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Creepy Images (Vol. 1 - 8)

Autor:diverse
Autor:diverse
Verlag:Kessler & Benzel GbR
ISBN/EAN:-
erschienen:Mai 2009 bis Oktober 2011

Sprache:Englisch
Format:DIN A5
Seiten:48 / 52 / 52 / 64 / 64 / 56 / 64 / 68 Seiten (jew. farbig)
Wer des Öfteren mal über eine Börse schlendert und nicht nur Ausschau nach der 14. Veröffentlichung von Interner Link"Freitag der 13." auf Blu-ray oder DVD hält, wird so manches mal seine Augen auf jenem phantastischen Ausstellungsmaterial weiden gelassen haben, mit welchem Film einst in den Kinos beworben wurden. Auch im Printbereich wurde dem Leser in den letzten Jahren dieses besondere Sammlerleidenschaft nähergebracht, u.a. in den stets reichhaltig bebilderten Büchern des MPW-Verlages.

An Interessenten, die noch tiefer in die Materie eindringen möchten, richtet sich das englischsprachige Magazin "Creepy Images", welches seit Anfang 2009 in unregelmäßigen Abständen und im Eigenvertrieb veröffentlicht wird. Im Editorial zur ersten Ausgabe erläutern die Autoren ihr Vorhaben, das mittlerweile bekannter gewordene Feld rund um Plakatmotive und Aushangmaterial noch etwas genauer zu beleuchten, indem Informationen speziell für Sammler dazu gegeben werden. Für die ist nicht nur von Belang, dass es Material zu diesem Film gibt, sondern auch, wodurch es von billigen Nachdrucken zu unterscheiden ist, welche Stücke es umfasst und wieviel Glück man benötigt, um noch an ein Exemplar zu kommen. Sämtliche besprochene Stücke sind im durchschnittlich 60 Seiten umfassenden Heft abgelichtet und damit für den Sammler katalogisiert.

Creepy Images Vol. 1 Creepy Images Vol. 2 Creepy Images Vol. 3 Creepy Images Vol. 4
Creepy Images Vol. 5 Creepy Images Vol. 6 Creepy Images Vol. 7 Creepy Images Vol. 8

Die Filmauswahl umfasst ausschließlich das phantastischen Genre. Besonders einschlägige italienische Werke der 1970er und 1980er Jahre sind vielfältig vertreten. Neben den stets im Originaltitel aufgeführten Filmen wie Interner Link"Profondo Rosso", Interner Link"Tutti I Colori Del Buio" und Interner Link"Apocalypse Domani" sind auch weniger oft ausgewerte Titel wie der spanische Interner Link"Dracula contra Frankenstein" und aus ebensolchem Lande stammende "Vampyres" (1974) in Wort und Bild vertreten.
Aber auch entfernte Länder werden beleuchtet. In Ausgabe zwei kommt man in den Genuss, den ebenso raren, wie sehenswerten Interner Link"Re-Animator"-Aushangsatz aus Japan betrachten zu können, der anders als die europäischen Pendants mit jeder Menge expliziter Szenen auf sich aufmerksam macht. In Ausgabe 7 ist der ebenfalls japanische Satz zu Interner Link"Demoni" abgelichtet.

Bei der Bebilderung darf man gern genau hinsehen, denn immer wieder fallen Details ins Auge, die für das Herkunftsland des Materials spezifisch ist. Manchmal sind das geschickt getarnte Zensurmaßnahmen, manchmal auch Zusätze, die man so an anderer Stelle nicht zu sehen bekommt. Über die Auswahl des aus diversen Ländern der Erde, vornehmlich aus europäischen, stammenden Materials kann ich keine Einschätzung abgeben. Fakt ist, dass selbst der Laie erkennen wird, dass er es mit seltenem Material zu tun hat, welches nicht eben grad auf eBay eingekauft wurde, um es fix abzulichten.

Leseprobe Creepy Images - Vol. 5

Neben dem Bildmaterial, welches teilweise aus renommierten Sammlungen stammt, sind ab der zweiten Ausgabe auch immer wieder themenspezifische Texte vertreten, die sich einem Genre oder einem Land widmen. Während Ausgabe 2 illustre und als sehr selten angepriesene Plakate aus Japan enthält, geht es in Ausgabe 3 und 5 um deutsche Motive der 1950er und 1960er Jahre. Italienische Posterkunst im Allgemeinen und der Giallo (Leseprobe hier) im Speziellen sind in Ausgabe 8 bzw. 4 vertreten. Regisseur Herschell Gordon Lewis wird mit seinen Werken in Ausgabe 7 vorgestellt. Allen Texten ist gemein, dass sie von Sammlern stammen, welche die Schmuckstücke ihrer Sammlung vorstellen und mit Besonderheiten zu Filmen bzw. Postern in Textform aufwarten. Besonders diese Bereiche haben mir sehr gut gefallen.

Die Qualität der vollfarbigen Abbildungen ist hervorragend. Kein Staubkrümel und vor allem auch keine Faltknicke trüben den Lesegenuss, von pixeligen Internet-Fotos ganz zu schweigen. Vor allem macht das dicke Hochglanzpapier diese Veröffentlichung zu etwas Besonderem, denn jede der Broschüren liegt schwer in der Hand. Kritik gilt lediglich der Abbildungsgröße: Weil das Heftchen, vermutlich aus Preisgründen, nur im A5-Format erscheint, geht hier und da die beeindruckende Optik abhanden, die man hinter einer A4-Abbildung vermutet.

"Creepy Images" richtet sich nicht nur an Sammler, sondern an Filmbegeisterte allgemein, die Spaß daran haben, die Filmhistorie beginnend bei den 1950er Jahren in Buch- bzw. Heftform zu entdecken. Das Projekt ist höchst begrüßenswert und die 6,50 Euro pro Ausgabe nicht zu viel, wenn man bedenkt, dass man pro Ausgabe wesentlich länger dran bleibt als an einem Jahressatz Cinema. Wer mehr wissen möchte, kann sich auf der Creepy-Images-Homepage umschauen, von wo aus sich die Ausgaben auch bestellen lassen.


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