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USA 1991
Originaltitel:Shark Hunter
Alternativtitel:Danger In The Deep
Länge:94:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Matt Codd
Buch:Phillip J. Roth, Sam Wells
Kamera:Todd Barron
Musik:Anthony Riparetti
SFX:Shark Hunter Productions
Darsteller:Antonio Sabato Jr., Christian Toulali, Heather Marie Marsden, Grand L. Bush, Velizar Binev, Hristo Shopov
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Originaltrailer (1:37 Min.)
  • Deutscher Originaltrailer (1:37 Min.)
  • Der Megalodon (6 Seiten)
  • Trailershow:
    • Lost Voyage (1:31 Min.)
    • Dark Descent (1:43 Min.)
    • Landspeed (1:34 Min.)
    • New Alcatraz (1:14 Min.)
    • Epoch (1:24 Min.)
    • Arachnid (2:22 Min.)
Im Pazifik wird eine Tiefseebasis des US-Konzerns Barton vollkommen zerstört. Meeresbiologe Spencer Northcut, der als Kind bei einem Hai-Angriff seine Eltern verlor, findet in den Wrackteilen einen riesigen Haizahn. Er ist sich sicher: Der Megalodon - der gefürchtete Urhai, die blutgierigste Fressmaschine, die je die Weltmeere bevölkert hat, lebt noch immer. Spencer geht an Bord des Tiefseebootes Argus und nimmt die Spur des Untiers auf. Doch schon bald sind die Jäger die Gejagten ...
- "Wie lange braucht ihr noch?"
- "20 Minuten."
- "Wir haben noch 5."
- "Ok."
("Killer Shark")

Feini, Hai-Horror die Zwölfhunderttausendendste. Wir hatten echte Klassiker und frühe Meisterwerke ("Jaws"), Trash-Bomben allererster Güte ("Creatures From The Abyss"), glänzende US-Actionkost ("Deep Blue Sea") und bittersten Endlosplunder ("Shark Attack"-Trilogie). "Shark Hunter" (übrigens von "Shark Hunter Productions" - wie einfallsreich!) schwimmt irgendwo dazwischen und fällt im Tiefseegewimmel kaum auf, denn die künstliche Panikmache macht kaum positiv auf sich aufmerksam.
Die Crew der Unterwasserstation besteht aus wenig interessanten, weil aalglatt geformten Charakteren, wobei (mal wieder) auffällig ist, dass der Protagonist und gleichzeitig Erfinder des stählernen Boots gleichwegs jung, wie auch gutaussehend ist und noch dazu schon seinen Doktortitel in der Tasche hat, als hätte man zu gleichen Teilen Chromosomen von Bill Gates mit Ken gekreuzt. Sein blondes Barbiepüppchen ist auch mit an Board und wurde ebenfalls schon mit hohem akademischen Grad in der Meereskunde beehrt. So versüßen die beiden den Durchschnitts-Nichtbiologen-Zuschauer (was für ein Wort!) mit fachkundigen Palaver-Dialogen, die sie sich so geschickt zuwerfen wie Zirkusrobben den Ball, die aber nicht davon ablenken, dass alles nur Show ist. Eine Show ohne richtige Höhepunkte, mit vielen ungeschickten Kontinuitäts- und Logikfehlern und leider eben auch ohne blutrot verschmiertes Wasser oder menschliche Reste zwischen den gigantischen Beißern des Ungetüms, trotz FSK16, seltsam.
"Shark Hunter" bekommt die (Spannungs-)Kurve nicht und weiß den Zuschauer einfach nicht zu packen. Er hätte mit einigen Änderungen im Detail auch als "Raumschiff Enterprise"-Episode laufen können, die Aufnahmen fokussieren sich nämlich viel zu oft nur auf das Geschehen im Inneren des Schiffes und darauf, die recht simplen zwischenmenschlichen Zwiste auf Soap-Niveau offenzulegen. Die Darstellerriege agiert zwar nicht an der Grenze des Schmerzhaften, das aufgesetzte Machtgerangel geht aber nicht nur durch das leichte Overacting in die Hose und nervt mitunter gewaltig. Ganz klar an der Spitze der Zweidimensionalität des Filmes steht der dunkelhäutige Schiffsmechaniker und Mini-Ubootmaschinist Harrington, der durch großkotzige Sprüche zum Antisympathiepol auserkoren wird (auf seinen T-Shirt steht nicht umsonst "Does not play with others"), später reumütig und angeschlagen zurückgekrochen kommt, sich unterwürfig zeigt und just 1 Minute später von neuem mit doofen Kommentaren beginnt, die gelegentlich sogar lustig sein könnten, hätte man es nicht mit einem derart mürrischen Dämlack zu tun. Dazu fällt mir nur eins ein: Aufs Maul!!!
Dabei sind die CGIs des Riesenhais gar nicht schlecht geraten, zwar noch etwas glatt, aber durchaus brauchbar. Nur hätte man dem grimmig blickenden Tier mehr Aufmerksamkeit schenken sollen. Er schleicht anmutig durchs sein Hoheitsgewässer und markiert es, indem er die Crew in ihrer schwimmenden Hightech-Konserve mal tüchtig durchrüttelt, verschwindet dann aber sogleich wieder, ohne dass der Zuschauer einen räumlichen Eindruck vom Tiefenkollaps bekommen könnte, der der Station nach der Beschädigung und dem stetigen Druckabfall droht. Während der Alarm unaufhörlich sägt, schmeißt man unterdessen Ballast ab - in Form von Sauerstoffvorräten, weil Sauerstoff ja bekanntlich leichter als Wasser ist, autsch! Nur eine der vielen Ungereimtheiten des Films, wo man doch sonst so sehr auf imponierendes Experten- und Technikgehampel setzt. Der Endkampf, der dann doch tatsächlich nach einer über einer Stunde Spielzeit einen langsamen Übergang zur Action sucht - bisher fand man die nur in der flotten Schnitttechnik zwischen optisch wenig reizvollen Nahaufnahmen - und auf eine wenig aufregende Verfolgungsjagd im Mini-Uboot setzt. Die furiose Rütteltour nimmt man dem aufgeplusterten Adrenalinstoß aber nur sehr wenig ab. Viel Krach und nix dahinter! Zumindest der bittere Schlussgag gefällt nochmal richtig, was wahrscheinlich daran liegt, dass man hier bereits so weit enttäuscht wurde, dass eine völlig gegensätzliche Wendung vermutet wird.

Die Videokompression dieser DVD von e-m-s im Vollbild arbeitet die ganze Spielzeit über auf vollen Touren und vollbringt gute Ergebnisse mit kaum sichtbaren Artefakten. Dabei treten keinerlei Bildstörungen oder Fehler auf und die Detailschärfe ist auf angenehm guten Niveau, obwohl einige Flächen noch etwas zu glatt erscheinen. Vielleicht ein Überbleibsel von einem Rauschfilter, dessen Anwendung sich zwar nicht störend bemerkbar macht, aber irgendwo muss ja schließlich das natürliche Bildrauschen hin verschwunden sein, welches man hier fast nicht mehr erblicken wird. Abstriche gibt es neben der Detailschärfe beim Kontrast zu machen, der ein wenig differenzierter in dunklen Szenen arbeiten dürfte. Für einen B-Film aber durchaus angemessen.
Jeweils Stereo und Dolby Digital 5.1 gibt es in den Sprachen Deutsch und Englisch (hier fehlen deutsche Untertitel), wobei die Stereos überflüssig sind, aber zumindest brauchbar. Für die diskrete Surround-Variante gilt Ähnliches, hier grummelt der Bass etwas mehr (leicht unsauber), die einzelnen Kanäle sind aber sehr einfach getrennt. Das bedeutet Dialoge über den Center (in der englischen Version etwas dumpfer), der Rest im Stereobereich und nur selten mal leise Unterstützung im Effektbereich, die von einem Raumklang weit entfernt ist. Gerade in den Unterwasserszenen, beim Einsetzen des Alarms oder während der kleineren Explosionen wären sehr viele bessere Ergebnisse möglich gewesen, bis auf die Musik wird aber kaum eine gute Klangdichte erreicht, daher nur 3 Punkte.
Auf ein paar Texttafeln wird ein wenig Hintergrundwissen über den Megalodon vermittelt, bis auf zwei Trailer war es das aber leider schon, man dürfte also ziemlich schnell mit den Extras fertig sein.

Gerade die monströsen Ausmaße des urzeitlichen Megalodons sollten gruselige Bilder und Schocks in mulmigem Ambiente hervorrufen, verschenkt wird aber viel bei dieser weitgehend emotionslosen, weil zu routinierten Billigproduktion, die ich höchstens den Fans des geschniegelten Tierhorror-Genres ans Herz legen kann, aber auch hier sei gesagt, dass Freunde der exploitativen Stilistik nur selten auf ihre Kosten kommen. Für Interessenten sei gesagt, dass die deutsche DVD zwar keine besonderen Extras beinhaltet, aber zumindest das Bild fällt gut aus und auch der Ton macht trotz Abstrichen in der Räumlichkeit die DVD zu einer technisch soliden Anschaffung.


Film++----
Bild++++--
Ton+++---
Bonus+-----


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Newse-m-s - Neue Verleihtitel im März
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