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Horror-Lexikon

Autor:Christian von Aster
Autor:Christian von Aster
Verlag:Parkland
ISBN/EAN:3-88059-999-8
erschienen:2001

Sprache:Deutsch
Format:Hardcover, A5
Seiten:350 Seiten, s/w

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Ein illustriertes Nachschlagewerk und Lesebuch zugleich, das die gesamte Welt des Horrors in ca. 740 Artikeln lexikalisch darstellt.

Von Aasfresser bis Zyklop sind die Topoi des Schreckens aus Literatur, Film und bildenden Künsten versammelt: Stationen einer Reise in die Unterwelt - die Hölle.


(Inhaltsangabe der Veröffentlichung entnommen)
740 Artikel auf 350 Seiten im Taschenbuchformat sagt ja eigentlich schon alles. Leider ist das "Horror-Lexikon" genau das, was der Name vorgibt, nämlich eine zusammenhangslose Begriffserklärung, die als einzigen gemeinsamen Nenner die Horrorliteratur und den Horrorfilm besitzen. Der Reiz solcher Enzyklopädien ist natürlich gering, denn ein Durchlesen von vorn bis hinten macht wenig Sinn. Als Nachschlagewerk für Genre-Fans bietet es aber einige interessante Sachen, wenn man beispielsweise wissen möchte, was "Levitation", "Stalk'n'Slash" oder "Ektoplasma" bedeutet, falls man es denn nicht schon weiß. Natürlich machte sich der Autor auch Gedanken, wie man solch simple Begriffe wie "Beil" oder "Alkohol" aus dem trivialen Kontext reißt und er bringt diese in Zusammenhang mit psychologischen Hintergründen oder generellen Schemata der Phantastik, was positiv hervorsticht. Darunter befinden sich einige kleinere Abbildungen, die aber keinen großen Wert besitzen, außer den Text optisch etwas aufzulockern.

An sich ist das Anliegen des Buches begrüßenswert, Licht in dunkle Welt des Horror-Vokabulars zu bringen, durch die stark eingeschränkten Platzverhältnisse enttäuscht die Umsetzung aber auf ganzer Linie. Denn das "Horror-Lexikon" kann sich nur auf ein paar wesentliche Merkmale beschränken, erklärt Begriffe, über die an anderer Stelle ganze Bücher geschrieben werden, versucht sowohl auf alltägliche Begriffe einzugehen, aber auch Ausgefallenes aufzuzeigen. Und gerade die Auswahl von Themen lässt stark zu wünschen übrig. Natürlich sind klassische Motive stark vertreten und immer wiederkehrende Figuren, Personen oder Genres werden auch dargelegt, dann beginnt man aber, ein paar wenige und unter Horrorfans auch meist bestens bekannte Filme kurz abzureißen anstatt ein wenig in die Tiefe zu gehen. Hier darf niemand erwarten, dass auch nur ein kleinster Bruchteil oder ein systematisch wichtiger Teil davon aufgezeigt wird, denn das Thema ist zu vielschichtig. Das "Horror-Lexikon" macht eher den Eindruck, als ob man versuchte möglichst viele Dinge in Kurzform anzuschneiden, ist zum Lesen also völlig ungeeignet und als Nachschlagewerk zu lückenhaft. Zumindest wird stellenweise der Versuch unternommen, durch übergreifende Ansätze dem trockenen Charakter einer Enzyklopädie zu entgehen. Mit ein wenig Glück dürfte man hier schon für um die 5 € zuschlagen können, mir fehlt hier aber eindeutig die klare Linie.


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