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USA 2003
Originaltitel:Monster Man
Länge:91:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Michael Davis
Buch:Michael Davis
Kamera:Matthew Irving
Musik:John Coda
SFX:Todd Masters
Darsteller:Eric Jungmann, Justin Urich, Aimee Brooks, Michael Bailey Smith, Joe Goodrich, Tim Sitarz, Johnny Green, Steve DeRellian, Robert R. Shafer, Diana Morgan, Frank Schettini
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Trailer dt. (2:52 Min.)
  • Trailer engl. (2:52 Min.)
  • Making Of (20:12 Min.)
  • Monster Man Animatic (2:44 Min.)
  • Gag Reel (3:39 Min.)
  • Fotogalerie (60 Bilder)
  • Weitere Trailer:
    • Malefique (1:06 Min.)
    • Hellraiser V - Inferno (0:53 Min.)
    • Not For, Not Against (1:41 Min.)
    • Jeepers Creepers 2 (2:11 Min.)
Zwei College-Typen und eine sexy Anhalterin fahren in den Süden der USA zu einer Hochzeit. Viele Einheimische mussten in dieser Gegend bereits das eine oder andere Körperteil zurücklassen. Denn hier regiert der Monster Man. Ausgerüstet mit einem Mad Max-mäßigen Monstertruck setzt er seinen Opfern nach, um einen perversen Plan zu verfolgen.
Was für ein Spaß!!

Mit "Monster Man" kommt ein kleiner, dreckiger, zum Ende hin erstaunlich blutiger fieser Horror-Comedy-Bastard, der sich selber nicht ernst nimmt und beste Unterhaltung für alle bietet, die langsam genug haben vom auf klassisch gemachten Backwood Slasher Revival.





Dass die Story dabei eher nebensächlich ist und sich zum Ende hin in einer der wohl aberwitzigsten Begründungen für das Geschehen erklärt, die man sich nur vorstellen kann, passt da perfekt zur durchgeknallten, bitterbös-witzigen Grundstimmung.
Zwei Jungs fahren irgendwo durch die Pampa der USA. Sie sind auf der Reise zu einer Hochzeit, die sie verhindern wollen, weil der eine die Braut liebt und der andere mit ihr im Bett war. Dumm nur, dass sie dabei auf einen Irren, der aussieht wie der hässliche Bruder vom Cryptkeeper, stoßen, der in der Gegend mit seinem Monstertruck eine Spur von fehlenden Körperteilen hinterlies. Nachdem die beiden es sich mit dem Monster Man ordentlich verscherzt haben, unter anderem, weil einer von ihnen in seinen Truck pisst, und die beiden auch noch eine schöne Anhalterin aufgegabelt haben, geht der Spaß erst richtig los.



Es dauert circa 70 Minuten, bis der Film so richtig Fahrt aufnimmt, was aber nicht heißen soll, dass man sich bis dahin langweilt. Schon in dieser Vorphase gibt es genug Sprüche und Dialoge um sich mehrmals vor Lachen vom Sofa (oder wo man sonst sitzt) zu schmeißen. Allein schon die Erklärung für das ominöse "Rosebud" aus "Citizen Cane" dürfte für einen anhaltenden Lachkrampf sorgen. Zwischendurch taucht der Monster Truck des Monster Man immer mal wieder auf und rammt die beiden Reisenden. Richtig los geht es dann erst als der Monster Man zum Angriff bläst und den Jungs nicht nur ne Leiche ins Auto setzt, die wiederum für reichlich Gags sorgt, sondern sich letztlich auch noch die hübsche Anhalterin krallt. Natürlich kann das der leicht vertrottelt wirkende Held Adam nicht auf sich sitzen lassen und macht sich unverzüglich auf in die Bude des Monster Man, wo er nicht nur dessen wieder ins Leben zurückgeführten Bruder trifft, dem dummerweise aber noch Gedärme und Bauch fehlen, sondern auch eine andere große Überraschung erlebt. Was dann folgt, ist nicht nur die wohl genialste Augenausstech-Szene seit langem, sondern auch ein wahres Fest für jeden Freund von Kunstblut. Aber auch hier wird nie der Humor vergessen und so darf der Held den Monster Man dann im wohl wahrsten Sinne des Wortes plattfahren.



Die Effekte sind hart und sparen nicht an Einzelheiten, hier wurde wirklich großartige Arbeit geleistet. Der eigentliche Star des Films ist aber ganz klar der Monster Truck. Allein schon die Idee einen Horrorfilm mit einem unwahrscheinlich bedrohlich aussehenden Monster Truck zu drehen, verdient Respekt. Hier hat Drehbuchautor und Regisseur Michael Davis, der bisher eher durch fürs US-TV produzierte Teenie-Komödien auf sich aufmerksam gemacht hat, wirklich ganze Arbeit geleistet. Bei der filmischen Umsetzung versucht er erst gar nicht groß Neues zu präsentieren sondern setzt Altbekanntes geschickt in Szene, so dass man auch auf dem Gebiet keinen Grund zu meckern hat. Dazu kann er sich auf drei tolle Jungdarsteller verlassen. Insbesondere Eric Jungmann und Justin Urich als Opfer des Monster Man sind nahezu perfekt besetzt. Dazu gibt es als Eyecatcher noch Aimee Brooks und fertig ist die Idealbesetzung.




Die Farbwiedergabe des Filmes ist ganz prächtig, die meisten Farbtöne wurden sogar noch verstärkt. So erstrahlt fast jede Szene in einem anderen farbigen Licht. Außenaufnahmen sind ähnlich "Jeepers Creepers 2" mit herbstlich goldigen Tönen gezeichnet, selbst Nachtaufnahmen sind sehr markant koloriert, während im letzten Drittel dann mehr kalte Farben eingesetzt wurden. Der Kontrast des Gezeigten ist dabei natürlich hervorragend, das setzt man aber voraus. Die Schärfe des Materials ist durchweg gut bis sehr gut, mit geringen Mängeln im Detail, die aber nur ins Auge fallen, wenn man den Titel auf Referenzeigenschaften hin untersucht. Hier ging möglicherweise ein wenig verloren, weil man das Rauschen, das in Ansätzen noch vorhanden ist, stabilisierte. Ein knapp sehr gutes Bild mit einer problemlosen Kompression.



Der deutsche Ton hat zweifellos einen guten Klang, der klar, aber auch kräftig ertönt und die Dialoge bestens verständlich wiedergibt. Kein Rauschen, kein Zischen, keine Aussetzer hier, wie auch beim englischen Ton. Hier merkt man deutlich, dass die originalen Dialoge noch etwas besser zur Geltung kommen, der Unterschied hat aber kaum Auswirkungen auf die Wertung. Nicht ganz so toll ist der Surround-Anteil. Natürlich findet vor allem der Score Verwendung und insgesamt merkt man schon, wofür man die 5.1-Anlage angeschalten hat, nur sind einige Effekte zu wenig beweglich oder zu vorsichtig.



Hui, im Hauptmenu rockt der Teufel ja schon ganz ordentlich! Es sind aber nicht alle Untermenus so schön animiert. Die Extras sind leider unterdurchschnittlich: Das Making Of kann man schon mal deftig knicken, wenn man kein Englisch kann, da es keine Übersetzung dazu gibt. Wir sehen dabei jede Menge Szenen aus dem Film und dazu Statements der Darsteller und des Regisseurs, aber auch ein paar Behind The Scenes-Aufnahmen, wobei kaum Spektakuläres geboten wird, bis es endlich um den Monstertruck geht, den man mal richtig "in action" sieht. Ebenfalls lustig sind die Versprecher und die Fotogalerie enthält Material, das in dieser Form nicht im Film zu sehen ist.



Reichlich Seitenhiebe auf andere Backwood Slasher Filme, großartige Dialoge, reichlich Situationskomik und trotz allem fehlt nicht die nötige Härte. Dieser Film hat wahrlich das Zeug dazu sich zum Partykracher zu entwickeln, auch wenn sich die erste Hälfte des Film doch teilweise ein kleines bisschen zieht. Trotzdem 5 von 6 Punkten. Auch für die gut umgesetzte Kinowelt-DVD Daumen hoch, obwohl es beim Bonusmaterial nicht soo toll aussieht.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus++----


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