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USA, D 2003
Originaltitel:Wrong Turn
Länge:80:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Rob Schmith
Buch:Alan B. McElroy
Kamera:John S. Bartley
Musik:DJ Swamp, Joshua Homme, Elia Cmiral
SFX:Stan Winston
Darsteller:Eliza Dushku, Jeremy Sisto, Emmanuelle Chriqui, Desmond Harrington, Lindy Booth, Kevin Zegers, Ted Clark, Julian Richings, Garry Robbins
Vertrieb:MC One / Constantin Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (Dt.), Headphone Surround
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:20.01.2004 (Verleih) / 18.03.2004 (Kauf)
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur Rob Schmidt und den Hauptdarstellern Desmond Harrington und Eliza Dushku
  • The Making of 'Wrong Turn' (4:03 Min.)
  • Frischfleisch: Die Make-up Effekte (9:25 Min.)
  • Stan Winston: Herr der Monster (4:40 Min.)
  • Eliza Dushku Special (3:42 Min.)
  • Interviews mit Cast & Crew:
    • Desmond Harrington (1:00 Min.)
    • Eliza Dushku (1:34 Min.)
    • Emmanuelle Chriqui (1:20 Min.)
    • Jeremy Sisto (1:13 Min.)
    • Rob Schmidt (0:51 Min.)
    • Stan Winston (0:58 Min.)
  • Behind-the-Scenes Footage (8:45 Min.)
  • Fotogalerie (40 Bilder)
  • Biografien:
    • Desmond Harrington
    • Eliza Dushku
    • Emmanuelle Chriqui
    • Jeremy Sisto
    • Lindy Booth
    • Kevin Zegers
    • Robert Kulzer
    • Rob Schmidt
    • Stan Winston
  • Original Trailer (2:08 Min.)
  • Programmhinweise:
    • Happy Tree Friends (1:42 Min.)
    • Infernal Affairs (2:28 Min.)
    • Nemesis Game (1:28 Min.)
    • Donnie Darko (2:27 Min.)
    • Cypher (2:00 Min.)
    • The Musketeer (2:07 Min.)
    • May (1:42 Min.)
    • Knallharte Jungs (2:20 Min.)
    • Grabgeflüster (2:04 Min.)
    • Nichts Bereuen (2:04 Min.)
    • The Untold (2:00 Min.)
    • Money for Mercy (2:02 Min.)
Für eine Gruppe junger Leute wird ein Ausflug in den Wäldern von West Virginia zum Horrortrip: Nach einer Autopanne machen sich Medizinstudent Chris und seine Schicksalsgenossen auf die Suche nach Hilfe. Ein falscher Weg führt sie zu einem bizarren Holzfällercamp. Was die jungen Leute dort entdecken, übertrifft ihre schlimmsten Alpträume. Sie geraten in die Hände von drei blutrünstigen Kreaturen, die ihre Opfer gnadenlos jagen. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.
Seit Interner Link"Scream" das Slashergenre wieder saloonfähig machte, schwammen im Fahrwasser nicht zur zwei Fortsetzungen, sondern fanden auch etliche Plagiate, die das Genre neu erfinden wollten oder dank Selbstironie sich selbst nicht sonderlich ernst nahmen. Der von Fans geliebte, banale, kompromisslose, aber angeblich totgerittene Horror der 80er Jahre, welcher nur die beiden Motive Sex und Gewalt beinhaltete, blieb dabei fast immer auf der Strecke. "Wrong Turn", hinter dem als Produzent niemand anders als Effektlegende Stan Winston steht, entschied sich diese Tradition wieder aufleben zu lassen und überzeugt mit diesem "Old-School"-Horrorfilm. Dass dabei ausführlich von Interner Link"The Hills Have Eyes", Interner Link"Texas Chainsaw Massacre" oder "Beim Sterben ist jeder der Erste" geklaut wird, ist verzeihlich wie deutlich. Doch versucht der Film auch nie vorzuheucheln, dass er eigenständig oder innovativ ist, sondern will einfach nur 80minütigen, spannenden, blutigen, längenlosen Horror bieten. Das Werk bleibt ehrlich und sich selbst treu, ohne dabei lächerlich zu werden, was Regisseur wie Autor hoch anzurechnen ist.Nach dem noch mysteriösen und nichts zeigenden Mord an einem Bergsteigerpaar bereitet das Intro den Zuschauer auf den folgenden Film mittels Zeitungsausschnitten und unheimlicher Musik vor. Im Wald von West Virginia leben durch generationüberdauernde Inzucht deformierte Hilbillies, die - so kann man weiter deuten - für das Verschwinden von Menschen verantwortlich gemacht werden. Klar, dass man sich bald selbst davon überzeugen darf...
Einmal mehr ist eine Gruppe Teenager, die in den Wäldern von West Virginia übers Wochenende campen wollten, als Opfer auserkoren worden. Gengregemäß tragen die Mädels (Wow, Eliza Dushku als Eyecandy) dabei knappe Tops und sehen überdurchschnittlich gut aus. Zu ihnen stößt der der allenreisende Chris Finn (Desmond Harrington), der sich durch die Wälder ein Abkürzung erhofft, da es sich auf dem naheliegenden Highway staut. Dank unaufmerksamen Fahrens sorgt er gleich bei beiden Autos für Totalschaden, so dass die Teens sich über den Stacheldraht im Reifen keine weiteren Sorgen machen brauchen. Nach der etwa 20minütigen Exposition und der Aufsplittung der Gruppe in ein Paar, dass am Auto bleibt und zwei weitere die Hilfe suchen, beginnt der Horror nach "10 kleine Negerlein"-Prinzip auch endlich und der hat es in sich. Wird doch das erste Opfer mit Stacheldraht stranguliert, was zu heftiger, später deutlich sichtbarer Maulsperre des Opfers führt. Zwar entwickelt der Film auch in den späteren Kills nie die übertriebene Härte vergangener Fulcifilme, doch ist das Gezeigte weit über der Norm jüngster Horrorfilme anzusiedeln. Stan Winston zeigt mit seinen Arbeiten einmal mehr, dass er sein Handwerk versteht und handgemachte Effekte immer noch wirksamer sind und echter aussehen als die besten Computereffekte sind.

Nachdem das hilfesuchende Quartett auf die Hütte der Hillbillies trifft und diese auch betritt, können sie sich ausmalen, auf was sie hier getroffen sind. Brodelnde Kochtöpfe, blutige Einmachgläser und Massen an Touristengut wie Sonnenbrillen sorgen für ein ungutes Gefühl. Die Hütte ist indes schmutzig, düster, nicht sonderlich hygienisch (eben genau, wie man sich so eine Hütte vorstellt) und wird dank toller Kameraeinstellungen sehr atmosphärisch eingefangen. Als dann das degenerierte Trio urplötzlich nach Hause kommt und die 4 in die kaum vorhandenen Verstecke fliehen, beginnen die Hinterwäldler ihr blutiges Hobby und beginnen die Leichen zu zersägen. Regisseur Rob Schmidt gelingt dabei eine erstaunlich gelungene Gradwanderung zwischen tatsächlich gezeigten Brutaloszenen ala Fulci und angedeuten Greultaten an der Leiche, die aber später nochmal explizit begutachtet werden darf.
Irgendwann sind die Jungs aber von ihrer Arbeit so müde, dass sie ein Nickerchen halten, was die Teenies schließlich zur Flucht nutzen. Da sie aber bemerkt werden, beginnt die rastlose Hatz auf sie, die einmal mehr spannend wie hart ausfällt. Durch den Wald jagend vermischen sich Verfolgeransichten mit der der Opfer. Spannungsgeladene Musik erzeugt zusammen mit dem scheinbar unendlichen Wald die unheimlichste Atmosphäre seit langem, die nur noch von der mondscheinbeleuchteten Nacht getoppt wird. Klar, dass das Quartett dabei blutig und überraschend von den archaischen Werkzeugen (Axt, Pfeil und Bogen, etc) der Hinterwäldler dezimiert wird. Heftigste Szene ist dabei die Köpfung eines am Baum stehenden Teenies: Mittels einer Axt, die im Baumstamm hängen bleibt, köpft ein Hillbillie sein Opfer und während der Rest des Körpers zu Boden fällt, bleibt der Kopf auf der im Baum steckenden Axt liegen. Doch das ist nicht einzige Highlight, denn der tödlich verlaufende Kurzauftritt eines Polizisten besitzt kurz darauf ebenfalls ein hohes Maß an überraschender, nicht vorhersehbarer, brutaler Kompromisslosigkeit, die den Film auszeichnet und am Ende wieder deutlich wird, bei dem die Hillbillies mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden...

Auch bei "Wrong Turn" kann man McOne in punkto Qualität und Ausstattung nur gratulieren, denn wie auch schon bei der Interner Link"Donnie Darko"-Special Edition und Interner Link"Cypher" braucht sich die technische DVD-Umsetzung nicht hinter den einer Major-Produktion verstecken. Die Bildqualität erreicht zwar nicht die Höchstnote, dafür wirkt das Bild leider viel zu weich und es mangelt hier deutlich an Detailschärfe. Dafür kann der Kontrast wie auch die Farbsättigung durchweg überzeugen, letzteres fällt durch seine natürliche Farbgebung auf und gibt keinen Grund zu Kritik. Rauschen kann man bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls nicht ausmachen. Wir schätzen dass dies auch der Grund für die etwas zu schwache Schärfe ist, da hier offensichtlich mit Rauschfiltern gearbeitet wurde. Die Kompressionen leisten ebenfalls eine gute Arbeit und geben sich keine Blöße.

Auch tonal weiß diese DVD durchweg zu überzeugen, auch wenn 5 Tonspuren einfach zu viel sind. So stehen neben einem deutschen DTS und Dolby Digital 5.1 Track, sowie einer englischen Dolby Digital 5.1 Spur noch zwei Headphone Surround-Spuren für Nutzer von Kopfhörern zur Verfügung. In diesem Falle sind wir immer noch der Meinung, dass die Headphone-Spuren sowie der DTS-Track hätte wegfallen können. Die DTS-Spur unterscheidet sich wie so oft kaum von der Dolby Digital-Variante und klingt lediglich etwas lauter. Ansonsten bekommen wir einen guten bis sehr guten Raumklang geboten, der vor allem durch seine explizit eingesetzten Surroundeffekte auffällt. Hier dröhnt es nicht selten aus dem Rearbereich und bei den nicht spärlich eingesetzten Schockeffekten bekommen die Lautsprecher einiges zu tun. Aber auch so werden sämtliche Kanäle perfekt genutzt und lassen eine hervorragende Räumlichkeit entstehen, die uns glauben lässt, sich mitten im Geschehen zu befinden. Auch der Bass bekommt streckenweise ordentlich was zu tun und lediglich der Dialogbereich sorgt dafür, dass wir hier keine volle Punktzahl vergeben. Die Stimmen sind zwar gut verständlich, jedoch im Verhältnis zu den Umgebungsgeräuschen deutlich zu leise im Vordergrund zu hören, so dass man bei der Erhöhung der Lautstärke damit rechnen muss, dass man beim Einsetzen von Surroundeffekte aus dem Sessel fällt. Der englische Track unterscheidet sich bis auf die bessere Dialogverständlichkeit eigentlich wenig von der deutschen Variante. An dieser Stelle muss aber auch erwähnt werden, dass wir hier am ehesten die englische Originalfassung mit optionalen deutschen Untertiteln empfehlen können, denn die deutsche Synchronisation ist leider recht bescheiden ausgefallen, was schade ist, denn MC One hat bei ihren anderen DVD-Titel stets hervorragende Synchros veröffentlicht. Es kann natürlich durchaus sein, dass Constantin Schuld an der etwas lieblosen Synchronisation hat, die gerade bei Eliza Dushku (nein, sie hat leider nicht die selbe Synchronstimme wie bei Interner Link"Buffy") stark daneben gegangen ist. Aber wie oben schon erwähnt, gibt es ja noch optionale deutsche Untertitel, sowie spezielle farbige Untertitel für Hörgeschädigte.
Als Bonus gibt es neben einem interessanten und sogar optional untertitelten Audiokommentar vom Regisseur Rob Schmidt und den Darstellern Desmond Harrigton und Eliza Dushku ein knapp 4-minütiges Making of, welches leider nichts anderes als ein übliches Hollywood PR-Making Of darstellt und keine nützlichen Informationen oder Einblicke in die Dreharbeiten bietet. Weiter geht es mit dem wesentlich interessanteren Featurette: Frischfleisch: Die Make-Up Effekte, die uns neben einigen Hintergrundinfos der Produktion hauptsächlich die Effektarbeit von Stan Winston (Interner Link"Pumpkinhead") näher bringen und neben vielen Ausschnitten aus dem Film dürfen wir auch einige Blicke hinter die Kulissen werfen und erfahren auch, dass in einigen Gore-Szenen auf CGI-Effekte zurückgegriffen wurde. Insgesamt aber immer noch zu werbelastig geraten, jedoch besser als das PR-Making of fürs amerikanische Kabel-Fernsehen. Unter Stan Winston - Herr der Monster finden wir einen recht kurzen, aber dennoch interessanten Einblick in die Karriere des Effekt-Spezialisten, Regisseurs und Produzenten Stan Winston. Mit knapp 4 Minuten leider viel zu kurz um auf seine Arbeiten einzugehen. Noch dazu kommt, dass er sich und sein Team in der ganzen Zeit selbst feiert. Hier wäre ein richtiges objektives Special über ihn und seine Kreaturen wünschenswert gewesen. Ein Special finden wir auf dieser DVD, aber leider nur über Eliza Doku. Das Eliza Dushku-Special geht ebenfalls unter 4 Minuten und leidet wie alle anderen Featurettes unter den starken PR-Charakter mit viel zu wenig Infos. Als nächstes gibt es vier Interviews, in denen die Darsteller in knapp einer Minute über ihre Charaktere sprechen und der Regisseur und der Produzent über die Produktion des Films. Weiter geht es mit zwei verlängerten Szenen, die hier in einer unbearbeiteten Version vorliegen. Unter Behind-the-Scenes finden wir ein knapp 9-minütiges B-Roll Feature, in welchem wir einen kurzweiligen Einblick hinter die Kulissen zu "Wrong Turn" werfen dürfen. Das ganze ist unkommentiert und verzichtet zum Glück auf jegliche PR-Gelabere. Zum Schluss gibt es noch den Original-Trailer , eine Fotogalerie mit 40 Bildern, 9 Biografien von Cast & Crew, sowie die obligatorische McOne Trailershow. Insgesamt also ein durchaus nettes Zusatzmaterial, welches fast identisch mit dem der US-DVD ist. Jedoch fehlt hier etwas der richtige Informationsgehalt und lässt daher leider einen etwas zwiespältigen Eindruck zurück. Leider typisch für Hollywood-Produktionen. Sämtliches Bonusmaterial ist optional untertitelt worden.



"Wrong Turn" ist ein brutaler (aber nicht übertriebener), spannender, unvorhersehbarer, kurzer, aber knackiger Horrorfilm, der über die gesamte Laufzeit von gerade mal 80 Minuten überzeugen kann. Dank seiner harten, ungeschönigten Darstellungsweise und erstklassiger Make-Up-Arbeit von Stan Winston, sowie den oft Blickwinkel wechselnden Verfolgungsjagden im Wald, wird der Film nie langweilig. Ein Kleinod unter den modernen Horrorfilmen, das sich die Motive längst vergangener Horrorfilme vornimmt und ein paar technische Stärken von heute hinzufügt. Absoluter Geheimtipp, der das Genre aber nicht neu erfindet, sondern sich geschickt der Stärken seiner Genreverwandten bedient. Ansehen und genießen! Die DVD von MC One besticht durch ihre sehr gute Bild- und Tonqualität, kann jedoch im punkto Bonusmaterial nicht so ganz überzeugen. Wer diesen für eine Freigabe ab 16 Jahre ultraharten Redneck-Horror sehen möchte, kann hier blind zugreifen, zumal die DVD doch tatsächlich völlig ungeschnitten ist. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus+++---


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Wrong Turn 2: Dead End
Wrong Turn 4 - Bloody Beginnings
Wrong Turn 5: Bloodlines
Wrong Turn 6: Last Resort (Unrated)
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