Login 18er Bereich
"Scream" das Slashergenre wieder saloonfähig machte, schwammen im Fahrwasser nicht zur zwei Fortsetzungen, sondern fanden auch etliche Plagiate, die das Genre neu erfinden wollten oder dank Selbstironie sich selbst nicht sonderlich ernst nahmen. Der von Fans
geliebte, banale, kompromisslose, aber angeblich totgerittene Horror der 80er Jahre, welcher nur die beiden Motive Sex und Gewalt beinhaltete, blieb dabei fast immer auf der Strecke. "Wrong Turn", hinter dem als Produzent niemand anders als Effektlegende Stan Winston steht, entschied sich diese Tradition wieder aufleben zu lassen und überzeugt mit diesem "Old-School"-Horrorfilm. Dass dabei ausführlich von
"The Hills Have Eyes",
"Texas Chainsaw Massacre" oder "Beim Sterben ist jeder der Erste" geklaut wird, ist verzeihlich wie deutlich. Doch versucht der Film auch nie vorzuheucheln, dass er eigenständig oder innovativ ist, sondern will einfach nur 80minütigen, spannenden, blutigen, längenlosen Horror bieten. Das Werk bleibt ehrlich und sich selbst treu, ohne dabei lächerlich zu werden, was Regisseur
wie Autor hoch anzurechnen ist.Nach dem noch mysteriösen und nichts zeigenden Mord an einem Bergsteigerpaar bereitet das Intro den Zuschauer auf den folgenden Film mittels Zeitungsausschnitten und unheimlicher Musik vor. Im Wald von West Virginia leben durch generationüberdauernde Inzucht deformierte Hilbillies, die - so kann man weiter deuten - für das Verschwinden von Menschen verantwortlich gemacht werden. Klar, dass man sich bald selbst davon überzeugen darf...
den Stacheldraht im Reifen keine weiteren Sorgen machen brauchen. Nach der etwa 20minütigen Exposition und der Aufsplittung der Gruppe in ein Paar, dass am Auto bleibt und zwei weitere die Hilfe suchen, beginnt der Horror nach "10 kleine Negerlein"-Prinzip auch endlich und der hat es in sich. Wird doch das erste Opfer mit Stacheldraht stranguliert, was zu heftiger, später deutlich sichtbarer Maulsperre des Opfers führt. Zwar entwickelt der Film auch in den späteren Kills nie die übertriebene Härte vergangener Fulcifilme, doch ist das Gezeigte weit über der Norm jüngster Horrorfilme anzusiedeln. Stan Winston zeigt mit seinen Arbeiten einmal mehr, dass er sein Handwerk versteht und handgemachte Effekte immer noch wirksamer sind und echter aussehen als die besten Computereffekte sind.
sehr atmosphärisch eingefangen. Als dann das degenerierte Trio urplötzlich nach Hause kommt und die 4 in die kaum vorhandenen Verstecke fliehen, beginnen die Hinterwäldler ihr blutiges Hobby und beginnen die Leichen zu zersägen. Regisseur Rob Schmidt gelingt dabei eine erstaunlich gelungene Gradwanderung zwischen tatsächlich gezeigten Brutaloszenen ala Fulci und angedeuten Greultaten an der Leiche, die aber später nochmal explizit begutachtet werden darf.
Atmosphäre seit langem, die nur noch von der mondscheinbeleuchteten Nacht getoppt wird. Klar, dass das Quartett dabei blutig und überraschend von den archaischen Werkzeugen (Axt, Pfeil und Bogen, etc) der Hinterwäldler dezimiert wird. Heftigste Szene ist dabei die Köpfung eines am Baum stehenden Teenies: Mittels einer Axt, die im Baumstamm hängen bleibt, köpft ein Hillbillie sein Opfer und während der Rest des Körpers zu Boden fällt, bleibt der Kopf auf der im Baum steckenden Axt liegen. Doch das ist nicht einzige Highlight, denn der tödlich verlaufende Kurzauftritt eines Polizisten besitzt kurz darauf ebenfalls ein hohes Maß an überraschender, nicht vorhersehbarer, brutaler Kompromisslosigkeit, die den Film auszeichnet und am Ende wieder deutlich wird, bei dem die Hillbillies mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden...
"Donnie Darko"-Special Edition und
"Cypher" braucht sich die technische DVD-Umsetzung nicht hinter den einer Major-Produktion verstecken. Die Bildqualität erreicht zwar nicht die Höchstnote, dafür wirkt das Bild leider viel zu weich und es mangelt hier deutlich an Detailschärfe. Dafür kann der Kontrast wie auch die
Farbsättigung durchweg überzeugen, letzteres fällt durch seine natürliche Farbgebung auf und gibt keinen Grund zu Kritik. Rauschen kann man bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls nicht ausmachen. Wir schätzen dass dies auch der Grund für die etwas zu schwache Schärfe ist, da hier offensichtlich mit Rauschfiltern gearbeitet wurde. Die Kompressionen leisten ebenfalls eine gute Arbeit und geben sich keine Blöße.
mit optionalen deutschen Untertiteln empfehlen können, denn die deutsche Synchronisation ist leider recht bescheiden ausgefallen, was schade ist, denn MC One hat bei ihren anderen DVD-Titel stets hervorragende Synchros veröffentlicht. Es kann natürlich durchaus sein, dass Constantin Schuld an der etwas lieblosen Synchronisation hat, die gerade bei Eliza Dushku (nein, sie hat leider nicht die selbe Synchronstimme wie bei
"Buffy") stark daneben gegangen ist. Aber wie oben schon erwähnt, gibt es ja noch optionale deutsche Untertitel, sowie spezielle farbige Untertitel für Hörgeschädigte.
"Pumpkinhead") näher bringen und neben vielen Ausschnitten aus dem Film dürfen wir auch einige Blicke hinter die Kulissen werfen und erfahren auch, dass in einigen Gore-Szenen auf CGI-Effekte zurückgegriffen wurde. Insgesamt aber immer noch zu werbelastig geraten, jedoch besser als das PR-Making of fürs amerikanische Kabel-Fernsehen. Unter Stan Winston - Herr der Monster finden wir einen recht kurzen, aber dennoch interessanten Einblick in die Karriere des Effekt-Spezialisten, Regisseurs und Produzenten Stan Winston. Mit knapp 4 Minuten leider viel zu kurz um auf seine Arbeiten einzugehen. Noch dazu kommt, dass er sich und sein Team in der ganzen Zeit selbst feiert. Hier wäre ein richtiges objektives Special über ihn und seine Kreaturen wünschenswert gewesen. Ein Special finden wir auf dieser DVD, aber leider nur über Eliza Doku. Das Eliza Dushku-Special geht ebenfalls unter 4 Minuten und leidet wie alle anderen Featurettes unter den starken PR-Charakter mit viel zu wenig Infos. Als nächstes gibt es vier Interviews, in denen die Darsteller in knapp einer Minute über ihre Charaktere sprechen und der Regisseur und der Produzent über die Produktion des Films. Weiter geht es mit zwei verlängerten Szenen, die hier in einer unbearbeiteten Version vorliegen. Unter Behind-the-Scenes finden wir ein knapp 9-minütiges B-Roll Feature, in welchem wir einen kurzweiligen Einblick hinter die Kulissen zu "Wrong Turn" werfen dürfen. Das ganze ist unkommentiert und verzichtet zum Glück auf jegliche PR-Gelabere. Zum Schluss gibt es noch den Original-Trailer , eine Fotogalerie mit 40 Bildern, 9 Biografien von Cast & Crew, sowie die obligatorische McOne Trailershow. Insgesamt also ein durchaus nettes Zusatzmaterial, welches fast identisch mit dem der US-DVD ist. Jedoch fehlt hier etwas der richtige Informationsgehalt und lässt daher leider einen etwas zwiespältigen Eindruck zurück. Leider typisch für Hollywood-Produktionen. Sämtliches Bonusmaterial ist optional untertitelt worden.


































![]() | |
![]() | Druckbare Version |
![]() | ![]() |
![]() | Wrong Turn 2: Dead End |
![]() | ![]() |