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USA 1963
Originaltitel:The Terror
Alternativtitel:Terror, The - Schloß des Schreckens
aka. Castle of Terror, The
aka. Dame aus dem Meer, Die
aka. Haunting, The
aka. Lady of the Shadow
Länge:78:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Not rated
Regie:Roger Corman, Francis Ford Coppola, Monte Hellman, Jack Hill, Jack Nicholson
Buch:Leo Gordon, Jack Hill, Roger Corman
Kamera:John M. Nickolaus Jr. (John Nicholaus)
Musik:Ronald Stein, Les Baxter
Darsteller:Jack Nicholson, Boris Karloff, Sandra Knight, Dick Miller (als Richard Miller), Dorothy Neumann, Jonathan Haze, Wayne Grace
Vertrieb:Madacy Home Video
Norm:NTSC
Regionalcode:0
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Englisch
Specials:
  • Trailershow (4:43 Min.):
    • Anatomy of a Psycho
    • Track of the Vampire
    • Nightmare Castle
  • Jack Nicholson Biografie (1 Texttafel)
  • Poster
  • Trivia Quiz
André Duvalier (Jack Nicholson) ist ein napoleonischer Offizier. Eines Tages verliebt er sich an der baltischen Küste in das schöne Mädchen Helaine (Sandra Knight). Kurze Zeit später ist sie spurlos verschwunden. Auf der Suche nach ihr macht er Bekanntschaft mit einer alten Frau mit magischen Fähigkeiten, die ihm versichert, dass es dieses Mädchen nicht gibt. Doch er setzt unbeirrt seine Suche fort, die ihn kurz darauf zum Schloss des Baron Victor Frederick von Leppe (Boris Karloff) führt. Was André hier erfährt kann er nicht glauben: Seine große Liebe ist die ehemalige Schlossherrin Ilsa, die jedoch seit zwanzig Jahren tot ist. Eine düstere Geschichte erweckt ihren ruhelosen Geist immer wieder zum neuen und terrorisiert mit rachedürstigen Absichten den alten Baron...
B-Film-König Roger Corman zeigte sich jeher sehr ökonomisch, wie auch in "The Terror" mit Altstar Boris Karloff ("Frankenstein", "Die Mumie")und Jack Nicholson ("Einer flog übers Kuckucksnest", "Wenn der Postmann zweimal klingelt") in den Hauptrollen. Nach den Dreharbeiten zur Poe-Adaption "Der Rabe - Duell der Magier" blieben noch zwei Drehtage mit Karloff und eine noch nicht ganz in Flammen aufgegangene Kulisse übrig. Dies schien für den Fließbandfilmer Grund genug zu sein eine Back-to-back-Produktion in Angriff zu nehmen, in der er dem schon sichtlich vom Alter gezeichneten Karloff alles abverlangte. Gerüchten zufolge soll er sich im Finale sogar ein Lungenemphysem zugezogen haben, nachdem er mehr als zwei Stunden in einem Wassertank zubringen musste, und seitdem darunter litt. Karloff erinnerte sich später: "Das hat mich beinahe umgebracht." Ein Statement, das nahe legt, welch harter Geschäftsmann Corman war und ist und er seine Darsteller immer bis zum Äußersten vorantrieb. Ein ungewöhnliches Bild dabei ist schon der sehr junge Jack Nicholson mit vollem Haar und dem noch nicht ganz so präsenten "satanischem" Grinsen. Sein Acting ist noch etwas hölzern und meilenweit von seiner heutigen Schauspielerkunst entfernt. Neben ihm ist auch seine damalige hübsche Frau Sandra Knight als geisterhafte Baronin zu sehen, sowie Richard "Dick" Miller als Butler Stefan, der Genrefans noch aus Joe Dantes "The Howling - Das Tier", den beiden "Gremlins"-Filmen und "Ritter der Dämonen" bekannt sein sollte. Trotz der atmosphärischen und mit Nebelschwaden und Spinnweben voll gestopften Kulissen und der typischen Farbdramaturgie, will keine so rechte Stimmung, geschweige denn Spannung aufkommen. Die Geschichte entwickelt sich nur langsam und besteht hauptsächlich aus Dialogen. Bis hin zum Finale zieht sich alles wie ein Kaugummi, um danach plötzlich zu enden.
Irgendwie wirkt alles ziemlich billig und einfallslos, was auch kein Wunder ist. Denn das Drehbuch entstand aus reiner Improvisationsgabe von sage und schreibe fünf (!) Regisseuren, die sich in ihrer Kontrollführung offensichtlich abwechselten. Insgesamt dauerte es gerade mal vier Tage, bis der Streifen im Kasten war und ist nicht viel mehr als ein Schnellschussprodukt, wie man es in den 50er und 60er Jahren von Corman gewohnt war. Trotz der kleinen Starbesetzung erreicht "The Terror" bei weitem nicht die Klasse der Edgar Allan Poe-Verfilmungen, sondern bewegt sich lediglich auf Trash-Niveau. Für den Sammler und Liebhaber solch kurioser Filmperlen ist dieses B-Movie allerdings Pflichtprogramm.

Offensichtlich existiert kein vernünftiges Master mehr von diesem Film, so wie das auch bei vielen Trash-Produktionen seiner Tage auch der Fall ist. Die Bildqualität bewegt sich auf schlechtem VHS-Niveau und besitzt kaum Schärfe. Selbst in Nahaufnahmen gibt es keine Details zu sehen. Die Kantenschärfe ist als solche kaum vorhanden und zeigt einen extrem weichen Verlauf, und in Totalen kann man Einzelheiten nur erahnen. Die Farben sind dabei noch das Beste am Bild, obwohl auch diese sehr verwaschen sind und ineinander verlaufen. Irgendwie wirkt es sogar so, als hätte man den Film in Schwarzweiß gedreht und später nachkoloriert. Zudem machen sich zum Teil sehr störende Bildfehler wie weiße Punkte, Dropouts, Bildroller, Streifen und Filmrisse bemerkbar. Etwas besser, aber immer noch auf unterdurchschnittlichem Niveau befindet sich die Tonqualität. Die Dialoge werden von dem störenden Hintergrundrauschen etwas verdrängt, sodass man die Lautstärke etwas höher drehen muss. Das bringt natürlich den Nachteil mit sich, dass das Rauschen sich stellenweise dementsprechend verstärkt. Dabei sind auch knisternde Rauschmuster wie bei einer uralten Schallplatte zu hören. Für eine DVD ein qualitativ ungenügendes Gesamtbild. Ob das Vollbild das korrekte Format ist, vermag ich nicht zu sagen. Zwar gibt es Angaben, die auf ein Widescreen-Format von 1.85:1 schließen, allerdings präsentierten sich alle bisher erschienen Versionen im Vollbildformat.



Die DVD hat bezüglich der Ausstattung auch nicht viel zu bieten, aber bei so einem Film ist das vollkommen in Ordnung. Es gibt eine Trailershow mit "Anatomy of a Psycho", "Track of the Vampire" und "Nightmare Castle" mit Barbara Steele, die jedoch nicht einzeln anwählbar sind, sondern nacheinander durchlaufen. Außerdem gibt es noch eine extrem kurze Biografie von Jack Nicholson und ein Bild eines Postermotivs. Ein witziges Feature, das auf vielen DVDs aus dem Hause Madacy Entertainment zu finden ist, ist das "Trivia Quiz", bei dem man fünf Fragen zum Film beantworten muss und dann anhand zweier Szenen entweder "right (richtig)" oder "wrong (falsch)" eingeblendet wird. Das Menü ist typisch für ein Billiglabel und besteht lediglich aus einem selbst gebastelten Standbild, in dem im Hintergrund kurze Filmsequenzen ablaufen und mit etwas Schauermusik unterlegt ist. Dafür besitzt das Cover ein sehr schönes Motiv, das mit dem Originalkinoplakat bis auf ein paar Details identisch ist und der Einleger dient als Kapitelübersicht.
Alles zusammen genommen dürfte diese unterdurchschnittliche DVD nur für Trash-Liebhaber und Karloff- bzw. Corman-Komplettisten einen gewissen Kaufreiz haben, mal abgesehen vom extrem günstigen Verkaufspreis. Qualitativ dürfte der Film aber wohl nicht besser zu bekommen sein und daher kann man mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus zufrieden sein, insofern man jegliche Ansprüche beiseite legt. Die Überschrift "digitally remastered" dürfte sich daher lediglich darauf beziehen, dass der Film auf eine DVD gepresst wurde.


Bild+-----
Ton+-----
Bonus+-----


Druckbare Version
Terror, The
Terror - Schloss des Schreckens, The
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