Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1980
Originaltitel:Fog, The
Alternativtitel:John Carpenter's The Fog
Länge:85:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Carpenter
Buch:John Carpenter, Debra Hill
Kamera:Dean Cundey
Musik:John Carpenter
SFX:Richard Albain, James F. Liles
Darsteller:Adrienne Barbeau, Tom Atkins, Janet Leigh, Jamie Lee Curtis, Hal Holbrook
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 1.0 (Deu, Eng), Dolby Digital 2.0 Mono (Spa, Ital), Dolby Digital 5.1 (Deu, Eng)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch
Untertitel:Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch
Specials:
Film-DVD:
  • Audiokommentar mit John Carpenter und Debra Hill
  • Untertitel Audiokommentar: Deutsch, Italienisch, Spanisch
Bonus-DVD:
  • Dokumentation "Tales From The Mist" (27:57 Min.)
  • Original-Dokumentation von 1980 (7:41 Min.)
  • Vergleich zwischen Storyboard und Film (1:25 Min.)
  • Outtakes (4:10 Min.)
  • Trailer & Teaser:
    • Trailer (2:42 Min.)
    • Teaser 1 (0:54 Min.)
    • Teaser 2 (0:51 Min.)
    • TV-Spot 1 (0:31 Min.)
    • TV-Spot 2 (0:31 Min.)
    • TV-Spot 3 (0:30 Min.)
  • Fotogalerie (60 Bilder)
  • Hidden Feature
In der kleinen Küstenstadt Antonio Bay wird gerade der hundertste Geburtstag geplant, als erst die komplette Elektronik verrückt spielt und dann eine riesige, leuchtende Nebelbank aufzieht und die darin auf einem Schoner reisenden Geisterpiraten eine Trawlerbesatzung dahinmeucheln. Dem Pastor der Gemeinde fällt darob ein Tagebuch der Stadtgründer vor die Füße, in dem beschrieben steht, wie die Stadt mittels Mordes durch ein falsches Leuchtfeuer zu Reichtum kam. Hundert Jahre ist das nun her und die Toten kehren zurück ...
Carpenters Folgeprojekt zu "Halloween"!
Er füllt diese eigentlich bekannte Rachegeschichte mit interessanten Figuren an: einem Fernfahrer, einer Anhalterin, dem trinkfreudigen Priester, der Bürgermeisterin und ihrer nöligen Assistentin und letztlich einer Radiomoderatorin, die in einem alten Leuchtturm des nachts arbeitet und weit vom Schuss ist (aber leider nicht zu weit, hähä...).
Hauptfigur ist und bleibt jedoch der Nebel, eine aus sich heraus leuchtende Monstrosität, die mit relativ einfachen Mitteln produziert wurde. Die Geister der Seeleute (die übrigens recht stofflich und greifbar und damit eher Untote sind) dagegen rücken nur selten ins Bild, sind höchstens im Ausschnitt zu sehen oder (noch unheimlicher) als verschwommene Silhouette im Nebel. Dazu wabert Carpenters unnachahmlich tiefe Orgelmusik und lässt den Zuschauer so richtig schön tief in den Sessel kriechen, wenn die Lichter aus sind. Natürlich gibts hier keine IQ-Punkte zu gewinnen, denn obwohl die Nachfahren der Verräter dran glauben müssen, erscheint die Wahl der Opfer sehr willkürlich. Als Ersatz dreht Carpenter jedoch die Spannungsschraube gnadenlos an und auch in den kurzen Tagessequenzen wird es unheimlich, wenn z.B. eine Planke des Geisterschiffs gefunden wird und diese in dem einsamen Leuchtturm seltsame Kräfte entwickelt oder Leichen im Leichenhaus noch ein paar Schritte machen.


Das Ensemble spielt wie aus einem Guss: Jamie Lee Curtis darf endlich mal nicht nur kreischen und gibt mit Tom Atkins (der selten Hauptrollen hatte) ein beachtliches Duo ab. Hal Holbrook macht aus der Priesterrolle fernab aller anderen Beteiligten das Beste in aller Kürze. Janet Leigh darf als Bürgermeisterin mal an der Seite ihrer Tochter spielen und Adrienne Barbeau, damals Carpenters Ehefrau, gibt als die isolierte Radiomoderatorin ihre vermutlich beste Leistung.
Das alles ist sehr komprimiert inszeniert, niemals unnötig ausgeschmückt und oft ausgesprochen angenehm beunruhigend. Man könnte jedoch auch meckern, diese Zweckmäßigkeit mache den Film schlichtweg zu kurz, könnte er doch getrost noch 20 Minuten länger sein. Zum Ende hin steigt die Dramatik exponentiell an, doch das Geschehen bleibt überraschend blutarm (was auch nur störend gewirkt hätte).


Hurra. Nach mittlerweile fünf (!!) unglücklichen Anläufen in Sachen DVD auf dem deutschen Markt hat es endlich ein Label geschafft, den Film in passender Bildqualität auf den Silberling zu pressen. Wenn man sich die bisherigen Auflagen von Best Entertainment/Best Buy/Laser Paradise im Vergleich zur überzeugenden Kinowelt-DVD anschaut, möchte man Erstere am liebsten auf Augenkrebs verklagen. Taghell erleuchtete Szenen machen einen sehr guten, ach was sag ich, überwältigenden Eindruck. Es wird eine Schärfe, Farbbrillanz und Bildreinheit erreicht, die für einen mit niedrigen Mitteln produzierten Film (1 Mio. Dollar im Jahr 1980) beinahe unheimlich sind. Dieses Niveau kann leider nicht über den gesamten Film hinweg gehalten werden. Zum einen gibt es immer wieder Szenen, die leicht unscharf wirken oder selten auftretende Fehler wie flackernden Kanten (z.B. Szene, in der der Pfarrer das Buch findet und in die Hand nimmt) bzw. ineinander übergehende Konturen (z.B. Reinigungskraft im Supermarkt) aufweisen. Zum anderen werden leichte Defizite bei dunklen Szenen oder einsetzendem Nebel sichtbar, also einem Großteil des Films, denn hier wird der eingesetzte Rauschfilter deutlich (leichtes, stehendes Rauschen) und die Schärfe nimmt ab. Den kraftvollen Farben tut das nichts an, ganz im Gegenteil, das Bild schimmert unheimlich natürlich und die weitwinkligen Panoramaaufnahmen der Landschaft rund um den Leuchtturm sahen wahrscheinlich noch nie so gut aus wie auf dieser DVD. Auch der Kontrast erweist sich als sehr kraftvoll und detailliert und es ist mir nur eine Szene aufgefallen, die aufgehellt erschien, nämlich als Nick Castle den Kopf aus seiner Haustür streckt und nachschaut, wer ihn zu so später Stunde noch stört. Die Kompression nutzt ihre Möglichkeiten sehr gut aus und es sind kaum sichtbare Artefakte zu vermelden. Wären einige der dunklen Szenen schärfetechnisch dem Rest des Filmes angepasst, hätte ich gern 5 Punkte vergeben, so ist es eine Wertung von 4, der es zum besseren Ergebnis hin nicht viel fehlt.
Der deutsche Ton hat einen 5.1-Upmix erfahren, klingt aber trotzdem noch sehr monaural, was sich erst nach gut einer Stunde Spielzeit ändert, wenn die hinteren Lautsprecher zur Verstärkung der Atmosphäre mit einzelnen Tönen oder dem Score belegt werden, was einige sehr intensive Momente erschafft, teilweise aber auch einen kräftigen Halleffekt erzeugt (vergleiche: peitschende Geräusche des Score in der 73. Minute). Es wurde hier übrigens die alte deutsche Synchro benutzt, die zwar ein wenig rauscht und nach über 20 Jahren nicht mehr ganz so klar erklingt, eine Neusynchronisation hätte die Stimmung aber auch entstellt. Beim Raumklang gibt es hier nicht viel zu berichten, einen Vergleich mit der englischen 5.1-Spur hält der insgesamt lautere deutsche Ton nicht stand. Bereits in den ersten Minuten hört man (zwar nur leise) auf den Rears im O-Ton einige Umgebungsgeräusche, die in der dt. Fassung nicht vorhanden sind (vergleiche: Vorstellung des Radiosenders). Außerdem sind viele Schocksequenzen, die den Zuschauer zusätzlich mit plötzlich einsetzenden Tönen überraschen, in der engl. Fassung weitaus heftiger und dadurch auch wirkungsvoller angelegt. Dort macht sich dann eine breite Stereofront bemerkbar. Andererseits sind die Dialoge im Deutschen manchmal ein ganzes Stück klarer als im Original. Beim Basseinsatz ist nicht sonderlich viel zu erwarten, andererseits wird man umso mehr aus den Sesseln gerissen, wenn dieser beispielsweise beim Angriff der Nebelleichen in der 19. Minute heftig in Aktion gesetzt wird. Schade, dass man derartige Eruptionen nicht öfter verwenden konnte und der Surround-Anteil insgesamt zu gering ausfällt, aber auch verständlich, denn die Sound-Schocks leben von den ruhigen Momenten um sie herum.


Den Audiokommentar auf der ersten DVD wollte ich eigentlich nur teilweise anhören, letztlich war er aber so interessant, dass ich ihn mir doch vollkommen gegönnt habe. Regisseur Carpenter und Drehbuch-Co-Autorin/Produzentin Debra Hill sind nicht nur im Filmbusiness ein gutes Team, sondern ergänzen sich hier perfekt. Das Schöne an diesem Feature ist, dass man einen Einblick bekommt, mit welchen Mitteln die Crew diesen niedrig budgetierten Film realisierte und wie man im Detail einige technische Kniffe umsetzte. Der Kommentar ist natürlich in Englisch, deutsche Untertitel sind aber zuschaltbar, ebenso wie für den Rest des Bonusmaterials.
Auf der Bonus-DVD findet sich eine knappe halbstündige Dokumentation. Hier werden neben technischen Aspekten wie das Bildformat auch die Vermarktung, die nachträgliche Bearbeitung des Materials auf Grund mäßiger Resonanzen und die Erfahrungen nach über 20 Jahren besprochen. Die nachfolgende Originaldoku aus dem Jahre 1980 befasst sich ausschließlich mit Interviews der Mitarbeitenden. Interessant zu hören, dass Scream-Queen Jamie L. Curtis nie selbst Fan von Horrorfilmen gewesen ist. Neben Trailern und Teasern (u.a. der Originaltrailer anamorph abgetastet) bietet diese DVD weiterhin eine Fotogalerie mit Aufnahmen direkt vom Set, ein paar mehr oder wenige lustige Versprecher und einen Vergleich zwischen den gezeichneten Storyboards und dem fertig geschnittenen Original, welches zeitgleich in der unteren Hälfte des Bildschirms eingeblendet wird.


"The Fog" bildet einen Geisterfilm, wie man ihn sich wünscht (und zwar von einem alten Seemann am Lagerfeuer erzählt, wie hier im Prolog), aber viel zu selten zu sehen bekommt. Klassisch, simpel, legendär und mittels der Kinowelt-Doppel-DVD nun endlich im gewünschten digitalen Gewand mit einer guten Portion Extras. Auch wenn die kürzlich erschienene Best Entertainment-Doppel-DVD in letzterem Bereich etwas mehr bietet, kommt man wegen der überarbeiteten Bild- und Tonqualität, die wohl stark ans Beste herankommt, was man aus dem Material herausholen konnte, nicht an dieser DVD vorbei, zumal ein sehr günstiger (und meines Erachtens sehr tief angesetzter) Preis zwischen 10 und 15 Euro lockt. Der Aufdruck "Extended Version" auf dem Cover bezieht sich anscheinend aber nicht auf den Film, denn während des Ablaufs ist mir kein Unterschied zur Originalfassung des Filmes aufgefallen.


Film++++++
Bild++++--
Ton+++---
Bonus++++--


Druckbare Version
Fog - Nebel des Grauens, The
Fog - Nebel des Grauens, The
NewsKinowelt-Veröffentlichungen März 2004
Fog - Nebel des Grauens, The
Fog, The
Fog, The
Fog, The (2DVD)
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.