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USA 2008
Originaltitel:Evilution
Alternativtitel:Days of the Dead 3
Länge:86:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Chris Conlee
Buch:Brian Patrick O'Toole
Kamera:Mathew Rudenberg
Musik:Alan Howarth
SFX:Oliver Dear
Darsteller:Guillermo Díaz, James Duval, Jonathan Breck, Noel Gugliemi, Peter Stickles, Nathan Bexton, Tim Colceri, Bruna Rubio, Eric Peter-Kaiser, Jeannie Epper, Ben Tolpin, Lu Johnson, Sandra Ramirez
Vertrieb:MIG
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Surround
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase mit FSK-Wendecover
DVD-Start:24.06.2010 (Verleih) / 15.07.2010 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Chris Conlee, Eric Peter-Kaiser und Sandra Ramirez
  • Originaltrailer (1:22 Min.)
  • Making of (26:54 Min.)
  • Slideshow (7:20 Min.)
  • Trailershow:
    • Die Soldaten des Zaren (2:10 Min.)
    • Bathory - Die Blutgräfin (2:07 Min.)
    • Beschützer wider Willen (2:03 Min.)
    • Wastin Away (1:55 Min.)
    • War of the Living Dead 2 (1:27 Min.)
    • Pontypool - Radio Zombie (1:26 Min.)
    • Space of the Living Dead (1:47 Min.)
Eine mikroskopisch kleine Lebensform, die nicht von der Erde stammt, besitzt die Macht, das Leben und auch den Tod zu beeinflussen. Darren Hall (Eric Peter-Kaiser), ein junger Forscher, stiehlt die Alien-Proben, um auf eigene Faust hinter das Geheimnis zu kommen. Aber die Lebensform kann entkommen und mutiert. Sie befällt völlig Unbeteiligte und verwandelt die Opfer in Menschenfresser. Hall und eine kleine Gruppe Überlebender machen sich auf den Weg, die Aliens zu stoppen und zu vernichten, um die Apokalypse zu verhindern.
Die Hölle auf Erden wird mal wieder freigesetzt, aber wir wollen mal aufhören, ständig von Zombies zu quatschen, denn wie auch inmitten der Handlung mehrfach betont wird, handelt es sich "technisch betrachtet um eine von Aliens infizierte Lebensform".
Okay, ein halbwegs einfallsreiches Synonym für die fleischrünstigen Kreaturen, welche eine bunte Mischung aus teilweise karikierten Klischeefiguren in einem heruntergekommenen Mietshaus attackieren.


Mit Vollgas steigt der Streifen ein, als es zum Übergriff durch die Untoten kommt, die sich geifernd und recht agil über einige Opfer hermachen. Eine Rakete des Militärs macht dieses Chaos schließlich dem Erdboden gleich, doch der junge Wissenschaftler Darren kann in letzter Sekunde mit wesentlichen Teilen eines Serums entkommen und taucht in einer Bruchbude unter. Hier macht er nicht nur die Bekanntschaft mit einer Gang, sondern darf auch das Serum keine Sekunde aus den Augen lassen darf, weil sonst ...

Nach dem furiosen Einstieg benötigt die Handlung eine ganze Weile, um wieder mit einiger Action daherzukommen. Dafür lässt man sich mit den Figureneinführungen ordentlich Zeit und formt damit einige Sympathie- und Humorpunkte. Hauptcharakter Darren ist so eine Mixtur aus schüchternem Nerd, Tollpatsch und naiven Eigenbrödler, der im Zusammenspiel mit der geheimnisvollen, rassigen Nachbarin Maddie ein paar drollige Szenen hat.
Auch die Gang um Random, Killah-B und Asia Mark (da sagen die Namen schon alles) wird mit allen erdenklichen stereotypen Merkmalen eingeführt, die spätestens mit Erscheinen des breitschultrigen Colonel Collins aus den Fugen gehoben werden, als man mehr oder minder gemeinsam gegen die Brut kämpfen muss.


Natürlich sind einmal mehr strenge Top Secret-Unternehmungen des Militärs aus dem Ruder gelaufen und da man es nicht mit klassischen Zombies zu tun hat, bei denen eine Kugel im Kopf ausreicht, kommt man im recht temporeichen letzten Drittel auf herrlich abstruse Ideen, wie Chlor in Kondome zu füllen und dieses als effektives Wurfgeschoss zu nutzen.

Generell hätte der Blutgehalt zwar etwas höher ausfallen dürfen, da man auf explizite Nahaufnahmen weitgehend verzichtet, doch immerhin spritzt das Blut einige Male im Off und diverse Bissszenen sind ebenfalls auszumachen. Leider entscheidet man sich bei der überwiegenden Anzahl an Konfrontationen für eine eher hektisch geführte Kamera mit schneller Schnittfolge, was zwar das latent hohe Tempo des Showdowns untermauert, zuweilen aber ein wenig anstrengend zu verfolgen ist.


Auf darstellerischer Ebene sind ferner keine Höchstleistungen auszumachen - dafür sind die Typen jedoch markant besetzt, während ihnen das Skript ein paar schwungvolle One-Liner mit auf dem Weg gibt, schon allein wegen der zwei, drei kleinen Gags gegen Ende, die durchaus eine Fortsetzung zuließen.

Zusammengefasst hat man also eher eine Variante von jüngeren Beiträgen wie Interner Link"Zombieland", Interner Link"Doghouse" oder auch "Dead Snow". Nicht vordergründig mit humorvollen Szenen gespickt, aber sympathisch zusammengesetzt und stets mit einem beschwingenden Gefühl ausgestattet, welches zu keiner Zeit Leerlauf zulässt. Einzig der Mangel an abwechslungsreichen Schauplätzen lässt den Unterhaltungswert ein wenig absacken, doch wer diese völlig ernst angelegten Debütantenstreifen, die nur auf Splattereffekte ausgelegt sind, ein wenig leid ist, sollte "Evilution" eine vorsichtige Sichtung gewähren.


Obwohl der Streifen dem Independent-Sektor angehört, bei dem die Aufnahmetechnik nicht immer die optimale Vorraussetzungen schafft, trifft dies bei "Days of the Dead 3" nicht zu. Der Transfer bietet bildtechnisch eine positive Überraschung. Lediglich die modifzierte Farbgebung neigt zu Verfälschungen. Dafür gestaltet sich der Kontrast fast unproblematisch. Lediglich der Schwarzwert hätte etwas kräftiger ausfallen können. Dies scheint ein Stilmittel zu sein, weil es zur tristen Kulisse passt, auch wenn es auf Dauer etwas eintönig aussieht. Die Schärfe des im Format 1,78:1 vorliegenden Materials ist gelungen, denn selbst bei größeren Betrachtungsflächen wird ein ordentlicher Detaileindruck geschaffen. Vereinzelt werden einige Szenen etwas weicher wiedergegeben, grundsätzlich wird man aber zufrieden gestellt. Die einzigen Kritikpunkt der DVD sind ein stellenweise deutliches Bildrauschen sowie dezente Blockbildungen. Das schadet dem SciFi-Horrorfilm allerdings nicht. Außerdem wird die Bewertungsskala bei Independentproduktionen standardgemäß etwas tiefer angelegt. Daher sind die 4 Bewertungspunkte durchaus verdient.


Beim Ton stehen sowohl für die deutsche Synchronisation als auch für den englischen Originalton jeweils zwei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: Entweder man entscheidet sich für einen 5.1-Mix oder für 2.0-Surround. Der 5.1-Mix stellt zwar keine überragende Tonleistung dar, nutzt aber zumindest die Mittel. Räumlichkeit bieten beide Sprachfassungen, doch fehlt es an Direktionalität. Da man diese bei der 2.0-Spur nicht erwartet, kann diese etwas mehr überzeugen. Dialoge, Musik und Effekte bilden ein homogenes und fehlerfreies Klangbild. Grundsätzlich gilt dies auch für die Abmischung in 5.1, die in beiden Sprachfassungen wesentlich kräftiger ausfällt. Zum Ton lassen sich noch deutsche Untertitel zuschalten.

Den Anfang bei den Extras macht ein Audiokommentar mit Regisseur Chris Conlee und den beiden Hauptdarstellern Eric Peter-Kaiser und Sandra Ramirez. Zwar kann der Kommentar gut unterhalten, doch wird viel um den heißen Brei geredet und echte Informationen halten sich in Grenzen. Zumindest merkt man den drei Spaß an ihrer Arbeit an. Das Making of unterteilt sich in Blicke hinter die Kulissen und Interviewsequenzen. Auch hier wird mehr auf werbeträchtige Aussagen geachtet als auf echte Informationen. Zumindest die letzten Minuten sind sehr interessant, weil man "Days of the Dead 3" in einem echten Spukhaus drehte. Das ehemalige Krankenhaus scheint der Crew ganz schön mulmige Zeiten beschert zu haben, wie sie anhand von Phänomenen berichten, die angeblich während des Drehs geschehen sind. Schlussendlich gibt es noch den Originaltrailer, eine Slideshow mit Film- und Pressefotos sowie weitere Trailer.


Obwohl der deutsche Titel "Days of the Dead 3" etwas irreführend erscheint und die eigentliche Bedrohung von außerirdischen Organismen ausgeht, hat man es doch mit einem echten Zombiefilm zu tun. Die FSK gab den Film zwar ab 16 Jahre frei, allerdings gibt es einige Gewaltspitzen zu sehen. Darf zukünftig wieder von einer etwas liberaleren Freigabe geträumt werden? Technisch wird der Independentfilm gut präsentiert und auch das Bonusmaterial ist eine nette, wenn auch nicht allzu informative Dreingabe. Zombie-Fans dürften bei "Days of the Dead 3" durchaus gut aufgehoben sein und können sich die Wartezeit auf den neuen Romero damit verkürzen.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++/---


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