Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2004
Originaltitel:Scarecrow Gone Wild
Länge:87:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brian Katkin
Buch:Brian Katkin
Kamera:Collin Simon, Brian Katkin
Musik:Zoran Popovic
SFX:Matthew Lach
Darsteller:Ken Shamrock, Matthew Linhardt, Samantha Aisling, Caleb Roehrig, David Zelina, Kristina Sheldon, Jeff Rector, Tara Platt, Travis Parker, Lyndsay Douglas, Sean Flynn, Lisa Robert, Eric Forte, Jérémy Davis, Dennis Kinard
Vertrieb:Adrena Film/MC One
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:21.07.2005 (Kauf)
Specials:
  • Trailer (1:52 Min.)
  • Making of (optional deutsche Untertitel) (8:46 Min.)
  • Bildergalerie (3:40 Min.)
  • Trailer zu "Corpses" (1:38 Min.)
Gemäßt alter Tradition werden die hofffnungsvollen Novizen einer provinziellen College-Verbindung für je eine Nacht an eine der zahlreich in den benachbarten Maisfeldern befindlichen Vogelscheuchen geheftet. In diesem Jahr sucht man sich die falsche Scheuche und den falschen Kandidaten aus: Während der gemobbte Knabe auf der Intensivstation landet, erwacht die schaurige Vogelscheuche zu mordgierigem Leben und schlägt eine Bresche durch die am Strand nebenan ahnungslos feiernden Studenten.
"Ich hätte ihn nicht allein lassen dürfen! Es war ein Fehler! - Jack
"Mit mir zu schlafen?" - Beth
"Ich rede doch nicht vom Vögeln, verdammt!" - Jack
"Das ist alles, was Du von mir wolltest? Vögeln?" - Beth

Die Interner Link"Scarecrow"-Reihe gehört zu der Sorte von Filmen, welche die Welt nicht braucht und es ist umso erstaunlicher, dass sich für solch einen Blödsinn mittlerweile zum dritten Mal Produzenten fanden, die bereit waren, ihr kostbares Geld locker zu machen. Viel haben die Filme mit zwar nicht gekostet und anscheinend ihr Budget wieder eingespielt, da es sonst kaum eine Fortsetzung gegeben hätte. Zwar boten die ersten beiden Teile, welche wie auch "Scarecrow Gone Wild" die gleiche Geschichte nur in verschiedenen Varianten zeigten, einige blutige aber meist durch schlechte CGI versaute Effekte, der Rest war jedoch inszenatorischer Müll. Miese Kameraführung, schlechte Ausleuchtung und eine einfallslose Regie. Genau das ist es, was die Interner Link"Scarecrow"-Reihe ausmacht und sich beim dritten Aufguss nicht geändert hat. Dieses Mal geht es um einen Diabetes kranken Baseball-Spieler, welcher bei einem Aufnahme-Ritual in einem Maisfeld einen Zuckerschock bekommt und ins Koma fällt. Seine Seele überträgt sich in eine Vogelscheuche, welche von nun an für ihn Rache übt und die Schuldigen nach und nach ins Jenseits befördert.

 


Viel hat sich zu seinen Vorgängern nicht geändert, lediglich die Regiearbeit unter Brain Katkin wirkt stellenweise etwas professioneller und er verzichtete glücklicherweise auf visuelle Verfremdungen, welche in den ersten beiden Teilen recht unbeholfen platziert wurden. Dennoch bleibt auch "Scarecrow Gone Wild" weit entfernt von einem sehenswerten Horrorfilm und bietet dümmliche Dialoge, gesichtslose Darsteller und ein Vogelscheuchen-Make-Up, welches nach einem billigen Halloween-Kostüm aussieht. Wirkte die Vogelscheuche in den anderen Teilen noch etwas bedrohlicher, sieht man hier nur allzu deutlich, dass die Maske aus Plastik ist und zudem agiert der olle Strohkopf in vielen Szenen am helligen Tag, was nicht gerade zu einer passenden Atmosphäre beiträgt. Spannung gibt es hier ohnehin nicht und man verfolgt das Geschehen recht anteilslos. So etwas sind wir ja bereits von anderen billigen Horror-Produktionen gewohnt, welche dann aber zumindest in den Morden für Abwechslung und reichlich Filmblut sorgten. Aber auch in diesem Punkt wird uns nicht wirklich etwas geboten. Die meisten Morden sieht man im Off und lediglich die Szene mit der Volleyballstange, welche sich durch einen der Teenager bohrt, ist etwas härter, aber umso billiger inszeniert, so dass selbst mit mehreren Zuschauern keine Partystimmung aufkommen mag. Der Vergleich mit Interner Link"Freitag der 13.", welcher auf dem Cover der DVD gestellt wird, ist sehr weit hergeholt und Zitate wie "Kultiger Mordreigen mit vielen Leichen und viel Blut" oder "Diese Teens verdienen den Tod ... und bekommen ihn auch, je blutiger desto besser" hätte man sich besser sparen sollen, denn der Gorefaktor ist dermaßen gering, dass man sich nach Sichtung des Filmes fragt, ob die Verfasser dieser Zitate wirklich den gleichen Film gesehen haben, oder dies ihr erster Kontakt mit einem Horror-Film war. "Scarecrow Gone Wild" bietet wirklich nichts, was einen guten oder auch nur ansatzweise sehenswerten Horrorfilm ausmacht und selbst der Gastauftritt von Wrestler-Legende Ken Shamrock rechtfertig die Sichtung dieses Werkes nicht, da man hier das Potenzial seiner Rolle absolut verschenkte. Als Gegner der Vogelscheuche tritt er ihr kurz, aber gewaltig in den Arsch, bevor er selbst den Hintern versohlt bekommt. Das natürlich in einer dermaßen schlecht inszenierten Kampfsequenz , dass man sich fragt, wieso er sich für solchen Stuss hergibt. Hier wäre er im Ring besser aufgehoben gewesen und die Vogelscheuche hätte bereits nach dem ersten Teil dahin zurückgehen sollen, wo sie hingehört: In die Altkleidersammlung.

 


Was die Jungs von Adrena-Film an diesem schwachen Werk fanden, ist uns schleierhaft, jedoch bietet die DVD im Vertrieb der MCOne eine technisch etwas bessere Umsetzung als seine Vorgänger. Das etwas verrauschte Vollbild wartet zwar mit einer sauberen Farbgebung und einen soliden Kontrast auf, jedoch fehlt es hier am nötigen Schwarzwert. Dieser tendiert hier ins bräunliche und in hellen Szenen umgibt das Bild einen leichten Schleier. Auch die Schärfe ist alles andere als gut ausgefallen und selbst in Nahaufnahmen, weißt das Bild lediglich eine ausreichende Detailschärfe auf. Die Kompressionen arbeiten hierbei noch recht unauffällig und zeigen nur geringes Blockrauschen, dafür aber verstärkt leichtes Nachziehen bei schnellen Schwenks. Für eine Low-Budget Produktion noch akzeptabel. Der deutsche Ton liegt anstatt wie angegeben in Dolby Digital 5.1 nur in Dolby Surround vor, bietet dennoch eine saubere Front und klingt deutlich besser als die etwas dumpfere englische Spur. Die Effektlautsprecher werden hierbei lediglich für den Score benutzt, baut somit aber eine leicht Räumlich wirkende Klangkulisse auf. Dominieren tut aber dennoch die Front. Optional gibt es noch deutsche Untertitel, sowie einen 9minütigen "Einblick hinter die Kulissen", den "original Trailer" und eine "Bildergalerie". Der Film ist wie auch schon Interner Link"Scarecrow Slayer" völlig ungekürzt und wurde von der FSK ab 16 Jahre freigegeben. Wer sich einmal wieder richtig langweilen mag, sollte hier zugreifen. Blutleere Unterhaltung für die ganze Familie ...


Film+-----
Bild++----
Ton+++---
Bonus+-----


Druckbare Version
Scarecrow Slayer
Scarecrow
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.