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USA 1991
Originaltitel:Critters 3
Alternativtitel:Critters 3: You Are What They Eat
Länge:80:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Kristine Peterson
Buch:Rupert Harvey, Barry Opper, David J. Schow
Kamera:Thomas L. Callaway
Musik:David C. Williams
SFX:Chiodo Brothers
Darsteller:Aimee Brooks, John Calvin, Christian Cousins, Joseph Cousins, William Dennis Hunt, Nina Axelrod, Leonardo DiCaprio, Don Keith Opper, Geoffrey Blake, José Luis Valansuela, Diana Bellamy, Katherine Cortez, Frances Bay, Bill Zuckert
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Sprache:Deutsch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • Bio-/Filmografien:
    • Kristine Peterson (2 Seiten)
    • Leonardo DiCaprio (4 Seiten)
    • John Calvin (3 Seiten)
    • Katherine Cortez (2 Seiten)
    • Aimee Brookes (1 Seite)
  • Trailershow:
    • Heart (1:52 Min.)
    • Die Frau meines Lehrers (1:48 Min.)
    • Dune (3:09 Min.)
    • Zum Sterben zu müde (2:04 Min.)
Annie (Aimee Brooks) ist nach einem Urlaub mit ihrer Familie gerade auf dem Rückweg nach Hause, als sie auf dem Rastplatz die Bekanntschaft mit Charlie (Don Keith Opper) dem Bounty Hounter, macht, der sie und ihren kleinen Bruder vor kleinen gefräßigen Monstern warnt. Doch die Critters haben sich bereits ans Auto geheftet und starten ihren Fresszug durch das Mietshaus der Familie. Ein erbitterter Kampf beginnt.
- "Blacky ist in Schwierigkeiten!" (Critter)

Das zweite Sequel zu Stephen Hereks "Critters", diesmal unter der Leitung von Kristine Peterson, die zuvor bei Werken wie "A Nightmare On Elm Street 5" oder "Tremors" als Regieassistenz Genre-Luft schnupperte, zeigt nur wenige Abnutzungserscheinungen und versteht es wie seine beiden Vorgänger in erster Linie brillant zu unterhalten. Dass das Schema F im Grunde nur wenig variiert wird, dürfte auf der Hand liegen, doch nichtsdestotrotz kann die Fortsetzung erneut mit ausreichend eigenen Ideen aufwarten und rückt darüber hinaus den Humor noch stärker in den Vordergrund, als es die zuvorigen Teile ohnehin schon taten.


Die Geschichte gibt nicht wirklich viel her, es wird Gesetz den Fortsetzungsregeln halbwegs plausibel versucht, die Critters als solche mit neuen Settings und Charakteren zusammenzubringen. Doch woran viele Sequels ähnlich gelagerter Serien meist scheitern (z.B. "Ghoulies"), macht "Critters 3" innerhalb seiner Möglichkeiten einen verdammt guten Eindruck. Da wären zum einen die verhältnismäßig ausreichend ausgearbeiteten Figuren und sympathischen Darsteller, die angesichts der begrenzten Drehorte (Haupthandlungsort ist ein altes Mietshaus) auch recht wichtig für den Film sind, zum anderen unterstützen die liebevoll angelegten Charaktere die harmlose Atmosphäre des Films, denn ähnlich wie das Original und dessen Fortsetzung ist "Critters 3" zwar bissiger, aber jugendfreier Grusel, der nur selten kribbelt und Effekte auch nur anschneidet.
In der Hauptrolle kann Aimee Brooks ("Monster Man") überzeugen, neben ihr debütiert ein junger Leonardo Di Caprio ("The Beach", "Aviator") in seiner ersten Filmrolle, der sich aber heute von diesem "Frühwerk" distanziert. Don Keith Opper ("Der Killer im System") ist erneut in der Rolle des Bounty-Hunters Charlie zu sehen und somit als einziger Schauspieler der Original-Cast vertreten. Seine Rolle wurde deutlich ausgebaut, so dass er noch freakiger - nicht nur äußerlich ähnelt er der Figur des Hubschrauberpiloten aus "Mad Max 3" -, noch trottliger, noch sympathischer auftritt. Leider kommt das Potenzial dieses Charakters erst gegen Ende hin zum Tragen, wenn er sich noch während der Credits abwechselnd mit diesen auf die Suche nach den verbliebenen Critters im Haus macht und sorgsam die nächste Fortsetzung einläutet.


Der Film macht in erster Linie aber vor allem aus einem Grund Spaß: den Critters. So niedlich und bissig zugleich waren die fiesen Racker auch in den Vorgängern nicht. Wenn sich beispielsweise eines der kleinen Monster fast die Kehle aus dem Leib brüllt (samt Close-Up auf seine Gurgel), um Verstärkung anzuheuern, kann man sich als Zuschauer ein breites Schmunzeln nicht verkneifen. Warum die Critters diesmal allerdings arg in ihrer sprachlichen Kommunikation eingeschränkt sind, wird nicht weiter erwähnt.


"Critters 3" wurde back to back mit dem vierten Teil der Reihe für den Videomarkt gedreht. Wenn man bedenkt, was für ähnliche Produktionen es allerdings ins Kino geschafft haben, muss man doch sagen, dass sich der Streifen auf der großen Leinwand durchaus gelohnt hätte. Aber New Line setzte offensichtlich von vornherein auf gut produzierte Low Budget-Videoware, vermutlich weil "Critters 2 - Sie kehren zurück" weltweit nur 4 Mio. Dollar und somit nicht einmal ein Drittel des Vorgängers einspielte.


Die Rauschmuster zu Beginn sind ja wohl legendär, als ob der Sandsturm in der Röhre tobt. Es bessert sich ein wenig, auf gleichmäßigen Flächen bleibt das Rauschen aber sehr heftig. Der Bildschärfe hat man ein wenig nachgeholfen, was man immer wieder an Konturen anhand von Doppelrändern sichten kann, das Material ist nicht zuletzt wegen des etwas verschrobenen Kontrastumfanges aber noch ein deutliches Relikt des analogen Zeitalters (um nicht zu sagen: VHS). Auch die gut sichtbaren Dropouts zeugen davon. Schärfe und Farben bleiben also eher dem Durchschnittlichen verschrieben, was man bei mittelmäßig umgesetzten Genre-Filmen leider viel zu oft vorgesetzt bekommt. Dass die digitale Umsetzung des Materials auch keinen Preis verdient, muss kaum noch betont werden, tut beim insgesamt knapp mit 3 Punkten bewerten Ergebnis aber kaum noch was zur Sache. Das Bildformat entspricht der Open Matte-Fassung, die Kinoauswertung war natürlich als abgedecktes Breitbild zu sehen.


Die Wahl zwischen den Tonmodi ist mannigfaltig: Entweder man entscheidet sich für den faden Dolby Digital 5.1-Ton oder aber die etwas lautere DTS-Variante. Beide scheinen nicht mal ein Stereosignal zu enthalten, denn mehr als die Centerbox und manchmal auch den Subwoofer, der den Film fülliger klingen lässt, bekommt man selten zu hören, wobei der Tieftöner etwas zu sehr rumpelt. Die zwei Upmixe sind also wieder mal klare Irreführung, die sich bestens in die schwachsinnige Reihe von Veröffentlichungen einreiht, die das Label bereits verbockt hat. Statt solchen Firlefanzes wären deutsche Untertitel oder ein Originalton nützlicher gewesen. Zumindest lässt sich über die Verständlichkeit und den Klang des deutschen Tones nichts Schlechtes sagen, so man denn keine Erwartungen an räumlichen oder gar hochauflösenden Klang im Sinn hat, schließlich ist der Film auch nicht mehr so jung.


Beim Bonusmaterial bekommt man das Gefühl, das Label hätte nur die Erfüllung des Pflichtprogramms vor Augen gehabt. Das bedeutet kaum Material, nur ein paar dürftige Filmografien und 4 Werbetrailer, unter denen sich nicht einmal der zum Hauptfilm befindet. Auch die Freigabe der DVD täuscht mit einem FSK18-Siegel. Diese Anforderungen erfüllt der "Critters 3" bei weitem nicht und man darf davon ausgehen, dass hier ein Fehler vorlag, denn diese DVD ist inhaltsgleich mit der ab 16 Jahren freigegebenen Fassung.


Wenn man bedenkt, dass es sich hier bereits um den zweiten Ausguss einer ohnehin schon konservierten Idee handelt, muss man "Critters 3" doch ein erhebliches Maß an eigenen und witzigen Einfällen zusprechen, sowie den ungemeinen Unterhaltungswert hervorheben. Für einen kurzweiligen Filmabend dürfte die Gruselkomödie das perfekte Futter sein. Und nicht vergessen: You are what they eat ...


Film++++--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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Critters
Critters 3 - Die Kuschelkiller kommen
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