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UK, USA, CZ, D 2006
Originaltitel:Casino Royale
Alternativtitel:Ian Fleming's Casino Royale
Länge:138:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Martin Campbell
Buch:Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis
Kamera:Phil Meheux
Musik:David Arnold
SFX:Chris Corbould
Darsteller:Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench, Caterina Murino, Jeffrey Wright, Giancarlo Giannini, Ivana Milicevic, Simon Abkarian, Isaach De Bankolé, Claudio Santamaria, Jesper Christensen, Tobias Menzies, Clemens Schick, Emmanuel Avena, Joseph Millson, Sebastien Foucan, Ludger Pistor, Malcolm Sinclair, Daud Shah, Urbano Barberini
Vertrieb:MGM / Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:Digipack mit Prägschrift
DVD-Start:23.03.2007 (Verleih) / 23.03.2007 (Kauf)
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • 4 Postkarten
Film-DVD
  • Trailershow:
    • Stranger than Fiction (2:28 Min.)
    • Das Streben nach dem Glück (2:05)
    • Spider-Man 3 (1:05 Min.)
Bonus-DVD
  • Daniel Craig wird Bond (26:18 Min.)
  • James Bond: For Real (23:35 Min.)
  • Dokumentation: Bond Girls Are Forever
    • Im Club der Bond Girls (13:30 Min.)
    • Die Bond Girls der 70er und 80er (17:55 Min.)
    • Bond Girls - Die neue Generation (17:37 Min.)
  • Musikvideo von Chris Cornell zu "You know my name" (4:09 Min.)
James Bonds erste "007"-Mission führt ihn zu Le Chiffre, dem Bankier weltweit operierender Terroristen. Um ihn zu stoppen und das Terror-Netzwerk zu zerschlagen, muss Bond Le Chiffre bei einem Pokerspiel im Casino Royale besiegen. Ein Spiel, bei dem es um hohe Einsätze geht. Bond ist anfangs verärgert, dass eine schöne Beamtin des britischen Schatzamtes, Vesper Lynd, damit beauftragt wird, ihm seinen Einsatz für das Spiel auszuhändigen und das Geld der Regierung zu bewachen. Doch nachdem Bond und Vesper gemeinsam eine Serie tödlicher Anschläge von Le Chiffre und seinen Handlangern überlebt haben, entwickelt sich zwischen den beiden eine gegenseitige Anziehungskraft, die sie in noch größere Gefahr bringt und Bonds Leben für immer prägen wird ...
"The name's Bond ... James Bond." - James Bond

Back to the roots. Die Rückbesinnung auf alte Tugenden ist wieder modern geworden. Comic-Helden beginnen von Neuem, eine boxende Leinwandikone findet auf ihre alten Tage zu ihren Wurzeln zurück, auch ein gewisser Spion im Geheimdienst ihrer Majestät will sich nach seinem peinlich verpatzten Jubiläum Interner Link"Die Another Day" rehabilitieren und wieder für das stehen, wofür der Name James Bond einmal stand: Qualität.
Aller Unkenrufe im Vorfeld zum Trotz gelingt "Casino Royale" nach vierjähriger Pause mit kleineren Makeln der Neustart der Franchise mit seinem von der Presse und den Hardlinern gescholtenen Neuling Daniel Craig ("Lara Croft: Tomb Raider", Interner Link"Munich") ganz vortrefflich. Es ist der beste Bond-Film seit "Licence to Kill" und nebenbei einer der gelungensten Thriller des Kinojahres 2006. Die Rückbesinnung auf Ian Flemings Original soll sich als Schlüssel zum Erfolg herausstellen.


Die 21. Mission des britischen Geheimagenten hat in den ersten Minuten allerdings mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, bevor "Casino Royale" richtig in Fahrt kommt und in 140 Minuten erzählt, warum James Bond so ist, wie wir ihn seit nunmehr 24 Jahren schätzen. Interner Link"GoldenEye"-Regisseur Martin Campbell ("Flucht aus Absolom", Interner Link"Vertical Limit") war noch nie ein herausragender Filmemacher und wird es auch nicht mehr, hat aber ein ganz starkes Drehbuch von Neal Purvis (Interner Link"The World Is Not Enough", Interner Link"Die Another Day"), Robert Wade (Interner Link"The World Is Not Enough", Interner Link"Die Another Day") und Paul Haggis (Interner Link"Crash", Interner Link"Million Dollar Baby"), an dem er gar nicht scheitern kann. Trotzdem vermag er Bonds noch vor den Opening Credits stattfindende Beförderung zum Doppelnullagenten nicht als DEN elektrisierenden Moment zu inszenieren und auch der allerersten verpatzten Mission, die Festnahme des Bombenlegers Mollaka (Sebastien Foucan), mangelt es noch an der rechten Dynamik. Die spektakuläre Parkour-Hatz quer durch / über eine Baustelle auf Madagaskar erinnert mit ihren unmöglich ausschauenden Sprungeinlagen leider an einen Comic denn an einen um Realitätsnähe bemühten Agententhriller. Aber dann bekommt Campbell seine Inszenierung in den Griff und der Spaß kann beginnen.



Der neue Bond ist rauer, nüchterner und weniger Gentleman. Genauso wird er auch in seiner allerersten Szene im Halbdunkel eingeführt. Emotionen scheint der abgebrühte Killer zu Beginn nicht einmal zu kennen. Daniel Craig interpretiert seine Rolle ganz anders als sein Vorgänger Pierce Brosnan. Er nähert sich Sean Connery, ohne freilich dessen einmaliges Charisma bieten zu können. Sein viel zu großes Ego steht dem durchtrainierten Agenten im Weg, liebend gern geht er mit der Brechstange zu Werk und er fackelt auch gar nicht lang, wenn es brenzlig wird. Die Selbstironie der Figur, der trockene Humor und die Unerfahrenheit des Doppelnullfrischlings kommt Craig sehr entgegen. Mit seiner sturen, kantigen Mimik gebärt er einen lange Zeit sehr rationellen Agenten, der nach einer Standpauke von M gar nicht daran denkt sich zu verkriechen, sondern auf eigene Faust seinen Fehler wett zu machen versucht. Er verfolgt die verbliebenen Hinweise und trifft dabei auf den vernarbten Le Chiffre (Mads Mikkelsen, Interner Link"King Arthur", "Pusher II"). Der globale operierender Investmentbänker verwaltet das Vermögen höchst zwielichtiger Organisationen, handelt aber auch damit an der Börse, verspekuliert sich dank James Bonds Intervention total und ruft deswegen im Casino Royale (Montenegro) zum großen Pokerabend. Er will das verlorene Vermögen auf einen Schlag wieder rein bekommen, bevor seine Klienten Wind von der Sache bekommen. Bond wird vom MI6 dort hin geschickt, um Le Chiffre endgültig in den Bankrott zu treiben, damit er gezwungen wird im Austausch gegen Informationen in den Schutz des britischen Geheimdienstes überzusiedeln.


"So you want me to be half-monk, half hitman. - James Bond
"Any thug can kill. I need you to take your ego out of the equation." - M

"Casino Royale" behält sich einen überraschend harten Grundton vor, der schon die Grenze der Altersfreigabe auslotet und deswegen auch in Großbritannien nur gekürzt in die Kinos entlassen wurde. Ein Film für Erwachsene ohne Q, ohne Moneypenny, ohne technische Gimmicks und ohne viel Action sollte es werden und die Macher halten Wort. "Casino Royale" lebt zum ersten Mal seit langem wieder von seinen hervorragenden Dialogen, seinen überzeugenden Darstellern und einer spannenden Geschichte. Viel Zeit verbringt der Film am Pokertisch, der nervenaufreibenden Zockerei und noch mehr mit seinen Charakteren. Dort im Kasino tritt auch Ludger Pistor als Schweizer Bankier Mendel auf seine typische Weise auf und sorgt für vereinzeltes Schmunzeln.
Die liebenswert knurrige wie zynische Judi Dench (Interner Link"The Chronicles of Riddick", Interner Link"Mrs Henderson Presents") darf Bond als M schon früh den Kopf waschen und unmissverständlich erklären, was sie von ihm hält. Im Gegenzug treibt er sie fast zur Weißglut. Die Abneigung, oder besser die Hassliebe der beiden ist legendär, Craig und Dench scheinen sie jedoch mehr zu genießen, als es Brosnan jemals möglich war.
Der eigentlich Clou des Films ist aber Eva Green (Interner Link"Arsène Lupin", "Kingdom of Heaven"). Die noch am Anfang ihrer Karriere stehende, bildhübsche Französin stellt als vielschichtige Vesper Lynd das beste Bond-Girl seit Diana Rigg in Interner Link"On Her Majesty's Secret Service" dar. Vom Schatzamt wird sie James Bond zugewiesen, um über die Millionen zu wachen, die er beim Kartenspielen verpulvern könnte. Anfangs hat sie nur Verachtung für den forschen Spion übrig, später soll sie ihn für ewig verändern. Craig und Green hauen sich die Dialoge in allerbester Screwball-Manier um die Ohren, können gar keine Angelegenheit auslassen, dem anderen seine Unprofessionalität vorzuwerfen und kommen sich schließlich doch näher als sie sollten. Ihre Beziehung soll eigentlich auch den Kern der Geschichte bilden, weil sie Bond formt und aus ihm einen völlig neuen Menschen macht beziehungsweise seine harte Schale aufweicht. Daraus resultiert übrigens ein sehr emotioneller Moment unter der Dusche.


Nichtsdestotrotz überzeugt auch der wirklich spannende Plot mit zahlreichen Überraschungen und kompromissloser Action. Bond fehlt mehrmals der Durchblick, auch weil nicht jeder das ist, was er vorgibt, ihm noch die Erfahrung fehlt und im Hintergrund noch eine dritte Partei ihre Fäden zieht, die niemand auf der Rechnung stehen hat. Gigantomanie liegt "Casino Royale" trotzdem fern. Die sehenswerte Zerstörungsorgie auf dem Flughafen von Miami hat es zwar in sich, ansonsten regiert aber Mann gegen Mann im schmerzhaften Nahkampf mit viel Blut, Schweiß, Folter und blauen Flecken - archaisch, kompromisslos, hässlich und direkt.
Die Poker-Runden im Casino Royale stehen unter einem ganz besonderen Stern, weil Le Chiffre längst weiß, wer Bond ist und dem wiederum längst klar ist, das seine Tarnung aufgeflogen ist, Le Chiffre aber sein Geld braucht. Die Poker-Partien mit ihren Höhen und Tiefen zwischen den beiden sind wahnsinnig spannendes Kino und zeigen einen Bond, der alles, nur nicht unfehlbar ist. Mads Mikkelsen gibt einen ebenbürtigen Part. Die Serie hatte zwar schon bessere Bösewichter, aber als an die Aktualität geknüpfter Banker von Terror-Organisationen besitzt der Mann schon seine Möglichkeiten und schließlich auch Bond. Das Zusammentreffen der beiden ist wohl der Höhepunkt des Films. Le Chiffre schwankt zwischen Nervenbündel und hartgesottener Geschäftsmann, stiehlt seinem Widersacher allerdings nie die Show. Das durfte er aber hier wohl aber auch nicht, denn dieser Film gehört James Bond ganz allein.

"You know, I never understood all these elaborate tortures. It's the simplest thing ... to cause more pain than a man can possibly endure. And of course, it's not only the immediate agony, but the knowledge that - if you do not yield soon enough - there will be little left to identify you as a man.
The only question remains: will you yield ... in time?"
- Le Chiffre

Die traditionell exotischen Schauplätze geizen, wie es sich für einen Bond-Film gehört, auch hier nicht mit ihren Reizen, Chris Cornells "You know my name" wird allerdings als eher schwächerer Bond-Song in die Analen eingehen. So schrecklich eingehend hört er sich leider nicht an. Darüber gibt es einen Aston Martin DB S zu begutachten, der auch seine Ausstattungsmerkmale besitzt, an außergewöhnlichen Einbauten aber nur ein Überlebensset für den Notfall besitzt. Die traditionellen Standards der Franchise werden also alle erfüllt, obwohl "Casino Royale" mit seiner Neuausrichtung nicht mehr den typischen Bond-Flair versprüht, sondern eindeutig, düster und rauer, damit aber auch sehr viel realistischer rüberkommt. Gleichzeitig werden auch lieb gewonnene Elemente teilweise sehr ironisch erklärt. Wer also wissen will, warum Bond Wodka-Martini bevorzugt, dem wird geholfen.
Am Ende sehen wir schließlich den Bond, den wir alle schon vorher kannten und seit vielen Jahren lieben gelernt haben. Der Weg dorthin unterscheidet sich von allen Filmen zuvor. Bond begeht Fehler, lernt dazu, stolpert über sein eigenes Ego und erkennt schließlich seine Berufung. In "Casino Royale" gibt es keine Auswege für ihn in letzter Sekunde, hier muss er sein schmutziges Handwerk verrichten und er tut es mit tödlicher Professionalität ohne mit der Wimper zu zucken. Den tragischen Ausgang kann man sich ungefähr vorstellen, aber sicherlich nicht so. Zum Schluss bleibt nur Bond, James Bond. Und wir wollen wissen, wie es weitergeht.


"Enough to travel the world with you until one of us has to take an honest job ... which I think is going to have to be you, because I have no idea what an honest job is. - James Bond

Der neuste James Bond erscheint jüngst gleich in mehreren Auflagen in Deutschland. Einmal als günstige Single-DVD im Preissegment unter 10 Euro, mit über 25 Euro als recht teure 2-Disc Collector's Edition und einer identischen Auflage mit Buch, sowie eine exklusive Amazon-Edition mit Poker-Set. Beide liegen preislich bei ca. 30 Euro. Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Wir besprechen für Euch die normale Collector's Edition, ohne dem ganzen Schnickschnack drumherum und waren schon im Vorfeld von der Digipack-Aufmachung entzückt, welche zudem mit einem Prägedruck aufwarten kann und neben einem 4seitigen Booklet noch 6 Postkarten beinhaltet.
Leider spendiert man uns im Vergleich zu den "Ultimate Editions" der älteren Scheiben nicht sonderlich viel Zusatzmaterial. Auf einen Audiokommentar müssen wir verzichten und bis auf eine Trailershow (der "Originaltrailer" fehlt) beim DVD-Start wird uns nichts geboten, nicht einmal ein ansprechendes DVD-Menü. Hier hat man sich bei den alten Bond-DVDs ebenfalls wesentlich mehr Mühe gegeben.
Auch das DVD-Menü der Bonus-DVD, welches ebenfalls in Schwarzweiß vorliegt, ist nicht sonderlich spektakulär ausgefallen. Das gleiche gilt auch für die Extras an sich. Das erste Featurette mit dem Titel "Daniel Craig wird Bond" ist vielmehr ein 22minütges Making of und von daher wird der Titel dem Featurette nicht gerecht. Hier geht es im Allgemeinen um die Entstehung des Films und natürlich steht auch Daniel Craig als neuer Bond im Mittelpunkt dieser Dokumentation. Es kommen aber Darsteller, Regisseur und die restliche Crew zu Wort und neben kurzen Einblicken hinter die Kulissen sehen wir noch Bruchstücke aus der damaligen Presseveranstaltung und den Stunt-Proben. Das ganze ist zwar sehenswert, aber auch verdammt kurz und dient im Grunde nur der Promotion. Auf 60 bis 90 Minuten ausgedehnt hätte es bestimmt ein schönes Making of werden können, aber auf so etwas scheint man in Hollywood keinen Wert mehr zu legen. Das nächste Featurette widmet sich in knapp 23 Minuten den Stuntarbeiten im Film und trägt den Titel "James Bond: For Real". Deutlich interessanter als das "Making of", bekommen wir einen kleinen Einblick in die Entstehung des Stunts. Dass man auch hier nur an der Oberfläche kratzt, sollte jedem klar sein, sehenswert ist es aber allemal. Ebenfalls sehr schön ist die 3teilige Dokumentation "Bond Girls Are Forever" ausgefallen, in dem der Zuschauer einmal in den "Club der Bond-Girls" eingeladen wird und man sich neben der "neuen Generation" auch den Girls der 70er und 80er Jahre widmet. Leider war es das dann auch schon und lediglich das Musikvideo zum Film von Chris Cornell findet seinen Weg auf diesen Silberling. Kein Audiokommentar, Bildergalerien oder gar "geschnitten Szenen". So ganz Bond untypisch ...


Ganz untypisch für einen James Bond-Film ist auch die Bildqualität ausgefallen. Mensch Sony, selbst ein 40 Jahre alter Bond bekommt eine bessere Detailschärfe hin und hier muss einmal mehr der anscheinend für Sony patentierte Filter herhalten. Zwar ist dies nicht ganz so extrem wie in anderen Titel aus dem Hause und die Schärfe ist wirklich nicht schlecht, ist aber auch weit davon entfernt gut zu sein. Erscheint der Transfer in Nahaufnahmen noch sehr detailliert und scharf, wobei auch hierbei nicht das Optimum herausgekitzelt wurde, sind die Schwächen vor allem in den Totalen und Halbtotalen zu finden. Hier wirkt das Bild überwiegend sehr weich und schwankt zwischen einer angenehmen und gerade mal durchschnittlichen, bis wirklich schlechten Detailschärfe. Hier verschenkt man deutlich Potenzial und dank Nachschärfung werden die weichgezeichneten Kanten wieder verbessert und zeigen somit unschöne Doppelkonturen in einigen Sequenzen. Eine gute Plastizität wird dadurch nicht erzeugt und wenn man genau hinschaut gibt es nur wenige Szenen, welche überhaupt plastisch wirken. Die Farben hingegen sind sehr kräftig und satt ausgefallen und auch der Kontrast leistet eine solide Arbeit, könnte aber deutlich besser sein und lässt grelle Flächen sehr hart wirken und überstrahlen. Bildrauschen hält sich dezent zurück und tritt eigentlich nur in den Sequenzen auf, welche absichtlich verfremdet wurden.
Die Kompressionen arbeiten hierbei weitgehend sauber, zeigen aber hin und wieder dezentes Blockrauschen im Hintergrund. Defekte und Verschmutzungen sind keine zu finden und mit einer durchschnittlichen Datenrate von 6,52 MB/s liegt man damit schon einmal höher als bei den üblichen Sony-DVDs. Dennoch eine kleine Enttäuschung und auch wenn das Bild noch vier Punkte bekommt, müsste man in Anbetracht dessen, dass es sich hierbei um eine neue Produktion handelt, noch einen Punkt abziehen. Aber so schlecht ist das Bild dann nun auch wieder nicht, oder doch? Es ist auf jedenfall wieder sehr grenzwertig, was Sony uns hier auftischt und wird dem Film in keiner Weise gerecht. Im Übrigen sieht das Bild auf unseren Teströhren deutlich besser aus als auf dem Beamer oder den Großbildschirmen, welche wir zum Testen hinzugezogen haben.


Bei Sound hat man sich zum Glück wieder Mühe gegeben und spendiert uns eine sehr räumliche und kraftvolle Abmischung mit einem satten Bass und einer Vielzahl direktionaler Effekte, welche das Wohnzimmer zum Beben bringen. Dabei ist es egal ob Deutsch oder Englisch, beide Dolby Digital 5.1 Tracks wurden sehr sauber abgemixt und warten mit einer schönen Sprachwiedergabe auf, wobei der englische Track noch einmal deutlicher natürlicher und klarer wirkt. Sehr schön ist es auch, dass selbst in ruhigen Momenten immer wieder Umgebungsgeräusche etwas Räumlichkeit ins Spiel bringen. Wenn es dann aber um die Action geht, bekommen wir Kanonenfutter für die Heimkinoanlage geboten. Hier kracht es gewaltig und die gut abgemischten Effekte lassen kaum Wünsche übrig. Lediglich im Dynamikbereich hätte die deutsche Tonspur noch etwas zulegen können und wie weiter oben bereits beschrieben, ist der englische Mix etwas natürlicher, druckvoller und wirkt stellenweise sogar weiträumiger. Optional gibt es noch diverse Untertitel.


"Now the whole world will know that you died scratching my balls!" - James Bond

Keine Frage, "Casino Royale" hat Stil und zwar mehr als wir Martin Campbell zugetraut hätten. Nach Startschwierigkeiten zu Beginn mausert sich der Neubeginn zu einem Highlight der Reihe. Die spannende Geschichte, überzeugende Schauspieler und der treffsichere Humor kulminieren zu einem Kino-Hit, der den hohen Ansprüchen gerecht wird. Der neue Bond-Film ist weitaus grimmiger und realistischer geworden, verfügt aber immer noch über traumhafte Kulissen, Traumfrauen und Traumautos, so wie es sich auch für ihn gehört. Die Überlänge bemerkt man nicht, die Dialoge sind wahnsinnig gut und der Score von David Arnold (Interner Link"The World Is Not Enough", Interner Link"Die Another Day") ein Genuss. Inklusive des dramatischen Ausgangs passt hier alles so zusammen, wie es zusammenpassen soll. Unverbraucht, spannend, humorig, spektakulär, sehenswert. Deshalb ist es auch umso trauriger, dass die uns vorliegende 2-DVD Collector's Edition dem Film nicht gerecht wird. Egal ob es die mageren Extras sind, welche jetzt schon nach der "Ultimate Edition" rufen oder aber das für eine aktuelle Produktion recht schwache Bild, beides dürfte es dem Fan nicht leicht machen, sich an dieser Veröffentlichung zu erfreuen. Wieder werden wir das Gefühl nicht los, dass man uns die DVDs schlecht machen will, denn dass ein Transfer wirklich hervorragend aussehen kann, zeigte uns jüngst Interner Link"Crank", dem wir locker die Höchstnote gegeben haben. Eine Kaufempfehlung sprechen wir von daher einmal nicht aus, auch wenn es uns bei diesem Film wirklich schwer fällt. Aber nach dem, was wir aus der Veröffentlichungspolitik der alten James Bond-Scheiben gelernt haben, sollte man warten, oder nur zur Single-DVD greifen, egal wie "bondisiert" man schlussendlich ist.


Film+++++-
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus++----


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James Bond 007: Casino Royale
Casino Royale (Deluxe Edition 2-Disc Set)
News"Casino Royale" kommt im März
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