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HK 1991
Originaltitel:Fei ying gai wak
Alternativtitel:Armour of God II: Operation Condor
aka. Lunghing fudal tsuksap
aka. Operation Eagle
aka. Project Eagle
aka. Superfly
aka. Mission Adler - Der starke Arm der Götter
aka. Feiying gaiwak
Länge:102:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Frankie Chan, Jackie Chan
Buch:Jackie Chan, Edward Tang
Kamera:Arthur Wong
Musik:Chris Babida, Stephen Endelman, Paul Rabjohns
Darsteller:Jackie Chan, Carol 'Do Do' Cheng, Eva Cobo, Shôko Ikeda, Daniel Mintz, Aldo Sambrell, Jonathan Isgar, Bozidar Smiljanic, Mark King, Bryan Baker, Steve Tartalia, Ken Goodman, Lyn Percival, Bruce Fontaine, Archer Wayne
Vertrieb:Laser Paradise
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:-
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs verschwand ein 240t-Geldtransport der deutschen Wehrmacht auf rätselhafte Weise - und bleibt bis zum heutigen Tag verschollen. Aber wo eine Herausforderung ruft, kann der Abenteuer Jackie (Jackie Chan) nicht weit sein. Die Billionenjagd nach dem heißen Gold führt ihn durch drei Kontinente. Militante Freiheitskämpfer, schießwütige Söldner und Säbel schwingende Wüstensöhne versuchen ihm zuvorzukommen, aber Jackie ist ihnen immer einen Schlag voraus. Eine Auseinandersetzung jagt die nächste und der arme Jackie hat nicht mal Zeit sich um die Reize seiner drei exotischen Begleiterinnen Elsa (Eva Cobo), Ada (Carol 'Do Do' Cheng) und Momoko (Shôko Ikeda) zu kümmern. Noch liegt der größte Schatz der Welt nirgendwo im Wüstensand verborgen ...
Nach dem eher etwas zäh und träge wirkenden ersten Teil, legte Jackie Chan in "Operation Condor" gewaltig nach und schuf einen modernen Klassiker, der zwar seine Anlehnung an Indiana Jones nicht verleugnen kann, diesen aber in so manchem weit übertrifft. Hier gibt es wirklich das volle Programm, herrlich überzeichnete Schurken, einen wagemutigen und dabei recht tollpatschigen Helden, schöne Frauen, waghalsige Action, großartige Fights und einige der spektakulärsten Szenen der Actionfilmgeschichte, die aber nie den Humor vermissen lassen.


In bester Indiana Jones-Tradition beginnt der Film mit Jackie, wie er auf der Suche nach einem Artefakt ein ganzes Dorf Eingeborener gegen sich aufbringt, knapp einer Heirat entgeht und sich nur dank eines gigantischen Luftballons retten kann. Wenn das kein idealer Auftakt für die folgenden 90 Minuten ist! Dass die Story dann wenig Neues bietet und recht altbacken klingt fällt zwar auf, wird aber während des Films immer nebensächlicher. Jackie, erfahrener Abenteurer, soll in der Sahara einen alten Nazibunker finden, in dem sich 200 Tonnen Gold befinden. Also macht er sich zusammen mit Elsa, der Tochter des Bunkerkommandanten und Ada einer Wissenschaftlerin auf die Suche. Doch noch bevor diese beginnt, zeigt sich, dass auch noch andere Leute hinter dem Gold her sind.


Was Jackie Chan aus diesem Nichts an Story macht, ist unglaublich. Slapstick und haarsträubende Actionszenen wechseln sich minütlich ab, gehen immer mal wieder in einander über und machen den Film zu einem großen schrillen Abenteuer, das mit Szenen aufwartet, die man wohl nie mehr vergisst. So bietet schon die Verfolgungsjagd durch die Straßen einer französischen Kleinstadt reichlich Szenen die einen mit offenem Mund auf den Bildschirm starren lassen. Auf die Spitze getrieben wird die Action dann freilich im legendären Finale im Windkanal des Nazibunkers. Das bietet der Film dann Komik und Action in Perfektion und lässt Fragen, wie die nach dem Sinn eines Windkanals in einer unterirdischen Bunkeranlage ganz weit in den Hintergrund treten. Seinen Reiz erhält der Film auch dadurch, dass er sich selber zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt. Die Bösen zeichnen sich nicht unbedingt durch Intelligenz aus, die Action ist immer "larger than life" und der Humor immer schön hart an der Grenze zur gnadenlosen Albernheit. Doch das alles zusammen ergibt einen der witzigsten und temporeichsten Jackie Chan-Filme überhaupt.


Die Sets wurden äußerst stimmig ausgewählt und die im Studio entstandene Bunkeranlage erinnert eher an einen großen Abenteuerspielplatz, versprüht aber doch genug Atmosphäre um zu begeistern. Die Darsteller sind allesamt mit sichtlicher Freude dabei und überzeugen vollends. Insbesondere Carol 'Do Do' Cheng als Ada und Eva Cobo als Elsa wissen zu gefallen, und das nicht nur optisch.


Irgendwie hat man's mit dem Bild wieder ein bissel verbockt. Erster Wermutstropfen ist das Letterbox-Bild - 16:9 ist kein Bildformat sondern die Angabe des Systems, diese DVD ist daher nur im System 4:3. Die Qualität ist letztlich in allen Bereichen auch nur durchschnittlich. Das beginnt bei den etwas blassen Farben, dem dunklen Kontrast, der von einer Kinorolle zu stammen scheint und die von Zeit zu Zeit störend auftretenden Defekte. Die Schärfe wurde übertrieben verbessert, so dass neben einem störenden Kantenflimmern vor allem Doppelkonturen auftreten, obwohl die Detailschärfe nicht übers Mittelmaß hinauskommt. Einzig die Kompression arbeitet einigermaßen fehlerfrei, solange man nicht aufs Detail achtet, wo sich neben Artefaktbildung auch noch ein feines Rauschen befindet, was wohl am schlechten Ausgangsmaterial des Masters liegt und mit schwankender Intensität auftritt.
Der Dolby Digital 5.1 entpuppt sich ganz schnell als Upmix, der nix kann, außer ein paar für den Raumklang völlig unnötige Geräusche auf die Rears zu bringen. Wert ist er nur etwas, weil der Subwoofer dadurch ein wenig kräftiger klingt, aber immer noch keine dem Film angemessene Leistung erbringt. Trotzdem bleibt der Ton sehr bezogen auf den Center und flach, auch ein leichtes Rauschen ist im Hintergrund hörbar. Der englische Stereoton ist noch schlechter, da hier ein sehr dumpfes und altes Klangbild aus der Front ertönt. Dagegen ist die deutsche Tonspur ein wahres Erlebnis.
Das einfache, an den Film angelegte Hauptmenu führt nur zu einer Kapitelanwahl und der Sprachauswahl, nicht einmal den vermeintlich obligatorischen Trailer gibt es hierfür.


"Operation Condor" ist ein unglaublicher Spaß, den man gesehen haben muss und der einem erst vor Augen führt, was für großartige Filme Jackie Chan zu einer Zeit gemacht hat, als er noch nicht für US-Produktionen den Kasper gemacht hat. Tolles Actionkino mit unverwechselbarem Humor und perfekt choreographierter Action. Was will man mehr von einem Jackie Chan? Vielleicht eine vernünftige Umsetzung auf DVD ... ?


Film+++++-
Bild+++---
Ton+++---
Bonus------


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