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Clive Barker's Undying

"Horror House"

Clive Barker's Undying

Electronic Arts

Dreamworks Interactive

veröffentlicht: 15.05.2001
Genre: Horror-Action/Adventure
Altersfreigabe: ab 16 Jahre
gespielt auf: PC (ab Windows 95)
Multiplayer-Modus: nein
Anforderung: ab 400 MHz, 64 MB RAM, 350 MB HDD, 8x CD-ROM, DirectX 8.0
Soundkarte: ja
Grafik: ab 640x480, 16bit
Irland im Jahr 1923. Patrick Galloway folgt dem Hilferuf seines Freundes Jeremiah Covenant. Zusammen dienten sie im ersten Weltkrieg. Hier kam Patrick zum ersten mal mit der Welt des Übernatürlichen in Kontakt. Jeremiah hingegen sammelte seine ersten Erfahrungen mit Okkultismus in seiner frühen Jugend. Er und seine vier Geschwister fanden ein uraltes Buch in der Bibliothek ihres Vaters. Auf einer Insel, die einst von Mönchen für ihre kultischen Zwecke gebraucht wurde, führten sie ein Ritual aus dem Buch durch. Aus dem Spaß in der Kindheit wurde jedoch tödlicher Ernst. Kaum erreichten sie das Erwachsenenalter, fiel einer nach dem anderen dem Wahnsinn anheim. Bis auf Jermiah starben alle. Dennoch hält sie ihr körperlicher Zustand nicht davon ab Jeremiah aus dem Jenseits zu quälen. Da er um sein Leben fürchtet schreibt er Patrick Galloway um seine Hilfe an.

Patrick reist mit einem Boot nach Irland.Im Ersten Weltkrieg müssen Patrick und Jeremiah es mit seltsamen Gestalten aufnehmen.

Dieser verdankt seinem Freund das Leben und sieht es als seine Pflicht an ihm beizustehen. Kaum auf dem Convenant Anwesen angekommen wird die Präsenz von metaphysischen Mächten offenbar. Visionen suchen Patrick heim, Jeremiahs Diener werden von hundähnlichen Bestien dahingemeuchelt, Geistererscheinungen sorgen für schröckliche Momente und hin und wieder scheint sogar die Einrichtung des Hauses zum Leben zu erwachen.

Wenn vor der Haustüre schon eine Leiche baumelt ist die Party nicht zwingend schon vorbei.Friss Blei du Mist-Töle!

Horrorgeschichten werden auf dem PC zumeist in Form von Adventures dargereicht. "Undying" präsentiert sich jedoch als waschechter Egoshooter, der mit leichten Adventure- und Rollenspielelementen verfeinert wurde. So gilt es immer wieder Gegenstände zu finden, die man an anderer Stelle einsetzen kann um in der Geschichte fortzuschreiten. Meistens handelt es sich dabei allerdings lediglich um Schlüssel. Unser alter Ego Patrick kann sich nicht nur mit konventionellen Argumentationsverstärkern wehren, sonder darf neben Schrotflinte und Pistole noch mit exotischen Schießprügeln wie Speerwerfern, einer magischen Sense und diversen Zaubersprüchen dem Gegner eins über den Pelz brennen.

In einer Parallelwelt trifft man auf diese rabenartigen Wesen.Jeremiah in der Mitte umgeben von seinen mittlerweile verstorbenen Geschwistern.

"Undying" gestaltet sich recht actionorientiert, wie sich das für einen Ego-Shooter gehört, weiß aber auch spannungsfördernd ruhige Momente einzustreuen. Man streunt beispielsweise durch die Hausbibliothek und plötzlich gehen Kerzen aus, Bücher fallen aus den Regalen und eine unheimliche Soundkulisse wird beschworen. Der Sound zählt auch fast acht Jahre nach Erscheinen des Spiels noch zu den Highlights im Genre und sorgt auch heute noch für einen wohligen Schauer auf dem Rücken.

Am Abgrund baut sich aus dem Nichts eine Treppe auf.Ständig reist man zwischen dem Anwesen und den umliegenden Orten hin und her.

Für Schauer sorgt zwar auch die Optik, aber eher im negativen Sinne. Nur selten lassen sich aus heutiger Sicht schöne Momente erblicken. Doch 2001 war die Grafik, die auf der "Unreal Tournament"-Engine basierte, ein Hit. Die Außenareale sind recht karg, die Räume nur spärlich möbliert und viele Texturen sind augenkrebsfördernd. Viele Animationen wirken steif und etwas ungelenk. Die künstliche Intelligenz der Gegner rangiert etwa zwischen Heidi Klum und einer Alge, was dafür sorgt, dass man zumeist mit Kamikazetaktiken rechnen muss. Die Levels sind alle relativ kurz und nicht sonderlich komplex aufgebaut - ein Tribut an die damalige Rechenpower - genaues Umschauen ist jedoch Pflicht, da es unter anderem Artefakte zu entdecken gilt, mit denen man Zaubersprüche auflevelt.

Ein kichernder Poltergeist wirft mit Gegenständen nach uns.Blutlachen sind hier sehr übertrieben. Eine Sense macht eben keine kleinen Wunden.

Dafür passt aber die Stimmung im Spiel. Die Story wird in kurzen Zwischensequenzen, aber vor allem in Texten erzählt, die sich automatisch in Patricks Tagebuch eintragen. Diese sollte man unbedingt lesen um der Geschichte folgen zu können. Allerdings muss man Lust und Laune mitbringen sich das Ganze auf Englisch reinzupfeifen, denn eine deutsche Übersetzung oder Untertitel für die Dialoge sucht man vergebens. Ansonsten kann es durchaus passieren, dass man nicht mehr weiß, wo es weiter geht. Und die anschließende Suche kann durchaus entmutigend sein.

Diese Magierin hat einen Schutzschild gewirkt. Das wird ihr auch nicht das Leben retten.Fliegende Köpfe mit Krallen? Der Entwickler geizt nicht mit schrägen Designs.

Insgesamt ist die Geschichte für einen Ego-Shooter relativ vielschichtig und weiß Gruselfans zu begeistern. Allein einige der einzelnen Elemente wie ein okkultes Ritual, ein einsames Herrenhaus an der Küste Irlands, Geister, Dämonen und ein alter Familienfluch sprechen geradezu klassische Motive an. Das macht Lust auf mehr. Hier zeigt sich, dass man mit dem amerikanischen Horrorautor Clive Barker (Interner Link"Hellraiser - Das Tor zur Hölle", Interner Link"Cabal") einen fähigen Erzähler an Bord holen konnte. Manchmal macht man, wenn man lieber aufhören würde, doch noch weiter, weil man unbedingt wissen will wie es denn weiter geht. Zudem wird die Geschichte hin und wieder mir abwechslungsreichen Wendungen gewürzt. Beispielsweise muss man um ein Artefakt zu erlangen in der Zeit zurück reisen, indem man in einen See springt. An anderer Stelle wird man in seinen Träumen in eine andere Welt gezogen, die Oneiros genannt wird. Das wurde so geschickt gemacht, dass man oft von einem Raum im Haus in diese Parallelwelt läuft, nur um festzustellen, dass die Tür, durch die man kam, nicht mehr existiert.

Die Totenköpfe kann man herbeizaubern und wie Bomben auf Gegner schleudern.Eines der wenigen - heute noch - optischen Highlights: Ein See verformt sich in Echtzeit zu einer Wassersäule.

Nach und nach erkundet man die Geheimnisse der Familie Covenant, spürt eines der Geschwister nach dem anderen auf, trifft auf einen alten Feind aus dem Krieg, kämpft gegen Skelette, Zauberer, Bestien, Piraten, Mönche, Geister und groteske Monstren.
Zwar heimste "Undying" sehr viele gute Kritiken ein, konnte sich aber am Markt leider nicht durchsetzen. Laut Wikipedia wechselten weltweit nur 25.000 Exemplare den Besitzer. Ein Beweis dafür, dass Qualität nicht mit guten Verkäufen belohnt wird. Denn für seine Zeit war "Undying" ein Kandidat, der in der oberen Liga mitspielen konnte. Leider konnte aber aufgrund der geringen Verkäufe keine Fortsetzung finanziert werden, die die offenen Handlungsstränge zu einem Ende gebracht hätte.
Horror- und Gruselfans, die mit damit leben können, ein Spiel mit toller Story zu zocken, dessen Motor aber nur ein mittelmäßger Shooter ist, sollten unbedingt mal einen oder zwei Blicke riskieren.



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Wie es sich für ein Horror-Game geziemt fängt <b>"Undying"</b> in einer mondbeschienenen Nacht an.
Patrick ist schon am Anfang ganz schön nervös.
Komm da runter, damit ich dich nochmal töten kann!
Wir erlangen einen neuen Zauberspruch.
Das Journal, in dem alle neuen Einträge nachzulesen sind.
In der "Geistersicht" gestaltet sich das harmonisch Familienportrait ein wenig anders.
Ein Viech, dem Tentakel oder die eigenen Eingeweide raushängen. Lecker, oder?!
Physik spielt in der Parallelwelt Oneiros keine Rolle.
Die Leiche blutet an die Decke ... war <span onmouseover="Tip('USA 1984&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Originaltitel:&lt;/b&gt; Nightmare On Elm Street, A&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Alternativtitel:&lt;/b&gt; Nightmare - Mörderische Träume&lt;br /&gt;Elm sokagi kâbusu&lt;br /&gt;Erumu gai no akumu&lt;br /&gt;Freddy 1 - Les griffes de la nuit&lt;br /&gt;Griffes de la nuit, Les&lt;br /&gt;Koszmar z ulicy Wiązowej&lt;br /&gt;Koszmar z ulicy Wiązów&lt;br /&gt;Nightmare dal profondo della notte&lt;br /&gt;Nightmare on Elm Street&lt;br /&gt;Nightmare on Elm Street - Mörderische Träume&lt;br /&gt;Painajainen Elm Streetillä&lt;br /&gt;Terror på Elm Street');" onmouseout="UnTip();"><img src="/images/intLink.png" alt="Interner Link" class="wvl" /><a href="/dvd/box/review/1276,Nightmare-On-Elm-Street-A">Freddy</a></span> auch da?
Kein einfacher Spiegel, sondern ein Portal.
Das bleibt nicht lange friedlich.
Schätzchen, du hast ganz schön nachgelassen.
Gib mir fünf!
Mit dem Ektoplasma zu treffen grenzt manchmal an ein Kunststück.
Jepp, Patrick ist Linkshänder. Eher ungewöhnlich für Ego Shooter.
Mittels eines Zaubers kann man tote Gegner wiederbeleben.
Der Spiegelsee fungiert als Zeitmaschine. Einfach rein springen ...
... und schon wird aus der Ruine ein intaktes Kloster.
War ja klar, dass man selbst in der Vergangenheit das Kloster zerstört.
Kein Kuss beim ersten Date!
Nun ist Sense!
Weiber! Da schlägt man ihnen den Kopf ab und sie können immer noch nicht den Mund halten.Dann halt anzünden und wegwerfen. Hauptsache das Biest ist entsorgt.
Ich hatte noch nie einen grünen Daumen.
Eine Art fliegende Muräne? Örks!
Wir untersuchen die Insel auf der Jeremiah mit seinen Geschwistern das Ritual durchgeführt hatte.
Der Schutzschildzauber hält ganz schön was aus.
Der Leuchtturm weckt schon fast Erinnerungen an <span onmouseover="Tip('USA 1980&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Originaltitel:&lt;/b&gt; Fog, The&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Alternativtitel:&lt;/b&gt; Fog - Nebel des Grauens, The&lt;br /&gt;John Carpenter\47s The Fog&lt;br /&gt;Fog - Nebbia Assassina, The');" onmouseout="UnTip();"><img src="/images/intLink.png" alt="Interner Link" class="wvl" /><a href="/dvd/review/614,Fog---Nebel-des-Grauens-The">"The Fog"</a></span>.
Der Leuchtturmwärter trauert um seinen ermordeten Sohn.
Krasser Mundgeruch!
Jeremiahs Geschwister nerven ganz schön.
Jetzt mutiert der auch noch. Könnte ein härterer Kampf werden als gedacht ...
... aber dieser Werwolf kommt einem zu Hilfe.
Mönche bringen im ersten Jahrtausend nach Christus ...
... ein Opfer dar. Sieht nicht so aus als ob der Kerl sich darauf freut.
Hey, die Totenköpfe werden ganz schön nervös, wenn man sie nicht abfeuert.
Hier wirds ganz schön fiddelig mit der Steuerung: Dieser Strom soll uns ins obere Stockwerk tragen, wir bleiben aber meist an der Decke hängen.
Oneiros hat uns wieder.
Offene Brust-OPs sollte man nicht ohne Schmerzmittel durchführen.
Einer der wenigen Momente unter Wasser.
Mittels des Wasserdampfs ...
... öffnen wir ein Tor im Stockwerk darüber.
Hin und wieder leidet Patrick unter Albträumen.
Holzauge sei wachsam!Yeah, Baby! Gib mir alles!
Und wer muss wieder alles sauber machen?!
Keisinger lernt jetzt wo der Frosch die Locken hat.
Man sollte dem Geist nicht zu lange beim Malen zuschauen.
Sonst wird man von dem Viech von Hinten überrascht.
Mich hats aus dem Zimmer ins ... Nirgendwo gesaugt ... noch etwa 2 Sekunden bis zum Game Over.
Der Kerl mit dem Stöckchen kann sich teleportieren.
Aaron hat nun endlich wieder eine physische Gestalt und kann erledigt werden.
Ein Geist sucht uns des Nächstens heim.
Im Fiebertraum gelangen wir in eine fremde Welt, in der die Menschen fast wie in der Steinzeit leben.
Fred Feuerstein erprobt seinen Finishing Move an Patrick. AUTSCH!
Hier schön zu sehen: Pfeile bleiben in den Körpern stecken.
Noch so eine mutierte Fratze, die uns kennenlernen wird.
Zurück auf der Insel begegnen wir ...
... dem totgeglaubten Jeremiah.
Ups, ich wollte doch nix kaputt machen!
Ich sags ja immer wieder: Der Mann war blitzgescheit.
Ob <i>Lovecraft</i> bei dem Viech feuchte Träume bekommen hätte?!



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