Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
CAN 2004
Originaltitel:Ginger Snaps Back: The Beginning
Alternativtitel:Ginger Snaps 3
Länge:90:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Grant Harvey
Buch:Stephen Massicotte, Christina Ray
Kamera:Michael Marshall
Musik:Alex Khaskin
SFX:Leo Wieser
Darsteller:Emily Perkins, Katharine Isabelle, Nathaniel Arcand, JR Bourne, Hugh Dillon, Adrien Dorval, Brendan Fletcher, David La Haye, David MacInnis, Tom McCamus, Matthew Walker
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Verpackung:KeepCase im Schuber
Specials:
  • DIN A3-Poster (inkl. Kapitel-Index, Werwolf-Filmografie, Filmografie von Emiliy Perkins, Interview mit Emiliy Perkins auf der Rückseite des Posters)
DVD 1: Hauptfilm
  • Audiokommentar mit Regisseur Grant Harvey, Autor Stephen Massicotte und Editor Ken Fylewich
  • Original Trailer (1:53 Min.)
  • Trailershow:
    • Ginger Snaps 2 (1:18 Min.)
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • Inugami (0:39 Min.)
    • Anazapta (2:37 Min.)
    • Pakt der Hexen (1:15 Min.)
    • The Hollow (1:53 Min.)
    • Schoolday of the Dead (1:36 Min.)
    • Into the mirror (1:46 Min.)
    • Monster (2:26 Min.)
DVD 2: Bonus
  • Behind the Scenes:
    • Wolfboy (1:53 Min.)
    • Blood, Guts & Fire (8:32 Min.)
    • Production Design (5:15 Min.)
    • Fun on set (3:42 Min.)
    • Costume Design (3:28 Min.)
  • Bildergalerie (31 Bilder)
  • Grant Harveys Video Tagebuch (9:50 Min.)
  • Synchro-Special (18:13 Min.)
  • Geschnittene Szenen:
    • Old Wives Tales (8.37 Min.)
    • You Lie (2:16 Min.)
    • Extended Burial Scene (2:08 Min.)
  • Ginger Snaps 2 - Trailer (1:18 Min.)
Im frühen 19. Jahrhundert suchen Ginger und Brigitte, die Fitzgerald Schwestern, Zuflucht in Fort Bailey, dem Sitz der Northern Legion Trading Company. Doch auf der Gegend liegt ein Fluch. Niemand traut sich, das Fort zu verlassen, denn die Angst vor monströsen Bestien, die in den Wälder lauern, geht um. Der Schwur der Schwestern, "für immer zusammen zu bleiben", erfährt hier eine harte Prüfung, denn Ginger wurde von einem der Monster gebissen. Langsam beginnt eine unheimliche Verwandlung ...

"The air is bloody ..." - Ginger

Nach dem überragenden Interner Linkersten Teil aus dem Jahr 2000 war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Interner Link2. Teil entstehen würde. Dass sich die Produzenten aber nicht nur dazu entschließen würden ein Sequel zu drehen, das nebenbei bemerkt hervorragend geworden ist, sondern auch noch ein Prequel drehen würde, war dann doch überraschend. Gedreht wurden die beiden Filme back-to-back im Herbst/Winter 2003 in Kanada. Teil 3, der den bezeichnenden Titel "Ginger Snaps Back" trägt, ist dabei aber kein Prequel im eigentlichen Sinne.



Man muss sich eines klar machen, wenn man sich diesen Film ansieht: man wird nichts erfahren, was die beiden zeitlich nach ihm spielenden Filme betrifft. Viel mehr ist dieser Film ein absolut eigenständiger Film, der einzig zwei Gemeinsamkeiten mit den beiden anderen besitzt: da wären die Hauptdarstellerinnen Katherine Isabelle und Emily Perkins in ihren angestammten Rollen als Ginger und Brigitte und eben Werwölfe.
Der Film spielt im 19.Jahrhundert, eine genaue Jahreszahl erfährt man nicht. Die beiden Schwestern Ginger und Brigitte irren durch die verschneiten Wälder Kanadas, als sie auf einen Indianer treffen, der sie zu einem Fort bringt, das von frankokanadischen Bewohnern, äh, bewohnt wird. Wie nicht anders zu erwarten wird das Fort seit geraumer Zeit von Werwölfen attackiert und die Männer, die noch am Leben sind, warten verzweifelt auf die Ankunft eines Versorgungstrupps, der aber bereits mehrere Wochen überfällig ist. Bereits in der ersten Nacht im Fort wird Ginger von einer entstellten Kreatur gebissen. Im weiteren Verlauf erzählt der Film, mit einigen nicht unwichtigen Änderungen, mehr oder weniger die selbe Geschichte wie es schon der erste Teil tat. Ginger und Brigitte versuchen Gingers Verwandlung zu verbergen, während das Fort immer mehr im Chaos zu versinken droht. Streitereien unter den Männern, die Angriffe der Wölfe und immer mehr Tote sorgen für eine bedrohliche Stimmung.



Anders als noch im ersten Film versucht Brigitte hier aber nicht ihre Schwester zu retten, sondern hilft ihr immer wieder. Dabei erweist sich immer mehr, dass die beiden auf sich gestellt sind, auch wenn es zunächst den Anschein hat, dass ein Indianer ihnen helfen könnte.
Die Handlung ist sicherlich die am wenigsten originelle der drei Filme, kann aber zumindest immer wieder mit einigen Überraschungen aufwarten und bietet letztlich auch noch einige Wendungen, die zwar nicht neu, aber passend sind. Punkten kann der Film hingegen ganz klar in anderen Bereichen. Auch hier ist das Budget ähnlich wie in Teil 2, geringer als das schon knapp bemessene aus Teil 1, und trotzdem hat man mit dem Fort eine großartige, teilweise atemberaubend in Szene gesetzte Kulisse geschaffen, die mit den schneebedeckten, dichten Wäldern ein übriges zur gelungenen Atmosphäre beiträgt. Auch die Kostüme wurden schön gestaltet und alles wirkt etwas wie die billige Variante eines guten alten Hammer Films. Wobei billig hier nicht negativ gemeint ist, denn was aus dem geringen Budget gemacht wurde, ist absolut überwältigend.



Ebenfalls eine gute Idee war es, diesen Film weniger in Richtung reinen Horror anzusiedeln, sondern ihm etliche Actionelemente zuzuführen. So gibt es hier dann auch die ersten Massen-Werwolf-Szenen innerhalb der Reihe und es gehen etliche Werwölfe wie auch Menschen bei den Kämpfen recht blutig zu Grunde. Die Werwolfeffekte sind dabei leider wieder etwas schwächer als im 2. Teil, aber wirken immer noch besser als im Urfilm der Reihe. Dafür machen sie eben durch vermehrtes Auftreten einiges an Atmosphäre gut. Auch der halbverwandelte Junge des Anführers der Bewohner wirkt sehr gut und kann ebenso wie die am Ende leicht verwandelte Katherine Isabelle auf Seiten der Maskendesigner punkten. Die Gore-Effekte wurden etwas zurückgeschraubt (wobei ja auch Teil 1 und 2 keine Splattergranaten waren), was aber zur eher actionlastigen Stimmung passt. Trotzdem gibt es noch genug atmosphärisch düstere Sequenzen, die sich aber zumeist auf Visionen und Flashbacks beschränken. Dafür gibt es am Ende eine der wohl stylischsten Szenen der Reihe, wenn (die trotz eingesetzter Verwandlung optisch immer noch sehr sehr ansprechende) Ginger das Haupttor öffnet und die Wölfe in das Fort einbrechen.
Erfreulich auch, dass man hier wieder beide Hauptdarstellerinnen in gleichberechtigten Rollen sehen kann, denn die Chemie zwischen beiden passt einfach und so gibt es hier dann auch wieder vermehrt nett fiese Oneliner und auch der morbide Humor ist etwas mehr vertreten als noch in Interner Link"Ginger Snaps 2: Unleashed". Katherine Isabelle sieht wie immer absolut atemberaubend aus und kann auch schauspielerisch überzeugen, auch wenn sie hier einfach eindeutig hinter der wieder überragenden Emily Perkins zurückstecken muss. Die spielt wieder gekonnt die Rolle zwischen aufopferungsvoller Schwester und zu allem entschlossener Beschützerin. Ebenfalls eine Bereicherung ist Nathaniel Arcand als schlicht "The Hunter" bezeichneter Indianer, der nicht nur den Großteil der Actionszenen für sich beanspruchen kann, sondern auch reichlich cool daherkommt. Überhaupt gibt es hier einiges an durchaus gut ausgewählten Charakteren, die der Story die nötige Würze geben. Egal ob nun der alles andere als freundliche Priester, der hilfsbereite Arzt oder der Dorfführer, der ein dunkles Geheimnis mit sich trägt - sie alle sorgen dafür, dass der Film auch in einigen wenigen eher schwachen Passagen nicht langweilig wird und man sich sicher sein kann, dass einem noch einiges bevor steht.



Sicherlich kann man sich Fragen in wieweit ein Prequel sinnvoll ist, das außer den genannten Dingen keinerlei Bezug zu den beiden anderen Filmen hat. Aber wenn man den Film gesehen hat, muss man einfach anerkennen, dass die sicherlich nicht neue Story auch beim dritten Mal sehr gut funktioniert und es ein durchaus geglückter Schachzug war, das Ganze zeitlich komplett von den anderen Filmen abzusetzen; hat man so doch die Gelegenheit etwas Neues, Eigenständiges zu produzieren. Die Atmosphäre stimmt, die Action und Horrorelemente sind geschickt abgewogen und passen gut zusammen und die beiden Hauptdarstellerinnen sind nach wie vor die Idealbesetzungen für die leicht verschrobenen, düsteren Außenseiter-Parts. Sicherlich wird dieser Film nicht jedermanns Geschmack treffen, sei es nun wegen dem geringen Kunstblutanteil; den Szenen, in denen indianische Mythologie eine Rolle spielt oder eben auch wegen der nicht neuen Story; aber Fans der ersten beiden Filme werden auch hier bestens unterhalten und dürfen den handwerklich absolut gelungenen dritten Teil der Reihe ohne Zögern in die Sammlung aufnehmen. Mir hat er gefallen und ich hätte um ehrlich zu sein auch nichts gegen weitere Filme mit den beiden düsteren Schwestern, zumindest wenn sie qualitativ auf dem Level von Teil 2 und Teil 3 bleiben würden, Teil 1 dürfte da wohl unerreicht bleiben.



Nachdem die Verleih-DVD die Videotheken unsicher machte, schiebt uns das Dortmunder Label zum Verkaufstart noch ein 2-Disc-Special-Edition-Set hinterher, welches schlussendlich sogar fast besser ausgestattet ist als die US-DVD. Aber immer der Reihe nach. Der anamorphe Transfer kann sich sehen lassen. Hier wurde ganz bewusst die Farbsättigung zurückgedreht, der Kontrast runtergeschraubt und viele Farbfilter verwendet, die dem Bild einen grünlichen, teilweise gräulichen Touch verleihen und sich somit perfekt der düsteren Atmosphäre der Geschichte anpassen. Andere Szene wirken wiederum gewollt warm und zeigen einen erdigen Grundton. Leider geht durch den dunklen Kontrast einiges an Details verloren. Dafür ist der Schwarzwert aber sehr satt ausgefallen und die Detailschärfe kann sich ebenfalls sehen lassen und bietet gerade in Nahaufnahmen einen überraschend gutes Ergebnis. Insgesamt wirkt das Geschehen aber noch eine Spur zu weich und deutliches Rauschen in dunklen Szenen trüben den Sehgenuss ebenfalls ein wenig. Defekte und Verschmutzungen suchen wir bei dieser neuen Produktion natürlich vergebens und lediglich leichtes Blockrauschen und gelegentliche Bewegungsunschärfe sind hier noch zu bemängeln. Ansonsten bietet man uns einen stimmungsvollen Transfer mit klitzekleinen Mängeln.
Auch der Ton gibt sich keine Blöße und passt sich perfekt dem Geschehen an. Neben einer hervorragenden Dialogwiedergabe ist auch der Raumklang gut gelungen und sorgt für eine wohlige Atmosphäre, mit einem recht guten Dynamikumfang, welcher insgesamt jedoch etwas besser hätte ausfallen dürfen. Wuchtige Effekte dürfen wir hier jedoch nicht erwarten, aber in einigen Szenen bekommt der Subwoofer ordentlich etwas zu tun. Insgesamt vielleicht noch eine ganze Spur zurückhaltend, kann der deutsche Track für einen Horrorfilm aber mehr als zufrieden stellen. Eine gelungene Musikabmischung, saubere Dialoge und ein atmosphärischer Raumklang, lassen einen in das Geschehen eindringen. Jedoch hätten wir uns einen stärkeren Einsatz der Effektlautsprecher gewünscht. Die deutsche und englische 2.0-Fassung hätte man auch weglassen können, da diese nur nötigen Speicherplatz auf der DVD belegt. Zudem ist es ärgerlich, dass man hier die optionalen deutschen Untertitel vergessen hat. Für eine Special Edition wirklich nicht schön.

Kommen wir nun zu den Extras. Neben dem "Original-Kinotrailer" und neun weiteren Trailern aus dem Hause e-m-s gibt es auf der "Hauptfilm-DVD" noch einen Audiokommentar von Regisseur Grant Harvey, Autor Stephen Massicotte und Editor Ken Fylewich. Ein sehr interessanter Kommentar, welcher leider nicht deutsch untertitelt wurde (Im übrigen steht im DVD-Menü und auf dem Cover nur Grant Harvey als Sprecher für den Kommentar).
Das eigentliche Bonusmaterial finden wir auf der Bonus-DVD, welche mit einigen interessanten Bonis ausgestattet ist. Den Anfang macht der Überbegriff "Behind the Scenes", welche aus 5 Mini-Dokumentationen besteht. Den Anfang macht "Wolfboy", ein knapp zweiminütiges Featurette über die Makeup-Effekte des Wolfsjungen. Weiter geht es mit dem knapp 9 Minuten langen Special Effects Featurette "Blood, Guts & Fire", in dem man uns anhand von Filmausschnitten und Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen die Arbeit der Special Effects-Künstler näher bringt. Ein sehr interessantes und kurzweiliges Featurette. Der nächste Punkt "Production Design" widmet sich den Sets & Kulissen im Film und ist mit knapp 5 Minuten ebenfalls recht kurzweilig, aber dennoch interessant ausgefallen. Unter "Costume Design" befindet sich das Gegenstück zur "Production Design"-Dokumentation und zeigt die Arbeit an den Kostümen im Film. Zum Schluss darf unter "Fun on Set" etwas geschmunzelt werden, denn hier werden uns Outtakes und Patzer präsentiert. Alle fünf Mini-Dokus wurden löblicherweise deutsch untertitelt, hätten aber noch etwas ausführlicher sein dürfen. Weiter geht es mit einer 31 Fotos umfassenden "Bildergalerie", gefolgt von dem knapp neunminütigen "Video Tagebuch" des Regisseurs. Zwar ebenfalls recht kurz ausgefallen, aber dafür umso interessanter, da man hier einen wirklich guten Einblick in die Produktion bekommt. Aber auch hier hätte man sich mehr gewünscht, dafür wurde auch diese Doku deutsch untertitelt.
Weiter geht es mit drei "geschnittenen, sowie erweiterten Szenen" (optional mit deutschen Untertitel). Leider fehlt hier die auf der US-DVD vorhandene "erweiterte Dinner Szene", sowie die optionalen Kommentare des Regisseurs. Wieso alles andere vorhanden ist, nur diese sieben Minuten nicht, bleibt uns leider ein Rätsel. Dafür gibt es aber noch den "deutschen Trailer" zu Interner Link"Ginger Snaps 2".
Neben dem bereits auf der Lion Gates DVD befindlichen Extras, produzierte die e-m-s extra für die deutsche DVD ein Synchronisationsbericht, in dem man den beiden Sprecherinnen von Ginger und Brigitte ein wenig bei der Synchron-Arbeit über die Schultern schauen kann. Weiterhin gibt es noch ein Interview mit Marie Bierstedt, welche Ginger ihre Stimme leiht und Ilona Otto, welche die Rolle der Brigitte spricht. Wer danach immer noch nicht genug hat, kann sich auf der Rückseite des beiliegenden DIN-A3 Posters, ein Interview mit Brigitte Darstellerin Emily Perkins durchlesen, sowie eine Biografie über Werwolf-Filme.



Wem bereits die ersten beiden Interner Link"Ginger Snaps"-Teile gefallen haben, darf auch hier bedenkenlos zugreifen. Neben einer düsteren Atmosphäre, einem passenden Soundtrack und den gleichen Hauptdarstellerinnen, werden den Werwolf-Szenen dieses mal wieder deutlich mehr Beachtung geschenkt und sorgen für einige blutige Szenen. Die DVD Special Edition bietet einen gute Bild- und Tonqualität, sowie reichlich Extras, welche aber ruhig etwas tiefgründiger hätten ausfallen dürfen. Dennoch ein must have für jeden Fan der Serie, und diejenigen die es werden wollen. Die Erstauflage der Special Edition kommt in einem schönen Pappschuber. Dass der Film trotz einer Freigabe ab 16 Jahren ungekürzt ist, braucht bei einem Tierhorrorfilm kaum noch erwähnt werden.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++++--


Druckbare Version
Ginger Snaps II - Entfesselt (2-Disc Special Edition)
Ginger Snaps - Das Biest in Dir
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.