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USA 1982
Originaltitel:Q
Alternativtitel:Q: The Winged Serpent
aka. Serpent
Länge:92:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Larry Cohen
Buch:Larry Cohen
Kamera:Fred Murphy
Musik:Robert O. Ragland
SFX:Dave Allen, Peter Kuran
Darsteller:Michael Moriarty, David Carradine, Candy Clark, Richard Roundtree, James Dixon, Larry Pine, John Capodice, Bruce Carradine, Mary Louise Weller, Malachy McCourt, Fred J. Scollay
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • Bildergalerie (17 Bilder)
  • DVD-Credits
  • Trailer:
    • Ipcress - Streng Geheim (1:02 Min.)
    • Die Todeskarten des Dr. Schreck (2:38 Min.)
    • Blindman (2:45 Min.)
    • Töte Amigo (1:49 Min.)
    • Heiße Katzen (2:50 Min.)
    • Oliver Twist (2:10 Min.)
Fensterputzer verlieren sprichwörtlich ihre Köpfe, Sonnen badende Frauen verschwinden urplötzlich von den Dächern der Stadt, in den Straßen regnet es blutige Körperteile. New York City ist in Panik und die Polizei machtlos. Im Chrysler-Building hat ein geflügeltes Schlangenmonster sein gigantisches Nest gebaut und ernährt sich von den Bewohnern der Stadt. Nur der vom Pech verfolgte Kleinganove Jimmy (Michael Moriarty) weiß bisher von diesem Versteck und wittert dahinter seine Chance. Für eine Million Dollar verkauft er diese Information an die Polizei. Doch der Kampf gegen das Monster in luftiger Höhe erweist sich als extrem schwierig und verlustreich ...
"American Monster" ist ein B-Monster-Thriller par Excellance, der alle dazugehörenden Stärken und Schwächen hat, die diese Sorte Film auszeichnen.
Schauspielerisch ist hier alles in Ordnung. Michael Moriarty dankt es dem Zuschauer, dass große Teile des Drehbuchs sich auf seinen kleinen Ganoven konzentrieren. David Carradine macht als Polizist diesmal wieder auf der Seite des Gesetzes alles richtig und auch Richard Roundtree kann solange überzeugen, bis er von der Schlange weggeknuspert wird. Womit wir auch schon beim eigentlichen Hauptdarsteller wären: das geflügelte, vierbeinige Schlangenmonstrum, das sich im ersten Filmdrittel gehörig bedeckt hält, so dass wir es nur ausschnittweise, sekundenbruchteilhaft oder direkt gegen die Sonne als Umriss sehen. Irgendwann gönnt uns Larry Cohen dann aber doch einen Blick auf den New King Kong in Town und ab da dürfen die Tricktechniker mit ihren Stop-Motion-Künsten glänzen.
Tatsächlich ist die Schlange sehr gut animiert, leidet aber teilweise unter dem äußerst schwachen Einkopieren in das zuvor belichtete Material, so dass die Lichtverhältnisse einer Außenszene mitunter von Schnitt zu Schnitt wechseln. Grundsätzlich haben wir hier jedoch den Star des Films, was bereits betont, dass die Schwächen wohl im Drehbuch stecken dürften. Larry Cohen, der einen Ruf als straighter, unterhaltender Filmemacher ohne großen künstlerischen Anspruch genießt, macht auch hier, was er am besten kann: Er lässt es einfach laufen. Das funktioniert wieder auf der unterhaltsamen Ebene, lässt den Zuschauer am Ende jedoch etwas ratlos zurück, wenn weder die Herkunft, noch die genauen Ziele der Sekte geklärt werden und man auch nicht erfährt, wo das Tierchen denn nun hergekommen ist (jaja, aus einem Ei...). Stattdessen gibt's den King-Kong-Umkehrschluss, bei dem nicht auf, sondern aus dem Wolkenkratzer geballert wird und als Sahnehäubchen noch den genreüblichen Schlussgag mit dem versteckten Ersatz-Ei, der wohl die Bühne für Teil 2 bereiten sollte, wozu es aber dann doch nicht kam.

   

Nur wenige Fehler trüben das Bild, dafür wirkt es aber oft ein wenig zu dunkel, was in düsteren Sequenzen einige Details verschluckt. Für einen B-Movie der 80er ist das aber durchaus tragbar, vor allem weil die Farbgebung in einigen Szenen herrlich kräftig ausgefallen ist (siehe erster Flug des Monsters über die Skyline). Bei der Schärfe wurde ein wenig nachgeholfen (leichte "Heiligenscheine" um kontrastreiche Konturen), so dass der Detailbereich leicht hinter der Konturenabbildung zurückbleibt, mit beidem darf man aber sehr zufrieden sein. Schade nur, dass man keine anamorphe Umsetzung für das 1.85formatige Bild gewählt hat, zumindest produziert die Kompression nur leichte Fehler. Verdammt schwierig wird aber die Gesamtbenotung des Bildes, denn wo die Vorlage generell recht gut ist, stört in Bewegungen das leichte Ruckeln des Bildes, welches in der Einzelbildschaltung zwei aufeinander folgende, fehlerhaft zusammengesetzte Bilder erkennen lässt, die den Moment stets unscharf zeichnen. Daher nur 3 Punkte mit starker Tendenz zum Besseren.
Die DVD macht übrigens auf einigen Playern Probleme, die zur Blockbildung über eine kurzzeitige Pause bis hin zum völligen Einfrieren des Bildes führen. Auf meinem älteren Pioneer traten diese Dinge nicht auf, auf meinem neueren Pioneer dafür ständig ab dem 14. Kapitel, als ob das Laufwerk Leseschwierigkeiten hätte. Das macht das Zuschauen später zur Qual, man sollte sich daher vergewissern, ob der eigene Player mit der Scheibe zurechtkommt. Außerdem kam mir der unpassend gesetzte Layerwechsel im 14.Kapitel etwas seltsam vor, wo für die Zeit des Wechsels 2 Bilder aus unterschiedlichen Szenen hektisch übereinander flackerten. Danach begannen auch die oben genannten Fehler.
Anhand der Titelmusik lässt sich bestens der lautstärkere deutsche Monoton (auf die Front gelegt) mit dem Englischen vergleichen. Hier bemerkt man schon, dass man in der deutschen Version mit einem dünneren und auch verrauschteren Ton vorlieb nehmen muss. Der O-Ton ist wesentlich heller und auch basskräftiger, außerdem nimmt man hier kaum die leichten Kratzer und das dezente Rauschen wahr. Da einige Dialoge in der deutschen Spur nie synchronisiert wurden -vermutlich damals gekürzte Sequenzen-, wurden sie im englischen Original belassen und mit dt. Untertiteln versehen - wofür die englische Untertitelspur ist, weiß ich leider nicht. Immer noch besser als eine Nachsynchronisation mit anderen Stimmen und ein Grund mehr, gleich den O-Ton zu nutzen. 2 Punkte fürs Deutsche, 3 fürs Original. Weitere Untertitel bzw. welche für den gesamten Film gibt es leider nicht.
Wie gewohnt, gibt es bei dieser Koch Media-Veröffentlichung auch wieder ein informatives Booklet (inkl. alternativem Coverartwork und Kapitelindex) von Uwe Huber, der einen guten Einblick in die Produktion und die historische Einordnung des Filmes bietet. Vertieft werden diese Informationen vom Audiokommentar, gesprochen vom Regisseur Larry Cohen und anmoderiert von Blue Underground-Chef Bill Lustig. Cohen klingt zwar stimmlich schon leicht angeschlagen, was der Mann aber an Weisheiten zur Produktion im Allgemeinen Preis gibt, ist einfach unglaublich. Wenn man erstmal 10 Minuten reingehört hat, wird man kaum noch ausschalten wollen, so interessant sind seine Anekdoten rund um den Film und so faszinierend seine Erzählungen zur Low Budget-Produktion, die er mit einer Unmenge an Kniffen und Tricks realisierte. Absolut klasse! Weiterhin sind eine Bildergalerie mit Aushangmaterial und ein wenig werberelevantes Trailer-Material auf der Scheibe vertreten.

   

Ein netter, kleiner Monster-Thriller für den späteren Abend, dem man seine Produktionsprobleme leider nur allzu oft ansieht, der aber aufgrund seiner Thematik schon fast als einzigartig bezeichnet werden könnte. Faire 5/6 B-Film-Punkte. Die DVD-Auswertung hätte deutlich besser ausfallen können, die Bewegungsunschärfen stören doch ein wenig und der Fehler auf einigen Playern rät zur Vorsicht: Testet die DVD auf eurem Player, bevor ihr sie kauft!


Film+++++-
Bild+++---
Ton++----
Bonus++----


Druckbare Version
News"American Monster" im Mai bei Koch Media
American Monster
American Monster
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