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JP 1974
Originaltitel:Supa Robot Maha Baron
Alternativtitel:Iron Man, The
Länge:83:02 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Koichi Takano
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.55:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • Trailer (2:58 Min.)
  • Hintergrundinfos zum Film (3 Seiten)
  • Kinoaushang (10 Bilder)
  • Der Erfinder (1 Seite)
  • Slideshow (11 Bilder)
  • Artwork-Galerie (14 Bilder)
  • Spielzeug und Seltenes (26 Bilder)
  • Trailer:
    • Die Mumie schlägt zurück (1:34 Min.)
    • Herrscher der Straße (1:00 Min.)
Im Bermudadreieck verschwinden immer wieder auf mysteriöse Weise Schiffe und Personen. Wie sich herausstellt, steckt eine außerirdische Macht unter der Führung des großen Koordinators hinter diesen Vorfällen. Kai, dessen Eltern damals im Dreieck umkamen, und eine Spezialeinheit um einen genialen Professor nehmen den Kampf gegen die Aggressoren aus dem All auf. Die Geheimwaffe der Organisation stellt dabei ein Super-Roboter dar, der nur liebevoll "Der magische Ballermann" genannt wird. Ein Kampf um den Fortbestand der Menschheit beginnt.
- "Ach Kai: Schön auf den Kaputten aufpassen, ja? Der ist wertvoll."
- "Bin ich die alte Frau mit dem feuchten Lappen, oder wie seh ich das? Ich bin das beste Pferd im Stall und steh hier nur dumm rum. Verdammte Verlade!"
- "Dafür darfst du den größten Mist machen."


So, bevor ich hier jetzt auf "Roboter der Sterne" eingehe, muss ich noch eine tolle Geschichte los werden: Wir schreiben das wunderbare Jahr 1983. Ein kleiner fünfjähriger Junge hat eine Mittelohrentzündung und muss zwecks Ohrendurchpusten zum Arzt! Nach viel Geplärre und wieder freien Ohren bietet der Opa des Kurzen ihm an, als Entschädigung für Schmerzen und Medizinerterror aus der Videothek einen tollen Film auszuleihen. Als jener Film über den Schirm flimmert, ist das Balg total fasziniert und sofort süchtig nach dem Flick, in dem sich quietschbunte Roboter was an die Birne hauen. Tja, jetzt ratet mal, wer der kleine Junge war, der anstatt Storck Riesen zu schlemmen lieber japanophile Roboteraction konsumierte!

- "Kai, du musst mir etwas versprechen. Wenn ich dabei sterben sollte, legt meinen Körper in einen Sarg aus Titanium und dann beschießt du den Sarg mit Delta-Strahlen." - "Das mach ich Professor. Ich weiß, dass sie zurückkommen denn Unkraut vergeht nicht."

"Roboter der Sterne" ist wohl einer der unglaublichsten Filme, die je in Deutschland erschienen und sogar im Kino liefen! Schon beim heftig swingenden Easy-Listening Soundtrack will das Tanzbein nicht still bleiben und man fühlt sich freudig erregt. James Last lässt grüßen! Allein wenn schon in der grandiosen Eröffnungssequenz ein fetter Kampfroboter auftaucht um ein Schiff zu zerfetzten, kann man sich als geneigter Trash-Fan nicht mehr ruhig halten und fängt an manisch zu gröhlen! Die Eliteeinheit zur Bekämpfung der Aliens sind noch die derbsten Superhelden, die man sich vorstellen kann. Angeführt von einem extrem schielenden, aber genialen Professor mit Hornbrille, der bei jedem Kampfeinsatz die Parole "Macht sie fettich!" ausstößt. In folgenden Szenen wird man Zeuge, wie knallbunte aber immer einfallsreich gestaltete Robbies sich Gefechte liefern, wie sie sich ein LSD-Konsument nicht mal im totalen Rauschzustand ausmalen könnte. Die Superwaffe der "Guten" (*gg*), ein Bonbonrotes "Auf-Maul-Vehikel" wurde in der deutschen Synchro einfach als "Magischer Ballermann" deklariert, um die Buchstaben MB auf seinem Gürtel zu erklären, wobei er im Original "Maha Baron" heißt. Überhaupt haut die deutsche Synchronisation einem permanent alle Schrauben aus der Mütze! Monologe wie "Is hier Karneval oder was?" oder "Ich wollte nix sagen, da dein Bruder das Hörrohr ausgefahren hat" teilen mächtig aus! Als Stimme des Helden Kai fungiert hier einmal mehr Christian Brückner, Robert DeNiros Sprecher.

- "Es ist soweit, Kyle, wir setzen den magischen Ballermann ein - mit dir!"

Der große Koordinator, sozusagen der Obermacker der Bösen, macht auch eine ziemlich bedrohliche Figur und man kann dankbar sein, dass sein Hairstyling nie in Mode kam. Meines Wissens ist "Supa Robot Maha Baron" der Zusammenschnitt einer Seventies-Japano-Serie, wobei auch das Gerücht umgeht, es wäre nur ein Pilotfilm. Das Merchandising, das die DVD als Extras präsentiert, scheint allerdings Ersteres zu begründen. Wer jetzt Vergleiche zu nervigen Saban-Serien wie "Power Rangers" oder "Winspector" erwartet, wird etwas enttäuscht sein. Zwar drängt sich sowas auf, aber keine dieser Folgeproduktionen versprüht so viel Charme.

   

- "Ich weiß nicht, das sah aus, als ob ein Büffel da geparkt hat."
- "Das waren keine Büffel, das waren Torpedos vom großen Ko."


Wie betrachtet man die Bildqualität bei diesem Film? Sollte man die DVD objektiv zerreißen und sagen, dass bestenfalls minderwertiges VHS-Niveau erreicht wird, oder sich damit zufrieden geben, dass überhaupt ein einigermaßen brauchbares Bild erreicht wird? Das sollte jeder für sich entscheiden, Fakt ist aber, dass jede Menge Defekte das Bild zieren, was bis zum kurzzeitigen Totalausfall reichen kann. Im Detail wird eine einigermaßen befriedigende Schärfe erreicht, gemessen am Alter des Materials, die Konturen laufen aber ständig aus. Wirklich überzeugend ist das kräftige Farbbild mit dunklen, aber prächtigen Tönen. Ansonsten macht sich ein unscharfes Krieseln auf dem Bildschirm breit, der stets ein wenig unruhig wackelt. Die Kompression nimmt das alles recht gut auf, Artefakte würden hierbei aber sowieso kaum auffallen. Außerdem stört es oft, dass einige Köpfe weder an den seitlichen, noch am oberen Rand ins Bild passen. Möglicherweise wurde der Film im Vollbild gedreht und durch die etwas zu starken schwarzen Streifen, die teilweise im Overscan-Bereich liegen, abgedeckt.
Die göttliche, deutsche Synchronisation ist zwar bei diesem Trash-Meisterwerk unabdingbar, ein Originalton wäre aber trotzdem interessant gewesen. Stattdessen hat man einen völlig unnötigen 5.1-Upmix (erstellt aus einer Monoquelle!!!) aufgepresst, der gegenüber dem Dolby Digital 2.0-Ton keinerlei Vorteile bringt. Ganz im Gegenteil sogar, denn da das Klangbild oft gedämpft ist, dröhnt der Subwoofer mit dieser Variante viel zu stark. Die Stimmen sind ganz gut zu verstehen, ein deutliches Rauschen (bzw. Brummen) wird aber stets hörbar. Wer also gern einen Martial Arts aus der selben Entstehungszeit im TV schaut, der weiß, was ihn in etwa erwartet. Knappe 2 Punkte.
Der Bonusteil ist gefüllt mit Bild- und Textmaterial, aber außer ein paar Trailern kein einziges Video. Was soll's, dafür gibt es reichlich Artworks, Aushangmaterial, eine Slideshow und Bilder zu den Merchandise-Artikeln des Films, die laut Aussage der hintergründigen Texttafeln sehr zahlreich gewesen sein sollen.

- "Jetzt machen wir aber die Söckchen warm!"

"Roboter der Sterne" ist heute Kult und Sabans Gummimonster werden selbst in 20 Jahren immer noch der selbe Bullshit wie heute sein! Ob die nun vorliegende Fassung gekürzt ist, kann ich auch nicht bestätigen, aber es soll wohl in der Kinofassung eine zusätzliche Szene geben, in der der gefangene Professor ausgepeitscht wird. Ob das Fehlen dieser Sequenz auf Schäden am Master zurückzuführen, entzieht sich auch meiner Kenntnis. Eigentlich aber auch völlig wurscht, denn "Roboter der Sterne" ist 100%ig jedem Trash-Fan ans Herz zu legen! Sozusagen ein Must-Have für die Sammlung, auch wenn die DVD mit Qualität ein wenig geizt.

Nachtrag: Mittlerweile ist bekannt, dass diese Fassung nicht ganz komplett ist.


Film++++++
Bild++----
Ton++----
Bonus++----


Druckbare Version
Roboter der Sterne (Trash Collection #34)
NewsCMV-Neuheiten im August / September '06
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