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USA 2004
Originaltitel:Torque
Länge:80:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Joseph Kahn
Buch:Matt Johnson
Kamera:Peter Levy
Musik:Hoobastank, Paul Linford, Trevor Rabin
SFX:James Ochoa
Darsteller:John Ashker, Max Beesley, Jackson Bolt, Dane Cook, Ice Cube, Gichi Gamba, Adam Harrington, Martin Henderson, Jay Hernandez, Will Yun Lee, Faizon Love, Justina Machado, Monet Mazur, Tom McCleister, Hayden McFarland, Christina Milian, Kinga Philipps, Jaime Pressly, Nichole Mercedes Robinson, Rachelle Roderick, Deidra Sarego, Matt Schulze, Adam Scott, Fredro Starr, Eddie Steeples, Tony Wilde, Jim Cody Williams
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Audiokommentar der Schauspieler
  • Original Technischer Kommentar
  • US-Kinotrailer
  • Music Clips: 'Lean Low' von den YOUNGBLOODZ
  • Storyboards: Rennen-Animatic und Zug-Animatic: animierte Storyboards der Racing und Zug - Stunts
  • Hidden Feature
Cary Ford (Martin Henderson) verscherzte es sich einst mit dem Gangleader Henry James (Matt Schulze), ließ seine Freundin Shane (Monet Mazur) sitzen und flüchtete für ein halbes Jahr nach Thailand. Doch aus Sehnsucht nach dem weiblichen Geschlecht und mit einem Rehabilitierungsplan im Gepäck kehrt er wieder in seine alte Heimat zurück, um sich dort wieder mit seinem alten Kontrahenten Henry anzulegen. Der fackelt nicht lange, schiebt ihm sogleich einen Mord in die Schuhe und hetzt ihm Trey, den Anführer einer rein schwarzen Gang, auf den Hals. Bald hat er nicht nur die, sondern auch das FBI im Nacken.
Mmmm, ja.... Also...... Wie formulier ich's am Besten? ..... Also um "Torque" genießen zu können, sollte man nicht nur das Gehirn ausschalten - man dürfte nie eins besessen haben. Was der ehemalige Musicclip-Regisseur Joseph Khan hier fabriziert hat, lässt Filme wie "The Fast and the Furious" schon hochgradig philosophisch und realistisch aussehen. Nicht dass ich etwas gegen No-Brainer habe - man kann sich prima von ihnen unterhalten lassen - aber das hier ist echt die Krönung.
Dabei schafft Khan in knappen 80 Minuten nicht mal durchweg pures Entertainment zu bieten, sondern verirrt sich nebenher noch in einer, um es mal vorsichtig auszudrücken, nicht sonderlich innovativen Story und einer Charakterisierung seiner Figuren. Cary Ford (Martin Henderson) ist der Held in diesen überlangen Werbeclip. Einst verscherzte er es sich gar böse mit dem Gangleader Henry James (Matt Schulze), ließ seine Freundin Shane (Monet Mazur) sitzen und flüchtete für ein halbes Jahr nach Thailand. Doch aus Sehnsucht nach dem weiblichen Geschlecht und mit einem Haufen edler Motive im Gepäck rauscht der Engel wieder in seine alte Heimat, um sich dort mit seinem alten Kontrahenten Henry in die Köppe zu kriegen, der ihm sogleich einen Mord in die Schuhe schiebt und Trey, den Anführer einer rein schwarzen Gang, auf den Hals hetzt. Obendrauf gibt's noch ein F.B.I.-Duo (Wohl das Lächerlichste der Filmgeschichte) und bald sitzt Ford zwischen allen Stühlen.


Zugegeben, für ein Budget von 40 Millionen sieht "Torque" ungemein gut aus. Die Optik erinnert stark an den Style von McG und insgesamt ist hier wesentlich mehr los, als im platten "Biker Boyz". Stört mich die Überwindung von physikalischen Gesetzen wie in "Charlies Angels" eher weniger, weil es zu so einem Trash einfach dazu gehört, so ist die Inszenierung hier wohl das wahre Ärgernis. Ob man nun die wilde Motorjagd auf einem fahrenden Zug oder die finale Verfolgungsjagd durch die Straßen von L.A. nimmt; Realismus ist hier nirgends mehr vorhanden und der Film gleicht einem mittelmäßigen Computerspiel, ist dabei nicht komisch, sondern einfach nur noch lächerlich und albern. Unterhalten wird sich bei Höchstgeschwindigkeit auf mehrere Meter Entfernung mit Helm und telefoniert wird nebenher auch. Egal ob die Fahrer von ihren Kisten fliegen oder mit ihren Schädeln durch zig Absperrungen knallen, verletzt wird niemand. Im Wald hüpfen die Vehikel wild durch die Luft, von Baum zu Baum, von Weg zu Weg und auch mal durcheinander und gegeneinander, als würde morgen der Sprit ausgehen. Höhepunkt dabei das Finale, indem sich unter anderem die beiden Filmbitches bekriegen, mit ihren Kisten aufeinander losprügeln, aneinander fahren, Saltos fabrizieren, bla bla bla. Man könnte endlos so weitermachen. Über die letzte Jagd durch die Straßen von L.A. mit einem düsengetriebenen Motorrad schweige ich mich mal lieber aus. Sollte man sich wirklich selber angucken... Kamerafahrten durch die Motorblöcke gibt es genauso oft, wie Großaufnahmen von knapp bekleideten Frauen. Alle Bilder sind dabei mit massig Stilmitteln versehen und sollen einen möglich auf die MTV-Generation zugeschnittenen Eindruck hinterlassen. Nur fraglich, warum der Film sogar in den USA so floppte?
Einmal mehr durfte in so einem Testosteronstreifen Hollywoods B-Riege ran. Warum sie dazu gehört, stellt sie auch durch die Bank weg unter Beweis. Matt Schulze ist als Bösewicht maximal brauchbar, Ice Cube nervt mit dem üblichen nervigen "krass, cooler, Schwarzer"-Getue und Milchbubi Martin Henderson ist als Filmheld gleich ein Totalsausfall. Dem Niveau passen sich bekannte Namen wie Jay Hernandez, Will Yun Lee und Monet Mazur problemlos an. Im Grunde könnte man den Film völlig zerreißen, wobei man sich allerdings wohl eher der Lächerlichkeit Preis gibt, da Khan wohl genau das präsentieren wollte, was er letztlich auf Zelluloid bannte. Da hilft es nicht, sich großartig aufzuregen. Leider... Jede Menge PS, blitzenden Chrom und knackige Weiber ohne Logik und Realismus. Soweit geht sein Rezept auf, auch wenn man von Genrekönig "The Fast and the Furious", der diese Welle lostrat, immer noch meilenweit entfernt ist. Für mich taugt er dennoch als No-Brainer nicht viel, da die erste halbe Stunde leider auch herzlich wenig Action präsentiert wird, sondern nur ein paar Klischees, inklusive düsterer Bikerdisco, zum Besten gegeben werden. Wo das Vorbild immerhin noch knackige Charaktere besaß, ist "Torque" ein Totalausfall.

Lustigerweise haben meist die Filme, die man als Katastrophe oder hirnverbrandten Blödsinn abtut, im DVD-Bereich die optimale Bild- und Tonqualität spendiert bekommen. So auch die deutsche DVD von "Hart am Limit". Das anamorphe Widescreen-Bild liefert nahezu Höchstwerte ab und kränkelt lediglich in wenigen Szenen an einem etwas zu weichen Bild und leichter Grobkörnigkeit. Der Rest ist wirklich toll ausgefallen. Satte, kräftige und brilliante Farben, treffen auf einen harten Kontrast der aber selbst in den dunklen Szenen jedes Detail offenbart. Auch die Schärfe des Transfers ist bis auf wenige Ausnahmen hervorragend geworden und man liefert uns eine gute bis sehr gute Detailschärfe. Da der Regisseur diverse Stilmittel miteinander kombiniert, wirken einige Szenen etwas unnatürlich, dies ist aber auf keinen Fall negativ zu werten und stets vom Regisseur gewollt. Die Kompressionen arbeiten unauffällig im Hintergrund und Defekte und Verschmutzungen sind keine auszumachen. Dennoch fehlt es für die Höchstnote am letzten Quäntchen Schärfe.
Das gleiche gilt für den wuchtigen Dolby Digital 5.1 Sound, der uns bereits in den ersten paar Sekunden um die Ohren schmettert. Man fühlt sich direkt mittendrin und sobald es an die Action-Szenen geht, wird ein Digital Sound der Sonderklasse geboten, der durch seinen wuchtigen Tiefenbass und den perfekten Einsatz der Effektlautsprecher überzeugen kann. Hier ist immer was los und die Rearspeaker wurden perfekt eingesetzt und befinden sich ständig im Einsatz. Auch die Musik ertönt laut aus allen Kanälen und untermauert den aggressiven, aber stets dynamisch Sound in jeder Minute. Leider reicht es auch hier nicht für eine volle Punktzahl, da sich alle diese Eigenschaften nur auf die Actionszenen beziehen. Der Rest ist unspektakulär und bietet außer einer guten Dialogverständlichkeit nicht sehr viel und wirkt teilweise recht leise, nur um es dann wieder richtig krachen zu lassen. Der englische Track bietet kaum Unterschiede, wirkt in den Dialogen aber etwas natürlicher. Optional lassen sich selbstverständlich wieder Untertitel hinzuschalten.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich zwei nicht untertitelte "Audiokommentare". Einmal mit den Schauspielern und mit der technischen Crew. Sowie der "Original-Kinotrailer", das "Musikvideo" von der Band Youngbloodz und ein "Storyboard-Film-Vergleich". Nicht besonders viel, aber in Anbetracht des finanziellen Flops wohl das Optimum, was Warner bereit war, in das Bonusmaterial zu investieren. Schade eigentlich, aber zumindest gibt es ein Hidden Feature zu entdecken.


"Torque" ist eine Beleidigung für jeden halbwegs intelligenten Zuschauer. Die Optik ist wirklich recht nett und nach 30 Minuten ist auch fast ständig was los, aber die Story nach Schema F und diese ewig unmöglichen Motorradstunts zerren schon bald gewaltig an den Nerven. Schon allein weil sie nicht sonderlich gut am PC kreiert und daher mit vielen Schlier- und Verwischeffekten versehen worden sind. Abgesehen von einer halbwegs ordentlichen, leider zu kurzen, Raserei mit einem Nascar auf einem Highway, die natürlich wieder debil endet, gibt es keinen Grund sich dieses Machwerk anzutun. "Biker Boyz" war zwar langweilig, doch "Torque" nervt einfach nur mit seinem Dilettantismus und Klischees.


Film+-----
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++----


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