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CAN 2004
Originaltitel:Ginger Snaps: Unleashed
Alternativtitel:Ginger Snaps II: Unleashed
aka. Ginger Snaps 2: Unleashed
aka. Ginger Snaps 2
aka. Entre soeurs II: Déchainées
Länge:90:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brett Sullivan
Buch:Megan Martin
Kamera:Henry Less, Gavin Smith
Musik:Kurt Swinghammer
SFX:Leo Wieser
Darsteller:Emily Perkins, Katharine Isabelle, Tatiana Maslany, Janet Kidder, Eric Johnson, Pascale Hutton, Patricia Idlette, David McNally, Susan Adam, Shaun Johnston, Jake Mackinnon, Brendan Fletcher, Lydia Lau
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Verpackung:KeepCase im Schuber
Specials:
  • 20-seitiges Booklet mit Cast-Infos, Kapitelübersicht, Werbematerial etc.
DVD 1: Hauptfilm
  • Audiokommentar mit Regisseur Brett Sullivan, Produzentin Paula Devonshire und den Ausführenden Produzenten John Faweett und Noah Segal
  • Original Trailer (1:18 Min.)
  • Trailershow:
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • Inugami (0:39 Min.)
    • Pakt der Hexen (1:15 Min.)
    • Into the mirror (1:46 Min.)
    • Monster (2:26 Min.)
    • Isola (0:21 Min.)
DVD 2: Bonus
  • Behind the Scenes (22:46 Min.):
    • Beast is build
    • Fun on Set
    • Locations
    • Special Make-up
    • Practical Special Effects
    • Stunts
  • Geschnittene Szenen (12:35 Min.):
    • Brigittes Introduction
    • Ginger Appears
    • The New Girl
    • Nice To Meet You
    • Brigitte
    • Trapped & Carnivore
    • Rocky Knows Evil
    • Alice Makes An Offer
    • Plan To Action
  • Storyboard Special (3:56 Min.)
  • Bildergalerie (38 Fotos)
  • Original-Trailer "Ginger Snaps 3" (1:53 Min.)
  • Der Wolf im Film - Eine Filmografie (10 Textafeln)
  • Auditions (12:23 Min.):
    • Tatiana Maslany
    • Janet Kidder
    • Eric Johnson
    • Pascale Hutton
    • Patricia Idlette
Ihre zum Werwolf mutierte Schwester Ginger ist tot und Brigitte, ebenfalls von dem Virus befallen, wird bald auch eine Bestie werden. Nur der Extrakt der Wolfseisenhutpflanze kann diese Verwandlung unterdrücken. Doch da ist noch ein Problem: ein alles vernichtender Werwolf ist hinter dem Mädchen her. Am Ende ihrer Kräfte landet Brigitte plötzlich in einer abgelegenen Heilanstalt. Zu allem Überfluss nimmt man ihr das Serum weg. Bekommt sie es nicht wieder, so prophezeit Brigitte, werden schreckliche Dinge geschehen. Schon bald darauf läuft eine Bestie durch die dunklen Gänge der Heilanstalt...
"It's happening too fast. I need the monkshood." - Brigitte

Der kanadische Werwolf-Horrorfilm Interner Link"Ginger Snaps", im Jahre 2000 mit gerade einmal 5 Millionen Dollar Budget entstanden, verknüpfte geschickt schwarzen Humor, Gore-Effekte, klassischen Werwolf-Grusel, Teenie-Horror und Coming-of-Age-Drama zu einem der besten Horrorfilme der letzten Jahre. Was lag also näher als diesem überragenden Film ein Sequel zu spendieren, insbesondere weil das Ende des ersten Teils dieses geradezu herausfordert? Genau, nichts! Und zu meiner persönlichen Freude wurde nicht nur ein Sequel gedreht, sondern in einem Aufwasch auch noch ein im 18. Jahrhundert spielendes Prequel.


Teil 2 ist mit "Ginger Snaps: Unleashed" etwas unzutreffend betitelt, denn Ginger, die ältere der beiden Schwestern, wurde ja am Ende von Teil eins von ihrer Schwester getötet. Somit wäre also "Brigitte Snaps" wesentlich passender. Der Film knüpft nahtlos an den Vorgänger an und erfordert es somit zwangsläufig, dass man den ersten Teil gesehen hat, ansonsten dürfte man hier doch gewaltige Probleme bekommen der Story zu folgen.
Brigitte, die sich am Ende des ersten Teils selber mit dem Virus infizierte, befindet sich auf der Flucht vor Baily Downs, dem verbliebenen Werwolf aus Teil 1. Dabei kämpft sie bereits selber mit den ersten Anzeichen der Verwandlung und spritzt sich ein pflanzliches Gift, um diese aufzuhalten. Als sie nach einem Angriff des Wolfs ohnmächtig wird, wacht sie in einer geschlossenen Anstalt wieder auf, wo sie mit anderen jugendlichen Süchtigen untergebracht ist. Der Film spielt zu gut 2/3 in dieser Anstalt und ist hier weniger Horrorfilm als viel mehr Anstaltsdrama mit vereinzelten Ausflügen (hauptsächlich in Flashbacks) in den Horrorbereich. Natürlich immer unter der Prämisse, dass Brigitte nicht süchtig nach Drogen ist und sich langsam aber sicher in einen Werwolf verwandelt.
Erst im letzten Drittel, wenn Brigitte und Ghost einer anderen Mitgefangenen, die Brigittes Geheimnis entdeckt, auf der Flucht sind, entwickelt sich der Film hin zum klassischen Horror-Action-Streifen, spart aber auch hier nicht mit düsteren Settings und bedrohlich finsterer Atmosphäre. Dazu kommen einige ganz nette Wendungen im Finale und ein doch recht unerwartetes Ende, das man so sicher nicht erwartet hat. Schön, dass man hier eindeutig ein fieses Ende und kein Happy End gewählt hat.


Obwohl dem Film mit 3,5 Millionen Dollar weniger Geld zur Verfügung stand als noch bei Teil 1, wirkt er doch bedeutend teuerer. Die Werwölfe wurden um ein vielfaches besser gestaltet und teilweise auch durch sehr gut aussehende CGI-Shots ergänzt. Trotzdem ist das meiste immer noch klassische Creature-Effects-Arbeit und kann durchaus überzeugen. Sicherlich bezeichnend, dass der Film die unbestreitbar schöneren Werwolf-Effekte besitzt als z.B. der 160-Millionen-Dollar-Schwachsinn Interner Link"Van Helsing". Wie schon im Vorgänger sind die Gore-Effekte nicht allzu zahlreich, aber das, was man geboten bekommt, ist durchaus recht heftig und spart nicht mit Details. Die Atmosphäre wurde wie bereits erwähnt wundervoll düster eingefangen und kann sowohl in den Klinikszenen als auch in den Szenen im Finale im Haus von Ghosts Großmutter absolut überzeugen. Der Anteil an schwarzem, morbidem Humor aus dem ersten Teil, wurde auf ein Minimum reduziert und wird auch nicht wirklich vermisst, dafür schneidet der Film auch zu düstere Themen an - vom Kindesmissbrauch bis zur Sexuellen Erniedrigung Schutzbefohlener geht das hier. Trotzdem gibt es den ein oder anderen One-liner, der nie aufgesetzt, sondern immer passend wirkt. Da Katharine Isabelles Charakter ja bekanntlich im ersten Teil gestorben ist, beschränken sich ihre Auftritte in Teil 2 auf einige wenige Szenen, in denen sie ihrer Filmschwester erscheint, aber wenig hilfreiche Tipps gibt. Die Hauptrolle hat bei "Ginger Snaps 2: Unleashed" ganz klar Emily Perkins und sie meistert diese mit absoluter Bravour. Allein schon wegen ihrer Leistung lohnt es sich diesen Film anzusehen, denn was sie an Ausstrahlung und Düsternis in diesem Film versprüht ist unglaublich. Man nimmt ihr den inneren Kampf gegen die immer stärker werdenden Anzeichen der Verwandlung anstandslos ab und ist immer wieder erstaunt darüber, wie sie die Rolle immer noch ein Stück mehr ausreizen kann. Ganz große Leistung!
Ebenfalls sehr gut spielt Tatiana Maslany in der Rolle der Ghost, die im Verlauf des Films eine immer größere und tragendere Rolle annimmt und letztlich einmal mehr zeigt, dass ein unschuldiges Aussehen oft nur eine gute Tarnung ist. Der Rest der Darsteller bleibt hingegen etwas blass, was aber sicher auch dadurch zu erklären ist, dass sich die Story wirklich komplett auf Brigitte konzentriert.


"Ginger Snaps 2: Unleashed" ist eine absolut gelungene Fortsetzung, die zwar nie an den überragenden Vorgänger herankommt, aber trotzdem noch wohltuend aus der Einheitsmasse der Horrorproduktionen der letzten Jahre heraussticht. Zumal hier ganz bewusst ein Film gedreht wurde, der sich sehr ernst nimmt und auch genau so wirkt, also endlich mal keinerlei Teenie-Horror-Klischees bedient. Danke dafür! Die Geschichte aus Teil 1 wird gekonnt weitergesponnen und wirkt, auch wenn man sich beide Teile hintereinander ansieht, schlüssig und man hat nicht den Eindruck einen großen Bruch zwischen beiden Filmen festzustellen. Die inhaltliche Tiefe lässt der 2. Teil zwar etwas vermissen, dafür entschädigt er mit toller Optik, einer herausragenden Hauptdarstellerin und sehr guten Effekten. Eindeutig eine Empfehlung für jeden, der schon den ersten Teil mochte.


Nachdem uns Concorde den ersten Teil der Interner Link"Ginger Snaps"-Saga bereits auf DVD spendierte, sicherte sich e-m-s gleich die Rechte für das Sequel und das Prequel der Reihe. Dies erwies sich nach der lieblosen Umsetzung des ersten Teils als Glücksgriff, denn das Dortmunder Independent-Label liefert hier ganze Arbeit ab. Angefangen mit dem gelungenen anamorphen Transfer, der insgesamt zwar etwas zu grobkörnig ausgefallen ist, jedoch ein überwiegend scharfes Bild aufweißt, welches gerade in den Detailaufnahmen ein hohes Level erreicht. In Totalen wirkt das Geschehen dann wieder etwas weicher, aber nie unscharf und die leichten Nachzieheffekte in einigen Kameraschwenks stören auch nicht weiter. Der Kontrast passt sich der kühlen Optik des Filmes perfekt an und lässt auch in den dunklen Szenen keinerlei Details vermissen. Die Farbgebung präsentiert sich ebenfalls sehr ausgewogen und in den passenden Momenten satt und kräftig. Überwiegend dominieren hier aber kalte Farbtöne, welche perfekt die sterile Atmosphäre der Anstalt wiedergibt. Auch die Kompressionen arbeiten sauber, Blockrauschen fällt kaum auf und Defekte sind ebenfalls keine zu erkennen. Einziges Manko, bei diesem Transfer ist lediglich die oben schon erwähnte Körnung, die stellenweise extreme Ausmaße annimmt. Dennoch für diese Art der Produktion ein herausragender Transfer.
Auch im Bereich Ton lässt man sich nicht lumpen und spendiert uns neben einer unspektakulären Dolby Digital 2.0-Spur, eine kraftvolle 5.1-Abmischung. Neben einer kräftigen Front mit gut verständlichen Dialogen, werden die Rear-Speaker permanent genutzt und in das Geschehen einbezogen. Neben einer atmosphärischen Abmischung über alle Kanäle, was für eine saubere Räumlichkeit sorgt, kommen auch die Bässe voll zum Einsatz und direktionale Effekte sind ebenfalls keine Seltenheit. Stellenweise meint man es etwas zu gut mit uns, so dass die Effekte in einigen stellen die Frontkanäle übertönen, was hin und wieder etwas merkwürdig und unnatürlich klingt. Ansonsten gibt es aber keinen Grund zum Klagen. Wer es noch ein Tick besser haben will, sollte zum englischen 5.1-Track greifen, welcher noch differenzierter abgemischt wurde und in einigen Szenen viel mehr Wert auf einen sauberen Mehrkanalton legt, wobei der deutsche Track sich dort noch etwas zurückhält. So z.B. bei der Masturbationsszene, wobei die Dialoge in der deutschen Fassung nur aus dem Center kommen und im englischen Original über alle Kanäle verteilt werden. Leider hat man hier nicht die Möglichkeit deutsche Untertitel hinzu zu schalten. Schade eigentlich.

Die Extras auf der Hauptfilm-DVD beschränken sich neben einer e-m-s Trailershow noch auf den "Original-Trailer" und einen sehr informativen Audiokommentar von den Produzenten Paula Devonshire, John Faweett, Noah Segal und dem Regisseur Brett Sulliva. Leider mal wieder ohne deutsche Untertitel.

Das eigentliche Bonusmaterial befindet sich auf der Extras-DVD und kann sich sehen lassen. Den Anfang machen sechs "Behind the Scenes"-Featurettes, welche im Schnitt alle zwischen 1 und 5 Minuten gehen. Unter "Beast is build" bekommen wir einen mit knapp einer Minute leider viel zu kurze Einblicke in die Entwicklung der Werwölfe. Unter "Fun on Set" bekommen wir einen weiteren Einblick in die Dreharbeiten und hinter die Kulissen. Patzer sind eigentlich weniger dabei, vielmehr quer durcheinander gewürfelte Aufnahmen, welche hinter den Kulissen getätigt wurden. Kurzweilig und durchaus sehenswert. Der nächste Punkt heißt "Location" und zeigt uns die Arbeit der Bühnen- und Modellbauer. Ebenfalls sehenswert und zeigt sehr deutlich, was für eine Arbeit im Set-Design steckt. Auch hier gibt es kurze Einblicke in die Dreharbeiten. Im übrigen entpuppt sich diese Featurette als längstens der Reihe. Der Rest widmet sich den Special Effects ("Practical Special Effects") im Film, sowie den Stunts ("Stunts") im Film. Beide ebenfalls sehr kurzweilig, dennoch interessant. Wer alles in einem Ruck schauen möchte, kann hierbei auf die Option "Alles abspielen" klicken, damit die Mini-Dokus in einem Film durchlaufen. Leider ist eine Laufzeit von insgesamt gerade mal 23 Minuten etwas zu wenig.
Als nächstes gibt es sechs "geschnittene Szenen" mit einer insgesamten Laufzeit von knapp 13 Minuten zu begutachten. Die Bildqualität ist hierbei nicht besonders gut ausgefallen und die geschnittenen Szenen sind recht unspektakulär, beinhalten sie nur "unwichtige" Handlungsfragmente. Dennoch: Schön dass sie auf der DVD enthalten sind, noch dazu, wie auch die Featurettes, optional Deutsch untertitelt. Unter "Storyboard Special" finden wir selbstlaufende Storyboard-Zeichnungen und unter "Bildergalerie" erwarten uns 38 Produktionsfotos. Neben dem "Original-Trailer" zu Interner Link"Ginger Snaps 3" und einer "Werwolf-Filmografie" als Texttafel gibt es unter "Auditions" noch fünf Probeaufnahmen einiger Darsteller aus "Ginger Snaps 2" mit einer Gesamtlaufzeit von ungefähr 12 Minuten. Auch hier wurde löblicherweise Deutsch untertitelt. Zum Schluss sei noch das sechzehnseitge, hübsch designte Booklet erwähnt, in dem man mehr über den blauen und gelben Eisenhut erfährt, welche als giftigste Pflanzen Europas zählen. Zudem gibt es noch die übliche Produktwerbung, eine kurze Einleitung, was bisher geschah, sowie Stab-Angaben und kurze Filmografien. Umschlungen wird die Doppel-DVD-Edition von einem edlen Pappschuber.

"We can't fight what's in us, B." - Ginger

Trotz kleiner Mankos gehört "Ginger Snaps 2" zu den besten Fortsetzung und lenkt die Geschichte in eine ganz neue Richtung. Der Film ist düster und kalt und das unerwartete Ende wird den Zuschauer recht hilflos zurück lassen. Eine gelungene Fortsetzung, welche selbst als eigenständige Produktion überzeugen könnte. Die DVD-Umsetzung kann als wirklich gut bezeichnet werden. Die kleinen Mängel im Bereich Bild sowie die fehlenden deutschen Untertitel sind schnell vergessen. Lediglich die Extras hätten etwas tiefgründiger sein dürfen, ansonsten steht dem Kauf dieser Special Edition nichts mehr im Wege.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++++--


Druckbare Version
Ginger Snaps III - Der Anfang (2-Disc Uncut Special Edition)
Ginger Snaps - Das Biest in Dir
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