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unter dem Eis eine mysteriöse Wärmequelle. Nach genaueren Untersuchungen und Scans kristallisiert sich ein riesiger Pyramidenkomplex heraus, der sowohl ägyptische, kambodschanische als auch aztekische architektonische Einflüsse aufweist. Um die wissenschaftliche Sensation für sich zu deklarieren, stellt Weyland ein Team - bestehend aus den besten Fachkräften der Erde - zusammen, um die unterirdische Pyramide zu erforschen. Unter Leitung von Expeditionsexpertin Alexa Woods (Sanaa Lathan) macht sich die Crew an die Arbeit. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die Wissenschaftler in eine Falle tappen. Aliens haben sich in dem monströsen Labyrinth eingenistet und machen Jagd auf die Eindringlinge. Während dessen sind fünf junge Predator ebenfalls auf dem Weg in die Pyramide, um ihrem Jagdtrieb zu frönen. Die Menschen, deren Crew sich rasch dezimiert, geraten zwischen die Fronten dieser außerirdischen Auseinandersetzung...
"Freddy vs. Jason" dürfen nun die wohl bekanntesten Spezies, die der Science-Fiction-Film in den Achtzigern hervorgebracht hat,
gegeneinander antreten: Das 1979 geborene
"Alien" und der 1987 zum ersten Mal Menschen jagende
"Predator". Hinter beiden hat sich im Laufe der Jahre eine riesige Fanbase etabliert, so dass schon zu Beginn der Neunziger findige Zeichner das finanziell lukrative Potential erkannten und beide Kreaturen in Dark Horse-Comics gegeneinander antreten ließen. Später folgten zwei recht erfolgreiche Egoshooter, nun also der lange geplante und seit der Anspielung in
"Predator 2" erhoffte Kinofilm. Da jetzt eine Prämisse zu schaffen, die Fans wie Kritiker gleichermaßen befriedigt, ist keine leichte Aufgabe. Ausgerechnet Paul W. S. Anderson (
"Mortal Kombat", "Soldiers"), der mit
"Event Horizon" recht brauchbaren Science-Fiction-Horror ablieferte, es sich mit
"Resident Evil" aber gründlich bei mir verscherzte, maßte sich an das Drehbuch zu schreiben und dann gleich selbst noch die Inszenierung zu übernehmen. Dafür überließ er sogar den Regiestuhl von
"Resident Evil: Apocalypse" Alexander Witt. Na das kann ja heiter werden ...

Wochen vor dem amerikanischen Kinostart, angeblich weil die Effekte nicht alle fertig waren, vom Studio auf ein PG-13 herunter geschnitten worden ist. Ein Director's Cut, so kündigte er an, soll später auf DVD dann seinen ursprünglichen Film, in dem auch komplett entfernte Szenen wieder integriert werden sollen, zeigen. Man darf gespannt sein, denn obwohl Blut fließt, wirken einige Szenen doch recht abgehackt - besonders auffällig beim Chestbusting.
"Hellboy"-Autor Peter Briggs, der das ursprüngliche Drehbuch verfasste, inzwischen diese Aussagen an. Andersons Drehbuch entspricht laut seinen Aussagen in etwa dem Film. Ob sich hier Briggs nun nur ausgebootet fühlt, weil sein Skript letztlich nicht akzeptiert worden ist und deshalb gegen Anderson stichelt, oder ob dieser tatsächlich, quasi als schlechte Entschuldigung für die mäßigen Kritiken, um Schadensbegrenzung bemüht, Lügengeschichten erzählt, wird die DVD-Auswertung hoffentlich zeigen.

werden. Bis es soweit kommt, vergehen aber 30 Minuten - und das bei einem Film dessen Nettospielzeit 100 Minuten lautet. Anderson versucht in im ersten Drittel die wichtigsten Charaktere vorzustellen. Das ist gewiss gut gemeint, nur leider sind das alles durchweg uninteressante, stereotype Klischeefiguren, die später sowieso nur zum Opfer taugen. Dank unbeholfener Dialoge über Kinder und Familie soll so das Publikum sich mit den Protagonisten identifizieren - sie ins Herz schließen. Klappt leider gar nicht. Ganz im Gegenteil, sie beginnen zu nerven. Es mangelt "Alien vs. Predator" an einer Bezugsperson wie sie die "Predator"-Reihe mit Arnold Schwarzenegger und Danny Glover oder die "Alien"-Saga sie mit Sigourney Weaver hat. Die robuste Sanaa Lathan (
"Blade", "Out of Time") soll diese Person sein, scheitert in ihrer ersten Hauptrolle aber kläglich. Immerhin kann Franchiseveteran Lance Henriksen ("Aliens",
"Hard Target"), obwohl er nur wenig zu tun hat, als Charles Bishop Weyland, ein paar Szenen retten. Den Fans werden einige Anspielungen, wie zum Beispiel das Zeitschriftencover im Helikopter, oder sein, eine Reminiszenz an 
"Aliens" darstellendes, Fingerspiel mit dem Kugelschreiber, auffallen. Andersons Spezi Colin Salmon, der in "Resident Evil" noch die Spezialeinheit anführen durfte, wird auch hier wieder von seinem Regisseur zu Labskaus verarbeitet.
den Vorteil auf ihrer Seite. Denn erstens brauchen die Predatoren von je her Platz und Raum, um ihre Waffen effektiv einzusetzen, und zweitens sind diese Exemplare noch etwas grün hinter den Ohren. Damit lässt sich auch die nicht immer passende Waffenwahl erklären.
Anstatt subtilen, Schweiß treibenden, blutigen, schleichendem Horror gibt es bei Anderson modernes Monsterwrestling mit schnellen Schnitten, Zeitlupe und allem drum und dran.
"The Day after Tomorrow") müht sich, an James Horner ("Aliens") und Alan Silvestri ("Predator") orientierend, mit seinem gar nicht mal schlechten Score, zwar redlich, muss sich aber dann doch Andersons Betonung der Action geschlagen geben.
Zudem sind einige seiner neuen Equipmentideen wirklich nette Gimmicks. Überhaupt ist "Alien vs. Predator" optisch ein wirkliches Vergnügen. Slowmotionspielereien werden sparsam eingesetzt, der Einsatz nerviger Stilmittel fällt ganz flach. Dafür ist das Design der Pyramide schön düster und bedrohlich. Fließende Szenenübergänge sind oft sehr innovativ, während einige Kamerafahrten an "Event Horizon" erinnern.

überstanden, wartet auf den Zuschauer ein schnörkelloser Actionknaller, mit vielen Elementen der Vorgängerfilme. Fans werden ein paar bekannte Kameraeinstellungen der früheren Filme entdecken, sich aber eventuell nicht immer mit der Darstellung der beiden Spezies anfreunden können. Während die Schnitte für das PG-13-Rating nicht ganz so sehr ins Gewicht fallen (ein bisschen grafischer hätte es hin und wieder trotzdem sein dürfen), lassen die schwachen schauspielerischen Leistungen des fast durchweg unbekannten Casts sauer aufstoßen. Wer mit richtigen Erwartungen, nämlich keinen spannenden, klaustrophobischen Science-Fiction-Horror, sondern optisch leckere Action mit tollen Effektideen (der sich enttarnende Speer), in den Film geht, wird das Kino hinterher zufrieden verlassen. Nicht zuletzt weil Klosers Score gefällt und der Predator, ich muss es einfach noch mal schreiben, ein extrem cooler, Stacheldraht fressender und Napalm pissender, asskicking Motherfucker ist, von dem sich einige Leinwandhelden der jüngsten Zeit eine dicke Scheibe abschneiden können.