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USA 2003
Originaltitel:Vlad
Länge:98:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael D. Sellers
Buch:Tony Shawkat, Michael D. Sellers
Kamera:Viorel Sergovici
Musik:Christopher Field
SFX:Liviu Lungu
Darsteller:Billy Zane, Paul Popowich, Kam Heskin, Nicholas Irons, Brad Dourif, Francesco Quinn, Monica Davidescu, Iva Hasperger, Emil Hostina, Guy Siner, Mircea Stoian, Andreea Macelaru, Alin Panc, Alexandra Velniciuc
Vertrieb:Euro Video
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Upmix), Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Originaltrailer (1:50 Min.)
  • Trailershow:
    • Kops (1:25 Min.)
    • The Good Thief (2:16 Min.)
Im Herzen der Karpaten in Rumänien machen sich vier Studenten auf eine historische Reise. Das Thema ihrer Forschungsreise: Graf Vlad Drakul II (Claudiu Bleont), der gefürchtete Herrscher, dessen Unbarmherzigkeit ihm den Namen "Vlad, der Schreckliche" einbrachte, und der später die Inspiration für den legendären "Dracula" wurde. Die Recherchen führen die Jugendlichen zu den Ruinen von Poenari, einer Burg, die von Vlad Drakul erbaut wurde. Doch je näher sie der Burg kommen, umso größer wird die Gefahr, in die sie sich unwissend begeben. Denn Linsey (Monica Davidescu), eine der Studentinnen, hat ein tödliches Artefakt bei sich: Eine Kette, die einst dem schrecklichen Grafen gehörte. In der Nähe ihres ehemaligen Besitzers öffnet sie nun ein Tor zwischen Vergangenheit und Gegenwart und damit Vlad den Weg, auch in der heutigen Welt sein Unwesen zu treiben. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt ...
"Dracula"-Verfilmungen gab es in den letzten Jahren genug, nur leider waren wenig Brauchbare darunter. "Vlad" gesellt sich locker zum Videothekenmüll, dem man sich seit "Wes Craven's Dracula" ausgesetzt sieht. Wirklich Interessantes gibt es von dieser Schlaftablette nicht zu berichten und deswegen wird es auch kurz und schmerzlos. Das Machwerk wurde, thematisch natürlich nicht ungeschickt, in Rumänen herunter gekurbelt, wo vier wissbegierige Studenten, frisch der Klischeekiste entsprungen, nun auf den Pfaden des Adelsherrn wandeln wollen. Mit von der Party ist Billy Zane ("Ritter der Dämonen") als Begleiter, der nicht ganz sauber zu sein scheint. Bevor sich in den Wald gestürzt und staubige Locations abgeklappert wird, muss nicht nur Titte gezeigt, sondern man sich auch von Visionen (matte Zeitlupenflashbacks) plagen lassen. Der Zuschauer muss ja wissen, mit wem er es bald zu tun hat.
Da ein Mitglied der Clique ein Amulett mit sich trägt, dass Familie Dracul nicht ganz unbekannt ist, taucht der natürlich auch irgendwann auf und präsentiert sich blut- und sexgeil. Was sich anfangs noch ganz witzig anhört, entpuppt sich als dröge Angelegenheit - ein B-Movie. Man mag kaum glauben, wie die schicke Homepage und der Trailer den Zuschauer in die Irre führten konnten. Zu 90 Prozent des Films wird sich unterhalten und zwar über Uninteressantes (Smalltalk, Drogen und eben die Dracula-Saga). Action ist kaum vorhanden, da der Blutsauger sowieso unüberwindbar ist.
Regisseur Michael D. Sellers gelang es immerhin ein paar hübsch atmosphärische Locations aus dem Hut zu zaubern, wobei besonders die nebelverhangenen Wälder auffallen. Zumindest äußerlich wirken auch die alten Bauten recht mystisch und bedrohlich. Mit Billy Zane und Brad "Chucky" Dourif konnte Sellers zwei bekannte Gesichter verpflichten, die aus Geldmangel aber inzwischen wohl für jeden Müll unterschreiben müssen und hier bemerkenswert blass bleiben. Erträglich bleibt auch dieser Film nur mit der Vorspultaste, da, weil das Budget mal wieder knapp war (Da verwundern die vereinzelten, guten CGI-Effekte), die Darsteller fast ausschließlich bei ihrer Wanderung durch die Wälder begleitet werden. Spannend ist das trotz einiger ähm "Überraschungen" (Student verknallt sich in plötzlich erscheinende Mittelaltertussi) schon aufgrund der drögen Dialoge nicht. Wer sich zu den "Höhepunkten" hangelt, bekommt dort immerhin überzeugende Musik geboten, aber das war es dann auch schon...

Wie auch der Film scheint die DVD recht schnell dahin gerotzt worden zu sein. Zwar gibt es eine gute Farbsättigung des Bildes, aber ansonsten ist der nicht anamorphe Transfer weniger positiv ausgefallen. Die Schärfe ist gerade noch so akzeptabel und es mangelt ihr deutlich in der Detailzeichnung bzw. diese wird uns so gut wie gar nicht geboten. Noch dazu kommt, dass das gesamte Bild bei schnellen Kameraschwenks und Szenenwechseln verschwimmt und man jegliche Qualitätsansprüche einer DVD über Board werfen kann. Der Kontrast geht weitgehend in Ordnung, dafür fällt vor allem in dunklen Szenen ein deutliches Bildrauschen auf. Lediglich die Kompressionen leisten eine gute Arbeit, alles in allem aber ein absolut unscharfes Sehvergnügen zum Abgewöhnen.
Der deutsche 5.1 Track ist nichts anderes als ein Upmix der englischen Surround-Spur und klingt recht solide. Nur selten kommt ein gewisser Raumklang auf, der Rest kann als frontlastig bezeichnet werden. Die Dialoge sind gut zu verstehen und hin und wieder darf der Bass sich mal zu Wort melden. Überwiegend unspektakulär, aber für ein Upmix recht ordentlich. Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Originaltrailer und zwei weitere Programmvorschauen. Nicht gerade viel, war aber bei diesem Film nicht anders zu erwarten.

Stinklangweiliges Vampirabenteuer, dass zwar nicht vor Dilletantismus strotzt, nur leider nie unterhalten kann - und das sollte ein Film in erster Linie. Wer etwas zum Einschlafen braucht, der ist hier richtig. Überflüssig, schwach geschauspielert, inhaltslos, Klischee beladen - einfach wertlos.


Film+-----
Bild++----
Ton+++---
Bonus------


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