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D 2008
Titel:Macabros (Folge 3): Attacke der Untoten
Originaltitel:Macabros 3: Attacke der Untoten
Regie:Olaf Seidel, Patrik Bishay
Buchautor:Dan Shocker
Dialogbuch:Olaf Seidel
Musik:Patrik Bishay
Titelmelodie:Matthias Lemcke
Sprecher:Simon Gosejohann, Nandini Mitra, Hans Jörg Karrenbrock, Helmut Krauss, Anna Luise Kiss, Helmut Winkelmann, Bert Stevens, Nassy Toulior, Olaf Seider, Christian Schult, Thomas Friebe, Kristine Walter, Ulf-Karsten Schmidt, Jochen Döring, Konrad Halver
Cover-Design:R.S. Lonati, Olaf Seider, Andrea Braum, Tim Rochels, Matthias Gassen
Länge:70:18 Minuten (ungekürzt)
Vertrieb:Hörspiele-Welt
Freigabe:k.A.
Bonus:
  • Booklet mit einem Glossar über die Folge, Vorwort von Patrik Bishay und eine Danksagung von Olaf Seider, Nachruf für Dan Shocker (alias Jürgen Grasmück)



Inhalt
"Grandpa, sieh mal das Haus! Da wollen wir hingehen".
"Nein, Jenny, nicht! - Man erzählt sich, der Mann dort sei als Wolf oder Fledermaus gesehen worden."
Eine sanfte, wehmütige und klagende Melodie wehte durch die Luft. Er ahnte nicht, dass er gerade durch sein Verhalten die Neugierde der Zwölfjährigen noch mehr angestachelt hatte. Und schon kurz darauf beginnt die "Attacke der Untoten".

Fazit
Erst dauert es viel zu lange bis Nachschub im "Macabros"-Universum erhältlich ist und dann kommen gleich zwei Veröffentlichungen innerhalb kürzester Zeit. Mit viel Kritik musste sich die sprachliche Neuauflage von "Macabros" herumschlagen, in meinen Augen eigentlich unbegründet, da alle Hörspiele aus der Reihe überzeugen konnten. Mit dem neuen Abenteuer von Björn Hellmark allerdings hab auch ich meine Probleme, was aber nicht an der Romanvorlage liegt, sondern an der sprachlichen Umsetzung der Geschichte. Die meiste Kritik musste Simon Gosejohann, der die Rolle des Björn Hellmark alias Macabros spricht, für seine "Leistungen" einstecken, die mir jedoch immer gefielen und ihn als würdigen Nachfolger von Douglas Welbat werden ließen – bis jetzt. Da "Attacke der Untoten" wie auch schon "Fluch der Druidin" in den 80er Jahren von Europa erhältlich war, muss sich auch dieses Remake einen Vergleich gefallen lassen. Bewies die neue Adaption von "Fluch der Druidin" genug Eigenständigkeit, um sich vom Europa-Original abzuheben, wirkt "Attacke der Untoten" bis auf kleinere Ergänzungen innerhalb der Story fast identisch. Das Problem liegt aber nicht an der Geschichte sondern an Simon Gosejohann, denn er lässt eine starke Überheblichkeit in seiner Stimme aufkommen, die zu arrogant wirkt und das Grundkonzept von Dan Shockers Romanvorlage ins Lächerliche zieht. Man darf nur hoffen, dass dies eine Ausnahme war, denn in den zuvor erschienenen Hörspielen bewies Gosejohann, dass er mit vernünftigem Witz genug Charme aufkommen lassen kann ohne dass die Geschichte darunter leidet. Ein weiterer stimmlicher Kritikpunkt ist die Rolle des Wahnsinnigen, der von Jochen Döring gesprochen wird und durch seinen übertriebenen Wahnsinn in seiner Stimme dem Hörer gehörig auf die Nerven geht. Warum muss dieses Overacting denn sein? Aber gut, die Sprechzeit ist begrenzt und von daher kann man mit Dörings Sprechweise noch leben. Man wird in der Rolle des Schurken aber die Stimme des großen Horst Frank vermissen, dessen Rolle in der Neuauflage von Christian Schult gesprochen wird. Schult weist zwar nicht die Qualität eines Frank auf, haucht seiner Rolle aber zumindest das nötige Leben ein, um die Grusel-Geschichte nicht vollends gegen die Wand zu fahren.
Was die Akustik betrifft, liefert "Attacke der Untoten" aber eine gewohnte und überdurchschnittliche Soundkulisse, in der sowohl Musik als auch Geräusche zum Wohl der Geschichte treffend eingesetzt wurden. Besonders das Klavierstück wirkt sehr stimmig und erinnert an die klassischen Horrorfilme aus den 1960er Jahren. So ist "Attacke der Untoten" ein zweischneidiges Schwert geworden, das aufgrund der sprachlichen Ausfälle leider nur im guten Mittelfeld anzusiedeln ist. Zwar schade, dass die Reihe nun einen Dämpfer hinnehmen muss, doch bleibt die große Hoffnung, dass das nächste Abenteuer von Björn Hellmark diese Mankos aus dem Wege schafft.

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