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D 2006
Titel:Gruselkabinett 15 - Der Freischütz
Originaltitel:Jägerbraut, Die
Regie:Stephan Bosenius, Marc Gruppe
Buchautor:Johann August Apel
Dialogbuch:Marc Gruppe
Sprecher:Marius Claren, Jochen Schröder, Dagmar von Kurmin, Luise Helm, Tobias Kluckert, Jürgen Thormann, Inken Sommer, Heinz Ostermann, Evely Maron, Norman Matt, Uwe Büschken, Jürg Löw
Cover-Design:Firuz Askin, Alice Kaiser
Länge:67:39 Minuten (ungekürzt)
Vertrieb:Titania Medien
Freigabe:ab 15 Jahre



Inhalt
Eine kurfürstliche Gegend um 1800: Der junge Amtschreiber Wilhelm liebt des Försters Tochter Käthchen. Die einzige Möglichkeit, den Vater dazu zu bewegen, ihm die Hand der Geliebten zu gewähren, besteht für Wilhelm darin, sich als sein würdiger Nachfolger in der Erbförsterei zu erweisen. Leider ist er alles andere als ein sicherer Schütze. Wilhelm ist jedoch jedes Mittel recht, das kurfürstliche Probeschießen zu bestehen - sogar ein Pakt mit dem Teufel.

Fazit
Zuerst muss ich gestehen, dass mir die Geschichte "Der Freischütz" von Johann August Apel überhaupt nicht viel sagte und nur wenige Erinnerungen aus der Schulzeit in meinem Gedächtnis verblieben sind. So wurde ich wohl eher durch das sehr schöne Cover angesprochen. Der Titel "Der Freischütz" hieß in seiner Entstehungszeit eigentlich "Die Jägerbraut" und wurde erst später vom Librettist Johann Friedrich Kind umgetauft, als dieser aus der Erzählung die erste deutsche Volksoper komponierte. Von daher ging ich ohne große Erwartungen an dieses Hörspiel ran. Doch weit gefehlt - ich wurde eines Besseren belehrt, denn man hat es mit einer sehr stimmigen und atmosphärischen Geschichte zu tun, die als Hörspiel sehr gut in Szene gesetzt wurde. Zwar weiß man als Zuhörer dann doch, wie der Hase läuft, um ihn zu schießen, doch obwohl man das Ende erahnen kann, wirkt es doch erdrückend. Dies ist vor allen den Sprechern zu verdanken, die ihren Rollen eine wirkliche Präsenz verleihen. Marius Claren schafft es, den Hauptpart dermaßen glaubhaft rüber zubringen wie wohl kein Zweiter. Auch die liebliche Stimme von Luise Helm hätte passender nicht sein können. Zwar wird die altdeutsche Sprachgewandheit nicht jedermanns Sache sein, doch ist sie mehr als passend. Dazu gesellt sich noch der klassische Soundtrack, der ein passendes Zubrot für die Handlung ist. So steigt der Spannungsbogen stetig und gipfelt dann in einer dramatische Situation, der voran schon einige unheimliche Momente liefen. Auch die 15. Folge der "Gruselkabinett"-Serie ist wieder ein gelungenes Kabinettstück und einer der Höhepunkte der bisherigen Serie. Zudem beweist man, dass man auch noch andere Wege gehen kann, selbst wenn der Geschichte eine doch eher ungewöhnliche Vorlage zu Grunde liegt. Und dies ist wohl auch der Grund, warum gerade diese Folge mit dem Hörspiel-Award 2006 in Gold als "Beste Serienfolge" ausgezeichnet wurde.

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