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The Last Stand

"Guck mal wer da klopft!"

Armor Games.com

Con Artists

veröffentlicht: April 2007
Genre: 3D-Action/Arcade
Altersfreigabe: ungeprüft
gespielt auf: PC (Windows, Flash-basiert)
Multiplayer-Modus: nein
Anforderung: moderat
Soundkarte: ja
Grafik: SVGA (Auflösung variabel)
Zombie-Flash-Gemetzel, die Zweite.
Nachdem mir "The Endless Zombie Rampage" ein paar vergnügliche Stunden bereiten konnte, ging die Suche nach ähnlich gearteten Spielen im Netz los. Schnell und immer wieder tauchte dabei der Name "The Last Stand" auf. Das auf mehreren Seiten frei angebotene Spiel wurde in höchsten Tönen gelobt und errang in den Hitlisten die obersten Ränge.


Wie bereits erwartet ist das Spielprinzip und die Grundlage dafür sehr einfach: Die Welt wurde von Zombies überrannt und man ist auf sich allein gestellt. Eine Pistole und eine relativ verlässliche Barrikade soll die anrückenden Zombiehorden abwehren. Nur wie lang kann man sich vor den gefährlichen Untoten schützen? Pünktlich mit Anbruch der Dämmerung blasen diese zum Sturm auf unsere spartanisch eingerichtete Bastion. Vom linken Bildschirmrand aus rücken sie an und werden erst durch die aufgeschütteten Sandsäcke blockiert. Wehe, wenn sie diesen zu nahe kommen und unseren Schutzwall, der ganz klassisch die Lebensenergie im Spiel mit 100% angibt, niederreißen, denn dann wird es tödlich für uns. Abhilfe schaffen ein paar gezielte Schüsse auf Gliedmaßen und Kopf, um die Brut auf Abstand zu halten.

"The Last Stand" erweist sich als klassischer Shooter, bei dem wir das Geschehen seitlich verfolgen und unsere Figur lediglich vertikal bewegen, um die auf verschiedenen Spuren eintreffenden Zombies besser treffen zu können. Das Zielen erfolgt halbautomatisch, die Waffe legt also auf das nächstgelegene Ziel an, welches sich in etwa auf Höhe der Spielfigur befindet oder in Richtung des Fadenkreuzes zeigt. Trotzdem hat "The Last Stand" vielen reinen Arcade-Spielchen einiges voraus: Es macht einen Unterschied, welche Stelle der Zombies man trifft. Kopfschüsse sind natürlich effektiver und führen zeitweise zu einem explodierenden Kopf und anschließender Blutfontäne. Ja, es geht mal wieder richtig derb zur Sache! Auch andere Gliedmaßen lassen sich abschießen, wobei dem Spiel hier nicht allzu viel Tiefgang angedeutet werden sollte: Das Resultat jedes Treffers wird schlicht im Zufallsverfahren ausgewertet.


Nun wäre das Prinzip der nächtlichen Angriffswelle, die jeweils dem Sonnenaufgang abklingt, über mehrere Runden hinweg nicht gerade erquicklich, wären da nicht ein paar mehr fesselnde Faktoren eingebaut. Zu allererst sollten die schlurfenden Antagonisten erwähnt werden, die nicht nur in ihrer Geschwindigkeit sehr variabel sind - einige rennen förmlich auf unsere Basis zu und sollten schleunigst gestoppt werden -, sondern auch in ihrem Auftreten für Abwechslung sorgen. Die gezeichneten Sprites rekrutieren sich, wie man es eben aus jedem besseren Zombiefilm seit Interner Link"Dawn Of The Dead" kennt, aus den verschiedensten Gruppierungen und Schichten der Bevölkerung. Da taumeln dickbäuchige Männer heran, Hausfrauen, Beamte, bereits halb zerfressene Jugendliche und selbst Hunde versuchen sich an der Eroberung der Barrikade. Einige von ihnen rennen uns förmlich die Bude ein, wie es bei Interner Link"28 Tage später", beispielsweise der Fall war, andere, z. B. die gut gepanzerten Polizisten und die noch besser geschützten, ehemaligen Spezialeinheiten, die nur in Kopfhöhe wirklich verwundbar sind, wackeln gemütlich auf den Spieler zu, bis ihnen eine oder meist mehrere Kugeln Einhalt gebieten. Selbst der (nun traurige) Clown wird das Opfer unserer Schießwütigkeit.


Wer nun glaubt, man wäre nur nachts aktiv, um die Zombies zu dezimieren, der irrt gewaltig. Am Tag ist man damit beschäftigt, die Lage vor Ort zu sondieren und die Zerstörungen der vorherigen Nacht zu reparieren. Auf einem Bildschirm kann man dazu 12 Zeitstunden auf drei Tätigkeiten verteilen. In einer lassen sich weitere Mitstreiter suchen, die uns bei der Verteidigung und den Reparaturarbeiten unterstützen. Je mehr Zeit man hier zuteilt, umso höher sind die Chancen, Überlebende zu finden, die während der Angriffsphase in unserer Basis erscheinen. Bis zu 6 weitere Personen lassen sich unterbringen, wobei deren Treffgenauigkeit je nach mitgebrachter Waffe variiert. Denn natürlich kann ein Jagdgewehr wesentlich mehr anrichten als eine einfache Pistole. Auf Waffensuche lässt sich tagsüber auch gehen. Ein kleiner Fortschrittsbalken zeigt an, wie lang man noch braucht, bis die nächste Waffe gefunden wird. Dabei kommen unter Umständen einige der Mitstreiter abhanden, beispielsweise durch einen gegnerischen Zombieangriff. Dafür können fortan jeweils zwei interessante Ballermänner aus der Waffenkammer ausgewählt werden, die von den Pistolen über die Schrotgewehre, MPs und MGs bis hin zur Kettensäge und dem Scharfschützengewehr reichen. Neben der Durchschlagskraft - das Scharfschützengewehr kann gut und gern drei hintereinander aufgereihte Zombies mit einem Schuss aufhalten - spielt natürlich die Magazingröße und die Nachladezeit eine große Rolle, wobei hier keine konkreten Zahlen in der Waffenkammer angegeben werden. Die letzte Auswahlmöglichkeit zwischen den täglichen Aktivitäten sollte keine große Rolle spielen: die Reparatur. Pro Stunde und pro anwesendem Menschen lassen sich 5 Prozent Barrikade wieder instandsetzen. Wehrt man die Zombies jedoch frühzeitig ab, wird man diese Option möglicherweise nie benötigen und kann stattdessen auf Waffen- und Überlebendensuche gehen.

Zurück auf dem Schlachtfeld, welches sich im Rundenverlauf mit den Leichen der Untoten und viel Blut füllt, darf man die neuen Goodies ausprobieren und den Kameraden bei der Arbeit zuschauen. Die Kettensäge als herrlich übertriebenes Tötungsinstrument (nennt man es überhaupt so bei Untoten?) ist zwar nur auf kurze Distanz ausgelegt, so dass man die Gegner stets bis an die Absperrung heranlassen muss, dort wird dann aber kurzer Prozess mit ihnen gemacht. Nach 20 Tagen und Nächten ist der ganze Spuk dann vorbei und ein Militärhubschrauber sollte am Himmel erscheinen, der uns mitnimmt. Dazwischen sind immer wieder lustige Randbemerkungen in den Bildschirmen der Basis zu sehen.


"The Last Stand" holt grafisch vermutlich alles heraus, was zur Zeit im freien Spielemarkt möglich ist. Das verlangt zwar nach hoher Prozessorleistung - Flash-Spiele sind selten hochperformant, lassen sich aber, wie auch hier, auf drei Qualitätstufen einstellen -, ist aber sehr schön anzusehen, weil man gekonnt den gezeichneten Stil mit atmosphärischen Hintergrundbildern verbindet. Allzuviel zu bestaunen gibt es zwar nicht, weil die Levels stets gleich aufgebaut sind und sich nur in Anzahl und Aussehen der Gegner unterscheiden, dafür macht "The Last Stand" aber sehr viel Spaß. In circa einer halben Stunde hat man das relativ leichte Spiel durchgezockt, welches während des Kampfes eine schnelle Maushand und während der Tageszeiten ein wenig Glück im simulierten Tagesbildschirm erfordert. Für eine gelungene Effektuntermalung auf den Computerboxen ist gesorgt und die Darstellung gibt sich übertrieben blutig, wie man es erwartet. Zwar sind einige Szenen brutal, verflachen aber auf Grund angestrebter Auflockerungen an anderen Stellen wieder. Die Danksagungen an George A. Romero, Peter Jackson und Danny Boyle in den Credits geben also bereits sehr gut die angestrebte Richtung vor. Für Kinderaugen ist das natürlich gänzlich ungeeignet, andererseits wird kein atmosphärischer Hintergrund aufgebaut, der für Horrorfilm-Liebhaber von Interesse sein könnte. "The Last Stand" besticht vielmehr mit eingängiger, kurzweiliger Action-Attitüde und macht die eine oder andere Mittagspause zur blutig-rohen, vergnüglichen Auszeit vor dem Computer.
Gibt es überhaupt Kritik anzubringen, dann jene, dass auch "The Last Stand" die Tiefe fehlt, um mehr als nur kurzweilig zu sein. Was könnte man aus dem Prinzip alles machen, wenn man es weiter verfeinert? Nur wäre dies wahrscheinlich für eine frei arbeitende Software-Truppe wie es Con Artists sicherlich ist ein schwieriges Unterfangen.

Das Spiel wird im Netz zum sofortigen Spielen angeboten. Voraussetzungen sind ein moderner Browser und eine aktuelle Flash-Version.

Nachtrag Okt. 2014: Dem ersten Teil wurden mittlerweile drei Fortsetzungen nachgeschoben. "The Last Stand 2" und "The Last Stand 3" erweitern das Spielprinzip um taktische Elemente, während "The Last Stand: The Dead Zone" eine interessante Multiplayer-Variante aus isometrischer Ansicht darstellt.



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Die Erklärung der Steuerung
Das Ende eines Levels, bei dem stets die Sonne aufgeht, unter der wir sicher sind 
Eine voll aufgestockte Mannschaft hilft beim Verteidigen, muss aber erst gefunden werden
Auch wenn das Spielprinzip stupide ist, macht es kurzweilig Spaß - auch dank verschiedenster Gegner
Ein gezielter Kopfschuss prasselt auf die zwei dicken Frauen ein
Die Herren in Gelb arbeiteten vermutlich einst für die Regierung
Zwei gefährliche Gegnersorten: Rennende Zombies und gut gepanzerte SWAT-Mitglieder
Selbst ein Clown ist zu den Untoten übergegangen
Aus dieser Entfernung sind die Zombies noch keine Bedrohung ...
... wenn sie dann aber direkt vor der Verteidigung stehen, beschädigen sie diese
Ganze Zombie-Wellen wollen abgewehrt werden
Am Ende jedes Tages kann man 12 Stunden in die Reparatur der Basis, das Suchen von Überlebenden oder das Entwickeln neuer Waffen stecken
So sieht es aus, wenn die Waffenkammer voll ausgestattet ist
Gleich ist es wieder vorbei
Blutige Effekte sind natürlich Teil dieses Spiels
Selbst die Armee wurde zombifiziert und ist nun natürlich ein harter Brocken für unsere Gemeinschaft
Abermals ein rennender Zombie, der schnellstmöglich abgewehrt werden sollte ...
... was auf diesem Bild nachgeholt wird
Allein ist es manchmal ziemlich schwierig, der Lage Herr zu werden
Unsere Spielfigur hat es nicht geschafft ...
... dagegen hat sie es aber auf diesem Bild bis ins letzte Level durchgehalten



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