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USA 2004
Originaltitel:Secret Window
Länge:92:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David Koepp
Buch:Stephen King (LV), David Koepp
Kamera:Fred Murphy
Musik:Geoff Zanelli
SFX:Louis Craig
Darsteller:Johnny Depp, John Turturro, Maria Bello, Timothy Hutton, Charles Dutton, Len Cariou, Joan Heney, John Dunn-Hill, Vlasta Vrana, Matt Holland, Gillian Ferrabee, Bronwen Mantel, Elizabeth Marleau, Kyle Allatt, Richard Jutras, Kevin Woodhouse, Vito DeFilippo, Sarah Allen
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur David Koepp (dt. UT)
  • 3 Filmdokumentationen:
    • Vom Buch zum Film (19:08 Min.)
    • Wirf ein Blick durch"Das geheime Fenster" (29:41 Min.)
    • Verborgenes wird sichtbar (14:01 Min.)
  • 4 entfallene Szenen:
    • Shooter legt das Feuer (1:04 Min)
    • Mort im Diner (2:44 Min.)
    • Mort befragt Sonny (0:55 Min.)
    • Verlängerte Endszene (1:21 Min.)
  • Animationen (7:08 Min.)
    • Filmvorspann (1:43 Min.)
    • Mort schiebt das Auto auf die Klippe zu (1:13 Min.)
    • Shooter ist Mort (3:20 Min.)
    • Kamerafahrt in den Garten (0:52 Min.)
  • Trailershow:
    • Das geheime Fenster (2:00 Min.)
    • Gothika (Dt./Eng.) (2:06 Min.)
    • Identität (Dt./Eng.) (0:57 Min.)
    • The Missing (Dt./Eng.) (1:52 Min.)
    • Panic Room (Dt./Eng.) (2:19 Min.)
    • Stephen King's Kingdom Hospital (1:06 Min.)
Für den erfolgreichen Schriftsteller Mort Rainey ist jede Geschichte ein Fenster in eine andere Welt. Doch manche Fenster sollten besser nie geöffnet werden ... Mort Rainey durchlebt gerade eine schwere Zeit. Nachdem er seine Frau Amy in flagranti mit einem Anderen erwischt hatte, ließ er sich scheiden und zog hinaus aufs Land in ein einsames Haus. Eines Tages taucht vor seiner Tür ein mysteriöser Mann auf, der sich als John Shooter vorstellt und Mort beschuldigt, eine seiner Geschichten gestohlen zu haben. Obwohl sich Mort sicher ist, dieses Missverständnis schnell aufklären zu können, indem er Shooter einfach die Originalversion seines Scripts zeigt, die bereits zwei Jahre vor der von Shooter erschienen ist, misslingt dieser Versuch: Denn der psychotische Fremde hat ihm ein Zeitlimit gesetzt und das Original ist nicht mehr auffindbar. Außerdem geschehen plötzlich eine Reihe merkwürdiger Dinge, die Mort daran hindern, noch rechtzeitig an das Gesuchte heranzukommen. Nun versucht er herauszufinden, wer Shooter tatsächlich ist und ob er für all die eigenartigen Geschehnisse verantwortlich ist.
"The only thing that matters is the ending. It's the most important part of the story. And this one, is very good. This one is perfect. - Mort

Irgendwann ist es soweit. Wenn man zu viele Filme gesehen hat und, wie in diesem Fall, inzwischen die Denkweisen und Ideen des Romanautors kennt, kann man die eigentlich als Überraschung im letzten Drittel angelegten Plottwists schon nach 10 Minuten vorhersehen - so geschehen bei "Secret Window", der Adaption eines Stephen-King-Romans. Deshalb hat mir der Streifen nur halb so viel Spaß gemacht und kassiert folgerichtig auch eine stark subjektiv geprägte Note. Kings Albträume auf Zelluloid zu bannen ist seit je her schwierig, in den meisten Fällen eigentlich unmöglich, da er viel den Phantasien des Lesers überlässt. "Secret Window, Secret Garden" eignet sich da noch am ehesten, weil dem Leser nicht zuviel Mitdenken abgefordert wird. In der Tat schafft Drehbuchautor David Koepp (Screenplays zu Interner Link"Spider-Man", Interner Link"Jurassic Park") mit seiner ersten Regiearbeit, nach dem unterschätzen Interner Link"Stir of Echoes", hier zu Beginn ein faszinierendes Kammerspiel in der am Fluss gelegenen Blockhütte zu etablieren. Er hat nämlich einen Hauptdarsteller, der in Hollywood inzwischen von jedem Regisseur mit Narrenfreiheit ausgestattet wird und sich deswegen immer wieder mit der gleichen, unverwechselbaren Schludrigkeit einbringt - Johnny Depp (Interner Link"Fear and Loathing in Las Vegas", Interner Link"Sleepy Hollow"). Hier gibt er den leicht lethargischen, in den Tag hinein lebenden Schriftsteller Mort Rainey, der isoliert im Wald lebt, versucht die Trennung von seiner Frau zu verkraften und einfach nicht mit einer neuen Geschichte voran kommt. Als dann eines Tages ein gewisser John Shooter auftaucht und ihn des Plagiats beschuldigt, beginnt der Terror in seinem Leben. Der unwillkommene Besucher will alles daran setzen, die "Sache" zu klären ...



Wie Depp in zerrissenen Bademantel den trägen, unmotivierten Schreiberling mit verwahrloster Hippiefrisur gibt, ist allerliebst. Leider stehen im Gegensatz dazu die halbherzigen Versuche falsche Fährten zu legen, um das Publikum zum Grübeln zu bringen. Während ein Privatdetektiv (Charles S. Dutton, Interner Link"Alien³", Interner Link"Gothika") angeheuert wird, um Shooter ausfindig zu machen und auszuquetschen, sorgt sich Morts Ex Amy (Maria Bello, "Payback", "Coyote Ugly") um sein Wohlbefinden, was ihren Neuen Ted (Timothy Hutton, "The Dark Half", "Playing God") wiederum sehr verdächtig erscheinen lässt. Immerhin sind die Scheidungspapiere immer noch nicht unterzeichnet. Handelt Shooter nun wirklich nach eigenen Motiven oder ist er angeheuert worden?
Gegruselt werden darf sich derweil eigentlich nur, wenn Mort sich nachts allein vor sich selbst erschreckt oder das Inventar demoliert. Die Schocks sind zwar nicht deplaziert, hinterlassen aber wenig überraschenden Eindruck, weil zu konventionell gestrickt (Spiegel... *gähn*). Immerhin klappt es mit dem Atmosphäreaufbau dank düsterem Wald, Nebel und einsamer Hütte etwas besser. Aus den Socken haut das dank der zu trägen Erzählweise und der ausführlichen Exposition auch nicht mehr. Schauspielerisch kann man sich nicht beschweren, ganz im Gegenteil. An Johnny Depp ist sowieso nicht zu kratzen, während Maria Bello ihre kleine Rolle routiniert ausfüllt. Duttons paar Minuten fallen dabei gar nicht so negativ auf, ich hätte ich mir allerdings mehr Screentime für den hier chronisch unterforderten Timothy Hutton gewünscht. Der kann nämlich mehr, wenn er mal darf. Leider ist das zu selten in seiner Karriere der Fall.
Übrig bleibt ein gut gespielter, bisweilen etwas monoton vor sich hin plätschernder, Thriller mit Horrorelementen, der mit einem hübsch fiesen Ende aufwarten kann. Johnny Depp trägt den Film allein, schade nur dass der Witz an der ganzen Sache mir schon nach der Anfangsviertelstunde bekannt war. Besser als so manch andere King-Adaptionen, doch zum Genreprinzen macht ihn das leider noch nicht.



Wir haben langsam das Gefühl als würden wir uns bei der Besprechung eines Columbia Titels immer und immer wieder den selben Titel anschauen, den schlussendlich kommen wir im Bildtest fast immer auf das gleiche Ergebnis. Schon zu beginn merkt man das Columbia abermals versucht die Bitrate absichtlich gering zu halten und so kommt diese nicht über 5,4 Mb/sk hinaus. Dies findet vielleicht in den USA noch eine Zweifelhafte Berechtigung, da man dort zusätzlich Kohle mit den Superbit DVD machen will, aber uns deutschen bringt dies ziemlich wenig. Die geringe Kompressionsrate führt erneut dazu, dass die Schärfe erneut alles andere als perfekt ist und das Geschehen wieder mal etwas zu weich wirkt. Zwar ist die Schärfe insgesamt noch auf einem annehmbaren Niveau, hätte aber in den totalen deutlich Plastischer wirken dürfen.
Dies ist eigentlich das größte Manko einer Columbia und ansonsten bekommen wir eine natürliche Farbgebung geboten mit satten und kräftigen Farben. Auch der Kontrast befindet sich auf einem hohen Niveau und holt selbst in dunklen Szenen das Optimum heraus. Lediglich einige helle Flächen neigen zu Überstrahlung, was aber durchaus ein Stilmittel sein könnte, da das Gesamte Bild recht dunkel gehalten wurde und gerade helle Flächen besonders hervorstechen. Bildrauschen ist ganz dezent im Hintergrund zu finden und kann höchstens in hellen Flächen als etwas unangenehm betrachtet werden. Die Kompressionen arbeiten dafür sauber und es offenbaren sich weder Defekte noch Nachzieheffekte. Wegen dem Schwachen Schärfeverhältniss, müssen wir hier leider wieder ein Punkt abziehen.
Tonal dürfen wir zwar keine Höchstleistung erwartet, aber dafür einen sehr räumlich wirkenden Dolby Digital Track, der vor allem durch die gute aber etwas zu dezente Nutzung der Effektlautsprecher überzeugen kann. Gerade die Umgebungsgeräusche lassen eine gute bis sehr gute Räumlichkeit entstehen, scheinen aber etwas zu leise in ihrer Abmischung, weshalb man etwas über die Norm aufdrehen sollte um in den vollen Genuss zu kommen. Auch die Musik wurde sauber auf alle Kanäle gelegt und bietet eine dynamische und kraftvolle Abmischung. Zudem kommt der Bass in einigen Szenen sehr druckvoll zum Einsatz, was aber leider viel zu selten ist und auch direktionale Effekte werden viel zu selten eingesetzt. Aber für einen Psychothriller wie "Das geheime Fenster" ist das Ergebnis wirklich sehr gut geworden, zudem klingt der deutsche Track lauter und kräftiger als der englische Originalton, dem es etwas an Weiträumigkeit fehlt. Dies erlebt man aber selten, aber dafür ist es dann um so erfreulicher zu hören.
Das Zusatzmaterial ist recht überschaubar, kann aber dennoch überzeugen. Interessant hierbei der "Audiokommentar des Regisseurs", welcher deutlich untertitelt wurde. Wer sich danach die nötigen Informationen geholt hat, findet mehr Futter bei den "entfallenen Szenen", die bei Bedarf auch kommentiert werden kann. Unter den 4 Szenen befindet sich auch ein etwas längeres Ende, was den Weg nicht in die Kinofassung geschafft hat. Unter "Filmdokumentationen" finden wir 3 interessante Featurettes. Das erste heißt "vom Buch zum Film" und befasst sich innerhalb von 20 Minuten um die Entstehung des Films. Leider kommt hier Stephen King nicht selber zu Wort, dabei hätte man gerne einmal seine Meinung dazu gehört. Weiter geht es mit "Wirf einen Blick durch "Das geheime Fenster", welches uns knapp 30 Minuten lang viele Details offenbart und hinter die Kulissen blicken lässt, zudem wird das gesamte Featurette vom Regisseur kommentiert. Zum Schluss darf sich "Verborgenes wird sichtbar" knapp 15 Minuten lang mit der Auflösung der Geschichte befassen. Ebenfalls ein interessantes Featurette, sollte aber unbedingt erst dann geschaut werden, wenn man den Film zuvor komplett gesehen hat. Abgerundet wird das recht informative Bonusmaterial mit vier "Animationstests", ähnlich einer Storyboardzeichnung, mit dem Unterschied, dass das Storyboard hier komplett animiert ist und jede vorgesehene Kamereinstellung nach empfindet. Zum Schluss können wir uns dann noch den obligatorischen "Kinotrailer" und fünft weitere Trailer aus dem Hause Columbia anschauen.

"Das geheime Fenster" steht und fällt mit Johnny Depp, wartet mit einem guten aber nicht wirklich überraschenden Ende auf und überzeugt durch eine saubere aber zu routinierte Inszenierung. Wer meint schon alles gesehen zu haben, wird schon nach wenigen Minuten wissen wo der Hasse lang läuft, Genre Neulinge werden werden Sicherlich mehr Freude an dieser Kingschen Adaption haben. Die deutsche DVD fällt einmal mehr negativ im Bereich Bild auf, aber auch in den anderen Aspekten hätte man deutlich mehr herausholen können. Daher liegt uns hier lediglich eine solide DVD-Umsetzung vor nichts tolles aber auch nicht wirklich schlecht.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++++--


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