Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1994
Originaltitel:Airheads
Länge:89 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Michael Lehmann
Buch:Rich Wilkes
Kamera:John Schwartzman
Musik:Carter Burwell, The Ramones, Motörhead, Steve Tyler, David Byrne
Darsteller:Brendan Fraser, Steve Buscemi, Adam Sandler, Chris Farley, Michael McKean, Judd Nelson, Ernie Hudson, Amy Locane, Nina Siemaszko, Marshall Bell, Reg E. Cathey, David Arquette, Michael Richards, Joe Mantegna, Michelle Hurst, Harold Ramis, Lemmy, Rob Zombie
Vertrieb:Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 4.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Trailer
- 3 Untertitel
Die Heavy-Metal-Band "The Lone Ranger" besetzt in Los Angeles die Radiostation KPPX und zwingt den Disc-Jockey, einen ihrer Songs über den Äther gehen zu lassen. Dummerweise gibt das Demoband nach wenigen Sekunden den Geist auf, und einem der KPPX-Angestellten gelingt es, die Polizei über den Überfall zu informieren. Was für die drei Hard-Rock-Jungs als kleiner Karriereschub geplant war, artet zu einer kuriosen Geiselnahme aus, in deren Verlauf sich die Ereignisse überschlagen...
"Wenn wir 'nen Plattenvertrag haben, stellen sie uns Torten mit Silikonbusen dahin, die uns die Bühnenklammoten raus suchen". Rex

Im Zuge von "Wayne's World" und der auf MTV zelebrierten Zottelhaarkomik, war es nur eine Frage der Zeit, dass Filme kommen werden, die auf den fahrenden Heavy-Metal-Klamauk aufspringen werden. "Airheads" ist einer von den Nachzüglern. Und ein recht anständiges Projekt, schließlich hatte Regisseur Michael Lehmann ("Heathers", "Hudson Hawk" hier seine Finger im Spiel. Doch mal langsam. Sicherlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Drehbuch eine Klischeegranate aller erster Güte ist. Die Aufdeckung der Streber-und-Lackfrisur-Vergangenheit des sonst so rüpelhaften Lead-Sängers der Metal-Combo ist genauso ein fader Standardgag, wie die ständig im Storyfluss störenden Beziehungskisten. Doch zum Glück nehmen diese nur ein Minimum der Handlung ein, und der Rest ist anarchische Musikbusiness-Satire ohne feine Attitüde, dafür mit dem Holzhammer. Die Fronten sind klar: Die debilen Musiker sind die Guten, die Plattenbosse sind die Bösen. So soll's sein!
Und da wären wir schon bei der großen Stärke des Films: Die Besetzung. "Airheads" hätte sicherlich nicht so funktioniert, würde er nicht mit einem beachtlichen Cast aufwarten. Als da wären: Brendan Fraser, Steve Buscemi (als Pantera-Parodie) und Adam Sandler als die Band "The Lone Rangers". Die stärkste Rolle hat wohl Joe Mantegna als der Rock 'N Roll-Romantiker Ian. Außerdem haben wir es hier mit Michael Richards, der eh immer eine Freude ist, David Arquette, Ernie Hudson, dem verstorbenen Chris Farley, Michael McKean, Harold Ramis, Judd Nelson, Nina Siemaszo und ein paar netten Cameos zu tun. Denn auch die Größen aus der Heavy-Metal-Szene schauen für vergnügt-ironische Kurzauftritte vorbei: Lemmy, der Howard Stern-Sidekick John Melendez, Rob Zombie, sogar Beavis und Butthead mischen mit. Die Story ist prinzipiell eine kleine Parodie auf den klassischen Geiselnahmethriller "Hundstage". Die Band besetzt den örtlichen Metal-Radiosender und zwingt sie mit Tobascosaucen-Pistolen dazu, ihr Demoband zu spielen. Die Situation gerät außer Kontrolle, und schon bald hat die etwas unterbelichtete Band es mit einer ganzen Polizei-Armada zu tun. Währenddessen geraten die "Lone Rangers" zum Medienspektakel und werden, ohne ihr Wissen, bereits als Rockstars gefeiert. Fehlt nur noch der passende Plattenvertrag zur Erfüllung all ihrer Träume ...
"Airheads" hat wirklich gute Qualitäten, die Witze sind gut gestreut. Alles in allem ist der Film wirklich sehr unterhaltsam. So unterhaltsam, dass er locker sämtliche Wehrmutstropfen in Sachen Drehbuch wett machen kann. Es ist die geschickte Hand von Regisseur Lehmann, der den schrägen Film doch zum Erfolg geführt hat. "Rock 'N Roll!"



Wo bei dem Film ordentlich Rock'n Roll drin steckt, sollte man meinen, dass die DVD auch 100% Rock'n Roll ist. Leider erweist sich das als Wunschdenken, denn all zu toll ist diese DVD-Umsetzung des Backkatalog-Titels aus dem Hause 20th Century Fox nicht. Zwar macht der anamorphe Transfer insgesamt einen recht guten Eindruck, jedoch hapert es hier etwas in puncto Schärfe, die zwischen sehr gut und gerade mal befriedigend hin- und herschwankt. Der Kontrast kann sich stets sehen lassen und leistet eine gute Arbeit, ebenso die Farbgebung, die sich durch natürliche und kräftige Farbtöne auszeichnet. Störend fällt hier noch das gelegentlich auftretende Hintergrundrauschen auf, was gerade in dunklen Szenen immer wieder auffällt. Mehr als 4 Punkte sind daher nicht drin.
Tonal wird uns nur eine an sich recht ordentliche Dolby Digital 4.0 Abmischung geboten (was bitte soll der Blödsinn...?) Zwar stört dies bei einer Dialogkomödie kaum und selbst bei den Musikeinlagen ist dies nicht unbedingt tragisch, so gesehen also alles im grünen Bereich. Jedoch hat man beim mastern Mist gebaut, so wurden die beiden Frontkanäle der deutschen Synchronfassung seitenverkehrt auf DVD gebannt. Das heißt: fährt z.B. ein Motorad von rechts nach links, so hören wir es hier von links nach rechts fahren (direkt in den ersten Filmminuten). Dies passiert ständig, wird den meisten aber erst beim genauen Hinhören auffallen, genauso wie die Tatsache, dass die deutschen Dialoge insgesamt zu dumpf und blechernd klingen und die englische Tonspur viel natürlicher. 3 Punkte wären dringewesen, aber dieser markante Fehler stört auf die Dauer ungemein und da gibt es nur noch eins: 2 Punkte. Schade ...

Das Thema Bonusmaterial lassen wir ebenfalls mal komplett außer acht, denn bis auf einen Trailer wird uns hier nichts geboten. Also bleibt uns nur eine Rock'n Roll-Komödie zum Zurücklehnen, Entspannen und Ablachen, in einer nicht gerade sorgfältigen DVD-Umsetzung. Die Hoffnung auf eine Neuauflage oder gar Special Edition sollte man schleunigst begraben, dafür ist "Airheads" für die Majors leider zu unwichtig.


Film++++--
Bild++++--
Ton++----
Bonus------


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de







 
 
Silvan Prefetzky am 18.03.2004
Bewertung:

Trash Metal
Eine ganz müde Komödie, die da in der auslaufenden "Waynes World"-Hardrockwitzchen-Welle mit an Land gespült wurde. Zwar ist die Besetzungsliste hochprozentig prominent, aber das garantiert noch lange nicht für ein einigermaßen akzeptables Drehbuch. Denn was wie eine brauchbare Rock'n Roll-Satire hätte ablaufen können, gerät hier zur Debilen-Show. Da hätten wir zunächst Brendan Fraser, der hier im Zentrum steht. Früher war er Streber, erfahren wir im Film, sorry, er sieht auch mit Fön-Dauerwelle-Mosh-Zopf noch wie ein Nerd aus. Geistige Kapazitäten sind ihm duch zuviel Hardrock offensichtlich abhanden gekommen, denn sonst würde er nicht mit einem IQ von 60 hantieren. Ein bißchen besser da schon Steve Buscemi mit einer knalligen Durchgeknallten-Rolle, die dem beabsichtigten Witz noch am nächsten kommt. Der Abgrund öffnet sich jedoch dann unter Adam Sandler, der hier den Schlagzeuger macht und ergänzend einen 30er IQ benutzt. Daß er allein atmen kann, ist schon überragend.
Die besten Punkte macht hier Joe Mantegna als spät Art-Rocker und DJ, eine hinreißende Figur, die wirklich Laune macht. Mittendrin rennen auch noch Moppel Chris Farley (als Polizist!) und Ernie Hudson (ja, wirklich, schon wieder, als Polizist!!!) rum, Judd Nelson als schmieriger Produzent, Nina Sziemasko als blonde Schnallenzicke und völlig überflüssig Michael Richards ("Kramer" aus "Seinfeld") als blinder Geiselnahmenpassagier. Als Cameo gibt's einen leider zu blassen Harold Ramis.
"Airheads" ist immer nur minutenlang ganz schön, wenn es um das Phänomen Rockmusik geht und die Besetzungssatire Pfeffer bekommt. Aber dann rutscht alles wieder in Debilenwitze, langweiliges Beziehungsgezicke und zu viele überflüssige Szenen zwischendurch ab, die nur das Drehbuch füllen müssen. Möglicherweise ziehen die Jokes in Amilands Original ein wenig besser, so jedoch bleibt "Airheads" nur eine Ansammlung bemühter Scherze rund um das Thema "Hey, wir wollen groß rauskommen, aber wir kriegen es nicht hin!". Eine Idee macht ja nun mal noch keinen Film und das ist der beste Beweis. Ich bleibe bei "Wayne's World", das war abgedreht mit Struktur!



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.