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D 2008
Titel:Die schwarze Sonne 07 - Goldene Morgenröte
Originaltitel:Goldene Morgenröte
Regie:Günter Merlau
Buchautor:Günter Merlau
Dialogbuch:Günter Merlau
Musik:Debbie Wiseman, Günter Merlau, Raymond Hessandrini
Sprecher:Christian Stark, Harald Halgard, Konrad Halver, Wolfgang Berger, Jürgen Holdorf, Jonas Zumdohme, Gerd Samariter, Klaus Robra, Achim Buch, Kim Frank, Bernd Hölscher, Roland Hoegel, Peter Tabatt, Günter Küttemeyer
Cover-Design:Günter Merlau, Sabine Weiss
Länge:56:01 Minuten (ungekürzt)
Vertrieb:LAUSCH
Freigabe:ab 16 Jahre
Bonus:Booklet



Inhalt
Die Machenschaften des theosophischen Ordens "Hermetic Order of the golden Dawn" scheinen eine größere Rolle im Mysterium der Schwarzen Sonne zu spielen, als den Betreibern lieb ist. Auch der junge Aleister Crowley merkt allmählich, dass er sich mit Kräften eingelassen hat, die mehr als sein Leben gefährden. Was passiert derzeit mit Jules Verne, der seit seinem Eintreffen in London spurlos verschwunden ist? Nathaniel ahnt, dass sich der berühmte Autor in höchster Not befindet, doch kann er seinem Freund rechtzeitig zu Hilfe eilen?

Fazit
Etwas länger als erwartet hat sich LAUSCH Zeit gelassen, um "Die schwarze Sonne" fortzuführen. Die nunmehr siebte Folge setzt genau am Schlusspunkt des letzten Hörspiels an und verknüpft abermals verschiedenen Zeitebenen, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen. Einfach ist diese Art der Inszenierung nicht, da jede Unachtsamkeit beim Hörer gleich einer Bestrafung kommt, da möglicherweise ein wichtiger Punkt überhört wird. Dies muss nicht eine sofortige Wirkung haben, denn "Die schwarze Sonne" ist ein Phänomen für sich und fordert vom Hörer, dass dieser bei jeder neu erschienenen Folge nochmals auf die Vorangegangenen zurückgreift, da möglicherweise doch etwas Wichtiges aus dem Unterbewusstsein verschwunden ist, was eine Weiterführung nicht einfach werden lässt.

Direkt zu Anfang der siebten Folge mit dem Titel "Goldene Morgenröte" begleitet man den geheimnisvollen Jack und seinen Begleiter Aleister Crowley auf eine schwarze Messe. Welche Folgen dieser bizarre Ausflug ins Reich der dunklen Künste hat, bleibt aber erst einmal noch abzuwarten. Zur gleichen Zeit, jedoch in einem anderen Abschnitt, wird Professor Maartens aus einer seiner Vorlesungen an der Universität geholt, um dem Bundesnachrichtendienst bei einem äußerst brisanten Fall zu helfen, der sich mit einem Raum- und Zeitkontinuum befasst. Wiederum beschäftigen sich Adam Salton und Nathaniel de Salis noch mit den vorangegangenen Ereignissen um die Morde in Whitechapel und dem Verschwinden ihres Freundes Jules Verne.

Wirkliche Antworten auf die entstandenen Fragen der letzten sechs Folgen beantwortet auch "Goldene Morgenröte" nicht. Eher werden Neue aufgeworfen und man fragt sich wirklich, wohin das ganze Universum um "Die schwarze Sonne" hinführen mag. Zumindest der Verbleib von Jules Verne wird aufgeklärt, wenn auch nur bis zu einem gewissen Abschnitt, der sich um die sagenumwobene Reise zum Mittelpunkt der Erde dreht. Die Vermischung realer Personen mit fiktiven Hintergründen ist immer noch eine faszinierende Angelegenheit. Auch die scheinbar lose Aneinanderreihung von Szenen, die auf Anhieb überhaupt keinen wirklichen Sinn ergeben, lädt zum Interpretieren ein und erhöht die Spannung auf der Suche nach einem Zusammenhang. Diesmal ist die Folge sogar sehr heftig ausgefallen, zumindest was die Eingangssequenz mit Jack und Aleister bei der schwarzen Messe betrifft, denn die Szenen werden sehr explizit für das Gehör dargestellt. Doch es ist schier unglaublich, welche Formen "Die schwarze Sonne" angenommen hat, schaut man auf die ersten beiden Folgen zurück, die scheinbar nur eine weitere Gruselserie auf dem breiten Markt der Hörspiele gewesen waren, sich aber zu einem gewaltigen Puzzle entwickelt hat. Mittlerweile ist jede Folge in sich eine komplexe und verwobene Weiterführung einer Verschwörung, die Ausmaße von nie gekannter Größe anzunehmen scheint.

Auf technischer Seite gibt es abermals keine Kritik anzuwenden. Egal, ob die Sprecher in ihren Rollen, die musikalische Begleitung oder einfach nur die Umgebungsgeräusche, alles befindet sich auf hohem Niveau und beweist, wie viel Aufmerksamkeit LAUSCH selbst dem kleinsten Detail geschenkt hat, um eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Die Covergestaltung ist aber weiterhin eine durchwachsene Sache, da die Grafik zwar passend zur Serie wirkt, aber nicht unbedingt verkaufsfördernde Wirkung besitzt. Aber eventuell ist es ja diese Eigenständigkeit, welche "Die schwarze Sonne" von der breiten Masse abhebt. Nach all dem Lob aber auch eine Kritik zum Schluss, und die bezieht sich auf die Veröffentlichung der nächsten Folge. Liebes LAUSCH-Team, bitte schnell Nachschub, der Hörer will wissen, wie es weitergeht. In diesem Sinn: wieder eine grandiose Folge einer unglaublichen Serie.

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