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D 2003
Titel:Edgar Allan Poe 03 - Der Untergang des Hauses Usher
Originaltitel:Der Untergang des Hauses Usher
Regie:Christian Hagitte, Simon Bertling
Buchautor:Edgar Allan Poe
Dialogbuch:Christian Hagitte, Simon Bertling
Musik:Christian Hagitte, Simon Bertling
Titelmelodie:Heinz Rudolf Kunze
Sprecher:Ulrich Pleitgen, Klaus Jepsen, Till Hagen, Viola Morlinghaus, Thomas B. Hoffmann, Jürgen Wolters
Cover-Design:Simon Marsden
Länge:61.06 Minuten (ungekürzt)
Vertrieb:Lübbe Audio
Freigabe:k.A.
Bonus:-



Inhalt
Poe ist hin und her gerissen. Soll er nun ein Schiff nehmen oder doch erstmal in dem Hotel bleiben, welches in ihm Eindrücke seines verlorenen Gedächtnisses weckt. Zudem bekommt er Post von Dr. Tempelton, in welcher er ihm mitteilt, dass es möglicherweise eine Verbindung zu seinem letzten Traum (siehe Edgar Allan Poe 02) und seinem früheren Ich gibt. Um möglichst in Ruhe nachdenken zu können, macht Poe einen Ausritt in die nähere Umgebung und gelangt an einen See. Durch den raschen Wetterumschwung gerät er in ein Gewitter und fällt in seinen nächsten Traum, in dem er eine Einladung von seinem alten Studienkollegen Usher bekommt. Im Dorf, wo sein Freund in der Nähe lebt, will man nichts mit den Ushers zu tun haben und rät ihm von einem Besuch ab. Poe interessiert das Gerede nicht sonderlich und macht sich auf zum einsam gelegenen Landsitz. In dem Haus geschehen jedoch seltsame Dinge. Usher ist überrascht ihn zu sehen, obwohl er ihn doch eingeladen hat. Es ist fast kein Personal im Haus und als ein Fest ansteht, wird er in das Dorf gerufen, um einen Verletzten zu helfen. Doch auf dem Weg ins Dorf trifft er auf den Sohn des scheinbar Verletzten und dieser berichtet ihm, dass sein Vater wohlauf ist und keine Hilfe braucht. Poe versteht die Welt nicht, hat aber die Befürchtung, dass etwas Schlimmes auf dem Landsitz der Ushers vonstatten geht. Scheinbar zur rechten Zeit gekommen passiert das Unglück ... als der Wirt des Hotels Poe gerade noch retten kann, da dieser davor ist im See zu ertrinken. Wieder ein grässlicher Traum aus seinem Unterbewusstsein. Nun ist es klar, Poe muss die Gegend verlassen und die Ereignisse in seinem Traum verarbeiten.

Fazit
Die große Vorlage "Der Untergang des Hauses Usher" von E.A. Poe wird wieder nur als Vorlage genommen und stark abgewandelt, um sie in die Geschichte des fiktiven Poes zu passen. Daher versteh ich persönlich auch nicht die viele Kritik von Hörern der Serie, man solle doch die Rahmenhandlung weglassen und nur reine Geschichten nach Poe vertonen. Dies war und ist niemals die Absicht der Macher dieser Serie gewesen. Man wollte eine eigenständige Geschichte aufbauen, die lose auf Werken von E.A. Poe basieren. Dies ist mit der dritten Episode der Serie wieder im direkten Vergleich der nicht ganz so überzeugenden Zweiten durchaus gelungen. Es stellt sich wieder ein wohliges Schauergefühl ein. Etwas unpassend ist der plötzliche Wechsel des Sprechers vom Wirt des Hotels. Wurde er in der zweiten Folge von Thomas Danneberg gesprochen, wurde für die Dritte ein anderer Sprecher gecastet. Natürlich vermisst man ihn etwas, wenn man die Originalgeschichte kennt, und der Wahnsinn, der in Usher heranreift, wird durch den leider verstorbenen Klaus Jespen auch nicht so eindrucksvoll vermittelt, wie es Vincent Price in der Roger Corman-Verfilmung "Die Verfluchten" konnte. Aber wenn man dies bewusst unterdrückt, hat man ein qualitativ hochwertiges Hörspiel vor Ohren, das den Hörer immer noch im Dunklen lässt, um was es in der eigentlichen Geschichte überhaupt geht. So ist man gezwungen auf die vierte Folge zu warten. Einziger Wermutstropen ist mal wieder das Titelstück von Heinz Rudolf Kunze, das auch nach dem dritten Anlauf unpassend ist und zu keiner Zeit gefallen kann.

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