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USA 1994
Originaltitel:Shawshank Redemption, The
Länge:136:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Frank Darabont
Buch:Frank Darabont, Stephen King
Kamera:Roger Deakins
Musik:Thomas Newman
SFX:Bob Williams
Darsteller:Tim Robbins, Morgan Freeman, Bob Gunton, William Sadler, Clancy Brown, Gil Bellows, Mark Rolston, James Whitmore, Jeffrey DeMunn, Larry Brandenburg, Neil Giuntoli, Brian Libby, David Proval, Joseph Ragno, Jude Ciccolella, Renee Blaine, Scott Mann, Frank Medrano
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu, Eng), Dolby Digital 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • "Langnese"-Werbetrailer (1:11 Min.)
  • Cast & Crew:
    • Tim Robbins (4 Seiten)
    • Morgan Freeman (4 Seiten)
    • Bob Gunton (4 Seiten)
    • William Sadler (4 Seiten)
  • Kurzfilm "Countdown" (8:23 Min.)
  • Goofs:
    • Die Skulpturen (0:44 Min.)
    • Die Gravierung (0:48 Min.)
    • Die Schusswunde (0:31 Min.)
    • Der Umschlag (0:24 Min.)
    • Der Hut (0:17 Min.)
  • Dolby Digital-Test (2:26 Min.)
  • Trailershow:
    • God's Army (1:47 Min.)
    • True Romance (2:00 Min.)
    • Die Verurteilten (1:18 Min.)
    • Blast (1:23 Min.)
    • Driftwood (1:45 Min.)
    • Kolobos (1:11 Min.)
  • Laserdiscshow (2:13 Min.)
"Zweimal lebenslänglich!" lautet das Urteil für den Bankmanager Andy Dufresne (Tim Robinson). Angeklagt des Doppelmordes an seiner Ehefrau und deren Liebhaber, beteuert er seine Unschuld und wird in das verruchte Gefängnis von Shawshank im Bundesstaat Maine eingeliefert. Gleich nach wenigen Tagen im Knast wird Andy von einer Clique sadistischer Männer brutal vergewaltigt und der Gefängnisdirektor Norton demonstriert den Neuankömmlingen eindringlich, was er unter Disziplin versteht. Das Leben innerhalb der Mauern ist die Hölle. Nur die Freundschaft mit Red (Morgan Freeman) lässt ihn hoffen ...
Wenn man an die Adaption eines Stephen King-Romans denkt, erwartet man in erster Linie Horror. "The Shawshank Redemption" ist eine Ausnahme des "Master of Horror". Einmal nicht von höllischen Grausamkeiten schreibend, fühlte er sich auf fremden Terrain derartig wohl, dass Regisseur und Drehbuchautor Frank Darabont ("Black Cat Run", Interner Link"The Green Mile") aus dem Stoff das Besondere extrahieren und auf Zelluloid bannen kann.


In seiner zutiefst altmodischen, gemächlichen Erzählweise, passt der Film gar nicht in das flotte Kino der Neunziger. Es ist großes Schauspielerkino, dass, von einem hervorragenden Drehbuch angetrieben, alles gibt, wofür sich die Zuschauer erkenntlich zeigten. Dabei bietet das im Amerika der Dreißiger Jahre spielende Drama gar keine neue Ideen, sondern konzentriert sich ganz auf das Schicksal Andy Dufresnes (Tim Robbins, Interner Link"Mystic River", "Arlington Road"). Urplötzlich wird er aus seinem geregelten Leben gerissen, als er des Mordes an seiner Frau angeklagt, verurteilt und lebenslang weggeschlossen wird. Ehe ihm bewusst wird, dass er sein Leben hinter Gittern verbringen muss, sitzt er im Knast und fristet ein zunächst jämmerliches Dasein.


Wie in kaum einem anderen Gefängnisfilm sollen die Charaktere (bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt) ans Herz wachsen. Obwohl sie alle mächtig etwas auf dem Kerbholz haben, sind sie Menschen geblieben, die ihren Fehler bereuen und sich so gut wie möglich arrangieren. Deutlich wird Kritik am Justizsystem laut, dass seinen Direktoren und den Wärtern, u.a. ein harter, aber nicht unsympathischer Clancy Brown (Zim "Pack' die Hand an die Wand" aus Interner Link"Starship Troopers"), zumindest zur damaligen Zeit, totalitäre Kontrolle über die Häftlinge gewährte. Neben Ausbeutung und ewigen Diskriminierungen standen Vergewaltigung (etwas klischeehaft, aber leider wahrheitsgemäß) und Prügel auf dem Programm. Die Aufseher schauten stets weg, wenn die Hackordnung neu ausgefochten wird.


In dieser Welt hat Dufresne zunächst Mühe sich zurecht zu finden, freundet sich aber mit dem längst resignierten Ellis Boyd "Red" Redding (Morgan Freeman, Interner Link"Se7en", "Unforgiven") an. Der kann alles besorgen und hilft auch Andy. Durch ihn lernt er, wie er sich verhalten muss, um mit möglichst heiler Haut dieses Leben zu überstehen. Seine Intelligenz hilft ihm dabei. Aus kleinen Gefallen für die Wärter wird schließlich ein Job für den Direktor (Bob Gunton, Interner Link"Demolition Man"). Der erniedrigt ihn zu seinem Diener, doch Andy macht für ihn die gesamte Buchhaltung und wäscht nebenher auch noch Schwarz- und Bestechungsgeld. Neben hart erkämpften Privilegien wird immer wieder die Unverdaubarkeit eines so langen Gefängnisaufenthalts thematisiert. Entlassene Häftlinge finden sich nach all den Jahren nicht mehr in der sich gewandelten Gesellschaft zurecht. Wie auch, wenn man nur noch für niedere Jobs in Frage kommt und die selbst gesteckten Ziele im Gefängnis, gegen ein sinnloses Leben in der Freiheit ausgetauscht werden.


Den Hauptteil des Films machen aber die Protagonisten und ihre Gespräche aus. Irgendwie schweißt das gemeinsame Schicksal diese zum Teil völlig unterschiedlichen Männer zusammen. Sie gehen dem Zuschauer zu Herzen, obwohl es alles Schwerverbrecher sind. Jedem wird der Raum zugestanden, den er benötigt, um sich als Individuum und nicht als klischeebehafteten Insassen zu etablieren.

Begierig nimmt man den Film auf, hofft trotz Überlänge auf weitere Stunden. "The Shawshank Redemption" soll später seinen doppelt überraschenden Abschluss finden und ist damit in sich perfekt abgeschlossen, doch bis dahin ist es ein langer und steiniger Weg, auf dem die Hoffnung für die einen stirbt und für andere weiterlebt. Dabei lebt das Szenario vor allem von dem brillant aufspielenden Cast, der sich hier komplett für seinen Regisseur ins Zeug legt - und das spürt der Zuschauer. Selten wurde sich dem Leben im Gefängnis, der täglichen Routine und den sich während dessen entwickelnden Charakteren soviel Platz zugestanden.


Seinen Anspruch, nicht nur ein unterhaltsames, sondern auch tiefsinniges Drama zu drehen, lässt Darabont dabei nie außer Acht. Die Figuren hinterfragen sich und ihre Tat. Haben sie ihr Schicksal nicht verdient? Haben sie ihre Schuld bezahlt? Dürfen sie überhaupt wieder in die Freiheit entlassen werden oder haben sie ihr jetziges Leben nicht auch verdient?

Toller Film, mittelmäßige DVD: Die DVD begeht einen schweren Fehler, nämlich dass der Kontrast überhaupt nicht ausgeglichen ist, so dass große schwarze Flächen entstehen, die dem Werk keineswegs gut tun. So alt ist der Film noch nicht, dass man hier schon mildernde Umstände in Betracht ziehen müsste auch der Einwand einer kargen Stilistik ist hierbei keine Erklärung für das harte kontrastierte, dunkle Bild, welches auch an den Farben zehrt. So glaubt man zwar, einen guten Eindruck einer 5 Jahrzehnte entfernten Zeit zu bekommen, die Farben sind aber deutlich zu karg und blass, auch wenn es ansatzweise so passen mag. Der Verdacht, dass hier von Kinomaterial aus gemastert wurde, verstärkt sich durch das zwar seltene, aber deutlich sichtbare Auftreten von Brandlöchern. Die sonstigen Qualitäten der Scheibe sind durchschnittlich. Neben leicht überscharfen Konturen wirkt das Letterbox-Bild recht ordentlich, frei von Rauschen und auch mit einer guten Detailschärfe versehen. Bildfehler treten ansonsten selten auf, nur eine leichte Bewegungen auf detailreichen Objekten oder in Bewegungen wird minimal deutlich, der durchschnittliche Eindruck wird dadurch aber weder auf- noch abgewertet.


Der deutsche Zweikanalton ist fürchterlich leise und sollte nicht angewählt werden, will man den Film in annehmbarer Qualität genießen wollen. Der englische Stereoton rauscht wie auch die anderen Tonarten und ist kraftvoller als die der deutsche Stereoton, bessere Ergebnisse erzielt hierbei aber der deutsche 5.1-Mix. Dieser ist über weite Strecken ausschließlich frontbasierend und entpuppt sich schnell als Upmix aus einem Stereosignal, was kaum Vorteile gegenüber diesem erbringt. Leise Umgebungsgeräusche können vernommen werden und in seltenen Fällen ertönt sogar mal ein Effekt, es ist aber nicht der Rede wert und schafft den Sprung zu 4 Punkten nicht. Zumindest die deutschen und englischen Untertitel sind gut umgesetzt.
Mit Freuden erblickt man direkt nach Einwerfen der DVD einen alten "Langnese"-Werbespot. Das gehört zwar wenig zum Film, ist aber gern gesehen. Die Trailershow und die Laserdisc-Show sind Standardwerke der Laser Paradise-Veröffentlichungsstrategie und kaum noch erwähnenswert, dafür aber haben wir neben einem Dolby Digital-Test, mit dem man sich die Vorzüge eines 5.1-Systems deutlich machen kann (falls man denn auch eins hat), auch ein paar echte Extras an Board. Es gibt zu den vier wichtigsten Darstellern kurze Bio- und Filmografien, obwohl hier mehr möglich gewesen wäre, und 5 Goofs, die mit einer Texttafel eingeleitet werden und nach Bestätigung die verpatzte Stelle im Film zeigen. Der deutsche Kurzfilm "Countdown" hat zwar bis auf die gescheiterte Existenz, die ihrem Leben ein Ende setzen möchte, dann aber doch noch neuen Lebensmut fasst, als es fast schon zu spät ist, gar nix mit "Die Verurteilten" gemein, ist aber dreifach mit Heinz Hoenig in den Hauptrollen besetzt, den ich ohnehin zu einen der leistungsstärksten und sympathischsten deutschen Darsteller zähle. Die Geschichte mag einen makabren Beigeschmack haben, ist aber stimmungsvoll und tragisch erzählt und bietet für einen Kurzfilm eine sehr kompakte und aufs Wesentliche bestens ausgearbeitete Idee. Vielleicht sollte jeder DVD ein Kurzfilm beiliegen, wenn er nur so gut ist wie "Countdown". Die Aufteilung des Films auf Laser Paradise typische 8 Kapitel ist dürftig, vom Cover darf man auch nicht viel erwarten.


Großartiger Crowd Pleaser, der mit sich einem intelligenten Skript und einem großartig aufspielenden Cast in die Herzen der Zuschauer katapultiert. Zurecht stets mir Lob überschüttet, ist "The Shawshank Redemption" erstklassig erzähltes Kino, dass schon jetzt als Klassiker durchgehen kann. Zeitlos ist er gewiss und von Qualität sowieso. Anschauen, hinein versetzen und sich zweieinhalb Stunden in eine andere Welt begeben.


Film+++++-
Bild+++---
Ton+++---
Bonus++----


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Verurteilten, Die (2 Disc Limited Edition)
Verurteilten, Die
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Daniel Pereé am 16.01.2005
Bewertung:

Unschuldig hinter Kingsche Gittern
"Die Verurteilten" gehört wirklich zu einen der besten Gefängnis-Dramen der Welt. Dieser Film hat so viele Stimmungsschwankungen, dass er an keiner Stelle langweilig wird. Das Schicksal von Menschen, die ins Gefängnis kommen, wird dank hervorragender Schauspieler sehr eindrucksvoll dargestellt.
Für mich ist dieser Film, der für 7 Oscars nominiert wurde, einer der besten Stephen King-Verfilmungen überhaupt, neben "ES", "The Stand" und "The Green Mile".



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