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USA 2003
Originaltitel:Man Apart, A
Alternativtitel:Diablo, El
aka. This Man's Dominion
aka. Untitled Vin Diesel Project
Länge:105:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:F. Gary Gray
Buch:Christian Gudegast, Paul Scheuring
Kamera:Jack N.Green
Musik:Anne Dudley, Puddle of Mudd
SFX:Anthony Ray Herrera
Darsteller:Vin Diesel, Larenz Tate, Steve Eastin, Timothy Olyphant, Jacqueline Obradors, Geno Silva, Juan Fernadez, Jeff Kober, Mike Moroff, Emilio Rivera, George Sharperson, Santiago Verdu, Laura Salem, Julia Lee, Richard Gross
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Specials:
  • US-Kinotrailer (2:20 Min.)
  • Nicht verwendete Szenen (9:51 Min.)
Sean Vetter (Vin Diesel) und Partner Demetrius Hicks (Larenz Tate) sind Cops bei der DEA. Als sie den Drogenboss des millionenschweren Baja-Kartells, Memo Lucero (Geno Silva), festnehmen, glauben sie einen großen Schritt gegen die Drogenhändler aus Mexiko gemacht zu haben. Doch kurz nach der Festnahme Memos übernimmt ein Fremdling, genannt "Diablo" das Kartell. Als Vetter nachts in seinem Haus von einer Killertruppe angegriffen und seine Frau erschossen wird, bricht seine Welt zusammen. Er will nur noch eins: Rache! Aber wer ist der Auftraggeber?
"Don't watch me now!" - Sean

"A Man Apart" schlummerte zwei Jahre im Giftschrank, um nach Diesels Erfolgen Interner Link"The Fast and the Furious" und "xXx" doch noch eine Kinoauswertung zu bekommen. So schlecht, wie man befürchtet, ist der Film auch gar nicht, aber außer einem schauspielerisch ungewohnt gutem Vin Diesel bietet der Film nur aufgewärmte und bekannte Kost der letzten Jahre. Vin Diesel ist hier der Cop Sean Vetter, welcher bei der DEA arbeitet und den Drogenkartellen den Kampf angesagt hat, was recht routiniert in der Anfangssequenz gezeigt wird, wo ein millionenschwerer Kartellchef während einer Drogenparty verhaftet wird. In Folgenden lässt es der Film aber etwas ruhiger angehen, denn etwas zu ausführlich wird gezeigt, was für ein friedlicher und liebender Cop Vetter eigentlich ist: Von Familienfeiern bis Cop-Parties wird die ganze Klischeepalette abgespult, welche aber schlussendlich zur Katastrope führt: Den Tod von Vetters Frau. Die Drogenmafia sieht es nun mal nicht so gern, wenn man versucht ihr die Hölle heiß zu machen.

Unglaublich, aber wahr, dass Machobirne Diesel scheinbar sogar schauspielern kann. Wer hätte sich gedacht, dass er weinen, trauern, verletzt oder wütend sein kann? Diese Stationen durchläuft er nämlich und spielt dabei unglaublich überzeugend. Er schafft es im Verlauf des Films den kompletten Charakter seiner Figur umzukrempeln. Die Stärke aller bisherigen Diesel-Vehikel war meist die Action, die hier leider nicht so stark wie sonst im Vordergrund steht. Wenn sie eine Rolle spielt, ist sie aber durchaus routiniert inszeniert. Besonders eine Straßenschießerei, die entfernt an die Perfektion von Interner Link"Heat" erinnert, sollte dabei erwähnt werden, wo unter anderem auch der "bekannte" Diesel zu sehen ist. Aber auch die spannenden, düsteren Hausdurchsuchungen und das finale Eindringen in das Versteck des Oberfieslings können sich sehen lassen. Dank Schmuddelbeleuchtung, Schmutz und geschickter Kameraführung besitzen diese Locations eine bedrohliche wie realistische Atmosphäre, bei der das eine oder andere Mal fast Gänsehaut aufkommt.

Abzüge bekommt der Film aber im Drehbuch, denn die Story ist in fast jeder Situation vorhersehbar. Das Drehbuch von Christian Gudegast und Paul Scheuring wirkt teilweise wie aus Versatzstücken anderer Actionthriller zusammengeschrieben, da die eigenen Ideen öfters nicht existent waren. Dafür versuchte man mit einigen "netten", fast gorigen Einlagen zu punkten, indem man zum Beispiel die erschossenen Drogendealer während einer Hausdurchsuchung möglichst brutal zugerichtet und blutig zeigt. Betrachtet man die Szenen, zwischen der akzeptablen Action, herrscht leider viel Hohlraum, der zur Vorspultaste führen könnte. Der trauernde Witwer weiß bald nicht mehr, wem er trauen darf, glaubt im verhafteten Drogenboss einen Informanten zu finden und setzt sogar Freundschaften aufs Spiel. Während Vetter forscht, wer denn nun "El Diablo" ist, werden größtenteils inhaltsleere Smalltalks gehalten und Negerklischees bedient, welche mal wieder überaus witzig sind, ein großes Maul haben, aber Sean selbstverständlich unterstützen.


Die deutsche DVD aus dem Hause Warner vermag in puncto Bild nicht zu gefallen. Obgleich wir hier eine wirklich sehr gute Detailsschärfe zu Gesicht bekommen und das Bild an sich sehr plastisch wirkt, fällt zu aller erst der harte Kontrast negativ auf, welcher viel zu dunkel gewählt wurde und schwarze Flächen nahezu verschwinden lässt. Die Farbgebung ist überwiegend natürlich, lässt aber einige stilistische Veränderungen feststellen, in denen das Bild z.B. grünlich wirkt. Auf Rauschfilter hat man hier scheinbar komplett verzichtet, was zwar der Schärfe zu gute kommt, dafür aber ein immenses Maß an Rauschen aufweist, welches vor allem in hellen Flächen recht deutlich zu sehen ist. Dafür ist der Transfer frei von Verschmutzungen und Defekten, lediglich leichtes Blockrauschen lässt sich bei genauerem Hinschauen feststellen, ansonsten sind hier aber noch vier gute Punkte drin.
Auch beim Ton hätte man durchaus mehr leisten können und so bekommen wir zwar einen guten, aber nicht durchweg überzeugenden Dolby Digital 5.1-Track geboten. Die Dialoge sind gut zu verstehen und die Effektlautsprecher bieten zumindest in den ruhigen Szenen für die Umgebungsgeräusche eine sehr räumliche Abmischung. Sobald es dann aber um die Actionszenen geht, wirkt das Klangbild recht verhalten und die Rears werden kaum eingesetzt. Hier müssen dann die Frontkanäle herhalten, welche ihre Arbeit zwar gut machen, in den Actionszenen aber etwas zu frontlastig wirken. Auch der recht kraftvolle Bass hätte in Explosionen hätte noch druckvoller abgemischt werden können. Neben dem englischen Originaltrack mit optionalen deutschen und englischen Untertiteln, welche kaum Unterschiede zur deutschen Spur bieten, gibt es als Bonus noch den "Original-Kinotrailer" und sieben "nicht verwendete Szenen", welche in einer guten Qualität mit deutschen Untertiteln vorliegen. Insgesamt recht mager, aber selbst die US-DVD bietet nicht mehr Extras.


Vorhersehbarer, mittelmäßiger Mix aus Actionthriller und Drama, in dem nur Vin Diesel auf voller Linie, vor allem schauspielerisch überzeugen kann. Leider herrscht zwischen den Actionszenen viel Leerlauf, in denen kaum was Spannendes passiert. Dafür entschädigen aber die letzten Minuten in Mexiko, wenn man schon glaubt, dass der Film sein Ende gefunden hat. Die DVD bietet eine solide Bild- und Tonqualität, welche durchaus als verbesserungswürdig bezeichnet werden kann und sporadische Extras. Für Vin Diesel-Fans auf jedenfall keine schlechte Anschaffung, alle anderen sollten sich "Extreme Rage" vielleicht erst einmal ausleihen.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+-----


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