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UK, D, FR 2004
Originaltitel:Resident Evil: Apocalypse
Alternativtitel:Biohazard II: Apocalypse
aka. Resident Evil 2
aka. Resident Evil 2 - Nemesis
Länge:93:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Alexander Witt
Buch:Paul W.S. Anderson
Kamera:Derek Rogers, Christian Sebaldt
Musik:Elia Cmiral, Jeff Danna, Rammstein
SFX:Damon Wellner
Darsteller:Milla Jovovich, Sienna Guillory, Oded Fehr, Thomas Kretschmann, Jared Harris, Sandrine Holt, Razaaq Adoti, Mike Epps, Sophie Vavasseur, Zack Ward, Matthew G. Taylor, Shaun Austin-Olsen, Tim Burd, Frank Chiesurin, Jo Chim, Martin Crewes, Janessa Crimi, Megan Fahlenbock, Tom Gerhardt, Michelle Latimer, Eric Mabius, Jazz Mann, Ben Moody, James Paputsis, Brian Rhodes, Melanie Tonello, Malcolm Xerxes
Vertrieb:Highlight/Constantin
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
DVD 1: Hauptfilm
  • Audiokommentar der Darsteller
  • Audiokommentar des Regisseurs und der Produzenten
  • Audiokommentar der Produzenten
DVD 2: Bonus
  • Making Of (dt. Untertitel):
    • Game Plan (11:15 Min.)
    • Rennen, Springen, Kämpfen (9:06 Min.)
    • Zombie-Choreographie (7:41 Min.)
    • Die Entstehung von Raccoon City (6:39 Min.)
    • Große Kanonen (4:15 Min.)
    • Rauch und Spiegel (9:36 Min.)
  • Special Effects Featurette (7:43 Min.)
  • Fighting Girls (11:05 Min.)
  • Featurette: Die Umbrealla Corporation (2:54 Min.)
  • Geheimarchiv (2:53 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • Wetterbericht (0:47 Min.)
    • Verfolgungsjagd im Treppenhaus (0:43 Min.)
    • Was zum Teufel war das? (0:32 Min.)
    • Angriff der Zombies (0:18 Min.)
    • Kampf gegen die Zombies (0:10 Min.)
    • Vertraue mir! (0:26 Min.)
    • Du bist die Wetterfrau (0:32 Min.)
    • Ich war ein Ghetto-Superstar (0:36 Min.)
    • Hunde in der Küche (1:18 Min.)
    • Treffen im Regen (1:00 Min.)
  • Making Of - Short Edit (12:46 Min.)
  • Interviews:
    • Milla Jovovic (6:41 Min.)
    • Sienna Guillory (5:41 Min.)
    • Oded Fehr (9:44 Min.)
    • Thomas Kretschmann (5:05 Min.)
    • Zack Ward (1:08 Min.)
    • Sophie Vavasseur (0:22 Min.)
    • Raz Adoti (1:09 Min.)
    • Mike Epps (2:25 Min.)
    • Alexander Witt, Regisseur (6:55 Min.)
    • Don Carmody, Produzent (1:04 Min.)
    • Jeremy Bolt, Produzent (4:30 Min.)
  • Cast & Crew Infos:
    • Milla Jovoich
    • Sienna Guillory
    • Oded Fehr
    • Thomas Kretschmann
    • Bernd Eichinger (Produzent)
  • Blick hinter die Kulissen (19:51 Min.)
  • TV-Spot 1 (0:32 Min.)
  • TV-Spot 2 (0:32 Min.)
  • TV-Spot 3 (0:17 Min.)
  • TV-Spot 4 (0:17 Min.)
  • TV-Spot 5 (0:32 Min.)
  • TV-Spot 6 (0:32 Min.)
  • TV-Spot 7 (0:32 Min.)
  • Teaser: Umbrella Werbeclip (1:09 Min.)
  • Original-Trailer (2:24 Min.)
  • Der besondere Filmtipp: "Der Untergang" (2:41 Min.)
  • Trailershow:
    • Mädchen Mädchen 2 (2:03 Min.)
    • The Touch (3:04 Min.)
    • Die Nacht der lebenden Loser (1:59 Min.)
    • Die Kinder des Monsieur Mathieu (1:45 Min.)
    • Das Blut der Templer (1:07 Min.)
  • DVD-ROM-Teil
Das tödliche Virus hat sich über Raccoon City ausgebreitet. Alice, von der mächtigen Umbrella Corporation für ein biogenetisches Experiment missbraucht, hat durch die Genmanipulation übernatürliche Kräfte entwickelt: ihre Sinne sind geschärft, ihre körperliche Gewandtheit optimiert. Diese Eigenschaften - und einiges mehr - wird sie benötigen, um in der verwüsteten Stadt überleben zu können.
Alice ist jedoch nicht allein. Jill Valentine, ein kürzlich degradiertes Mitglied der Umbrella Corporation-Spezialeinheit S.T.A.R.S., schließt sich ihr an. Gemeinsam versuchen sie aus der "Stadt des Todes" zu fliehen, bevor Major Cain diese mit Hilfe von biochemischen Waffen endgültig auslöschen will. Zusammen mit dem Soldaten Oliveira und drei anderen Überlebenden erkämpfen sie sich ihren Weg durch die unnachgiebigen Angriffe der ausgehungerten Untoten. Doch eine noch größere Waffe wartet auf sie: NEMESIS. Solange es ihnen nicht gelingt, den von der Umbrella Corporation gezüchteten Riesen-Mutanten zu besiegen, werden Alice und ihre Helfer diese Apokalypse nicht überleben. Bei einem Kampf auf Leben und Tod erkennt Alice, dass sie beide mehr miteinander verbindet, als sie sich je vorstellen konnte ...
"My name is Alice. I worked for the Umbrella Corporation, the largest and most powerful commercial entity in the world. I was head of security at a secret high-tech facility, The Hive, a giant underground laboratory developing experimental viral weaponry. But there was an incident. The virus escaped and everybody died. Trouble was... they didn't stay dead." - Alice

Herrlich, endlich mal etwas Neues im Player - eine Fortsetzung und dann auch noch ausgerechnet zu Interner Link"Resident Evil". Der wurde vor zwei Jahren zwar zwiespältig abgefeiert, machte aber seine Kohle und deswegen gibt es jetzt eine Fortsetzung. Ich fand Interner LinkTeil 1 schlicht katastrophal. Nicht wegen seines schwachen Drehbuchs, sondern wegen Paul Andersons schlapper Inszenierung. Da war keine Motivation, keine Lust am Film, kein Fan der Computerspiele zu entdecken. Für die Fortsetzung überließ er, weil er wegen Interner Link"Alien vs. Predator" terminlich in Schwierigkeiten geriet, Alexander Witt den Regiestuhl und beschränkte sich auf die Funktion des Drehbuchautors und Produzenten. Witt durfte in Hollywood bisher nur als Second-Unit-Director (Interner Link"Black Hawk Down" und "The Postman") ran. Soll heißen, er musste nach Vorgaben drehen. Deswegen fehlt ihm auch ein Stil, ein Gespür für Schnitt, Kamera und Ton. Anderson fehlt hingegen das Talent zum Autor und so ergänzen die beiden sich prima.



"Resident Evil: Apocalypse" löst Interner Link"Van Helsing" ab. Nun ist er der dümmste Actiontrasher des vergangenden Jahres. Das versprach, im Gegensatz zu Interner Link"Van Helsing", schon der Trailer. Aber wenn man schon mit der Einstellung an den Film geht, unbedingt den schlechtesten Film des Jahres sehen zu wollen, um darauf die blumigsten Verrisse schreiben zu können und den Film komplett zu zerlegen, dann hat man hier rein gar nichts verloren. Pseudoanspruchsvolle Kritiker sollten sich von je her von solchen Produktionen fern halten. Was habt ihr erwartet? "A Beautiful Mind"? "Resident Evil: Apocalypse" ist ganz banale Unterhaltung und gibt auch nie vor mehr zu sein.
Wenn man sich auf das teuerste B-Movies des Jahres 2004 einlässt, kann man einen Riesenspaß haben. "Resident Evil: Apocalypse" hat kaum einen Plot, keine Spannung, keine überraschenden Wendungen und auch keine guten Schauspieler. Dafür ist der Film aber eine Nonstop-Fight-Orgie. "Wir machen den Hive wieder auf", so tönt es nach der, kurz auf den ersten Teil blickenden, Einführung. Dem Satz sollen Taten folgen, das Ding wird wirklich wieder aufgemacht. Warum? Egal! Der T-Virus verbreitet sich in Racoon City, die Stadt wird abgeriegelt und die folgende Nacht ein Spielplatz für zwei experimentelle Kampfmaschinen der Umbrella-Cooperation: Nemesis und Alice (Milla Jovovich, "The Fifth Element", Interner Link"Resident Evil"). By the way: Tom Gerhardts Zombieauftritt ist klein, wer ihn erkennt, wird sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können.




Während Major Cain (unser deutscher Export Thomas Kretschmann, Interner Link"Der Untergang" , Interner Link"Blade II"), der lokale Umbrella-Obermotz, die Tore der Stadt schließen lässt und dabei selbst auf seine eigenen Männer scheißt, beginnt in der Stadt der Kampf ums Überleben. Die Vorstellung der wichtigsten Charaktere geht derweil schnell von statten. Über Alice wissen wir Bescheid, Jill Valentine (Sienna Guillory, "The Time Machine") ist eine knapp bekleidete, professionelle Polizistin (ihr erster Auftritt rult!) und Carlos Olivera (Oded Fehr, Interner Link"The Mummy", "The Mummy Returns") ein unrasiertes, knallhartes, mutiges Mitglied der Umbrella-Privatarmee. Alle drei sitzen in der Stadt fest, sind auf sich allein gestellt und müssen sich gegen Horden von Zombies und Experimentalwesen erwehren.
Von da an verabschiedet sich dann auch die Story, es wird nur noch gefightet, getötet und gestorben. Warum? Weil es ein kleines Mädchen zu retten gilt. Ihr Vater, ein Professor, weilt außerhalb des Hives und verspricht den Rettern die Möglichkeit zu entkommen.
Witts Regie ist zugegeben nicht sonderlich gut, aber das chaotische Racoon City sieht gut aus. Endzeitstimmung will nie aufkommen, dafür wird Kurzweiligkeit geboten. Es gibt zwar ein paar coole Actionszenen, wie der Helikopterjump von Olivera, reizen tut hier aber mehr die Masse. Es knallt und explodiert an allen Ecken und Enden. Witt legt sofort los, lässt die Einleitung so knapp wie möglich ausfallen und geht dann in die Vollen. Leider ist sein Talent dabei limitiert. Sein Schnittgewitter verschluckt die Details, die Übergänge sind mäßig verknüpft, der Film nimmt sich meist zu ernst und doch macht die Chose Laune.
Das Schmankerl soll erst später kommen: Nemesis. Mit der Gestalt bekommt es auch später unser zusammengewürfelter Haufen zu tun. Wenn es "fully activated" ist, wird die Trash-Skala gesprengt. Mit Gatling und Raketenwerfer stapft das Vieh los und zerlegt alles, was ihm befohlen wird, in Schutt und Asche - egal ob Freund oder Feind. Das mit einer Geräuschkulisse, vor der Godzilla vor Neid erblassen würde, latschende Ding ist nicht nur riesig, sondern auch recht wendig und später für die größten Explosionen zuständig.


"Those were some pretty slick moves back there. I'm good, but I'm not that good." - Jill Valentine

Hat man sich erstmal auf das niedrige Niveau eingelassen, möchte man, dass es endlos so weitergeht. Die Dialoge sind zum Kreischen, die Oneliner funktionieren nur zu 50 Prozent, aber Alice ist cool und verrichtet ihre Arbeit jetzt noch trockener und kompromissloser - eine getunte "Tomb Raider"-Version. Egal, was sich ihr hier an mutierten Killerkötern, Zombies oder Monstern in den Weg stellt, sie zerlegt alles artgerecht und das mit einer befremdlichen Routine. Der Actionfan in mir findet es geil, wenn sie ihr Motorrad Richtung Gegner schickt, zwei Kugeln hinterher jagt, alles in einem riesigen Feuerball aufgeht und sie dann ganz lässig ihre Wummen zurück steckt - natürlich begleitet von entsprechender Musik!
Weder Spannung, noch Dramatik und erst recht keine Atmosphäre ist hier vorzufinden. Witt fehlt völlig das Händchen die sich anbahnende Katastrophe irgendwie mit Nervenkitzel zu versehen, die Verzweiflung der Bewohner das Publikum spüren zu lassen. Eine Reporterin wird von einer Armada Zombiekinder gefrühstückt und niemand fühlt sich schockiert. Witt will es nur knallen lassen und das tut er in aller Ausführlichkeit - auch mal gern sinnfrei - eigentlich nur sinnfrei. Er hat keine Lust auf eine Vorbereitung, kann es nicht abwarten die Action zu präsentieren. Inwiefern dieser Film etwas mit den Spielen zu tun hat? Ich habe keinen Plan, habe sie nie gezockt. Angesichts des Actionanteils aber wohl nicht mehr viel. (Anm.d.R: Outfit von Jill Valentine und einige optische Einwürfe in der Kirche lassen ein wenig an das Videospiel erinnern)
"Resident Evil: Apocalypse" mag in vielerlei Hinsicht eine auf Zelluloid gebannte, filmische Katastrophe sein, das will ich gar nicht abstreiten. Der nervige farbige, Sprüche klopfende, funktionslose Zuhälter gehört zum Beispiel an die Wand gestellt und standrechtlich erschossen. Selten ist mir so ein überflüssiger Filmcharakter über die Leinwand gelaufen. Andersons Drehbuch ist der Witz des Jahres - wohl auf dem Klo verfasst. Ab der kurzen Einführung wird nur noch Actionszene an Actionszene geklebt. Witts Regie ist routiniert, aber seelenlos. Er versucht Anderson nachzuahmen oder wurde beauftragt das zu tun. Nun bravourös sieht das Resultat jetzt nicht aus, hätte aber auch schlimmer sein können. Zu oft verliert er sich in einem Schnittstakkatto und verläuft sich mit der Kamera. Seine Regie ist innovations- und inspirationslos, aber sie reicht hierfür gerade so aus. Das Verlieren der Übersicht im Kampfgetümmel ist inzwischen eine Geißel des aktuellen Films. Bei thematisch anders gelagerten Filmen wie Interner Link"King Arthur" und Interner Link"Troy" hat es mich gestört, in Anbetracht des hier so flott von der Hand gehenden Films kann es mal akzeptiert werden.
Zu schauspielern gibt es dabei nie etwas. Wie denn auch? Es wird nur gerannt, geballert, und gesprungen. Ab und zu mal ein trockener Spruch, das war es dann auch schon. Ich mag Milla Jovovich nicht sonderlich, Alice wird von ihr aber mit Coolness ausgestattet. Das macht sie auf eine befremdliche Art sympathisch. Sienna Guillory sieht geil aus und hat auch nicht mehr zu tun. Oded Fehr ist halt der coole Asskicker mit einem bärigem Gemüt und viel Munition. Das soll hierfür ausreichen.

"Aaaurghhhh..." - Nemesis

"Resident Evil: Apocalypse" ist der mit Abstand dümmste und niveauloseste Film des Kinojahres 2004 und macht gerade deshalb so einen Spaß. Alexander Witt bastelte hier eine flotte, 90-minütige Actionorgie, die zwar nicht gerade innovativ inszeniert wurde, dafür aber mit ihrer Kurzweiligkeit besticht. Die Horroratmosphäre geht da flöten. Fans des gepflegten Actiontrashs kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Kaum Story, kaum Atmosphäre und kaum Spannung, dafür aber Gekloppe und Geballer gallore. Wer hier was anderes erwartet, der hat selbst Schuld. Ich hatte meinen Spaß!



"My name is Alice and I remember everything." - Alice

Kommen wir nun zur üppig ausgestatteten Premium Edition-DVD aus dem Hause Highlight Film, welche labeltypisch erneut im "HD²"-Verfahren produziert wurde. In diesem "High Def Direct Encoding"-Verfahren wird direkt vom HD-Master mit 1080 Zeilen eine PAL-DVD erstellt, ohne vorher in 576 Zeilen Digital-Betacam-Material runtergerechnet zu werden. Das Ergebnis kann sich wie immer sehen lassen, obgleich wir aber schon Besseres von Highlight gewohnt sind. Der erste Kritikpunkt ist das in den Totalen immer noch viel zu weiche Bild und auch die Kompressionen offenbaren im Hintergrund leichtes Blockrauschen und unnötige Kompressionsartefakte, sowie leichte Unschärfen in schnellen Bewegungen. Defekte oder Verschmutzungen gibt es dafür nicht und auch Bildrauschen ist bis auf eine minimale Körnung nicht auszumachen. Die Farben wurden stilbedingt angepasst und haben einen überwiegend kalten, blaustichigen oder grünlichen Touch bekommen und der Kontrast, obgleich nicht immer mit einem satten Schwarzwert ausgestattet, leistet eine saubere Arbeit und gibt sich selbst in den überwiegend im Dunkel spielenden Szenen äußerst detailliert. Die Schwächen der totalen oder auch halbtotalen Kameraperspektiven werden durch die Nahaufnahmen wieder wett gemacht, welche sich dann auch sehr scharf und detalliert geben. Die Kanten wirken dann aber etwas hart und lassen eine Nachschärfung vermuten, was aber nicht wirklich stört. Bleibt also nur das Fazit, dass wir es nicht mit einem perfekten, aber verdammt guten Transfer zu tun haben, welcher seine leichten Schwächen in der Schärfe und in den Kompressionen nicht verbergen kann. Dafür ist das Bild insgesamt deutlich besser als das der US-DVD, aber auch hier hätte man dem Bild mehr Speicherplatz einräumen dürfen und es bleiben knapp 4 GB auf dem Silberling einfach ungenutzt.
Wo wir beim Bild mit einigen wenigen Einschränkungen leben müssen, haut uns der Ton dafür so richtig aus den Schuhen und man offenbart uns einen mit brachialen Effekten ausgestatteten Digital-Sound, der an die Pforte zum Referenz-Himmel anklopft und dem wir nur zu gerne den Einlass gewähren. Schon zu Beginn wird uns ein unheimlich druckvoller und präziser Dolby Digital-Track geboten, der seinesgleichen sucht und in allen Kanälen gleichermaßen effizient genutzt wird. Die Effektlautsprecher kommen nie zur Ruhe und dominieren teilweise das Geschehen. Ob Nebengeräusche oder brachiale Effekte, hier wackeln die Wände und wer bei dem sauber, aber etwas zu leise abgemischten Center-Kanal meint, nochmal etwas aufzudrehen, sollte Obacht geben, denn der Einsatz von Schockeffekten sorgt teilweise für Herzstillstand und heftige Dynamiksprünge zwingen eure Anlage in die Knie. Wer seine Lautstärke also vorher antesten will, sollte dies bei dem Autounfall in der 5. Minute tun, in dem wir fast unsere Anlage ins Nirvana geschickt haben. Wo wir schon von den relativ normalen Szenen klanglich begeistert sind und uns obendrein eine nahezu perfekte Räumlichkeit geboten wird, brauchen wir wohl nicht mehr zu erwähnen, was in den Actionszenen los ist. Hier wird man förmlich in den Sessel gepresst und kann sich einer Vielzahl explosiver Surroundeffekte hingeben, welche druckvoll und teilweise nur noch ohrenbetäubend auf einen einhämmern. Die Dynamik bekommt dabei Flügel und in der nächsten Sekunde wechselt der bombastische Soundtrack wieder in ein harmonisches Miteinander von Umgebungsgeräuschen, Dialogen und Musik. Hier hat man wirklich fast das Ultimo am Möglichen herausgeholt, vielleicht nicht ganz 100% aber 99,8 sind es auf jedenfall. Der DTS-Track wirkt zudem noch etwas heftiger und druckvoller; leider gibt es keine Dolby Digital 5.1 EX oder DTS 6.1 ES Abmischung. Die englische Sprachfassung liegt ebenfalls in Dolby Digital 5.1 vor mit optionalen deutschen Untertiteln. Hier gibt es aber keine nennenswerten klanglichen Unterschiede.
Mit Extras werden wir hier förmlich erschlagen und auch wenn diese nicht immer ganz die gewünschte Tiefe erlangen, können wir mehr als nur zufrieden sein. Direkt auf der ersten DVD darf es uns erfreuen, dass alle drei Audiokommentare der US-DVD ihren Weg auf diese Edition gefunden haben. Einmal ein Kommentar mit Regisseur Alexander Witt, Produzent Jeremy Bolt und Executive Producer Robert Kulzer, dann einer mit Drehbuchautor Paul W. S. Anderson und Produzent Jeremy Bolt und ein weiterer mit den Hauptdarstellern Milla Jovovich, Oded Fehr und Sienna Guillory sorgen für reichlich Informationsfluss. Leider wurde hier auf eine deutsche Untertitelung verzichtet. Auf der zweiten DVD finden wir dann die eigentlichen Extras. Den Anfang macht ein in sechs Teile zerlegtes "Making Of" mit einer Laufzeit von knapp 48 Minuten. Das ganze darf als recht werbelastig bezeichnet werden und bietet das übliche an Filmauschnitten, Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen und Interviews. Obgleich man hier überwiegend hört, wie toll doch alles war, ist das Gezeigte noch sehenswert und wurde optional Deutsch untertitelt. Das nächste Featurette schimpft sich "Special Effects-Featurette" und bietet knapp 8 Minuten lang eine Kollage diverser Szenen, teilweise in Rohform, dann wieder Filmreif oder aber im Split-screen-Format. Trotz der kurzen Laufzeit bekommen wir hier einen tollen Einblick in die Effektarbeit. Ohne Interviews werden hier durchweg Szenen in verschiedenen Produktionsphasen gezeigt. Dieses Featurette sollte man auf jedenfall Beachtung schenken. "Fighting Girls" hingegen bietet wieder nur das übliche PR-Geschwafel aus Interviews und Filmauschnitten. Nicht wirklich sehr informativ, außer dass die süße Milla sagt wie toll sie doch ist...
Das "Featurette Umbrella Corporation" geht knapp 3 Minuten und bietet wieder nur Filmauschnitte und einige kurze Interviewblöcke. Ins "Geheimarchiv" kommt Ihr nur rein, wenn Ihr einen fünfstelligen Zahlencode eingebt. Diesen findet Ihr im beiligenden Booklet, sagt Euch die Stimme im toll animierten Menü. Nun jetzt verfallt nicht gleich in Panik, schreibt Highlight keine bösen Mails oder versucht die DVD umzutauschen, denn ein Booklet gibt es nicht. Stattdessen findet Ihr den Code auf der Kapitelübersichtseite des Digipack. Wo genau? Das müsst Ihr schon selbst herausfinden. Mit dem geknackten Code könnt Ihr Euch knapp 3 Minuten "verpatzte Szenen" anschauen. Unter "Deleted Scenes" findet ihr zehn geschnittene Szenen, ohne deutsche Untertitel, wobei diese auch kaum von Nöten sind. Weiter geht es mit der Kurzfassung des Making Ofs mit dem Titel "Making of - Short Edit", welches noch mehr in die PR-Kerbe schlägt als die lange Version und eigentlich nicht viel zu bieten hat.
Neben "Cast & Crew"-Infos als Texttafeln gibt es noch elf Interviews mit dem Stab und den Darstellern des Films. Alle elf haben eine recht unterschiedliche Laufzeit, von 22 Sekunden bis hin zu 9 Minuten ist alles dabei. Leider wurde der Drehbuchautor Paul W.S. Anderson nicht interviewt. Der "Blick hinter die Kulissen" dauert knapp 20 Minuten und zeigt Aufnahmen von den Drehbarbeiten, ohne Interviews und das sonst so typische Promotion-Material. Wirklich sehenswert!
Nun kommen wir langsam zum Schluss und dort finden wir den kultigen "Umbrella Werbespot", sieben TV-Spots, den Originaltrailer, eine Highlight Film-Trailershow, sowie einen DVD-Rom Part mit dem Spiel "Genetic Labor". Wie man sieht, ist diese DVD-Edition reichhaltig an Extras, obgleich recht oberflächlich und man vermisst das gewisse Etwas. Viel zu viel Promotion-Material und zu wenig wirklich interessante Sachen. Dennoch verbringt man gerne einige Zeit von dem TV und klickt sich durch das aufwendig animierte und in Dolby Digital 5.1 abgemischte Menü. Zudem wurden auch einige der Trailer in 5.1 abgemischt, was sehr selten ist. Wir vergeben von daher 5 gute Punkte. Mit mehr Innovation, wie z.B. Artwork-Galerien, Storyboardvergleiche und vor allem deutsche Untertitel bei den Audiokommentaren wäre durchaus mehr drin gewesen.



"GTA, Motherfucker! Oh, yeah! Ten points." - L.J

"Resident Evil: Apocalypse" ist wahrlich kein Meisterwerk und vielleicht sogar ein richtig schlechter Film, aber er macht höllischen Spaß und bietet über 90 Minuten coole und anspruchslose Unterhaltung. Die DVD hingegen bietet uns nicht nur eine klasse Verpackung (ein edles Digipack mit Schuber); reichlich Bonusmaterial; ein schön animiertes DVD-Menü; eine gute, aber nicht überragende Bildqualität und einen audiophilen Overkill der Extraklasse, sondern in dieser Premium Edition befindet sich noch die knapp 4 Minuten längere Extended Version des Films, welche um einige Handlungselemente erweitert wurde und den Film somit etwas aufwertet.
Wer also Interner Link"Resident Evil" mag und sich auf trashige Unterhaltung einlassen kann, der wird hier bestens bedient und brauch nicht zur US-DVD zu greifen, denn die deutsche hat nicht nur ein besseres Bild, nahezu identisches Bonusmaterial und eine längere Filmversion, sondern bietet Heimkinofans ein unvergessliches tonales Erlebnis. Vielen Dank dafür ...!


Film+++---
Bild+++++-
Ton++++++
Bonus+++++-


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Resident Evil
News"Resident Evil" - Constantin bringt "Umbrella Collectors Edition" von Teil1-5
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