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D, UK, LU, USA 2002
Originaltitel:FearDotCom
Alternativtitel:Fear.com
Länge:97:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:William Malone
Buch:Moshe Diamant, Josephine Coyle
Kamera:Christian Sebaldt
Musik:Nicholas Pike
SFX:Harrie Wiessenhaan
Darsteller:Stephen Dorff, Natascha McElhone, Stephen Rea, Udo Kier, Amelia Shankley, Jeffrey Combs, Nigel Terry, Gesine Cukrowski, Derek Kueter, Elizabeth McKechnie, Amelia Curtis, Michael Sarrazin, Jana Güttgemanns, Anna Thalbach, Siobhan Flynn, Evie Garratt, Lex Kreps, Joan McBride, Isabelle Van Waes, Arnita Swanson, Gordon Peters, Nils Brunkhorst, Sven Pippig, Anja Van Greuningen, Anjelika Khromova, Sigal Diamant, Matthias Schweighöfer, Birthe Wolter, Frances Potasnik, Mascha Litterscheid, Dean Gregory, Chris Bearne, Emma Campbell, Kwasi Songui, Astrid Skuyat
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur William Malone und Kameramann Christian Sebaldt (Eng. mit dt. UT)
  • Fear dot com - Angstvisionen (5:08 Min.)
  • Entfallene Szene "In der Pilzfabrik" mit einleitenden Worte von Regisseur William Malone (5:01 Min.)
  • Filmografien (3 Textseiten)
  • Fotogalerie (20 Fotos)
  • Original-Trailer (2:11 Min.)
  • Trailershow:
    • 13 Geister (Eng./Dt.) (1:49 Min.)
    • Fright Night (1:24 Min.)
Welche tödlichen Gefahren das Internet so in sich birgt, muss Gerichtsmedizinerin Terry erfahren, die mit einem Polizisten eine Reihe mysteriöser Todesfälle von Internet-Surfern aufklären soll. Dabei stoßen beide auf die Spur eines brutalen Serienkillers, der junge Frauen bis aufs Blut quält und eine interessierte voyeuristische Gemeinde live im Internet daran teilhaben lässt. Als sich Terry selbst auf der mörderischen Website einloggt, scheint es kein Entrinnen vor dem Tod zu geben.
"People love to see death. Why do you think the ratings are so high on reality disaster shows?" - Mike

Im Zuge der abebbenden Teenieslasherwelle und der sich aus Asien langsam etablierenden Mysterywelle, konnte es nicht lange dauern, bis Hollywoods Produzenten sich einen großen Stück aus dem Kuchen genehmigten. Während der wohl prominenteste Vertreter "The Ring" (von Gore Verbinski) erstaunlich gut funktionierte, ist William Malones "FearDotCom" ein schwacher Genrevertreter, der sich aus verschiedenen Vorgängern zusammenzusetzen versucht.
Anstatt eines Videos ist hier eine Website die Ursache allen Übels - wer sie betritt, der stirbt 48 Stunden später. Als Detective Mike Reilly (Stephen Dorff), der gerade erfolglos einem psychopathischen Mörder hinterher jagt, die ersten Opfer zu Gesicht bekommt, ist er genauso ratlos, wie die ihm zur Seite stehende Terry Huston (Natascha McElhone) vom Gesundheitsamt. Eine eindeutige Todesursache kann nicht festgestellt werden; einziges besonderes Merkmal sind extreme Blutungen aus Nase und Mund.
Lassen die ersten Minuten noch an ein simples "The Ring"-Plagiat glauben, so wird man, obwohl sich der Film viele Ideen von dort ausleiht, feststellen, dass sich "FearDotCom" etwas befremdlich entwickelt und dabei, bis zum wirren Ende, eine Frage nach der anderen aufwirft. Eine komplette Auflösung ist in diesem Genre zwar nicht dringend notwendig, aber zumindest folgen sollte man dem Plot schon noch können, beziehungsweise die Motivationen der Taten verstehen. Nicht nur, dass der Ursprung der Seite in Verbindung mit dem psychopathischen Doktor nicht erklärt wird, besonders zum Schluss werden einige Fragen aufgeworfen, die William Malones mit einem wilden CGI-Gewitter beantwortet.
Seine Optik ist Prunkstück wie Laster des Films, da er eine ganze Menge Stilbrüche begeht und sich nie so recht zwischen Film-Noir-Optik, den surrealistischen Bildern eines "The Ring" oder dem düsteren und detailverliebten Setdesign von "Haunted Hill" entscheiden kann, was oft zu Atmosphäreeinbußen führt. Der mitunter wilde Mix aus Schnittstakkato und heftigem CGI-Overkill lassen Suspense wie Gänsehaut ebenfalls sehr schnell wieder abklingen. War Malone für den "modernen" Horror von Dark Castle Entertainment noch wie geschaffen, so ist er hier visuell wie erzählerisch völlig überfordert.
Leider wird ihm dabei auch die Unterstützung vom Drehbuchautor verwehrt, der den Schauspielern sündhaft ausdruckslose und dämliche Dialoge in den Mund gelegt hat, die vor völliger Belanglosigkeit nur so strotzen. Dementsprechend sind leider auch die Hauptdarsteller aufgelegt, denn Stephen Dorff und Natascha McElhone zeigen, warum sie eben nur zu Hollywoods zweiter Garnitur gehören. Kein Esprit in der Präsenz und vor allem keinerlei Chemie zwischen dem Filmduo, das sich auf die Suche nach Antworten begibt und dabei mehrmals wieder jeglicher Vernunft vorgeht. Auf so einer Suche ist man als Zuschauer auch, doch bevor der Plot endlich mal zwingende Fortschritte macht, plätschert er recht müde vor sich hin, liefert keinerlei neue Erkenntnisse und präsentiert statt dessen hektische Morde und Folterszenen, die zwar teilweise nette Anspielungen besitzen (Raucher stirbt in Folge seiner Sucht...), dann aber weitere Fragen aufwerfen. (Welche Bedeutung hat diese Art des Sterbens? Warum starb er gerade dort?) In der finalen Konfrontation, die ein ungewöhnliches Ende hat, merkt man dann auch, dass Jeffrey Combs hier völlig verschenkt wurde - sein Charakter sogar überflüssig ist. Gleiches gilt übrigens auch für Udo Kier.

  


Die deutsche Columbia-DVD bietet eine ordentliche Bildqualität, kränkelt aber wie so oft an einer nicht zufriedenstellende Detailschärfe. Zwar ist das Bild insgesamt angenehm scharf ausgefallen, verliert sich jedoch allzu oft in den vielen dunklen Szenen. Der Kontrast arbeitet überwiegend sauber und bietet sogar einen sehr guten Schwarzwert, hätte aber in den oben bereits genannten dunklen Passagen mehr Details offenbaren dürfen. Die Farbgebung zeigt überwiegend kalte, bläuliche Farben und untermauert somit die düstere Atmosphäre des Films. Rauschen ist nur selten auszumachen und lässt auf den Einsatz von Filtern schließen, welche ein wenig an der Detailschärfe nagen. Die Kompressionen arbeiten sauber und zeigen keinerlei Dropouts oder Artefakte. Der deutsche Dolby Digital Track unterscheidet sich nur geringfügig von der englischen Spur und beiden klingen eine Spur zu dominant in den Frontkanälen. Zwar wird uns eine saubere Sprachwiedergabe geboten, aber Musik und Effekte werden nur dezent aus den Rears wiedergegeben, was dem ansonsten kräftig abgemischten Dolby Track an Dynamik und Räumlichkeit nimmt. Hin und wieder bekommen wir mal den einen oder anderen direktionalen Schockeffekt geboten, bei dem dann auch der Bass zu tragen kommt. Hier fehlt aber der letzte Feinschliff, dennoch kann man mit dem Gebotenen durchweg zufrieden sein.
Neben diversen Untertiteln, welche sich hinzuschalten lassen, finden wir unter dem Zusatzmaterial zwei Trailer, den Originaltrailer zum Film, eine Fotogalerie, sowie das kleine Feature "Fear dot com - Angstversionen", in dem das Cast & Crew-Team sich PR-mäßig über den Film auslässt. Weiter geht es mit ein paar Filmografien und eine geschnittene Szene, welche auf Wunsch des Regisseurs der Schere zu Opfer fiel. Wer dann noch nicht genug hat, kann sich den Film noch einmal mit einem Audiokommentar des Regisseurs William Malone und dem Kameramann Christian Sebaldt anschauen, welcher optional deutsch untertitelt wurde. Nicht gerade viel, aber zumindest der Kommentar ist recht interessant geworden, doch wer schaut sich den Film freiwillig noch ein zweites Mal an?

"FearDotCom" ist ein wirrer, löchriger und oft unlogischer Mysteryhorrorfilm, der einige Fragen unbeantwortet lässt. Zu den schwachen Schauspielern gesellt sich ein oft wechselnder visueller Stil, der sich meist negativ auf die Atmosphäre auswirkt. Das mit ca. 40 Millionen Dollar zusammengeschusterte Horrorvehikel hinterlässt einen deutlich negativen Eindruck. Mal ruhig erzählend, dann wieder in Hektik verfallend und ständige neue Fragen aufwerfend, ist "FearDotCom" ein unübersichtlich konstruiertes Ärgernis, das sich als Direct-to-DVD-Premiere wesentlich besser gemacht hätte. Die DVD-Umsetzung ist solide, aber nicht überragend. Vor allem die magere Sonderausstattung macht es nicht gerade leicht über den ohnehin schon schwachen Film eine Kaufempfehlung auszusprechen.


Film++----
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


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