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DK, FR, D, SE 1994/1997
Originaltitel:Riget
Alternativtitel:Kingdom, The
aka. Hôpital et ses fantômes, L'
aka. Hospital der Geister - The Kingdom
aka. Riket
Länge:576:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Morten Arnfred, Lars von Trier
Buch:Lars von Trier, Tómas Gislason, Niels Vørsel
Kamera:Eric Kress
Musik:Joachim Holbek
SFX:Kim Olsson, Niels Fly, Niels Skovgaard
Darsteller:Ernst-Hugo Järegård, Kirsten Rolffes, Holger Juul Hansen, Søren Pilmark, Ghita Nørby, Jens Okking, Otto Brandenburg, Annevig Schelde Ebbe, Baard Owe, Birgitte Raaberg, Peter Mygind, Vita Jensen, Morten Rotne Leffers, Solbjørg Højfeldt, Udo Kier, Nis Bank-Mikkelsen, Nis Bank-Mikkelsen, Lea Risum Brøgger, Louise Fribo, Svend Ali Hamann, Paul Hüttel, Henning Jensen
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Dänisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:DigiPack
DVD-Start:03.08.2007 (Kauf)
Specials:
DVD 1
  • Behind The Scenes (24:21 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 1 (Teil 1, 6:08 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 1 (Teil 2, 5:41 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 2 (6:44 Min.)
  • DVD-Credits
DVD 2
  • Kingdom Trailer (1:29 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 3 (2:28 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 4 (Teil 1, 4:50 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 4 (Teil 2, 5:52 Min.)
  • Commercial "Sauna" (0:48 Min.)
  • Commercial "Hugo 1" (0:28 Min.)
  • Commercial "Hugo 2" (0:31 Min.)
  • Commercial "Hugo 3" (0:32 Min.)
  • Commercial "Hugo 4" (0:33 Min.)
  • Commercial "Hugo 5" (0:28 Min.)
  • Commercial "Hugo 6" (0:32 Min.)
  • Commercial "Hugo 7" (0:47 Min.)
DVD 3
  • In Lars von Triers Kingdom (39:53 Min.)
  • Audiokommentar Ep 5. (10:04 Min.)
  • Audiokommentar Ep 6. (5:38 Min.)
DVD 4
  • "The Shiver" Musikvideo (1:54 Min.)
  • "The Shiver" Bloopers (1:59 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 7 (4:56 Min.)
  • Audiokommentar Ep. 8 (8:30 Min.)
  • Udo Kier Special (8:12 Min.)
Folge 1: 63:20 Min.
Folge 2: 66:47 Min.
Folge 3: 70:25 Min.
Folge 4: 77:02 Min.
Folge 5: 62:44 Min.
Folge 6: 78:29 Min.
Folge 7: 76:08 Min.
Folge 8: 81:47 Min.

Im königlichen Reichskrankenhaus von Kopenhagen, dem größten Hospital Dänemarks, regieren unter weißen Laken und hinter verschlossenen Türen Wahnsinn und Übersinnliches. Ein Phantom-Krankenwagen meldet jede Nacht sein Kommen an, verschwindet dann aber spurlos. Im Aufzug spukt der Geist eines jungen Mädchens und der Fötus einer schwangeren Ärztin entwickelt sich beunruhigend schnell. Ein Fall für Frau Drusse, Dauerpatientin mit Hang zum Spirituellen.
"Guten Abend, ich heiße Lars von Trier. Wenn Sie mehr über Geister erfahren wollen, dann folgen Sie uns und machen Sie sich darauf gefasst, dass wir das Gute mit dem Böses vertreiben werden."

"Geister" ist für mich eine der fesselndsten TV-Serien der letzten Jahre! Eigentlich kann man Lars von Triers eigenwillige Geistergeschichte sogar als einen überlangen Film ansehen, der viel Zeit hat, um seine überaus charakteristischen Figuren bis ins Letzte zu detaillieren, bevor es in der 2. Staffel (also ab Folge 5) richtig kracht, knackt und gruselt.


Der Zuschauer muss sich auf ein inhaltlich wie formal eher ungewöhnliches Werk einstellen. Vom gespielten Perfektionismus und Idealismus hohler, nachmittäglicher Serien um die Götter in Weiß entfernt sich "Geister" ohnehin so weit wie ein Bahnhofsklo vom sterilisierten Zustand, denn das im Original als "Riget" (zu Deutsch: Königreich) betitelte Werk hat Ecken und Kanten, die es zu einem einprägsamen, wahrscheinlich sogar unvergesslichen Erlebnis machen.


Nicht zu Unrecht ist "Geister" sein Durchbruch, wenn man das so sagen darf, und gleichzeitig Vorgabe für das im März 1995 verfasste Dogma95-Zertifikat. Hierin beschreiben u.a. von Trier und Thomas Vinterberg 10 Regeln, die es beim Filmemachen einzuhalten gilt und die im Wesentlichen schon in der ersten Staffel (1994) umgesetzt waren: Das Filmen erfolgt ausschließlich mit einer Handkamera, was die streckenweise äußerst agile, fast quirlige Art der Darstelleraufnahmen betrifft. Dialoge mit herkömmlicher Gegenschnitttechnik werden dadurch fast gänzlich abgelöst, zumal der Schnitt hier selten weich oder übergangslos vorgenommen wird - ganz im Gegenteil, Sprünge, Aussetzer und sogar Asynchronitäten vermischen sich zu einer sehr lebendigen Darstellungsweise, die aber auch wieder abgelöst werden kann von sehr langen Aufnahmen und sogar Fahrten durch die unendlich lang wirkenden Gänge des Krankenhauses, wenn die Stimmung ins Unheimliche umschlägt. Eine weitere wichtige Festlegung betrifft die Nichtverwendung von künstlichen Kulissen oder zusätzlichen Lichtquellen, wobei gerade Letzteres extrem wichtig für spannungsgeladene Szenen im Halbdunkel sind, die nur durch eine kleine Lampe erhellt ihre Wirkung voll entfalten können. Zudem wird nicht nur an Originalschauplätzen gedreht, sondern auch nichts großartig ausstaffiert. Diese spartanische Umgebung führt zu einer "seltsamen" (dazu später mehr) Realität, die sämtliches Eye Candy außen vor lässt, um die Augen des Zuschauers auf das Wesentliche, die Geschichte, zu richten. Diese sollte sich in ihrer Verarbeitung möglichst nicht in ein einzelnes Genre einordnen lassen, was von Trier definitiv gelungen ist.


Denn "Geister" ist ein Sammelsurium an bunten Einfällen und unerwarteten Wendungen, die aber allesamt geschickt eingepasst wurden, um nicht den Zusammenhang zu verlieren oder zu sehr ins Experimentelle abzurutschen. Die ersten Episoden machen noch Glauben, man würde es mit einer etwas schrägen, aber nicht ungewöhnlichen Verfilmung der auftretenden Problemchen des Krankenhausalltags zu tun bekommen, natürlich von der ersten Minute an mit einem kräftigen Schuss Humor angereichert. Hier sorgt vor allem der herrlich zynische, aber ebenso sympathische neue Oberarzt der Neurochirurgie Prof. Helmer durch seine dickköpfige, aber durchaus fehlbare Art für vergnügliche Stunden. Nicht nur seine herablassende Art gegenüber seinen dänischen Kollegen (er ist stolzer Schwede), auch seine direkte Art gegenüber Patienten sorgt für verdutzte Gesichter, dabei ist er im Beisein seiner auf gleicher Station arbeitenden Geliebten wie ein zahmes Tier. Seine Art, wie er kleine Tiefschläge hinnimmt - einer der vielen Running Gags dreht sich um seinen geliebten Volvo, mit dem er stets Ärger hat - oder die Belegschaft verhöhnt, sind unnachahmlich fies und gleichzeitig liebenswert.
Sein größter Konkurrent ist der patente Arzt Moesgaard, der die ruppigen Methoden Helmers zutiefst kritisiert und auf seine eigene Art auch boykottiert. Diese anfängliche Abneigung entwickelt sich später zu einer tiefen Feindschaft, die eine der beiden Parteien dazu nötigt, sich der Kräfte des Voodoo-Zaubers zu bemächtigen, um den unlieben Kollegen ins Reich der Zombies zu schicken. Was in üblich Filmen vielleicht in letzter Sekunde abgewendet worden wäre, wird hier aber stolz durchexerziert.


Von Trier ist keine Idee zu verwegen und so wagt er es sogar, die Zombiegeschichte bis zum Ende durchzuziehen, was dank des vorher sorgsam von ihm aufgebauten, ureigenen Universums von sämtlichen Charakteren mit einer Normalität hingenommen wird, dass es fast unheimlich erscheint. Er traut sich in seiner mitunter absurden Welt sogar an die Inszenierung des Todes heran, die dem Zuschauer, der ja mittlerweile an die Welt des Übernatürlichen und Irrationalen herangeführt wurde, nicht mehr befremdlich sein wird. Es ist fast so, als ob er uns auf jede Frage eine Antwort vorflunkern könnte, die wir als Zuschauer wie unter Hypnose als wahr verifizieren würden.


Trotz alledem, ab der Folge 6, welche bereits in der zweiten Staffel liegt, beginnt es, richtig wirr zu werden. Nichts, was geschieht, ist nun mehr alltäglich oder als normal zu bezeichnen. Die Handhabung des zombiefizierten Feindes nimmt Formen an, das missgestaltete Kind (Udo Kier) entwickelt sich sonderbar, wird aber als völlig gesund aufgenommen (so eine Mutation kommt schon mal unter 100 Millionen Geburten vor, wird da erklärt), ein seltsamer Wunderheiler frisst den Kranken ihre Geschwüre einfach weg, der führende Arzt entdeckt im hohen Alter seine Sexualität wieder, nachdem er einen seine Probleme einem völlig verrückten Geistesheiler im Kellergeschoss anvertraut hat, die Loge scheint zum Kindergarten für große, studierte Kinder zu werden, in dem sich die Ärzte ähnlich der Beichte für alternative Behandlungsmethoden geißeln lassen, sich später aber trotzdem einem kindischen Beschwörungsritus anvertrauen, um die auf Kürzungen bedachte Verwaltung endlich los zu werden und und und.
Der Reiz der Erzählung besteht aus dieser Menge an interessanten, parallelen Handlungssträngen, die sich immer dichter miteinander verweben, je näher man innerhalb der Episoden voranschreitet. Die Eigendynamik dieser Subplots geht sogar so weit, dass sie auf unerwartete Weise in andere übergehen, den Hauptstrang ablösen oder ergänzen oder sich selbst zu diesem entwickeln. Mit anderen Worten: "Geister" ist an keiner Stelle wirklich vorhersehbar, selbst in den letzten Minuten wird man noch überrascht sein.


Bis dort hin ergreift vor allem eine Person die Initiative: Die für ihr hohes Alter noch sehr agile Dauerpatientin, weil Simulantin Sigrid Drusse baut den Kontakt zu Geistern auf, nachdem sie im Fahrstuhl auf ein weinendes Geistermädchen stößt und ein schlimmes Schicksal dahinter vermutet. Unterstützt von ihrem dicklichen Sohn Bulder steigt sie in die Tiefen des Krankenhauses hinab, das dort einem riesigen Labyrinth gleich, in welchen sich das Personal zu verlieren droht, kommt Satanisten auf die Spur, nimmt etwas eigenwillig Flugstunden, hält schummrige Séancen und öffnet sogar ein Tor zur Schattenwelt. Nicht nur die Person wächst dem Zuschauer alsbald ans Herz, auch ihre gutmütige Motivation und ihr harscher, aber immer freundlicher Umgang mit ihrem etwas antriebslosen Sohn machen jede Sekunde ihres Auftretens zu einem Erlebnis.


Doch auch abseits der Geschichte ist von Triers Werk etwas Besonderes: Der Meister selbst lässt es sich schließlich nicht nehmen jede Folge mit warmen Worten zu beenden und die nächste spannend einzuleiten. Aber vor allem die gelegentlich auftretenden Zwischenstücke in der Waschküche des Krankenhauses beweisen Mut. Hier unterhalten sich zwei geistig Behinderte allwissend über das Geschehen im Krankenhaus und geben dabei Zusammenfassung, oft sogar weise Vorausblicke. Es ist sicherlich mutig, das Wagnis einzugehen, ihnen solcherlei Szenen anzuvertrauen, schließlich gestaltet sich die Arbeit mit Behinderten bestimmt nicht leicht. Noch nobler ist es aber, ihnen, auch wenn sie für die Story nicht von besonderer Bedeutung sind, als Kommentatoren eine übergeordnete Rolle zukommen lassen und ihnen in ihren Gesprächen so viel bedeutsame Wahrheit in die Worte zu legen.


Die Mini-Serie erfuhr knapp 10 Jahre nach Entstehung ihrer ersten Staffel ein US-Remake von Stephen King, ich zweifle aber stark daran, dass sie nur annähernd die Vielfältigkeit und Faszination des Originals widerspiegeln kann. Von Trier bedauert es übrigens selbst ein wenig, keine dritte, vielleicht abschließende Staffel gedreht zu haben. Obwohl das abrupte Ende durchaus als abgeschlossen angesehen werden kann, bietet es mehr als ausreichend Punkte, an denen sich anknüpfen lässt, ohne Kompromisse bei der weiteren Entfaltung der Geschichte eingehen zu müssen. Diese müsste man aber bei der Darstellerwahl in Kauf nehmen, denn einige der damaligen Akteure sind schlichtweg nicht mehr zu bekommen. Kirsten Rolffes beispielsweise verstarb im Frühjahr 2000 an den Folgen von Krebs und es würde extrem schwer werden, einen gleichwertigen Ersatz für ihre Rolle zu finden, da sie die Serie maßgeblich prägte.


Wie von Trier berichtet, hat er wohl ganz bewusst das Bildmaterial auf ein möglichst unauthentisches Maß getrimmt. Es beginnt beim Bildrauschen, denn das Material ist sehr grobkörnig und scheint empfindlich auf Lichteinfall zu reagieren, wie helle überleuchtete Bereiche zeigen. Die Farben sind ebenfalls sehr unnatürlich und sind künstlich gebleicht wurden, so dass ein brauner, goldiger Farbton dominiert, als ob man auf ein altes Foto blickt. Auch die Schärfe ist nicht vergleichbar mit einem 10 Jahre alten Titel, der auch im TV lief. Mitunter sind Konturen etwas verwaschen und gehen ineinander über, die Details sind zumindest auf befriedigendem Niveau, wobei das starke Rauschen hier immer wieder dran rüttelt. Die Kompression sorgt dabei für feine Muster, die sich aber ebenso schnell bewegen, so dass es kaum auffällt. Die zweite Staffel bessert sich dann sichtlich, das Farbbluten geht zurück, die Schärfe erhöht sich und auch das Bildrauschen scheint nicht mehr so stark zu sein. Bildfehler trifft man sehr selten an, so dass man annehmen darf, dass die Vorlage dem maximal Machbaren entspricht.


Der deutsche Ton ist für eine TV-Serie grad mal befriedigend, einfach weil die Synchronisation nicht besonders gelungen ist. Den Makel kennt man vielleicht aus vielen Beispielen: Die Stimmen sind viel zu deckend über das Klangbild gelegt wurden, einige Synchronsprecher sind nicht so passend besetzt, wie man sich das vorstellt und die Abmischung ist bei weitem nicht so realistisch gelungen wie im Originalton, den man ebenfalls anwählen kann. Sobald man sich aber an die Stimmen gewöhnt und ihre Zuordnung zu den Gesichtern gewöhnt hat, fällt das kaum noch auf. Die damals nicht synchronisierten Passagen liegen in dieser exklusiven ARTE Edition erstmalig komplett synchronisiert vor und für den O-Ton lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.




Koch hat die Extras wieder auf alle Discs verteilt. DVD 1 beinhaltet das ebenso wie der Hauptfilm sehr interessante Making Of. Hier erzählen Filmcrew und viele der Darsteller rückblickend von ihren Erlebnissen am Drehort, beispielsweise dem Handling von "echten" Geistern oder der Faszination des Skriptes. Besonders interessant ist es, Lars von Trier "live" erleben zu dürfen und seinen Gedankengängen zu folgen. Die auf den folgenden Discs fortgesetzten Audiokommentare enthalten immer zusammenhängende Szenen zwischen 3 und 10 Minuten und sind generell sehr gut geworden. Hier sprechen Lars von Trier, Niels Vørsel (Drehbuch) und Molly Stensgaard (Schnitt), wobei man sich nicht allzu ernsthaft mit den Clips nicht beschäftigt, was die Zeit sehr schnell vergehen lässt. Auch Disc zwei enthält 3 kürzere Kommentare, sowie den Trailer zu Serie und 8 Commercials. Diese sind für die dänische Tageszeitung "Ekstra Bladet" erstellt und zeigen den aufbrausenden "Geister"-Egomanen Ernst-Hugo Järegård, der sich selbstironisch und abfällig über das dänische Volk und das beworbene Produkt her macht. Sehr sehenswert!
Auf der dritten Disc überrascht der Audiokommentar zu Episode 5: Irgendwie hat man den Beginn doch schon gehört, oder? Spätestens nach einer Minute aber bekommt man Neues zu hören, z.B. die Ideen, das Werk damals schon zu beenden und woran es später scheiterte (O-Ton: "Niemand hat uns drum gebeten."). Besonders empfehlenswert auf dieser Disc und wohl das beste Extra ist das Special zum Regisseur. Es gibt einen Ausblick auf von Triers Schaffen, das Filmausschnitte mit denen von öffentlichen Anlässen ergänzt, mit einem Interview vervollständigt wird und das Mysterium "Lars von Trier" umso mehr schürt. Dieser zeigt sich als außergewöhnlicher, zutiefst ehrlicher Mensch und redet frei über seinen Charakter, über Drogen und Panikattacken und sein Umfeld.
Die letzte Disc startet mit einem lustigen Musikvideo, das mit ein wenig mehr Radio- und TV-Unterstützung sicherlich ein Hit gewesen wäre. Es stimmt der Rhythmus und der an medizinische wie religiöse Gestiken und Bewegungen angelehnte Tanz lässt jede andere Zappelei schnell erblassen. Von Trier rockt in hübscher Begleitung sogar sehr souverän mit. Zum 2minütigen Feature gibt es noch ein ebenso langes Making Of mit einigen lustigen Pannen. Auch zwei kurze Audiokommentare sind wieder mit vertreten, sowie ein Special zu Udo Kier, in dem er über seine Rolle und seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur spricht und den Käufer der DVD zur richtigen Entscheidung beglückwünscht. Recht hat er!


"Geister" definiert meines Erachtens den Begriff "phantastischer Film", ohne wirklich mit Effekten zu hantieren oder in Sagenwelten abzuschweifen. Als Zuschauer kann man sich völlig der gespenstischen Scheinwelt anvertrauen, sich drin wohl fühlen, sich gruseln und sich überraschen lassen. Koch hat den Wert dieser Mini-Serie erkannt und sie mit würdiger Ausstattung veröffentlicht. Sämtliche Folgen sind ungekürzt und auch wenn das Bild sicherlich von gewöhnungsbedürftiger Qualität und das Cover unscheinbar ist, MUSS man hier einfach zugreifen und genießen.

Anmerkung der Redaktion: Wer die Erstauflage bisher noch nicht sein Eigen nennt, sollte zur ARTE EDITION greifen, da hier die damals nur untertitelten Passagen erstmals vollständig synchronisiert vorliegen. Alle anderen müssen selbst wissen, ob sie aufgrund einiger nicht synchronisierter Szenen einen Neukauf wagen.


Film++++++
Bild+++---
Ton+++---
Bonus++++--


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Kingdom Hospital
IMDb.com OFDb.de (Kingdom - Hospital der Geister, The)
IMDb.com OFDb.de (Kingdom - Hospital der Geister II, The)



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