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UK, D 2002
Originaltitel:Deathwatch
Alternativtitel:No Man's Land
aka. Untitled Great War Project
aka. Untitled WWI Trench Horror
Länge:91 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Michael J. Bassett
Buch:Michael J. Bassett
Kamera:Hubert Taczanowski
Musik:Curt Cress, Chris Weller, Robert Lane
SFX:Pavel Sagner
Darsteller:Jamie Bell, Rúaidhrí Conroy, Laurence Fox, Dean Lennox Kelly, Torben Liebrecht, Kris Marshall, Hans Matheson, James McAvoy, Hugh O'Conor, Matthew Rhys, Andy Serkis
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Behind the Scenes (4:25 Min.)
  • Original Trailer (1:43 Min.)
  • Featurette: Rat Handling (1:57 Min.)
  • Interviews mit Cast & Crew:
    • Matthew Rhys (1:25 Min.)
    • Laurence Fox (1:08 Min.)
    • Dean Lennox Kelly (1:11 Min.)
    • Sale Denic (1:18 Min.)
    • Mike Downey (1:28 Min.)
    • Lucinda Wright (2:41 Min.)
  • Cast Infos:
    • Jamie Bell
    • Hugo Speer
    • Andy Serkins
    • Laurence Fox
    • Hugh O'Conor
    • Hans Matheson
  • Trailershow:
    • Wisher (1:52 Min.)
    • The One (1:52 Min.)
    • Schwere Jungs (2:18 Min.)
    • Black Hawk Down (2:04 Min.)
    • Sexy Beast (1:47 Min.)
1917 - Im grausamen Stellungskrieg an der Westfront liefern sich deutsche und alliierte Truppen erbitterte Kämpfe. Als sich nach einer dramatischen Schlacht der Rauch und die Giftgasschwaden lichten, findet sich eine englische Einheit unvermittelt in einem verlassenen deutschen Schützengraben wieder. Charlie Shakespeare und seine Kameraden beschließen, in dem grausigen Labyrinth, zwischen Ratten und den Leichen feindlicher Soldaten, auf Verstärkung zu warten. Doch dann stellen die Männer fest, dass sie nicht allein sind: Eine unheimliche Macht beherrscht die Befestigungsanlage, und es sind nicht die Deutschen, die bei Anbruch der Nacht beginnen, Angst und Schrecken in den Gräben zu verbreiten ...
Nach "The Bunker" gleich noch ein Film über unheimliche Kriegsgeschehnisse, nur noch einen Weltkrieg weiter zurück versetzt, nämlich in den Ersten zurück. "Deathwatch" kam zur fast gleichen Zeit heraus und wie schon bei "The Bunker" haben wir hier einen grundsoliden, wenn auch am Ende recht unspektakulären Film, der größtenteils auf Atmosphäre und weniger auf logische Auflösung setzt.
Behandelt wird das Schicksal einer Gruppe britischer Soldaten an der Westfront 1917, die nach einem vermeintlichen nächtlichen Gasangriff in einen riesigen deutschen Schützengraben stolpern, ohne eine Ahnung davon zu haben, wo der sich befindet und ohne Kontakt zu ihrer Heeresleitung. Sie nehmen einen Deutschen fest, zwei weitere erschießen sie. Und alsbald werden Tage und Nächte in Nebel und Regen recht lang, denn Aggressionen treten zutage und merkwürdige Stimmen und Kriegslärm sind allerorten zu hören. Wie es nicht anders zu erwarten ist, stapeln sich bald die Toten, entweder durch übernatürliche Ereignisse forciert oder von den eigenen Leuten erschossen. Wahnsinn und Angst macht die Runde und von der ersten Minute an ahnen wir, dass Soldat Charlie Shakespeare (welcher Autor hat sich diesen Namen ausgedacht), gespielt von Billy Elliot, am Ende übrig bleiben wird, was er dann auch tut.
"Deathwatch" kann Laune machen, wenn man die Vorhersehbarkeiten beiseite lässt. Nämlich die Tatsache, dass das gesamte Set alsbald an alte "Twilight Zone"-Folgen erinnert. Viele der Soldaten sind eher dem Body Count verpflichtete Figuren, als wichtig für die Handlung und die ständigen Kompetenzstreitigkeiten nerven auch im Rahmen eines Films, der sich auf seine übernatürlichen Ereignisse konzentrieren sollte. Die wiederum werden schon beim ersten Toten als gegeben gezeigt und können kaum angezweifelt werden. Dass diese im weiteren jedoch eher ausbleiben und die Soldaten sich selbst um die Ecke bringen, fördert den Reiz kaum. Eher macht schon das superschlammige Set Laune, dass mit seinen düsteren Tunneln und Verschlägen schon eher das Genreherz höher schlagen lässt. Insgesamt geht man für einen Erfolg jedoch zu zurückhaltend mit den Gruselelementen um.
Die Schauspieler machen dabei so ziemlich alles richtig, auch wenn Bell schon zu zaudernd angelegt ist. Das absolute Highlight jedoch ist die von Andy Serkis, der bei "Lord of the Rings" Vorlage für die Gollumfigur war. Serkis darf den komplett Durchgeknallten mit Nagelkeule mimen, der schon mal Deutsche skalpiert und eigentlich unkontrolliert gar nicht mehr an der Front sein dürfte. Er sieht aus, als sei er kurzfristig aus einem Italowestern eingesprungen und stiehlt allen anderen die Schau. Leider gestaltet sich das Ende als wenig inspirierend, denn die Motivation des Übernatürlichen, mitten im Kriegsgebiet so eine Art moralische Todeswalle aufzubauen, bleibt ungeklärt.

In der letzten Zeit hatte sich Universal nicht unbedingt durch ihre guten DVD-Veröffentlichungen ausgezeichnet und verärgerte zudem nicht wenige Kunden mit der katastrophalen "Zurück in die Zukunft"-Umtauschaktion. Jedoch zumindest bei dieser DVD, die noch dazu keine Jugendfreigabe erhielt und daher zu der Kategorie der meist stiefmütterlichen DVD-Umsetzung gehört, hat man diesmal gezeigt, dass man auch Genrefilme für Fans vernünftig umzusetzen weiß. Die Schärfe kann sich hierbei durchaus sehen lassen, obgleich sie etwas unausgewogen und nicht immer perfekt wirkt. So bietet sie zwar eine durchweg detaillierte Darstellung, hätte insgesamt jedoch etwas knackiger ausfallen dürfen und die Kantenschärfe fällt hierbei durch leichte Doppelkonturen auf. Der ordentliche Kontrast wirkt insgesamt etwas zu dunkel, so dass man es in einigen Nachtaufnahmen schon etwas schwer haben wird alles zu erkennen. Die Farbgebung fällt gezielt kalt und blass auf und lebt von seinen Erdtönen, so dass das Bild ins Grau/Bräunliche tendiert. Trotz Filter die Michael J. Bassett hier einsetzt um die bedrückende Atmosphäre von "Deathwatch" zu untermauern, wirkt das Bild in seiner Farbbalance nie unnatürlich. Bildrauschen fällt meist nur in hellen Szenen auf (z.B. in der Nebenszene in den ersten Minuten), wirkt dann aber etwas zu stark und geht auf die Tiefenschärfe. Die recht hohen Kompressionen leisten ebenfalls eine gute Arbeit und nur selten bemerkt man leichte Kompressionsartefakte und Blockrauschen im Hintergrund. Analoge Defekte und Verschmutzungen sind ebenfalls so gut wie keine auszumachen.
Tonal weiß der Film ebenfalls zu gefallen, auch wenn hier der Frontbereich dominiert. So dürfen wir eine hervorragende Dialogverständlichkeit erleben und eine saubere Kanaltrennung. Aus dem Center hört man z.B. die Protagonisten, die sich im Bild befinden und rechts oder links hört man die Stimmen der Soldaten, die sich außerhalb des Bildes befinden. Die Effektlautsprecher kommen meist nur für die Umgebungsgeräusche zum Einsatz, halten sich aber etwas zurück. Die Musik spielt sich nur im Frontbereich ab und richtige Surroundeffekte kommen nur bedingt zum Einsatz. Dadurch resultiert auch die teilweise fehlende Räumlichkeit. Hier hätte man sich einfach mehr Druck im Bassbereich gewünscht. Explosionen wirken zu kraftlos und der dominierende Frontabmischung fehlt es hier etwas an Dynamik. Der englische Originalton wirkt insgesamt deutlich etwas kräftiger und lauter. Zwar spielt sich das Geschehen hier ebenfalls großflächig im Frontbereich ab, jedoch wirkt die Abmischung natürlicher und zumindest der Effektbereich kann etwas mehr überzeugen. Trotzdem fehlt auch es auch hier noch an der nötigen Räumlichkeit für einen guten 5.1-Ton. Die deutsche Synchro macht im übrigen einen großen Fehler, so wird der Deutsche direkt zu Beginn französisch synchronisiert, in O-Ton spricht er deutsch. Der Zuschauer denkt also, es wäre ein Franzose. Im weiteren Verlauf wird er aber immer wieder als Deutscher angesprochen, redet aber weiterhin Französisch. Und als man ihn nicht versteht, sagt er in der Synchronfassung natürlich, dass er anstatt deutsch, auch Französisch reden könne. Dies hätte man auf jeden Fall besser und sorgfältiger lösen können. Optional gibt es noch deutsche Untertitel zum zuschalten.
Das Bonusmaterial ist leider etwas mager ausgefallen, so gibt es lediglich einen Trailer, sowie zwei kurze Featurettes, die zwar nett anzuschauen sind, jedoch insgesamt viel zu kurz. Die "Behind the Scenes" gehen knapp 4 Minuten und bietet einen kurzen Einblick in die Aufnahmen beim Dreh im Schützengraben. "Rat Handling" geht gerade mal 2 Minuten und soll uns die Arbeit mit den Ratten näher bringen. Davon ist jedoch kaum was zu sehen und es hätte auch zum vorherigen Feature passen können. Zum Schluss gibt es noch 6 kurze Interviews von Cast & Crew, die insgesamt knapp 7 Minuten laufen und nicht untertitelt wurden, sowie Mini-Biografien der Darsteller. Eine obligatorische Trailershow mit 5 Trailern darf natürlich nicht fehlen.

Passabel gespielt und atmosphärisch in Ordnung kann der Film aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er als 45-Minuten-Episode in einer Serie wie "Twilight Zone" oder "The Outer Limits" besser aufgehoben wäre. Für einen Videofilm ist der Eindruck aber stabil. Die DVD bietet ein recht gutes Bild mit leichten Schwächen, einen etwas zu sanften 5.1-Ton und mageres Zusatzmaterial. Nicht unbedingt die beste DVD aus dem Hause Universal, dafür aber recht passabel umgesetzt und trotz einiger recht kruder Szenen völlig ungeschnitten. Wer "The Bunker" schon mochte, darf hier zuschlagen, alle anderen sollten vorher Probegucken.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++---
Bonus++----


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Deathwatch
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