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KR 2003
Originaltitel:Seokkeul
Länge:108:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Seung-bae Park
Buch:Ji-yeong Yu
Kamera:Dae-yong Kang
Musik:Pyong-ha Shin
Darsteller:Soo-yeon Kang, Woong-in Jeong, Jeong-yun Choi, Jae-ryong Jeon, Jun-Sang Yu
Vertrieb:Adrena Film/MC One
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Kor)
Sprache:Deutsch, Koreanisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Trailer (1:10 Min.)
  • Slideshow (20 Bilder)
Cho ist ein Maler mit kannibalistischen Tendenzen: Als die Polizei ihn fasst, hat er bereits 6 Frauen verspeist. Die Staatsanwältin fordert die Todesstrafen, doch der Verteidiger plädiert dagegen: Cho ist von der Seele eines Mannes besessen, der 1930 eine tödliche Affäre mit einer Hure hatte.
Die Asia-Welle nimmt in letzter Zeit immer größere Ausschweifungen an. Nachdem mit "Ringu" die Welle an Filmen aus Fernost erst so richtig bei uns losgetreten wurde, kommt nun wirklich so gut wie jeder asiatische Streifen, früher oder später, auch bei uns auf DVD. Dass dabei aber natürlich nicht jeder dieser Filme es verdient hat, über den großen Teich zu schwappen, dürfte logisch sein. So auch der koreanische Thriller "The Circle", einer der langweiligsten und dümmsten Asia-Filme, die ich bis jetzt kennenlernen durfte.


Bei "The Circle" stimmt mal wirklich überhaupt nichts. Die Story um einen Frauenmörder, der von seinem Verteidiger als besessen von einem früheren Killer eingestuft wird, ist nicht nur vollkommen innovationslos ausgefallen, ihr fehlt es auch an jeder Stelle an einem interessanten Drehbuch. An vielen Stellen bleibt das Skript so hohl wie der Kopf von Kader Looth und quält sich mit Logikbrüchen herum, die haarsträubender kaum sein können. Für dieses Skript dürfte, wenn es ein Hollywood-Film gewesen wäre, selbst eine Auszeichnung mit der "Goldenen Himbeere" noch geschmeichelt sein.

Dazu kommen dann noch die ganzen Charaktere, welche allesamt so derartig unsympathisch ausgefallen sind, dass man ihnen am liebsten allesamt den elektrischen Stuhl wünscht. Allen voran die leitende Ermittlerin des Falles, Oh Hyeon-ju. Stets und ständig brüllt sie nur sinnlos in der Gegend herum, was einem, vor allem im Original, bald höllisch auf die Nerven geht! Dazu der unglaublich schnarchige Gefangene Mi-hyeong, sozusagen der Bösewicht des Films, und auch alle anderen Figuren. Hier gibt es wirklich keine Person mit der man sich identifizieren könnte oder die einem zumindest sympathisch ist. Wirklich alles ein Haufen maroder und nerviger Spacken, die zudem allesamt so durchsichtig bleiben wie ein Fensterglas!


Das größte Manko des Streifens ist allerdings die höllische Langeweile, die bis zum Schluss nicht aufhören möchte. Nicht nur, dass das Drehbuch total ideenlos und löchrig ist, nein, die darin enthaltene Handlung ist auch wirklich zu Tode langweilig ausgefallen. Schon nach nur 10 Minuten Film fragt man sich ernsthaft, ob man den Film nicht lieber ausschalten will und sich die Zeit nicht mit etwas Sinnvollerem und Flotterem totschlagen will. Es verlangt wirklich viel Konzentration hier bis zum dusseligen Ende durchzuhalten. Für Patienten mit Schlafstörung definitiv eines der besten Mittel, endlich wieder zum Schlaf zu finden.

Und auch an den Schauspielern und der Inszenierung kann man kein gutes Haar lassen. Die Darsteller wirken allesamt höchst lustlos und scheinen allesamt über kaum ein Schauspielertalent zu verfügen. Höchstens Hauptdarsteller Choi Jeong-Yun mag man sein Spiel abnehmen, aber das ist bei den Charakteren auch kaum eine Kunst. Die Inszenierung stößt einem zudem noch bitter auf, weil man z.B. mit der nervtötenden Filmmusik, immer wieder, an den völlig unpassenden Stellen genervt wird. Keinerlei Feingespür wurde hier an den Tag gelegt, um den Streifen an den richtigen Stellen mit Musik zu untermahlen. Anscheinend schnitt der Regisseur den Score an den Stellen rein, an denen er es gerade für lustig empfand. Dazu ein dilettantischer Schnitt, etc. etc. Ein wirklich ganz trauriges Schauerspiel ist das.


Der Transfer zur deutschen DVD ist wieder mal nur mittelmäßig. Auch wenn die einzelnen Fehler allein nicht gleich ins Auge stechen, macht die Gesamtheit doch kein gutes Bild mehr her. Aufzoomen sollte man vergessen, das Bild wird dadurch wahrlich nicht schöner, die Schärfe ist ohnehin nicht perfekt und in Bewegungen verschwimmt das Bild wegen deutlichem Ghosting und Schwächen in der Kompression noch und horizontale Bildelemente flackern. Zudem liegen die Untertitel wieder mal nur halb im Widescreen-Format, wer die also braucht, hat schlechte Karten. Die Farben sind gut ausgeprägt, der Kontrast ist wegen des schwachen Schwarzwertes aber dürftig. Die Kompression hadert mit einigen Blockrauschen, wobei dies besonders in Schwenks auffällt, wo stehendes Rauschen hinzukommt. Die Konturen heben sich übrigens meist besser hervor als der Detailbereich, was man gut in helleren Szenen nachvollziehen kann, wo die Gesichter etwas schwammig werden.


Der deutsche Ton ist stark beschränkt auf die Front, so dass es kaum Räumlichkeit gibt. Schuld daran hat wohl der Film selbst, denn es geht hauptsächlich um Dialoge, die nun mal wenig auf den Rear Speakern zu suchen haben. Die deutsche Synchro ist selten klar, ein stetiges Hintergrundrauschen ähnlich einem dumpfen Windgeräusch ist hörbar und es scheint nichts diese ereignislose Atmosphäre stören zu wollen. Auch die Musik kann sich nur selten durchsetzen, Effekte gibt es kaum und wenn, dann sind sie schlicht. Seltsam ist, dass der deutsche Ton an zumindest einer Stelle einen völlig anderen Soundtrack besitzt als das koreanische Original. Dort hat das Klangbild einen viel kräftigeren Charakter und man hört erstmals so etwas wie Umgebungsgeräusche, wenn sich diese auch nur wenig im Stereoton ausbreiten können.

Die Extras beinhalten den deutschen Trailer und eine selbstablaufende Slideshow mit Bildern des Filmes, die mit interessanter Musik unterlegt wurde. Mithilfe der Kapiteltaste lassen sich hier die einzelnen Bilder anspringen.


Unterirdisch schlechter Korea-Export, der mit seiner hanebüchenen und innovationslosen Story, dem indiskutabel schlechtem Skript, grässlichen Charakteren und der stetig präsenten Langeweile, mal wieder mehr als Beweis genug ist, dass nicht alles, was aus fernöstlichen Ländern zu uns stößt, auch wirklich gut ist! Dieses müde Machwerk ist allenfalls emsigen Asia-Komplettisten oder Leuten zu empfehlen, die schon lange mal wieder richtig durchschlafen wollen. Ansonsten Finger weg von diesem asiatischen Filmdreck!


Film+-----
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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