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CAN 2004
Originaltitel:Cube Zero
Länge:93:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Ernie Barbarash
Buch:Ernie Barbarash
Kamera:François Dagenais
Musik:Norman Orenstein
SFX:Mr. X Inc., Soho VFX, J.M.S. Special Effects, Grand Unified Theories
Darsteller:Stephanie Moore, Zachary Bennett, Michael Riley, Martin Roach, David Huband, Mike 'Nug' Nahrgang, Richard McMillan, Terri Hawkes, Tony Munch, Jasmin Geljo, Diego Klattenhoff, Alexia Filippeos
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, Eng), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
DVD 1:
  • Audiokommentar von Regisseur Ernie Barbarash
Bonus-DVD:
  • Cube Zero: Inside the Box - Making of (19:50 Min.)
  • Musikvideo von BOBA (3:22 Min.)
  • Vergleich Storyboard - Film (3:53 Min.)
  • Originaltrailer englisch (1:45 Min.)
  • Originaltrailer deutsch (1:45 Min.)
  • Cast & Crew:
    • Erni Barbarashi (4 Seiten)
    • Zachary Bennet (2 Seiten)
    • Stephanie Moore (4 Seiten)
    • Michael Riley (3 Seiten)
  • Cube Zero: Bildergalerie (15 Bilder)
  • Trailershow:
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • Evil (2:00 Min.)
    • The Last Tunnel (1:19 Min.)
    • Beyond the Re-Animator (1:49 Min.)
    • Ginger Snaps 2 (1:18 Min.)
    • Ginger Snaps 3 (1:53 Min.)
    • Old Men In New Car (2:00 Min.)
    • The Machinist (0:55 Mn.)
    • Monster (2:26 Min.)
    • Cowgirl (2:15 Min.)
    • Der Typ vom Grab nebenan (1:30 Min.)
    • Mondbasis Alpha (2:43 Min.)
    • Ju-On: The Grudge 2 (1:29 Min.)
    • Feuer (1:39 Min.)
    • Legend of the Evil Lake (1:43 Min.)
Irgendwo tief unter der Erde Nordamerikas befindet sich ein riesiger geheimer Komplex, in dem sich, so glaubt es zumindest das Personal, zum Tode verurteilte Straftäter freiwillig einem Versuchsprogramm unterziehen. Als jedoch eine junge Mutter (Stephanie Moore) in das lebensgefährliche Labyrinth des Cube gerät, beginnt der junge Wartungsingenieur Eric (Zachary Bennett) am System zu zweifeln. Zweifel, die ihn alsbald selbst zum Opfer der perfekten Tötungsmaschinerie werden lassen ...
Zwei Jahre hat es gedauert. Nun sind wir endlich wieder zurück im Würfel. Weiter geht's mit mörderischen Fallen, unappetitlichen Leichenteilen und einer cleveren Ausgangssituation. Vincenzo Natali gelang mit "Cube" 1997 ein minimalistischer Geniestreich, um den sich schnell eine Fanbase gründete. Kein Wunder also, dass Lions Gate wenig später eine Fortsetzung in Auftrag gab. Ernie Barbarash schrieb und produzierte das Sequel "Cube 2: Hypercube" verstand es aber kaum Innovationen einzuarbeiten, weshalb die Abnutzungserscheinungen sehr deutlich wurden und der Film besonders zum Ende hin zu einer absolut blöden Lösung abdriftete. Man kann so eine Masche eben auch tot reiten.
Aus den Fehlern hat er gelernt, denn "Cube Zero" ist wieder eine deutliche Steigerung, reicht aber nicht an das Original heran - auch wenn hier sichtbar mehr Geld im Spiel war. Auf den Regiestuhl debütierend und wieder selbst das Drehbuch schreibend, entschied er sich für ein Prequel. Insofern clever, weil man keine neuen Ideen erfinden, sondern die Technik einfach primitiver und weniger ausgefeilt präsentieren muss.


Die in "Cube 2: Hypercube" schon angedeutete Enträtselung dieses geheimen Regierungskomplexes wird hier fortgesetzt, nimmt dem Kubus aber leider auch einiges seiner geheimnisvollen, mystischen Aura. Es sei soviel verraten, dass der Kreis zu "Cube" sich hier am Ende schließen wird, weshalb auch keine Fortsetzung mehr nötig wäre - einzig aus Profitgründen vielleicht.


Die Räume des High-Tech-Würfels selbst sind dieses mal nur Nebenschauplatz. Der Fokus liegt auf einem Kontrollraum, indem die beiden Techniker ihren Dienst verrichten. Warum wird klar, wenn man den Film sieht. Das Vorantasten von Raum zu Traum mit altbekannten Tricks (Stiefelwurf) ist längst nicht mehr so spannend und selbst die Fallen weniger angsteinflößend. Wohl auch deshalb ist "Cube Zero", um explizit brutale Kills bemüht, der blutigste Teil der Trilogie - selbstverständlich mit dem obligatorischen, tödlichen Opener versehen.


Dank der beiden Überwacher Eric (Zachary Bennett) und Dodd (David Huband) erfahren wir nun mehr über die Ursprünge und den Zweck des Würfels. Während der eingeschüchterte Dodd nur stur seine Arbeit machen möchte, fängt der extrem intelligente und talentierte Eric in diesem, abseits der Monitore fast an den Film Noir erinnernden Büro an, das ganze System zu hinterfragen. Ihre ebenfalls Dienst tuenden Kollegen sind seit Tagen verschwunden und die Begründungen, warum sich Menschen für so etwas freiwillig hergeben, erscheinen ihm auch sehr schwammig.
Ich möchte hier nicht zuviel spoilern, aber Barbarash findet logische Antworten auf die vielen Fragen, die den Zuschauer seit "Cube" beschäftigen. Einmal im Kubus gefangen, gibt es jedoch auf keinen Fall mehr einen Weg zurück, weswegen Eric selbst in den Würfel steigt um die politische Aktivistin Cassandra (Stephanie Moore) zu retten. Diese unplanmäßige Aktion ruft die Hintermänner, die von nun an das Überwachungssystem übernehmen, auf den Plan.


Im Kubus selbst läuft alles in geordneten Bahnen ab. Allerdings weit weniger dramatisch als im Vorgänger. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Talente fällt hier ebenfalls flach, Leben und Tod liegen dem Zufallsprinzip zugrunde. Regelmäßig tippt ein Unglücklicher in eine Falle, bis die auf eine überschaubare Gruppe zusammengeschrumpfte Opferriege von Eric gefunden wird. Der hat aber nicht damit gerechnet, dass er längst nicht alle Tricks kennt. Auf Rechenspielereien mit den angebrachten Koordinaten wird leider nicht weiter drauf eingegangen. Vielleicht war das Barbarash aber auch einfach zu kompliziert.


Wer aufmerksam zuschaut und mitdenkt, kann sich noch vor der finalen, alles andere als ein Happyend darstellenden Lösung schon einiges zusammenreimen. Nicht alles was man hier sieht, ist das, was es scheint. Die Experimente reichen weiter, als man es zunächst für möglich hält.
Vor allem in optischer Hinsicht macht "Cube Zero" einen wesentlich besseren Eindruck als sein steriler Vorgänger. Unterschiedliche Blickwinkel, verschwommene Perspektiven, Computersimulationen, das abstrakte Büro mit Fahrstuhl (die Idee erinnert mich irgendwie an Cronenberg) und sogar die freie Natur sorgen hier für Abwechslung. Mit dem Einfallsreichtum wird es nur zum Schluss übertrieben, wenn eine Art vollgepumpter Supersoldat als letzte Allzweckwaffe zum Einsatz kommt.


Die neuere Produktion wird beinahe hervorragend auf die DVD gebracht. Das Bild ist angenehm plastisch, nur bei näherer Betrachtungsweise fehlt es noch etwas an Detailstärke. Das soll den Filmspaß aber nicht beeinträchtigen, denn Farben und Kontrast sind gut, in beiden Fällen sieht es aber mehr nach B-Movie als nach großem Hollywood aus. Aber das ist eine rein subjektive Einschätzung, es mag auch SciFi-Einfluss liegen, dass die Farben mechanisch triste Töne annehmen und dem Horror-Genre ist sicherlich die stellenweise dunkle Umgebung anzuhaften. Etwas muss man aber bemängeln: In einigen Szenen wechseln Kontrast und Schärfe von einem Schnitt auf den nächsten, zwar nur leicht, aber so, dass man es bemerken könnte. Das Bild gefällt aber nach wie vor durch Rauscharmut, Defektfreiheit und eine formidable Kompression. Letztlich ist es schade, hier nur 4 Punkte vergeben zu können, man ist aber kurz davor, noch einen Punkt draufzulegen.


Die Lautsprecher werden stets geflutet von leisen Geräuschen der hochtechnisierten Sets. Da surrt, rumpelt oder rauscht es ständig irgendwo, aber nicht etwa wie es ein Störgeräusch tun würde, sondern sehr klar und meist auch gut raumfüllend. Der Bass kommt besonders im DTS-Ton gut zur Geltung, andere Unterschiede bewegen sich im feinsten Detailbereich, so dass man mit dem Dolby Digital-Ton auch gut beraten ist. Die Dynamik fällt ebenfalls gut aus, obwohl nicht durchgängig Action geboten wird. Einige sehr schöne Effekte werden auch geboten, spätestens wenn Fallen losgehen. Der englische Ton ist in den Dialogen Aufnahme bedingt nicht ganz so klar wie die deutsche Tonspur, ansonsten wird aber der selbe saubere und kraftvolle Klang geboten. Untertitel stehen keine zur Verfügung.




Auf der Hauptfilm-DVD finden wir einen leider mal wieder nicht deutsch untertitelten Audiokommentar des Regisseurs Ernie Barbarash. Ein sehr informativer und interessanter Kommentar, in dem Barbarash viel über Entstehung von "Cube Zero" und dessen Parallelen zum ersten Teil erzählt. Man merkt hierbei deutlich, dass er noch ein Neuling ist, denn im Gegensatz zu Kommentaren von Regieveteranen wie z.B. Oliver Stone, Steven Spielberg oder aber eines George Lucas, welche immer wieder hochgelobt werden, ist dieser Kommentar überraschend frisch ausgefallen. So etwas hört man gerne.
Das restliche Zusatzmaterial wurde auf eine separate Bonus-Disc ausgelagert und wartet zu Beginn schon mit einem gelungenen Making of auf, welches uns knapp 20 Minuten Einblicke hinter die Kulissen zu "Cube Zero" bietet, sowie typische Filmausschnitte und Interviews mit Cast & Crew. Anders als die bekannten Making of bleiben wir hier von dem üblichen Promotiongequatsche verschont. Optional lässt sich hierbei ein deutscher Voice Over-Sprecher hinzuschalten. Weiter geht es mit einem Musik-Video zum Film von der hierzulande leider etwas unbekannten New-Metal-Kapelle Boba, sowie der englische und deutsche Trailer zum Film. Unter Vergleich: Storyboard-Film finden wir zwei Storyboard-Vergleiche zu den Gore-Szenen und unter Cast & Crew können wir uns vier Bio- bzw. Filmografien anschauen. Zum Schluss gibt es noch eine Bildergalerie mit 15 Fotos und die obligatorische e-m-s-Trailershow. Für eine Special Edition bis auf den Kommentar und das Making of recht unspektakulär, dafür ist das animierte Menü wirklich gelungen und ein hübscher Schuber im Metallic-Look mit Prägung umschlingt die normale Amaray-Verpackung. Ein Booklet gibt es leider nicht.


"Cube Zero" ist archaischer als das Original. Alles kommt etwas einfacher primitiver und längst nicht so perfekt abgestimmt rüber. Der zeitliche Rückschritt war, genau wie das Verlassen des Würfels, eine richtige Entscheidung. Obwohl nun endlich einige Fragen beantwortet werden, reicht "Cube Zero" nicht an den Erstling heran. Dafür sind die Momente innerhalb Würfels einfach zu ausgereizt und konventionell geraten - gerade so, als hätte Ernie Barbarash seine Energie außerhalb des Kubus verbraucht. Für Fans der Reihe mit Sicherheit interessant. Damit sollte das Thema auch durch sein. Die deutsche Special Edition von e-m-s ist durchweg empfehlenswert und ebenso wie die Leihfassung ungekürzt. Vorsicht nur vor der Kaufversion ab 16 Jahren, die musste nämlich Federn lassen.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++++--


Druckbare Version
Cube
Cube 2: Hypercube
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