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A Nightmare On Elm Street

"Sweet dreams are made of this"

A Nightmare On Elm Street

Westwood

Monarch

veröffentlicht: 1989
Genre: 2D-Action/Arcade
Altersfreigabe: ungeprüft
gespielt auf: PC (DOS)
Multiplayer-Modus: nein
Anforderung: gering
Soundkarte: nein
Grafik: EGA
Nachdem die Horror-Ikone Freddy Krueger auf der NES-Konsole bereits Erfolge erzielen konnte, brachten die später mit Adventures und Echtzeitstrategiespielen überaus erfolgreichen Westwood Studios 1989 ihre eigene, von der Vorlage abweichende Interpretation der Geschichte um Interner Link"A Nightmare On Elm Street" auf dem PC heraus. Speziell orientiert sich das Spiel an den ersten beiden "Dream"-Teilen der "Nightmare"-Serie (Renny Harlins Interner Link"A Nightmare On Elm Street 4 - The Dream Master" [1988] und Chuck Russells Interner Link"Nightmare on Elm Street 3: Dream Warrior" [1987]), versucht aber nicht, Storyelemente zu kopieren oder gar eine eigene Handlung zu kreieren, denn die Hintergrundgeschichte ist denkbar einfach: In der Rolle einer der Teenager aus der dem dritten Teil, also Kincaid, Kristen, Will, Nancy oder Taryn, muss man versuchen, durch verschiedene Levels zu kommen, um Joey zu retten.


Das Spielprinzip kennt man wahrscheinlich aus "Zelda" oder aber neueren Titeln wie "Indiana Jones Desktop Adventures" und ist sehr arcade-lastig ausgefallen: Aus der Vogelperspektive bewegt man seine Figur über eine planare Karte, um dort Gegenstände einzusammeln, gegen kleine Monster zu kämpfen, Labyrinthe zu erkunden, Fallen auszuweichen und irgendwann bis ins tiefste Level der Traumwelt vorzustoßen, wo man Joey finden muss und zum letzten Mal gegen Freddy antritt. Das klingt alles sehr einfach und ist anfangs auch spielerisch so zugeschnitten, dass es selbst Kinder bei der Steuerung nicht überfordern dürfte. Den Einstand gibt die Suche nach Freddys Haus, wobei dieser uns bereits auf der Übersichtskarte verfolgt und versucht ist, uns Lebensenergie abzuziehen. Die nennt sich hier "Soul" und markiert gleichzeitig den aktuellen Müdigkeitsgrad. Schwindet dieser Balken gen Null, dann ist die Figur so tief eingeschlafen, dass sie von Freddy in der Traumwelt besiegt wurde und demzufolge auch in der realen Welt stirbt - man kennt diese Regel bereits aus dem Film.


So richtig beginnt das Spiel erst, wenn man ins erste Level hinabsteigt. In den verschiedenen Tiefen von Freddys Universum muss man stets den Ausgang zur nächsttieferen Ebene finden und manchmal auch einen seiner Mitstreiter befreien, die irgendwo geknebelt (oder schlafend?) liegen. Dabei kämpft man stilgerecht gegen Gespenster, Skelette oder sogar fahrende Rollstühle, die man mit Waffen wie dem Baseballschläger, einem Messer, einem Gewehr oder sogar einer Kettensäge in sehr kurzen Schlagabfolgen besiegen muss. Dazu wird natürlich Munition bzw. Batterien (für die Säge) benötigt, die man entweder in den Levels aufsammeln oder am Automaten kaufen kann, so fern man denn genügend Gold zusammengerafft hat. Die Gegner zu überwinden ist kein großes Problem, nur Freddy, der sich höchst selten persönlich sehen lässt, braucht mehr als 3 Treffer, um zu verschwinden. Dafür rächt sich jener an den noch zu findenden Charakteren, denen er Schaden zufügt. Wenn einer der Vermissten stirbt, ist das Spiel zwar nicht vorbei, aber schade ist es trotzdem. Außerdem mischt sich Freddy regelmäßig in die Rätsel ein, indem er ein paar lustige Sprüche per Textmeldung hinterlässt. Meist führt er den Spieler in die Irre, baut unsichtbare Teleporter auf oder verändert urplötzlich Teile der Umgebung. Die Verbindung zum Film wird also hier sehr deutlich, denn auch dort wurden die Teens durch die Welten von Freddy gehetzt und mit allerlei phantastischen Kreaturen - Ausgeburten ihrer Ängste - konfrontiert, während Freddy diese Hatz zum reinen Vergnügen begleitete.

Damit das Spiel nicht allzu zeitig langweilig wird, müssen verschiedene Hebel umgelegt oder Plattformen in der richtigen Kombination gedrückt werden, um in Folgebereiche gelangen zu können. Das und die vielen Fallen lassen die Lebensenergie sehr schnell schwinden. In späteren Levels, in denen sich die eigenen Eigenschaften schrittweise erhöhen, wird man sehr oft auf die Nonne Amanda treffen, die sich darüber lustig macht, dass wieder ein Teenager ins Gras gebissen hat. Wir erinnern uns: Amanda wurde in Interner Link"A Nightmare On Elm Street 5 - The Dream Child" (1989) als Mutter von Freddy Krueger vorgestellt, die durch eine Massenvergewaltigung hunderter Irrer und Verbrecher schwanger wurde und ebenso wie Freddy selbst als ruhelose Seele umherirrt.


"A Nightmare On Elm Street" bietet sicherlich kurzweiligen Spaß, denn die simple Umgebung wird schnell intuitiv und lässt anfangs auch schnelles Weiterkommen ermöglichen, aber wie jedes Spiel steigt der Schwierigkeitsgrad bald happig an und die stets ähnlich aussehenden Levels lassen Ernüchterung aufkommen. Im Bereich von Atmosphäre bleibt das Spiel selbst hinter dem unterhaltsamsten, lustigsten Teil der Serie zurück, weil das Spielprinzip austauschbar ist und wenig Potenzial für spannende Momente besitzt. Ich möchte sogar behaupten, dass es von Spielern, die die Filme nicht kennen (gibt es die?) vielleicht gar nicht bzw. nur schwach als Horror-Spiel empfunden wird. Zumindest ein positiver Impuls lässt sich "A Nightmare On Elm Street" dann aber doch zuschreiben: Möglicherweise haben sich die Macher der Filmserie für jene witzigen Szenen des 1991er Interner Link"Freddy's Dead: The Final Nightmare" vom PC-Spiel inspirieren lassen, in denen Freddy sich in seinem eigenen Videospiel bewegt.



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