(Suspect Zero, USA 2004)
Regie: E. Elias Merhige
Drehbuch: Zak Penn, Billy Ray
Spezialeffekte: Matt Kutcher, Alan Edward Bell
Freigabe: ab 16 Jahre
Genre: Thriller
Kamera: Michael Chapman
Musik: Clint Mansell
Produzent: Paula Wagner, Elias Merhige, Gaye Hirsch
Länge: 96 Minuten (PAL)
Dt. Start: 14.10.2004
Cast: Aaron Eckhart, Ben Kingsley, Carrie-Anne Moss, Kevin Chamberlin, Chloe Russell, Harry J. Lennix, Keith Chambell, Julian Reyes, Ellen Blake, William B. Johnson
Der Titel deutet es schon an: Mit einem einfallsreichen Film haben wir es hier nicht zu tun. Thriller-Dutzendware, wie man sie auch in Videotheken findet, die zwar mit drei Stars aufwartet aber ansonsten kaum Sehenswertes bietet. So ist die Handlung auch relativ schnell zusammengefasst: Thomas Mackelway, FBI-Geheimagent, der nach einer deutlichen Kompetenzübertretung unter strenger Beobachtung steht, schliddert in einen geheimnisvollen Fall: Mehrere Menschen werden, scheinbar zusammenhangslos, auf brutalste Art und Weise ermordet. Das Einzige, was sie verbindet: Alle haben mehrere ungesühnte Morde auf dem Gewissen.

Schnell ist klar, dass hier ein Serienmörder, der sich selbst für einen Gerechtigkeitskämpfer hält, auf die Jagd geht. Mackelway kommt, wie es sich für einen solchen Film gehört, relativ bald auf die Spur des Killers und muss feststellen, dass der offensichtlich über paranormale Fähigkeiten verfügt. Er kann jede gewünschte Person mit reiner Gedankenkraft ausfindig machen und so Serienmörder erkennen, von deren Existenz das FBI noch nicht einmal etwas ahnt. Als Mackelway dies erkennt, offenbart sich noch ein weiteres Geheimnis des Täters: Seine Kräfte sind durch ein geheimes Regierungsexperiment trainiert worden. Doch damit nicht genug: um den
"Suspect Zero", einen seit Jahren unerkannt durch Amerika ziehenden Massenmörder, zu fassen, braucht der übersinnlich Begabte Mackelways Hilfe.
Es gibt eigentlich nur zwei Worte über den Film zu sagen: totaler Schwachsinn. Trotz Schauspielern wie
Ben Kingsley, Carrie-Anne Moss und
Aaron Eckhart kommt
"Suspect Zero" nie über den unteren Durchschnitt an Unterhaltungswert hinaus. Alles ist zu durchsichtig für einen Thriller, vieles zu schnell beendet und kaum etwas schockt oder lässt mitfiebern. Hier ein bisschen von
"Sieben" geklaut, dort etwas Verschwörungstheorie. Alles zusammengehalten von Charakteren, die direkt am Reißbrett entworfen scheinen und kaum interessante Seiten haben.
Es ist einfach nichts Interessantes an dem Film - selbst der Höhepunkt, die Konfrontation mit Suspect Zero, vollzieht sich in wenigen Minuten und lässt wenig Spielraum für spannende Unterhaltung. Selbst wenn Produzentin
Paula Wagner sagt:
"'Suspect Zero' ist ein faszinierender Film, weil er so viele verschiedene Ebenen besitzt", ist das völlig übertrieben. Der persönliche Konflikt Mackelways, die Jagd nach dem Mörder und die Psychosen des vermeintlichen Gerechtigkeitskämpfers sind nun nicht so originell, dass man darunter einen faszinierenden Film entdecken wird. Im Gegenteil, zeigt doch die Vermengung der bekannten Klischees nur die Einfallslosigkeit der Filmemacher.
Dass die Drehbuchautoren bis jetzt für so einfallslose Film wie
"Im Fadenkreuz" oder
"Inspector Gadget" und
"Volcano" verantwortlich zeichnen, deutet die Richtung ja schon an. Da hilft es auch nichts, dass Regisseur
E. Elias Merhige mit seinem Erstlingswerk noch ein gutes Händchen bewies: immerhin war sein Einstieg in die Welt der Spielfilme
"Shadow Of The Vampire" ...