofessor Lee Everett wird in einem Polizeiwagen auf der Interstate zum Gefängnis transportiert. Während er vom neugierigen Polizisten über die Hintergründe seiner Tat ausgefragt wird, deren Ursache im weiteren Spielverlauf eine gewichtige Rolle spielen wird, verdichten sich die Anzeichen für das heraufnahende Chaos: kryptische, aber beängstigende Nachrichten machen die Runde im Polizeifunk und ein Großaufgebot von örtlichen Einsatzwagen ziehen auf der Gegenspur vorbei. Lee kommt allerdings nicht mehr dazu, darüber nachzudenken, denn der Wagen erfasst eine plötzlich auf der Spur torkelnde Person und verunfallt in einem angrenzenden Waldgebiet.

Hat der Spieler vorab nur die Möglichkeiten gehabt, per Dialogoptionen ins Geschehen einzugreifen, muss er sich nun aus dem vergitterten Wrack befreien und in Sicherheit bringen, denn bereits nach kurzer Zeit tauchen die ersten Untoten im Dickicht auf. Dazu kann man sich auf natürlich begrenzten Pfaden in der 3D-Welt bewegen und mit Objekten bzw. Personen interagieren, die durch einen weißen Kreis mit Punkt gekennzeichnet sind. Das lästige Absuchen von Szenen nach Interaktionsmöglichkeiten entfällt demnach. Gleich zu Beginn wird ein zweites Feature offenbart: Nachdem Lee sich die Handschellenschlüssel vom toten Polizisten geholt und damit seine Fesseln gelöst hat, wird der Totgeglaubte auf einmal wieder lebendig. Nun muss man sich möglichst schnell vom kriechenden Zombie wegbewegen und mit zittrigen Fingern die Schrotflinte laden, um sich gegen das hungrige Monster wehren zu können. Benötigt man zu lange, ereilt Lee das selbe Schicksal wie den Polizisten und das Spiel ist mit einem "You are dead" beendet. Auch wenn es im Genre eher unüblich ist, den Spieler sterben zu lassen, passt es doch zum Horror-Umfeld von "The Walking Dead" und erhöht die Spannung.

Das Motel-Gelände ist erobert und gesichert.Lilly ist streitsüchtig.

Allerdings genügt ein simpler Tastendruck, um das Spiel beim letzten automatischen Speicherpunkt wieder aufzunehmen. Ein manuelles Speichern ist nicht vorgesehen, weswegen es vorkommen kann, dass man sich abermals durch Dialoge und Handlungsoptionen wälzen muss. Leider wurde keinerlei Möglichkeiten eingebaut, Dialoge oder Zwischensequenzen zu überspringen, womit das erneute Spielen bis zur kniffligen Sequenz etwas langatmig geraten kann.
Grundsätzlich ist "The Walking Dead" also ein dialoglastiges Point & Click-Adventure, was insofern gut zum Konzept passt, weil auch die Vorlage ihre Spannung überwiegend aus dem Zwischenmenschlichen bezieht, welches vor allem in Gesprächen gepflegt wird. Zwar entstehen aus der Untotensituation heraus auch viele Action- und Suspense-Momente, doch die erzählerische Tiefe und Charakterentwicklung überwiegt. Abermals ist die Entscheidung, ein Adventure zu kreieren nachvollziehbar. Ein reiner Shooter als Portierung der Comics bzw. der TV-Serie ist zwar ebenfalls naheliegend, aber muss gegenüber dem hier vorliegenden Titel ebenso ideenlos wie langweilig erscheinen. Das bewies unlängst das in den Kritiken weithin durchgefallene "The Walking Dead: Survival Instinct".

Das TellTale-Team hat den Gesprächen der Charaktere durch die Wahl von markanten, professionellen Sprechern ordentlich Leben eingehaucht. Allerdings klickt man sich nicht endlos durch Dialogfetzen, sondern wird nahezu jeden Satz verfolgen wollen - für Nebensächlichkeiten und Smalltalk ist in der postapokalyptischen Welt kaum Platz. Besonders ab Episode 2 wird es auch sehr relevant, welche Antworten man in Schlüsselgesprächen wählt: Das virtuelle Gegenüber spürt, ob man ihn in Geheimnisse einweiht oder Sympathien entgegenbringt und kann daran im späteren Spielverlauf Entscheidungen festmachen. TellTale ermuntert den Spieler sogar, die verschiedenen Optionen mehrfach durchzuspielen, denn es kann sowohl interessant sein, Lee diplomatisch agieren zu lassen, als auch ihn harte, nahezu abweisende Gespräche führen zu lassen. Allerdings ist bei Auswahl des Dialogs nicht sofort klar erkennbar, welche Auswirkungen er auf den jeweiligen Dialogpartner bzw. in Wortgefechten auf die Gruppe haben wird.

Lee und Mark reparieren den Generator.Die letzte Entscheidung war keine gute für Lee.

Auch die Action-Einlagen prägen den nichtlinearen Charakter des Spiels: Bereits in Kapitel 1 muss man bei Zombieangriffen schnelle Reflexe beweisen und gegebenenfalls darüber entscheiden, welchem angegriffenen Gruppenmitglied man die helfende Hand reicht:
Auf der Farm des Ruheständlers Hershel Greene wird die Gruppe medizinisch versorgt, muss allerdings ein wenig beim Bau der schützenden Geländeumzäunung helfen. Als mehrere Zombies die Barrikaden durchbrechen, muss Lee entweder den Farmerjungen helfen oder dem einfältigen Sohn von Kenny und Katjaa, den ebenfalls hierher geflüchteten Wohnmobilbesitzern. Die folgende Loyalität einer der beiden Gruppen erkauft man sich demnach über ein Menschenopfer. Noch tragischer ist jene Entscheidung, die man im verbarrikadierten Lebensmittelladen zwischen der Reporterin Carley und dem Mechaniker Glenn treffen muss. Auch hier wird nur einer der beiden überleben können, was besonders schicksalhaft ist, weil sich zwischen den beiden eine Beziehung anbahnt.

TellTale nutzt das Entscheidungssystem nicht nur, um das Spiel spannender zu gestalten und bei erneutem Durchspielen abwechslungsreich zu halten, sondern wertete dieses auch aus: Welche Wege die Spielercommunity gewählt hat, sollte für die Entwicklung der jeweiligen Folgeepisoden relevant sein. Übrigens wird dem Spieler bei Episodenabschluss ein Statistikbildschirm angezeigt, indem er erfahren kann, ob die eigenen Entscheidungen der der Community ähneln.
Besonders überrascht wird man sein, wenn im letzten Kapitel alle Entscheidungen zusammenführen. Im Gespräch mit einem Unbekannten, dem Lee schon länger nachjagt, muss er sich für diverse Taten oder auch Untaten rechtfertigen. Mich begeisterte an dieser Stelle vor allem das Bewusstsein, dass sämtliche durch Ben getätigte Entscheidungen tatsächlich Konsequenzen hatten, die über die jeweilige Episode hinausgingen. Plötzlich fühlt sich das Spiel real an. Diesem interessanten Aspekt wird zusätzlich Rechnung getragen, indem nach Abschluss aller fünf Kapitel die Schlüssel-Interaktionen mit allen relevanten Spielfiguren zusammengefasst werden.

Lillys Vater ist nicht nur streitsüchtig, sondern regelrecht cholerisch.Kenny entdeckt eine seltsame Schlachterei.

Aber solange muss man als Spieler dieses Zombie-Epos nicht auf den Höhepunkt warten, denn jede Episode ist für sich gesehen durchsetzt mit kleinen Höhepunkten.
Die Gruppe stößt immer wieder auf Neuankömmlinge, muss aber auch Verluste beklagen. Weil jede dieser Figuren eine sehr tiefe Charakterisierung erfährt, macht es Spaß, sich mit ihnen zu unterhalten oder auch zu streiten oder ihnen zuzusehen, wie sie Partei für etwas ergreifen. Protagonist Lee muss sich nicht nur gegen die Zombies zur Wehr setzen, sondern sich auch in der Gruppe starken Willen zeigen, die von Missmut, psychische Erschöpfung, Hunger und Angst geplagt ist. Immer wieder werden sie von Zombies angegriffen und müssen deswegen ihren sicheren Zufluchtsort aufgeben. Bereits in Episode 1 macht man sich von der Farm aus auf in die Stadt, trifft sich dort mit anderen in einem verbarrikadierten Gemischtwarenladen und zieht dann weiter in ein Motel. Von dort aus geht es weiter in einer Wagenkolonne, die bald auf die Schiene umsattelt, um in einen größeren Ort namens Savannah zu gelangen. Dabei hat jede Figur ihre eigene Motivation, die Reise ins Ungewisse fortzusetzen: Während Ben hofft, für sich und Clementine einen sicheren Zufluchtsort in der Stadt zu finden, sind andere auf der Suche nach ihren Angehörigen. Die Kleinfamilie Kenny und Katjaa mit ihrem etwas einfältigen Sohn Duck haben sogar die Höffnung, ein funktionierendes Boot und genügend Sprit zu finden, um damit eine einsame, sichere Insel ansteuern zu können.

Noch auf der Flucht versucht Lilly den schüchternen Ben zur Rede zu stellen.Im Wohnmobil geht es vom Motel aus fort ...

Darüber hinaus bekommen es die Flüchtlinge mit feindlich gesinnten Menschen zu tun. Ebenso wie die Comics und die TV-Serie durchzieht diese Gefahr nahezu jede Episode. In Episode 2 ist der Banditenangriff noch schnell abgewandt, doch spätestens in der Stadt Savannah sehen sich Lee und seine Mitreisenden einem totalitär geführten, unerbittlichen Regime gegenüber, welches sein Revier mit aller Macht gegen Neuankömmlinge verteidigt. Szenen von aufgetürmten, gepfählten und teilweise noch untot zuckenden Leichenbergen erinnern an die morbide Stimmung von Interner Link"Apocalpyse Now".
Trotz der comichaften Stilistik ist "The Walking Dead" nicht zimperlich, wenn es um Darstellung von Gewalt geht. Das Blut sieht zwar kaum realistisch aus, aber zerfaulte Untote und so manche böse Verletzung der Protagonisten erzeugen ein unwohliges Gefühl. Besonders kribbelig wird es immer dann, wenn ein Zombie urplötzlich ins Geschehen hereinbricht und das Gefühl von Sicherheit wegbläst. Oft muss Lee dann unter Zeitdruck Entscheidungen treffen und mit Waffen gegen die Bedrohung ankämpfen.

... bis der Weg an einem blockierenden Zug endet.In den Straßen von Savannah gibt es noch jede Menge Untote.

Makel hat das abwechslungsreiche, atmosphärisch dichte Spiel kaum, es gibt sie allerdings:
Wer hochauflösende, höchst detaillierte Grafiken erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein, denn "The Walking Dead" sieht man deutlich seine handgezeichnete Herkunft an. Texturen auf Hintergründen erinnern deswegen an Aquarell- oder manchmal auch Kreidezeichnungen, welchen der Detailgrad so mancher computergenerierten Grafik fehlt. Allerdings wertet dieser Abstraktionsgrad die Atmosphäre des Spiels auf, zumal dieses Vorgehen bei Indie-Studios beliebt ist, um sich gegenüber fotorealistischen Konkurrenzprodukten abzuheben. Auch die Bewegung der Figuren ist etwas nicht so flüssig wie in machem Toptitel. Allerdings lässt sich auch das auf stilistische Gründe zurückführen, denn Zwischensequenzen weisen die selben typischen Bewegungsabläufe wie Spielsequenzen auf und sollen möglicherweise einen etwas comichaften Wesenszug aufweisen.
Im Vergleich zu klassischen Adventures ist der Interaktionsgrad geringer, denn anwählbare Objekte und Personen werden durch einen kleinen weißen Kreis hervorgehoben. Das macht "The Walking Dead" vergleichsweise linear und einfach, denn das eigene Inventar ist begrenzt und es werden selten Dinge miteinander verknüpft. Der Hauptteil der Spielzeit wird durch Gespräche ausgemacht.
Außerdem müssen sich die Entwickler eingestehen, dass die Figur Molly, auf die man im vierten Teil trifft, mit etwas unrealistischen, physischen Attributen ausgestattet ist, denn sie kann mühelos Fassaden hochklettern. Auch die Fähigkeiten einiger verletzter Akteure ab Kapitel 4 erinnern eher an einen hirnlosen Action-Film als an ein gutes Adventure.
Auch muss man sich im Klaren darüber sein, dass der Horror-Anteil gering ausfällt. "The Walking Dead" versteht sich als Drama im Zombie-Genre, dem ein paar kurze Action-Momente hinzugefügt wurden. Es mag an diversen Stellen eine leicht unheimliche Atmosphäre versprühen und ein paar gorige Effekte zeigen, allerdings besitzt es kein per Definition düsteres Setting und setzt auch wenig auf Effekte.

Das bis vor kurzem nur als Download erhältliche Spiele wurde Mitte 2013 vom deutschen Publisher Flashpoint mit Untertiteln eingedeutscht und als Box-Version vertrieben. Wer sich das Spiel lieber auf Download-Portalen wie Steam kauft, kann sich mittels eines Community-Patches deutsche Untertitel und Menüs einbauen.
Außerdem ist mittlerweile die Zusatzepisode "400 Days" erschienen, welche neue Protagonisten einführt und eine verwobene Geschichte aus deren Blickwinkel erzählt. Staffel 2 des PC-Spiels wird ebenfalls in einzelnen Episoden veröffentlicht und ist bereits zur Vorbestellung freigegeben. Voraussichtlicher Veröffentlichungstermin ist Ende 2013.

Auch wenn es hier unten untot riecht - die Zombies trauen sich nicht in die Kanalisation.Über den Dächern von Savannah.

Für Fans der TV-Serie oder des Comics ist das vielfach preisgekrönte, hochgelobte Adventure "The Walking Dead" eine echte Entdeckung wert, denn die Hintergrundgeschichte erinnert nur vage bzw. motivisch an die Vorbilder, erzeugt dafür aber neue Charaktere und eine neue Geschichte mit überraschenden Wendungen. Seit vielen Jahren konnte ich kein so ergreifendes Spiel mehr spielen. Allerdings muss man ein Faible für gute Geschichten haben, durch die man sich durcharbeitet. Wer seine Spielfigur am liebsten aus der Ego-Perspektive ballernd durch die fiktiven Welten schickt, ist hier falsch.



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Natürlich ist Lee komplett unschuldig - oder doch nicht?
Der Polizist hat den Crash nicht überlebt, hat aber noch die Handschellenschlüssel am Bund.
Uh-oh ... Lee hat's erwischt!
Wer oder was hat nur die Leiche so weit vom Wrack weggeschleppt?
Hier kommt die Antwort, denn die malerische Szene wird von den ersten Untoten durchbrochen.
Eine ausgestorben erscheinende Wohnsiedlung ist Lees nächster Zufluchtsort.
Allerdings macht es den Eindruck, als ob hier so mancher Küchenunfall stattgefunden hat.
Auf dem Anrufbeantworter versuchen verzweifelte Eltern ihre Tochter Clementine zu erreichen - erfolglos!
Der erste nähere Kontakt mit einem Zombie und die erste Action-Sequenz.
Noch mal gut gegangen, der Hammer hat Lee das Leben gerettet.
Lee und Clementine wurden für Zombies gehalten.
Die Nacht bricht über das Land herein, Lee und seine Gefolgschaft muss Unterschlupf suchen.
Ein Weg führt zu einer Farm.
Clementine zieht es nach Savannah, weil sie dort ihre Eltern vermutet.
Eine Zombie-Attacke lässt Farm-Besitzer Herschel zur Waffen greifen.
Die Apokalypse hat auch diesen kleinen Vorort erfasst.
Dass die Dialoge von Lillys Vater rot hervorgehoben werden, passt zu dessen unfreundlicher Art.
Für ein wenig Humor ist selbst in der ausweglosesten Situation noch Zeit.
Kenny, Katjaa und ihr Sohn Duck sind verzweifelt und auch ein wenig verstört.
Im Hinterzimmer der Drogerie macht ein blutverschmierter Boden wenig Hoffnung darauf, Überlebende zu finden.
Die Hintertür ist verrammelt.
Beim Motel treiben sich jede Menge Untote herum. Wer aus der Deckung gerät, muss um sein Leben fürchten.
Irene ist ein wenig mit den Nerven runter und sieht auch sonst nicht sehr lebendig aus.
Mit einem Trick werden die Zombies abgelenkt.
Der Untoten rechts klebt noch ein Werkzeug im Rücken.
Clementine ist vergleichsweise tough für ihr Alter.
Mark hilft Lee bei der Jagd auf Essbares - eine ähnliche Szene leitet eine Folge der <span onmouseover="Tip('USA 2010-????&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Originaltitel:&lt;/b&gt; Walking Dead, The');" onmouseout="UnTip();"><img src="/images/intLink.png" alt="Interner Link" class="wvl" /><a href="/bluray/review/398,Walking-Dead-The-Die-komplette-erste-Staffel">TV-Serie</a></span> ein.
Larry ist sehr erzürnt darüber, einen weiteren hungrigen Überlebenden aufnehmen zu müssen.
Das Motel ist vorerst sicher, aber auch langweilig.
Katjaa als ausgebildete Ärztin versucht den Verletzten zu retten ...
... der sich allerdings schon umentschieden hat und wiedergekehrt ist.
Ben erzählt, wie sehr seine Mitschüler von der Katastrophe mitgerissen wurden.
Zwei Brüder bitte um Hilfe und führen einen Teil der Gruppe zu einer nahe gelegenen Farm.
Die Farm ist idyllisch und dank Elektrozaun auch vor relativ sicher vor Streunern.
Unbekannte greifen Lee mit Pfeil und Bogen an.
Kenny versucht schon wieder, seine Interessen der Gruppe aufzudrängen. Aber eigentlich ist er harmlos.
Andrew, der mit seiner Familie die Farm vor Macon bewohnt, beschreibt die Wesenszüge der Zombies.Lilly versucht sich für ihren Vater zu rechtfertigen.
Lee und Danny von der Farm auf der Jagd ...
... wo sie auf eine verrückte, gefährliche Frau treffen.
Eine kranke Kuh gibt keine Milch.
Die Familie St. John lädt zum Festmahl.
Allerdings ist Lee unruhig und versucht zu erkunden, was im oberen Stockwerk des Hauses vor sich geht.
Gerade eben hat sich eine weitere Tragödie abgespielt.
Der Regen sorgt für einen Generatorausfall, weswegen der schützende Elektrozaun ausfällt.
Lee entdeckt ein schreckliches Geheimnis.
Diese Action-Sequenz muss etwas anders gelöst werden als man vermutet.
Abermals bricht die Apokalypse aus, doch Clementine ist tapfer.
Wenn Lee allein durch verlassene Gebäude läuft ...
... kann man sich schon denken, dass es nicht gut ausgehen wird.
Lee wird von Clementine aufgefordert, das Walkie Talkie mitzunehmen.
Ein seltsame Zeichen im Motel weist darauf hin, dass hier hier irgendwas nicht stimmt.
Lee äußert sich zum ersten Mal gegenüber der Gruppe über seine Vergangenheit.
Es wird nicht das letzte Mal bleiben, dass die Lebenden größere Probleme als die Untoten bereiten.
Ein seltener Moment im Spiel, der auf Shooter-Action setzt - wenn auch nur kurz.
Auf der Flucht bieten sich grauenvolle Szenen.
Kenny gibt den Ton an, hat aber nicht viel zu sagen.
Ein Lokomotive verhindert das Weiterkommen der Gruppe.
Auch ein Schraubenschlüssel kann als Waffe dienen.
Kenny soll sich in die Zugbedienung einarbeiten.
Ein Obdachloser hat sich ein Wagenabteil zum neuen Zuhause gemacht.
Aus dem Hintergrund naht der nun fahrende Zug heran.
Abermals entwickelt sich ein hoffnungsvoller Moment zu einem enorm tragischen.
Clementine soll sich wehren können und bekommt deswegen das Schießen beigebracht.
Chuck hat sich bereit erklärt, mit nach Savannah zu reisen.
Ein weitere Nachricht, die allerdings auch eine Falle sein kann.
Lee und Clementine erhoffen sich als Team eine größere Überlebenschance anstatt allein vorzugehen.
Dieser abgestürzte Tanklastzug blockiert die Eisenbahnstrecke.
Im Hintergrund nahen Hundertschaften von Zombies.
Angekommen in Savannah!
Savannah scheint komplett menschenleer - allerdings sind auch keine Untoten in Sicht!
Ein seltsamer Fremder meldet sich über das Funkgerät.
Dieser Zombie sollte aus irgendeinem Genre-Film bekannt vorkommen.
Die Gruppe hat sich in die Nähe einer Villa gerettet.
Das Haus scheint leer, aber so genau weiß man das noch nicht.Dieser Zombie ist dermaßen ausgemerkelt, dass er kaum noch eine Gefahr darstellt.
Die Straßenzüge sind verbarrikadiert und verlassen.
Eine Barriere von Leichen soll andere Überlebende abschrecken.
Wer hier nicht schnell genug ist, hat die Schleicher im Nacken sitzen.
Das wenige Licht in der Kanalisation hilft Lee, sich vor weiteren Zombies zu verstecken.
Lee hätte nicht geglaubt, dass hier unten noch Menschen leben ...
... die ihm anfangs wenig freundlich gestimmt sind.
Allerdings kann Lee den Doktor überreden, den Verletzten in der Villa zu helfen.
Kenny versucht Ben auf seine Seite zu ziehen.
Für Clementine sind die Expeditionen häufig zu gefährlich.
In der Garage steht tatsächlich das von Kenny vielbeschworene Motorboot.
Allerdings fehlt eine Batterie, die es nur im Crawford-Viertel zu holen gibt.
Sämtliche Häuser in Savannah sind mit dieser seltsamen Kodierung versehen.
Die physischen Fähigkeiten sind selbst für einen toughen Einzelgänger-Typ, wie Molly es ist, etwas zu viel.
Solange der Zombiekopf durchguckt, kann die Tür nicht geschlossen werden ... also gut zielen!
Das zweite und letzte Mal, dass man sich in einem 3D-Shooter wähnt.
Christa, Ben und Vernon verstehen nun, was es mit Crawford auf sich hatte.
Wenn man Molly in Aktion sieht, ist es schwer zu glauben, dass ihr jeh etwas zustoßen könnte.
Die Flucht durch den Glockenturm ist die einzige Option ...
... denn in einer hitzigen Action-Sequenz wird die Gruppe von hereinströmenden Beißern verfolgt.
Diesen Brocken hat schon mal jemand versucht zu erlegen.
Hilft man Ben oder rettet man sich selbst? Sehr sympathisch war Ben nicht in letzter Zeit ...
Zurück im Anwesen macht sich eine gewisse Gelähmtheit breit.
Der nächste Morgen: Wo ist Clementine abgeblieben?
Ende der Episode 4: Die Entscheidungen anderer Spieler werden in Vergleich zum eigenen Vorgehen dargestellt,
Kein schöner Zufluchtsort: eine Leichenkammer.
Wie haben die Zombies nur die Fahrstuhltür aufbekommen?
Es sieht so aus, als ob das Anbringen der Nachricht "No help" jäh unterbrochen wurde.
Lee muss sich einen Notfallplan für Clementine ausdenken.
Kenny und Lee sind abermals von Zombies umzingelt und müssen schnellstmöglich handeln.
Zurück auf dem Dach muss man irgendwie zur anderen Seite gelangen.
Lee wählt den direkten Weg ...
... der aus einer Aneinanderkettung von schnell zu entscheidenden Action-Momenten besteht.
Endlich hat Lee den seltsamen Fremden ausfindig machen können, der ihm Einblicke in seine eigene Tragödie liefert.
Um weiter voran zu kommen, müssen sich Lee und Clementine "tarnen" - wer die Serie kennt, weiß, was nun folgt!
Eine unwirkliche Szene: Der Beginn eines verheißungsvollen, neuen Tags markiert den Übergang zur zweiten Staffel dieses Ausnahmespiels.



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