Login 18er Bereich
"Bats" oder "Black Mask 2: City of Masks") begnügen musste.


"Exit Wounds" wieder, dass hier Profis am Werk waren, die mehr als nur einen fix herunterkurbelten B-Ostblockactioner in die Videotheken pressen
wollten. Mit Tracee Stanley und Elie Samaha waren zwei erfahrene Produzenten tätig, die nur leider ein erschreckend gutes Gespür für groß angelegte Flops wie "Battlefield Earth: A Saga of the Year 3000", "Driven" oder
"Ballistic: Ecks vs. Sever" entwickelt haben und nur wenige Kassenschlager auf der Habenseite verbuchen können. Auch "Into The Sun" ist nur eine zwiespältige Angelegenheit, doch dazu später mehr.
"Mortal Kombat"-Film "Mortal Kombat: Devastation" inszeniert, merkt man seine Vergangenheit als Videoclipregisseur positiv an. "Into the Sun" ist von einer edlen Hochglanzoptik geprägt, die ihn durchaus wie einen kleinen Michael Bay-Film aussehen lässt. Bei 35 Millionen Dollar Budget war ein ordentlicher optischer Eindruck aber auch zu erwarten. Bleibt die Frage, warum er sich actionmäßig so zurückhält. An der Inszenierung gibt es jedenfalls soweit nichts auszusetzen.
"Jeepers Creepers",
"Jeepers Creepers II") haben. Der demnächst auch die beiden nächsten Seagal-Filme "Today You Die" und "Mercenary" inszenierende Kameramann, findet ungeheuer viele Postkartenmotive Tokios. Seine Erfahrenheit macht sich besonders bei den Schwenks über das nächtliche, atemberaubend schöne Lichtermeer Tokios, ein Fest für die Augen, bezahlt. Ergänzend dazu sei noch Stanley Clarke ("Passenger 57", "The Transporter") erwähnt. Sein Score ist vorwiegend lokal geprägt und passt sich sehr gut den japanischen Schauplätzen an. Und trotzdem kann Steven Seagal hier nicht an alte Erfolge anknüpfen. Warum?


kaugummiartig auseinanderzieht. Es mangelt "Into the Sun" an Stringenz und vor allem an einer interessanten Story. Als C.I.A.-Agent (Zum wievielten mal eigentlich?) Travis Hunter wird Seagal hier in einen Machtkampf der Yakuza verwickelt und zieht als dritte Partei sein eigenes Ding durch. Steven Seagal selbst sei hier schauspielerisch kein Vorwurf zu machen. Auch wenn das im Film nicht deutlich wird und er wie üblich sehr emotionslos agiert und trockene Oneliner auch erst zum Schluss zum Einsatz kommen, scheint er hier zumindest etwas abgenommen zu haben und kämpft auch wieder selber. Die Tritte stammen mit Sicherheit nicht von ihm und sein Kopf ist ab und an auch verdächtig oft außerhalb des Bildes, aber Schlagkombinationen von ihm selbst sind hier durchaus zu entdecken. Leider darf er bis zum Finale nur einmal ran.
Kreisen respektierte Travis Hunter ist weitgehend bekannt und fragt sich durch Clubs, Bars und Läden, um Informationen zu gelangen. Das geschieht übrigens hauptsächlich japanisch, weswegen der Großteil des Films untertitelt wird. Nebenher wird wieder der unsympathische, junge, fiese Unterweltstratege, der mit den Chinesen im Bunde ist, gezeigt. Zwischendurch dürfen sich die Mafiosos auch untereinander bekabbeln, planen was sie gegeneinander unternehmen können und so weiter und sofort. So wirklich interessant ist wird das aber leider nie. Hätten Steven Seagal und Joe Halpin ("Today You Die", "Black Dawn") nun einen wirklich spannenden Thriller geschrieben, wäre die Actionarmut auch nicht so relevant. Aber die ewigen Dialoge nehmen "Into the Sun" einiges an Unterhaltungswert. Zudem ist eine gewisse Schludrigkeit beim Charakteraufbau festzuhalten. Matthew Davis ("Tigerland",
"Urban Legends: Final Cut", "Blue Crush") wird als F.B.I.-Agent und so eine Art Lehrling Travis zur Seite gestellt, ist aber für den Verlauf des Films komplett irrelevant und tritt deshalb auch verfrüht ab. Weder entwickelt sich eine Chemie zwischen den beiden, noch kann Mac Entscheidendes zum Fall beitragen. Was mir hier ein wenig fehlt, ist ein Blick in die Welt der Yakuza. Es wird zwar erwähnt, dass die neue Generation sich nicht mehr an die Regeln und Traditionen hält, doch woraus die sich nun begründen, wird nicht weiter erläutert. Stattdessen müssen wir uns mit Steven Seagal sehr hölzern durch eine Romanze quälen - bekanntlich nicht seine Paradedisziplin.


tatsächlich sieben Trailer auf die DVD zu bannen, aber zum Film selber gibt es nichts. Dafür gibt es umso mehr Tonspuren. Neben Ungarisch, Tschechisch und Englisch, gibt es natürlich eine deutsche Synchronisation, welche wirklich gut geworden ist. Jedoch fragt man sich schnell, was das Studio geritten hat, so ein heilloses Sprachdurcheinander zu fabrizieren. Überwiegend spricht Seagal Japanisch und stellenweise Englisch. So zumindest in der Originalfassung. Jetzt kommen die Deutschen und synchronisieren Seagal in fast jeder Szene, mischen hin und wieder Japanisch rein und untertiteln Szenen, bei denen man in der deutschen Fassung keine Dialoge hört. Seine Gesprächspartner sprechen überwiegend Japanisch, untereinander dann wieder Englisch, dann wieder Japanisch, nur um in nächsten Moment Englisch und Japanisch zu kombinieren. Nun, ich meinte eigentlich Deutsch, aber ich glaube ihr wisst was ich meine. Hier hat man nach ein paar Minuten echt keine Lust mehr und schaltet lieber komplett auf die englische Spur um und schaut den Film im Original mit optionalen deutschen Untertiteln. Dabei ist der Sound gar nicht mal so schlecht, überzeugt für eine neue Produktion aber nur bedingt. Die Dialoge sind überwiegend gut zu verstehen, erscheinen stellenweise aber etwas zu leise in einigen Szenen (überwiegend in den Szenen wo Japanisch gesprochen wird). Allgemein wirkt der 5.1 Track etwas zu frontlastig und bietet nur wenige bis keine direktionale Effekte. Die Rears werden hierbei recht gut für den Score und den Umgebungsgeräuschen benutzt, was dann auch recht gut klingt und auch im Dynamikbereich überzeugen kann. Es beschränkt sich aber auf den Score, denn gerade beim Showdown, der komplett
ohne Hintergrundmusik auskommt, merkt man erst einmal, dass sich das gesamte Geschehen auf die Frontkanäle beschränkt und selbst der Subwoofer bleibt stumm. Der englische Track klingt leider ebenfalls nicht besser, wirklich schade ...


"Kill Bill"-Bitch Chiaki Kuriyama (nur Cameo)) hieven den Film auf ein professionelles Niveau, das Steven Seagal wohl nie wieder mit einem seiner Filme erreichen wird. So engagiert (Produzent, Drehbuchautor, Musik, Hauptdarsteller) hat man ihn jedenfalls schon lange nicht mehr gesehen. Mit mehr Action wäre hier wesentlich mehr drin gewesen. Die DVD aus dem Hause Sony erscheint mit einer "Keine Jugendfreigabe" völlig ungeschnitten, bietet aber keinerlei Extras, eine solide Bildqualität und einen recht schwachen Dolby Digital-Ton. Für Seagal-Fans mit Sicherheit eine lohnende Anschaffung, eine bessere DVD gibt es weltweit nicht.































![]() | |
![]() | Druckbare Version |
![]() | ![]() |