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Nightmare Movies - A Critical Guide to Contemporary Horror Films (1st American Edition)

Autor:Kim Newman
Autor:Kim Newman
Verlag:Harmony Books
ISBN/EAN:0-517-57366-0
erschienen:07.10.1989

Sprache:Englisch
Format:Paperback
Seiten:255 Seiten, s/w

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From "Night Of The Living Dead" to "A Nightmare On Elm Street", from "Rosemary's Baby" to "The Texas Chainsaw Massacre", "Nightmare Movies" is the definitive guide to contemporary horror film. A new voice in film criticism, Kim Newman reviews hundreds of famous and obscure horror films with a rare level of critical intelligence, irreverance, and wit.


(Inhaltsangabe der Veröffentlichung entnommen)
Wieder ein englisches Genre-Buch und wieder muss man sich die Frage stellen, ob das Alter des Buches - diese erste amerikanische Auflage erschien im Winter 1989 - das Ansinnen des Werkes, einen Überblick über den "zeitgenössischen" Horrorfilm zu geben, zunichte macht. Über die modernen Filme wird man hier sicherlich nichts erfahren, Kim Newmans Weitsichtigkeit und Analysefähigkeit erscheint aber fast schon unheimlich, wenn er im letzten Kapitel einen kurzen Abriss bzw. eine Prognose auf die kommenden Genre-Jahre gibt und für die Zeit nach 1988 eine Stagnation des phantastischen Grusels vorhersieht, basierend auf eher oberflächlicher Unterhaltung und üblichen Teenie-Slashern ohne große Innovationen mit dem kleinen Lichtblick von Genre-Bastarden, die ihre Horror-Elemente nur zur Ausschmückung nutzen und damit seltene Ausbrüche aus dem festgefahrenen Schock-Kino ermöglichen.

Natürlich beginnt auch "Nightmare Movies" mit einer Retrospektive auf die Anfänge des Horror-Kinos, doch der Autor stellt von Beginn an klar, dass seine Interessen und damit auch Schwerpunkte seiner Publikation erst mit den britischen Hammer-Filmen Ende der 1950 auftauchen. Im Kapitel zuvor ("Shoot 'em in the Head ... or: The Birth of the Hate Generation") geht er ausführlich auf den in vielen Büchern als einen der wegweisendsten Horrorfilme dargestellten Interner Link"Night Of The Living Dead" ein, den er natürlich ausführlich auseinandernimmt. Newman zeigt bereits auf der ersten Seite, dass er einige sehr interessante und tiefgreifende Gedankengänge argumentieren kann, die vielen lexikalisch angelegten Füllwerken abhanden geht. Jeweils innerhalb eines Kapitels stellt er ihm alle bekannten Vertreter der Gattung mehr oder weniger kurz, aber stets textlich zusammenhängend vor und gibt dort bereits Einschätzungen zur Güte des Filmes. Auch wenn einige Kritiken den völligen Gegensatz zum heutigen Meinungsbarometer wiederspiegeln, kann Newman seine Meinung stets schlüssig untermauern. So kommt es, dass heute als Klassiker bezeichnete Produktionen in seinem Buch eher mäßig wegkommen können, er dafür aber mittlerweile untergegangenen Raritäten eine besondere Aufmerksamkeit zuteil werden lässt.

Grob zusammengefasst beginnt seine Unterteilung des Buches bei den lebenden Untoten ab "Night Of The Living Dead" und erstreckt sich dann über die klassischen Gothic-Grusel, Geistergeschichten, Psycho-Schockern, Teufelsvisionen dem Backwood-Genre bis hin zu italienischen Gore-Spektakeln oder völlig überdrehten "Weirdos". Seine umfassenden Kentnisse erlauben es dem Autor, zwischen ähnlich gearteten Produktionen Parallelen zu ziehen bzw. und so gleich Empfehlungen mit auf den Weg zu geben, auch wenn es nur in Form einer kurzen Titelnennung geschieht. Die Zuteilung zu einem Kapitel mag manchmal etwas seltsam erscheinen, aber auch hier kann Newman schnell klarstellen, welche Ideen jeweils dahinter stecken. Durch ganzseitige s/w-Aufnahmen wird das Buch aufgelockert, das Hauptanliegen ist aber klar beim Text zu suchen. Im Mittelteil werden die vier Regisseure Argento, Cohen, Cronenberg und DePalma jeweils in Unterabschnitten näher vorgestellt. Auch hier stimmt die Auswahl, denn so kann Newman den Genres noch einmal anhand repräsentativer Schlüsselfiguren auf den Grund gehen und zusammenhängende Filmografien als logische Entwicklung darstellen.

Gute Englischkentnisse sind übrigens vorausgesetzt und ebenso sollte man sich schon eingängig mit Horrorfilmen beschäftigt haben, denn die oft nur angerissenen Inhaltsangaben innerhalb von Aufzählungen reichen nicht, um sich erst mit den einzelnen Filmen bekannt zu machen. Hat man diese zwei Punkte erfüllt, wird man schnell von der kompakten Art beeindruckt sein, mit der Newman uns durch die modernen Errungenschaften des Horrorfilms leitet und uns einen immer größer werdenden, fundierten Überblick verschafft. Seine Schreibweise ist wie bereits erwähnt sehr detailliert und treffend, stellenweise auch pointiert und seine Einschätzungen verhalten sich stets sehr kritisch, lassen aber nie das Gefühl vermissen, von einem Fan geschrieben worden zu sein, der Herzblut in sein Projekt gesteckt hat. Somit eine absolute Empfehlung, denn "Nightmare Movies" ist sowohl vom Umfang als auch Inhalt genau das, was der Titel vorgibt zu sein.


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