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JP 1998
Originaltitel:Rasen
Alternativtitel:Spiral, The
aka. Ring 2: Spiral
Länge:97:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jôji Iida
Buch:Jôji Iida, Kôji Suzuki
Kamera:Makoto Watanabe
Musik:-
SFX:Hajime Matsumoto
Darsteller:Koichi Sato, Miki Nakatani, Yutaka Matsushige, Nanako Matsushima, Hinako Saeki, Hiroyuki Sanada, Tomohiro Okada
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu, Jap), Dolby Digital 5.1 (Deutsch)
Sprache:Deutsch, Japanisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Die Ring-Saga:
    • Ring - Das Original (2:25 Min.)
    • Ring 2 (0:41 Min.)
    • Ring 0 (0:35 Min.)
    • Ring: Spiral (1:06 Min.)
  • Trailer:
    • Wenn die Glocke 13 schlägt (1:03 Min.)
    • Shiri (2:37 Min.)
    • Colour Of The Truth (3:04 Min.)
Noch immer verbreitet der Fluch von Sadako, die einst von ihrem Vater in einen Brunnen gestoßen wurde, seinen Schrecken. Ein Video tötet jeden innerhalb von 7 Tagen, der es sich angeschaut hat. Auf dem Seziertisch des Pathologen Andou Mitsuo befindet sich das nächste Opfer des Videos: Takayama Ryuji, kein Unbekannter für ihn, denn einst studierten die beiden Männer zusammen Medizin. Die Todesursache ist für Andou ebenso unschlüssig wie der Tumor in Takayamas Körper. Kurz darauf infiziert sich Andou selbst mit dem unerklärlichen Virus, der stets für einen plötzlichen Tod sorgt. Es bleiben ihm sieben Tage, um alle Kopien des Videos zu vernichten und den mysteriösen Fluch aufzudecken, um sich selbst zu retten ...
Inzwischen, nachdem die "Ring"-Saga in puncto Kinofilmen sich bereits auf drei Filme ausgeweitet hat, muss man der Vollständigkeit halber auch noch "Spiral" in der Reihe einfügen, ein Film, der als ursprüngliche Fortsetzung zu dem Originalfilm von 1998 gedreht wurde. Leider ging der Film an der Kinokasse unter wie ein Stein und so kehrte man diesem Zweig der Geschichte schnellstmöglichst den Rücken, um zu der mysteriösen Storyline des Originals zurückzukehren.


Sieht man den fertigen Film, weiß man, warum die Zuschauer so brüskiert reagiert haben, denn Joji Iida und sein Team kehren der bisherigen Prämisse voll und ganz den Rücken und der Plot entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Dabei bleiben sie wesentlich näher an den Büchern von Koji Suzuki, aber man kann behaupten, dass das für den Film keinesfalls ein Gewinn gewesen ist. Das beginnt schon mit der am Ende des ersten Teils gestorbenen Takayama, dessen leicht hochmütige Verschlossenheit sich hier in einen verschlagenen, hochintelligenten Strippenzieher verwandelt, der die rächende Sadako nicht nur durchschaut hat, sondern sogar eine Art Pakt mit ihr geschlossen hat (indirekt), um damit seinen Kollegen Andou in einem komplizierten Netz aus Hellsichtigkeit, Präcognition, Rätselspielen und genetischer Klonprozesse zu fangen.
Der Film wirkt wie ein komplettes Gegenstück zum ersten Film. Aus Sadako, dem rächenden Unwesen wird eine schlau planende Strippenzieherin des Jenseits, die ihre eigene Wiedergeburt inszeniert, aus dem Fluch wird eine durch verschiedene Medien wie Video oder Bücher übertragbare Pockenerkrankung und die Pointe ist praktisch aus Carpenters "Die Mächte des Wahnsinns" geklaut. Das alles wirkt im Gegensatz zum Original unfreiwillig albern und blöde, wenn das Buch sich bemüht, Erklärungen für etwas zu bieten, was besser unerklärbar geblieben wäre und gleichzeitig selbstaufgebend an der Erklärung scheitert.
Dazu kommt noch, dass der Film überhaupt keinen Drive entwickelt. Wohl um das persönliche Dilemma der Hauptfigur Andou zu steigern, ufern die Dialoge in Bedeutungsgewalt aus, doch da man sich eigentlich nichts zu sagen hat, ziehen sich die Gespräche in unendliche Längen, entstehen groteske Pausen zwischen zwei Sätzen. Leider kommt aber keine Intimität auf, sondern Monotonie und Darsteller Koichi Sato bietet eine Bravourvorstellung in schlechtem Chargieren und gibt fast jede seiner Szenen im übermäßigen Grimassieren der Lächerlichkeit preis. Horror ist das eigentlich nur noch am Rande zu nennen, mit all der Gentechnologie und den zäh erkämpften Erkenntnissen, die das Publikum eh schon weiß, zielt "Spiral" eher in die Nähe der SF und hat neben einer hübschen, aber unattraktiv dargebotenen Schlusspointe so gut wie nichts zu bieten.


Ich habe beim Bild dieser DVD eigentlich nicht viel erwartet, mäßige Bildqualität ist schließlich bei Asienproduktionen nichts Unübliches. "Ring: Spiral" enttäuscht aber doch noch, denn bereits in den ersten Szenen wird man mit einer sehr schwachen Schärfe überrumpelt. Für Details ist da kaum Platz, für eine befriedigende Kantenschärfe ebenso wenig. Die milchige Erscheinung wird durch das deutlich zu hell erscheinende Bild gestützt (siehe Schwenk vorbei an den Fenstern in der 5. Minute), die Farbgebung kommt da eigentlich noch recht gut weg, wenn auch hier wieder ein etwas karger Farbton vorherrscht. In dunklen Szenen nagt dann der Grauschimmel an der Darstellung. Da die Kompression nominell keinerlei Schwierigkeiten haben dürfte, bewegte Konturen aber trotzdem leichte Artefakte nach sich schleifen und auf gleichmäßigen Flächen Blockbildung ersichtlich wird, gehe ich davon aus, dass man hier mit den Auswirkungen eines ungünstigen Masters zu kämpfen hatte. Vor allem stört die Treppenbildung auf Linien in langsamen Schwenks. So bitter das auch klingen mag, aber hier muss ich kaum darüber nachdenken, ob man nicht doch noch 3 Punkte vergeben kann, auch wenn das Bild keinerlei analoge Defekte aufweist.
Beim Ton macht sich ein wenig ein dumpfes Rauschen breit, welches man eher in den leisen Dialogstellen zu hören bekommt. Weniger fällt das bei der deutschen Tonspur auf, die genauso wie der O-Ton größtenteils den Frontbereich bedient. Im Bassbereich wird man je nach Tonart mit verschiedenen Ergebnissen konfrontiert, während die deutsche Dolby Surround nur kläglich den Tieftöner bedient, ist der Originalton da schon direkter und vor allem sauberer als der in diesem Bereich etwas übersteuernde 5.1-Ton (vergleiche Monolog ab der 16. Minute). Sowohl hier als auch da wird ein angenehmer Klang geboten, der sich im Surround-Bereich etwas zu selten äußert, dafür aber die grusligen Momente bestens unterstützt und für den sich deutsche Untertitel zuschalten lassen.
Leider gibt es kein Booklet mehr für den vierten Teil der "Ringu"-Reihe und das Bonusmaterial ist auch etwas mager. Zumindest vier Trailer zu den einzelnen Verfilmungen sind vertreten, wenn ich auch nicht immer sagen kann, dass sie in der Lage sind die Stimmung der Filme wiedergeben, und 3 weitere Trailer zu anderen e-m-s-DVDs haben es ebenfalls auf diese Scheibe geschafft. Die Menuführung ist abermals professionell umgesetzt.


Was sich gut lesen lässt, muss als Film noch lange nicht überzeugend wirken. Und zu gruseln gibt's in "Spiral" auch nicht mehr, eher ist ein ärgerliches Stöhnen ob der Plattheiten drin. Diese deutsche DVD ist bildtechnisch die schlechteste der bisher vierteiligen Reihe und hat auch kaum Bonusmaterialien zu bieten. Wohl eher was für Fans ...


Film++----
Bild++----
Ton+++---
Bonus------


Druckbare Version
Ring: Spiral
Ring - Das Original
Ring 2
Ring Ø
Ring Virus, The
Ring - Das Original
Ring 2
Ring Ø
Ring: Spiral
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