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"Metropolis" ab dem 22.11.2010 endlich auf Blu-ray und DVD


Am 22.11.2010 erscheint Fritz Langs Klassiker "Metropolis" in der restaurierten Fassung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in 2 Versionen in England auf Blu-ray Disc und DVD. Es wird eine Blu-ray Disc/Doppel-DVD-Special Edition mit 56-Seiten-Booklet sein, die u.a. einen Audio-Kommentar sowie die bereits im Rahmen der TV-Ausstrahlung auf arte gezeigte Dokumentation "Die Reise nach Metropolis" enthält. Das Set erscheint neben der BD/DVD Special Edition auch als Standard Blu-ray Edition und als Doppel-DVD Edition. Die Blu-ray Disc/Doppel-DVD-Special Edition wird in einem Steelbook veröffentlicht.

Die Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung, unter deren Regie die Restauration durchgeführt wurde, hüllt sich bislang über eine Blu-ray Disc-Veröffentlichung in Deutschland in Schweigen und spricht lediglich davon, dass voraussichtlich Ende 2010 eine DVD-Veröffentlichung geplant sei. Zunächst soll "Metropolis" ab Herbst auch in einigen Kinos zu sehen sein.

Wir haben für euch Bestell Links zu Amazon beigefügt.

Ausstattung der Editionen:

- 150-minute reconstructed and restored 2010 version (including 25 minutes of footage previously thought lost to the world)
- Wraparound embossed sleeve
- Pristine new HD transfer (1080p)
- New 2010 symphony orchestra studio recording of the original 1927 Gottfried Huppertz score in 5.1
- Newly translated optional English subtitles as well as the original German intertitles
- Full-length audio commentary by David Kalat and Jonathan Rosenbaum
- Die Reise nach Metropolis (2010, 53 minutes)
- 2010 re-release trailer
- 56-page booklet featuring archival interviews with Fritz Lang, a 1927 review by Luis Buñuel, articles by Jonathan Rosenbaum and Karen Naundorf, and restoration notes by Martin Koerber and more!

Trailer zur restaurierten Fassung inkl. neue Szenen

(Klickt auf den Titel um den Trailer in Groß auf unserer Facebookseite zu sehen.)

Über Metropolis in der restaurierten Fassung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung:

Nachdem 2008 in Argentinien eine METROPOLIS-Fassung auftauchte, die den Zuständigen dort doch sehr lang vorkam, konnten Experten in Deutschland bestätigen, dass es sich um zusätzliche 25 Minuten Handlung (zu der 2001er Restaurierung) handelte. Mitte 2008 wurde ein Expertenteam auserkoren, dass die Rekonstruktion der Premierenfassung von 1927 leiten sollte. Anke Wilkening von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden, Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek in Berlin und Dirigent Frank Strobel machten sich umgehend an die Arbeit. Ein Leitfaden für die Szenenabfolge war dabei die Filmmusik von Gottfried Huppertz. Die Partitur der Premierenfassung existiert noch und dort sind alle Szenen genau dokumentiert. Frank Strobel untersuchte die Partitur und lieferte dem Restaurationsteam einen Plan für das Wiedereinfügen der neu gefundenen Szenen. Tragisch an der Sache ist nur, dass das Material in einem jämmerlichen Zustand war. In den 70er Jahren wurde eine argentinische 35 mm Nitro-Kopie auf 16 mm Film umkopiert und das 35 mm Material verschwandt. Dabei wurden viele Schäden wie Laufschrammen und Schmutz mitkopiert. Dadurch wurden Schäden und Schmutz Bestandteil des 16 mm Films.
Nachdem man weltweit nach einer Firma gesucht hatte, die die Restaurierung dieses Materials übernehmen sollte, entschloß man sich schließlich wieder für die ALPHA-OMEGA digital GmbH in München, die die 2001er Restaurierung erfolgreich durchgeführt hatte. Das Restaurierungskonzept von ALPHA-OMEGA-Produktionschef Thomas Bakels kam am besten bei der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung an. Klassisch-chemische Restaurierungsverfahren bringen bei dem 16 mm Material gar nichts, da die Schäden einkopiert sind und herkömmliche digitale Verfahren versagen ebenso, weil es keine Frames gibt die unbeschädigte Szenen enthalten, aus denen man Daten herauskopieren könnte. Sogar Herr Bakels selbst hielt das Material anfangs für nicht restaurierbar. Schließlich wurde für die Restaurierung aus dem Stegreif, innerhalb von 2,5 Monaten, eine neue Software entwickelt. Die Funktionsweise dieser Restaurierungs-Software ist grundsätzlich anders als bei allen auf dem Markt erhältlichen Restaurierungstools.
Statt defekte Bildbereiche mit sauberen Bereichen aus anderen Frames zu ersetzen, findet innerhalb der defekten Frames eine Farbkorrektur der Schäden statt. Und zwar so, dass das menschliche Auge die Schäden kaum noch als störend wahrnimmt. Nach dem Einscannen des Materials bei Arri wurde innerhalb von 2 Wochen die Bildstandskorrektur der Szenen durchgeführt. Danach begann die eigentliche digitale Restaurierung. Die “RettMagic” genannte Software, die auf 3 unabhängigen, sehr leistungsstarken 64-Bit-Windows-PCs (mit 8GB RAM und extrem schnellen Festplatten) ca. 2 Wochen lang gerechnet hat, wurde direkt mit DPX-Datein (Digital Picture Exchange) aus dem Arri-Filmscanner gefüttert. Anschließend wurde jeder Pixel jedes Frames über den Zeitverlauf auf Farbänderungen analysiert. Schnelle Farbänderung, bei Schnitten oder Lichteffekten, betreffen, über die Zeit gesehen, immer den gesamten Frame. Normale Bewegungen im Bild ändern sich meist in einer zeitlich geordneten Reihenfolge. Störungen hingegen sind Dirac-Imuls-artige Farbänderungen, die nur eine beschränkte Anzahl von Pixeln betreffen. Somit simuliert “RettMagic” das Sehverhalten des menschlichen Auges und korrigiert die Farbwerte der Störungen so, dass sie dem menschlichen Augen nicht mehr so stark als Störungen auffallen.

Quelle: www.hd-reporter.de



Restaurationsvergleich:

(In den Ewigen Gärten (Beschnitt-Vergleich der argentinischen Fassung mit 35 mm Nitro-Material aus Neuseeland)


Inhalt:
Der Industriemagnat Johann Fredersen herrscht über die zweigeteilte Stadt METROPOLIS. In den Hochhäusern residieren die Herren, die Arbeiter leben tief unter der Erde. In den "ewigen Gärten", in denen sich die Söhne der Reichen vergnügen, taucht Maria auf, die Heldin aus der Unterstadt, und plädiert für die Befreiung der Unterdrückten. Freder, der Sohn des Herrschers, bewundert die Frau und verliebt sich in sie. Sein Vater beauftragt den Erfinder Rotwang, dem Roboter, an dem dieser arbeitet, das Aussehen Marias zu geben; die künstliche Maria soll die Arbeiter aufwiegeln, damit um so rigoroser gegen sie vorgegangen werden kann. Der Plan hat Erfolg; die wütenden Arbeiter zerstören die Maschinen, überfluten damit aber auch ihre unterirdische Stadt. Maria und Freder retten die Kinder; zum Finale reichen sich Fredersen, sein Sohn und der Werkmeister die Hand.

Fotos (c) Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung/Museo del Cine Pablo C. Ducros Hicken


Quelle(n): hd-reporter, Area-DVD
Autor(en): Daniel Pereé
letzte Aktualisierung: 24.09.2010, 22:37:21

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