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D 2004
Titel:Gespenster-Krimi 01 - Im Verlies der blutigen Träume
Originaltitel:Im Verlies der blutigen Träume
Regie:Oliver Döring
Buchautor:Brian Elliot
Dialogbuch:Gerry Streberg, Oliver Döring
Musik:Christian Hagitte, Simon Bertling
Titelmelodie:Christian Hagitte, Simon Bertling
Sprecher:Nana Spier, Andreas Fröhlich, Franziska Pigulla, Lutz Mackensy, Udo Schenk, Marianne Rogée, Jörg Döring, Raimund Krone, Marianne Groß, Iiya Welter, Katrin Fröhlich, Zoe Agathos
Cover-Design:Fritjov Weise
Länge:49:16 Minuten (ungekürzt)
Vertrieb:Lübbe Audio / SPV
Freigabe:ab 16 Jahre



Inhalt
Das Schloss gilt als verflucht. Schreckliche Dinge haben sich einst in dem alten Gemäuer abgespielt. Selbst heute noch warnen Eltern ihre Kinder davor, in der Nähe des verlassenen Gemäuers zu spielen. Besser hätte es der findige Geschäftsmann Larry Landon kaum antreffen können. Er wandelt das Schloss in eines seiner "Horror-Hotels" um: Aufwendige Kulissen, klassische Hollywood-Monster aus Wachs, Sound-Effekte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und jede Menge schockierende Überraschungen erwarten den zahlenden Gast. Doch Larry ahnt nicht, dass der Schrecken in seinem Hotel größer sein wird, als er geplant hat. Viel größer!

Fazit
Es hätte mich auch gewundert, wenn die Macher der tollen John Sinclair-Hörspiele aus dem Hause WortArt ihr technisches Knowhow nicht noch anderweitig nutzen würden. Man blieb dem Horrorhörspiel treu und erwarb die Lizenzen an einigen Geschichten der 70er Jahre-Groschenheftreihe "Gespenster-Krimi", was in Anbetracht des Alters und der teilweise sehr einfachen Geschichten ein trashiges Unterfangen versprach. Als Einstand wurde der Roman "Im Verlies der blutigen Träume" vertont, welcher damals als Band 26 der "Gespenster-Krimi"-Reihe erschienen ist. Inhaltlich eine einfach gestrickte Gruselgeschichte um ein verfluchtes Schloss, ein Reporterteam und eine Hehlerbande, welche aber dank der aufwendigen Produktion, sowie den tollen Sprechern, welche Oliver Döring um sich schart, eine Stunde pure Unterhaltung bietet. Angepasst an die heutige Zeit ändert es jedoch nichts daran, dass auch die modernisierte Variante mit einer schnell durchschaubaren und mittlerweile arg konstruiert wirkende Story aufwartet, was aber deswegen zu verschmerzen ist, da so etwas in den 70er Jahren eine ganz andere Wirkung auf den Leser hatte. Über 30 Jahre später ist dieser Plot mehr als ausgelutscht, aber deshalb nicht unbedingt schlecht. Döring inszeniert das ganze mit einem gewissen Augenzwinkern und erzeugt durch die hervorragende Soundkulisse, sowie den atmosphärischen Score eine tolle Stimmung, welche zwar nicht an die 80er Jahre-Produktionen eines H.G. Francis herankommen, uns dafür aber perfektes Kino für die Ohren bietet. Dabei hätte ich niemals gedacht, dass die Geschichte gänzlich ohne Erzähler auskommt und vielmehr unsere Fantasie gefragt ist. Schließt man die Augen, so wird aus dem Hörspiel sehr schnell ein Film, der sich vor einem abspielt.
Die Tatsache, dass man wieder bekannte Synchronsprecher engagieren konnte, macht die Sache um einiges leichter und sei es Nana Spier, die deutsche Synchronstimme von Sarah Michelle Gellar oder Franziska Pigulla, welche Scully ihre unverkennbare Stimme lieh, man hat sehr schnell die Gesichter der Personen vor den Augen. Dabei ist es im Fall Buffy und Scully gar nicht so schlimm, dass man sich beide Darstellerinnen vorstellt. Wer würde die beiden nicht einmal gerne in einer erotischen Liebeszene zusammen sehen? Leider wird dieser Aspekt nicht aufgegriffen bzw. nur angekratzt, wodurch die männliche Fantasie gefragt ist, welche für solch Gedanken bekanntlich sehr anfällig ist. Weiterhin überzeugen Udo Schenk und Lutz Machensy als fiese Bösewichter und Edward Nortons Synchronsprecher Andreas Fröhlich in weiteren Rollen und lassen das Hörspiel zu einem Schmaus für die Ohren werden, auch wenn das ganze lange noch nicht so gruselig ist, wie es hätte sein können. Dafür gibt es aber flotte Sprüche, einige toll inszenierte Spannungsmomente und leider auch einen etwas zu stark strukturierten Schluss, der deutlich an "The Haunted Hill" erinnert. Aber was soll's? 60 Minuten Gruselspaß, mit kleinen Mängeln. Als Einstand in eine neue Serie, welche in die Fußstapfen der 80er Jahre Europa-Serie treten will, ein wirklich guter Anfang.

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