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D 2007
Titel:Geisterjäger Jac Longdong - 01 - The London Flungeon
Originaltitel:Geisterjäger Jac Longdong - 01 - The London Flungeon
Regie:Wolfgang Strauss
Buchautor:Wolfgang Strauss
Dialogbuch:Wolfgang Strauss
Musik:Wolfgang Strauss
Sprecher:Wolfgang Strauss, J. Brandon, D. Russel, Bertram Teuser, Anita Hrissomallis, Simeon Hrissomallis, Stephanie Sydow, Arndt Sandow, Erminio Juliano, Jan Kasmann, Hans Lofthon, David Santiago, Oswald Grun
Cover-Design:Timo Wuerz
Länge:48:47 Minuten (ungekürzt)
Vertrieb:R & B Company
Freigabe:ab 16 Jahre
Bonus:-



Inhalt
Entsetzliche Morde schockieren ganz London. Eine kalte, leblose Materie hält die Stadt in Atem. Die Polizei nimmt die Spur im Londoner Horrormuseum "The London Flungeon" auf und schickt ihren besten Mann. Jac Longdong, gefürchteter Jäger der Geisterwelt, und sein Partner Richard Hamill erleben ein aufregend blutiges Abenteuer in einem einzigartigen Museum.

Fazit
Die etwas andere Art der gruseligen Hörspielunterhaltung liefert R & B Company mit der Serie "Jack Longdong". Hier werden bekannte Muster genommen, um sie gründlich durch den Kakao zu ziehen. Protagonist Jack Longdong arbeitet bei Scotland Yard in der Abteilung für übersinnliche Phänomene. Sein Aufgabengebiet ist es, die Welt vor den höllischen Heerscharen zu retten. In seinem ersten Abenteuer verschlägt es ihn in den London Flungeon, einem Gruselkabinett, das die Besucher nicht immer lebend verlassen. Ausschlaggebend hierfür scheinen dämonische Kräfte zu sein, aber auch der Besitzer scheint nicht ganz koscher zu sein. Und so stellt sich Longdong dem scheinbar unbesiegbaren Gegner.
Direkt in den ersten Minuten des Hörspiels fragt sich der Hörer, ob man ihn verarschen will. Dies wird wohl der Hauptgrund sein, an dem sich die Geister scheiden werden. Die Sprecher intonieren ihre Rollen absolut debil, so dass im gesamten Hörspiel nicht eine normale Person auftaucht. Hierbei werden alle Klischees bedient, die das Horrorportfolio zu bieten hat. Überraschend wird diese Persiflage mit recht deftigen Splattersequenzen bestückt, was aber doch irgendwie zu funktionieren scheint. Vor allem weil auch diese Szenen mit einem dermaligen Ideereichtum aufwarten, wie man es so noch nicht gehört bzw. sogar gesehen hat. Anders lassen sich lebende Tote, die einen Reifen als Torso haben, nicht erklären. Hinzu gesellt sich eine Namensgebung, die sich stets zwischen absurd, niveaulos und gelungen witzig bewegt. Kleines Beispiel gefällig? Die Familie Loch wird in die Handlung eingeführt mit dem Vater Arch, Mutter Wotz und Sohn Cak. Ich verkneife mir direkt, den Familiennamen dranzuhängen! Auch das Einbauen realer Szenarien - das Flungeon darf als liebenswerte Hommage an das berühmte London Dungeon betrachtet werden - sind zuhauf vertreten. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist die recht uninspirierte Geschichte, die etwas plump wirkt, aber durch die Sprüche gerettet wird. Und dieser Humor gepaart mit einer technisch einwandfreien Produktion in Bezug auf Sprecherauswahl, Musik und Geräusche macht dieses Stück zu etwas Neuem, was zu unterhalten weiß. Von Seiten der R & B Company war es sehr clever, sich in dem neuen Genre der Horror-Comedy zu versuchen und jeder sollte zumindest einmal reinhören und dann selbst entscheiden, ob man über diese Art von grotesker Comedy lachen kann. Meine persönliches Highlight in der ersten Episode ist zweifelsfrei die Rolle des Kommissar Frost mit dessen Worten ich mich auch nun verabschieden möchte. Treffender kann man das Hörspiel schwerlich beschreiben: "Argh, diese Schmerzen!"

++++--







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